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Filz und Klüngel.

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  1. Filz und Klüngel.

    Autor: BoMbY 19.08.20 - 09:20

    Wie bei allen öffentlichen Projekten ist auch Ariane nichts weiter als eine Gelddruckmaschine für die Beteiligten, echte Konkurrenzfähigkeit kann man durch so etwas nicht erreichen.

    Da wäre es schlauer entsprechende Startups, auf vernünftige Weise, zu finanzieren und auf ein zweites SpaceX zu hoffen. Aber sowas geht in Europa, und vor allem Deutschland, natürlich nicht.

  2. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: John2k 19.08.20 - 09:43

    BoMbY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie bei allen öffentlichen Projekten ist auch Ariane nichts weiter als eine
    > Gelddruckmaschine für die Beteiligten, echte Konkurrenzfähigkeit kann man
    > durch so etwas nicht erreichen.
    >
    > Da wäre es schlauer entsprechende Startups, auf vernünftige Weise, zu
    > finanzieren und auf ein zweites SpaceX zu hoffen. Aber sowas geht in
    > Europa, und vor allem Deutschland, natürlich nicht.

    Ich weiß nicht wo du das Problem siehst. Bis vor kurzem gab es nur wenige, die überhaupt Raketen ins All schicken konnte. Nun kommt halt Spacex, die mit viel Geld eine Rakete entwickelt haben.
    Klar wäre es gut, eventuell Startups zu unterstützen, um neue Entwicklungen mit einfließen zu lassen.

  3. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: tritratrulala 19.08.20 - 09:51

    John2k schrieb:
    > Ich weiß nicht wo du das Problem siehst. Bis vor kurzem gab es nur wenige,
    > die überhaupt Raketen ins All schicken konnte. Nun kommt halt Spacex, die
    > mit viel Geld eine Rakete entwickelt haben.
    > Klar wäre es gut, eventuell Startups zu unterstützen, um neue Entwicklungen
    > mit einfließen zu lassen.

    SpaceX hat eher mit WENIG Geld RaketeN (und mehr) entwickelt. Das Problem hat OP schon erkannt. Arianespace ist politisch gesehen primär ein Wirtschaftsförderungsprogramm für diverse Firmen in verschiedenen EU-Staaten und jeder soll was von Kuchen abbekommen. Daher ist es auch so ineffizient, bürokratisch und teuer. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, eine Rakete Stück für Stück an etlichen Standorten zu bauen.

    Die Entwicklung und Fertigung von Arianespace müsste stärker zentralisiert werden, damit eine Konkurrenzfähigkeit erreicht wird. Arianespace wollte das bei der Ariane 6 erreichen. Aber das geht politisch nicht, weil dann nicht mehr jeder was vom Kuchen abbekommen kann.

    Das SLS-Programm in den USA krankt an ähnlichen Problemen.

  4. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: John2k 19.08.20 - 09:54

    tritratrulala schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > John2k schrieb:
    > > Ich weiß nicht wo du das Problem siehst. Bis vor kurzem gab es nur
    > wenige,
    > > die überhaupt Raketen ins All schicken konnte. Nun kommt halt Spacex,
    > die
    > > mit viel Geld eine Rakete entwickelt haben.
    > > Klar wäre es gut, eventuell Startups zu unterstützen, um neue
    > Entwicklungen
    > > mit einfließen zu lassen.
    >
    > SpaceX hat eher mit WENIG Geld RaketeN (und mehr) entwickelt. Das Problem
    > hat OP schon erkannt. Arianespace ist politisch gesehen primär ein
    > Wirtschaftsförderungsprogramm für diverse Firmen in verschiedenen
    > EU-Staaten und jeder soll was von Kuchen abbekommen. Daher ist es auch so
    > ineffizient, bürokratisch und teuer. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn,
    > eine Rakete Stück für Stück an etlichen Standorten zu bauen.
    >
    > Die Entwicklung und Fertigung von Arianespace müsste stärker zentralisiert
    > werden, damit eine Konkurrenzfähigkeit erreicht wird. Arianespace wollte
    > das bei der Ariane 6 erreichen. Aber das geht politisch nicht, weil dann
    > nicht mehr jeder was vom Kuchen abbekommen kann.
    >
    > Das SLS-Programm in den USA krankt an ähnlichen Problemen.

    Man kann es nicht vergleichen. Es ist halt ein europäisches Programm, bei dem das Wissen nicht in einem Unternehmen versacken soll.
    Musk kann halt machen was er will. Ob man das unbedingt so in Europa etablieren muss, dass nur ein Land über die Raumfahrt herrscht? Eher keine gute Idee.

  5. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: PaBa 19.08.20 - 10:54

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann es nicht vergleichen. Es ist halt ein europäisches Programm, bei
    > dem das Wissen nicht in einem Unternehmen versacken soll.
    > Musk kann halt machen was er will. Ob man das unbedingt so in Europa
    > etablieren muss, dass nur ein Land über die Raumfahrt herrscht? Eher keine
    > gute Idee.
    Man kann einen Wissensaustausch auch anders sicherstellen, als Teile an verschiedenen Standorten herzustellen, dann zusammenzuführen und am Ende um die halbe Erde zu schicken, damit man da starten kann.

    Was spricht gegen einen Standort mit Mitarbeitern aus ganz Europa? Oder andere Konzepte?

  6. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: ConstantinPrime 19.08.20 - 11:39

    Vermutlich das die dann alle an diesem einen Standort leben/wohnen, Steuern zahlen und ihr verdientes Geld dort wieder in Umlauf bringen.

    Im Gegenzug finanzieren ja aber die beteiligten Länder das Projekt und haben abgesehen vom Wissen (und vermutlich nicht mal das in Gänze) nichts davon.

  7. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: tritratrulala 19.08.20 - 11:48

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > John2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann es nicht vergleichen. Es ist halt ein europäisches Programm,
    > bei
    > > dem das Wissen nicht in einem Unternehmen versacken soll.
    > > Musk kann halt machen was er will. Ob man das unbedingt so in Europa
    > > etablieren muss, dass nur ein Land über die Raumfahrt herrscht? Eher
    > keine
    > > gute Idee.
    > Man kann einen Wissensaustausch auch anders sicherstellen, als Teile an
    > verschiedenen Standorten herzustellen, dann zusammenzuführen und am Ende um
    > die halbe Erde zu schicken, damit man da starten kann.
    >
    > Was spricht gegen einen Standort mit Mitarbeitern aus ganz Europa? Oder
    > andere Konzepte?

    Ein erster Schritt wäre es vielleicht, nicht Standorte in 6-7 Ländern zu unterhalten, sondern nur 3-4. Initial gab es ja seitens Arianespace den Vorschlag, die Produktion auf "nur" 5 Länder zu beschränken, um die Kosten zu senken, aber selbst dieser konservative Vorschlag wurde nicht akzeptiert.

  8. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: PaBa 19.08.20 - 11:53

    ConstantinPrime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vermutlich das die dann alle an diesem einen Standort leben/wohnen, Steuern
    > zahlen und ihr verdientes Geld dort wieder in Umlauf bringen.

    Tja, die Frage ist, ob der Geld-Rückfluss höher ist, als das Einsparungspotential durch Bündelung. Und die Steigerung der Effektivität.

  9. Re: Filz und Klüngel.

    Autor: bofhl 19.08.20 - 14:05

    ConstantinPrime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vermutlich das die dann alle an diesem einen Standort leben/wohnen, Steuern
    > zahlen und ihr verdientes Geld dort wieder in Umlauf bringen.
    >
    > Im Gegenzug finanzieren ja aber die beteiligten Länder das Projekt und
    > haben abgesehen vom Wissen (und vermutlich nicht mal das in Gänze) nichts
    > davon.

    Was bei der ESA aber generell dann aber komplett falsch ist - oder wird nicht ausschließlich in einer franz. Kolonie gestartet? Dazu stehen noch die meisten Produktionsstätten in Frankreich, Deutschland, England und Zulieferer gibt es noch in Österreich, Spanien, Niederlande, Belgien und Italien - und das wars dann auch schon!

    Auf der anderen Seite gibt es das CERN und das ITER-Projekt - und da kommen auch viele Mitarbeiter an nur einem Standort zusammen! (bis aufs CERn sind die meisten Projekte reine wissenschaftl. Forschungsarbeiten ohne finanz. Realisationsmöglichkeiten)

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