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Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

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  1. Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

    Autor: DebugErr 10.08.20 - 15:42

    Den Großteil der Anwendungen, den ich in Unternehmen in Deutschland gesehen habe, haben ein UI von Anno dazumal. Grau auf Grau, am besten alle Buttons gleichzeitig sichtbar obwohl nur 1% davon sinnvoll oder aktiviert ist, müde Texttabellen überall. Signalfarben, Akzente, einheitliche und sinnvolle Icons, ein sich durch das Programm ziehender roter Faden an gleichen Steuerelementen, eine logische Navigation anstelle von MDI-Wahnsinn... gibt es alles nicht.

    UI und UX wird vielerorts vollständig ignoriert. IMHO muss auf 5 Programmierer mindestens 1 UI/UX-Designer kommen. Alles andere produziert Schrott.

    Daher Danke für diesen Artikel.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 15:43 durch DebugErr.

  2. Re: Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

    Autor: NaTopp 10.08.20 - 17:41

    Da stimme ich zu. Und aus dem Alltag weiß ich auch dass Kunden (im B2B) oft nicht bereit sind den UI und UX Prozess mitzubezahlen, da sie selber den Mehrwert nicht verstehen (wollen).
    Es ist schon äußerst traurig.

  3. Re: Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

    Autor: Lefteous 10.08.20 - 18:20

    Ich war auch mal kurz davor in einer UXler Selbsthilfegruppe mitzumachen. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät. Wir könnten uns alle gegenseitig bemitleiden :-D

  4. Re: Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

    Autor: h1j4ck3r 10.08.20 - 19:26

    Das Problem was ich eher sehe ist, dass man durchaus einen roten Faden hat, aber eben alte Software deren UI durchaus etwas überarbeitet werden kann.
    Wenn das nicht nur nebenbei in max. einer Stunde passieren soll, kann man auch darüber nachdenken, wenn es einen tatsächlichen Mehrwert gibt, wie leichtere/schnellere Bedienung.
    Falls es aber nur bedeutet, die gleichen Daten semantisch exakt wie vorher, nur etwas "moderner", darzustellen, wobei oft auch nicht unbedingt ein Vorteil daraus erwächst (übersichtliche Tabelle wird zur dreimal so langen Liste die man durchscrollt und dann doch nur wieder die Suche verwendet), steht meines Erachtens nach oft nur der Wunsch nach einer nicht klar definierbaren aber "modernen" Ansicht dahinter.

    Achtet man eher auf Backend/Businesslogic, da ja die Funktion der Anwendung im Vordergrund stehen sollte, kommen dann die Leute mit "Das UI ist mindestens genauso wichtig für den Erfolg der Anwendung".
    Das mag ja bis zu einem gewissen Grad stimmen, nur nutzt einem das herzlich wenig,
    wenn man nach der 50ten Iteration ein tolles UI hat,
    welches zu 75 % gemockt ist und man nur noch ein Fünftel der Projektzeit übrig hat um den funktionalen Teil zu implementieren, den die User ja nicht sehen.
    Sie merken es erst und beschweren sich, wenn es nachher nicht funktioniert wie gewollt/erhofft, so wie bei einem Großteil der halbfertigen Apps die man im Playstore so findet.

    Wenn man sich die Arbeit aufteilt, dann mag das kein Problem sein, problematisch wird es erst, wenn die User nur auf die UI achten, aber das Backend für selbstverständlich halten.
    "Klar funktionieren muss es natürlich richtig", dass das jedoch oft der weitaus aufwendigere Teil ist, ist vielen nicht klar.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 19:38 durch h1j4ck3r.

  5. Re: Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

    Autor: chromax 11.08.20 - 11:24

    Das sind dann aber auch die, die noch Office 2003 verwenden, weil danach die blöden Ribbons kamen. ;-)

  6. Re: Leider ganz wenig Liebe in deutschen Unternehmen

    Autor: h1j4ck3r 11.08.20 - 11:54

    chromax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind dann aber auch die, die noch Office 2003 verwenden, weil danach
    > die blöden Ribbons kamen. ;-)

    Sinnvolle Änderungen sind ja gut.
    Aber wie oft klicke ich gerade in Officeprodukten dann doch 2-3 mal und bin dann doch nicht schneller?
    Im Gegenteil, weil alles breitgezogen ist, hat man zusätzlich noch längere Klickwege (der Grund warum bspw. das Riesenkachelmenü aus Win8 in Win10 wieder verschwunden ist)
    Die UI mag zwar angenehmer aussehen und einige wichtige Punkte sind schneller zugänglich, jedoch trifft das nicht im Schnitt zu.
    Die UX wurde dadurch meines Erachtens nach nicht groß verbessert.
    Klar man kann natürlich auch seine Ribbons optimieren und dafür 20 h aufbringen, heißt das aber nicht, dass die eigentliche UI unzureichend ist?
    Am besten sind Kontextabhängige Funktionen die man teilweise sonst gar nicht findet.

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