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Vorschnelle Schlussfolgerungen

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  1. Vorschnelle Schlussfolgerungen

    Autor: DirkA 04.09.20 - 12:46

    Ich lese Golem seid ca. 20 Jahren und auch die Artikel von Herrn Greis zur Elektromobilität lese ich sehr gerne, aber diesen hier finde ich zu vorschnell geschlussfolgert und pseudowissenschaftlich.

    Ja, es gibt den menschengemachten Klimawandel und die Erde erwärmt sich deswegen. Aber darf man wirklich schon nach drei Jahren behaupten, man erkennt das geänderte Klima, anhand der verdorrten Pflanzen im eigenen Garten?

    An welchem Ort hat sich jetzt das Klima geändert? Im eigene Garten, um Berlin, in Ostdeutschland, in Deutschland, in Europa, in der Welt?
    Bei mir ist eine Pflanze eingegangen, daran ist der globale Klimawandel schuld, ist mir zu vorschnell und denkt auch auch nur bis zum nächsten Gartenzaun.

    Das dritte Jahr Trockenheit trifft sicher für Berlin zu und ich meine auch für Ostdeutschland, aber kann man dies schon für ganz Deutschland behaupten?
    Sollten wir jetzt schnell auf Wikipedia das Klima von humid auf arid ändern?
    Und anstelle der 30jährigen Vergleichsperioden auf 3jährige umschwenken?

    Dabei finde ich es grundsätzlich gut, wenn man selbst das Wetter und die Natur beobachtet und versucht daraus Schlüsse abzuleiten, wie z.B. die mittlere jährliche Temperatur welche mit Zagreb verglichen wird. Aber ich finde die Schlussfolgerung zu vorschnell und dem allgemeinen Zeitgeist zu gefällig und anbiedernd.

    Warum fragt man nicht alle Golem Leser nach deren Messwerten, wie damals bei der Bürotemperatur?
    Und kann so ermitteln ob es deutschlandweit verminderten Niederschlag im dritten Jahr gibt?
    Dann prüft man welche Erklärungen dafür in Frage kommen. Kann aus dem Global Warming, ein verminderter Niederschlag in Dtl. abgeleitet werden? Das wäre dann zumindest einmal eine Aussage, welche überprüft werden könnte.
    Stattdessen wird bei jedem ungewöhnlichen Wetter die Klimasau durchs Dorf getrieben, und im polemisch, larmoyanten Tonfall anhand der eigenen Gartenpflanze die die düstere Zukunft prophezeit.

  2. Re: Vorschnelle Schlussfolgerungen

    Autor: PanicMan 21.09.20 - 09:52

    Finde ich nicht, ich komme aus dem Schwarzwald in Süddeutschland, also komplett andere Ecke als Berlin. Normalerweise regnet es hier über den Sommer viel, in den letzten, ja, wohl die 3 Jahre, ist es viel weniger geworden... Da ich seit 4 Jahren auch einen Garten besitze, mit einer Regenauffangtonne, kann ich das auch direkt beobachten. Früher war die fast immer voll, mittlerweile muss ich immer wieder mal den normalen Wasserhahn benutzen...
    Früher wäre hier keiner auf die Idee gekommen einen Pool hinzustellen, mittlerweile sieht man das in fast jeden Garten und es werden selbst fest eingebaute Pools eingebaut...
    Kannst du Schlussfolgern wie du möchtest, aber ich folge seiner Schlussfolgerung.

  3. Re: Vorschnelle Schlussfolgerungen

    Autor: DirkA 30.09.20 - 14:46

    Wir sehen das gleiche, aber bewerten die Dinge anders. Das ist legitim und unterschiedliche Bewertungen bereichern die Diskussion.

    Aber ganz viele Medien berichten so wie dieser Artikel, und meine Erwartung an Golem wäre gewesen, aus dem üblichen „Mensch und Technik sind scheiße“ und wenn „wir stehen kurz vor dem Untergang“ Erzählung auszubrechen und sich dem Thema mit mehr Tiefgang zu widmen.

    Fachmännisch die Chancen und Risiken von neuer Technik, Menschen und Zukunft abzuwägen, so wie es bei jeder neuen Handy und Alexa-version getan wird.

    Die durch den Menschen verursachten CO2 Emissionen weswegen sich die Erde erwärmt und zum Treibhaus wird, ist auch nicht viel anders als Terra Forming. Beim Mars würde man sich diesen Effekt vielleicht sogar wünschen (CO2 erwärmt die Atmosphäre, Eis schmilzt zu Wasser).

    Aber wenn man wirklich den Standpunkt vertritt das der Mensch und die Technik die Erde ruiniert, mit welcher Berechtigung spricht man dann über die Besiedelung anderer Planeten? Warum die „natürliche“ Umgebung vom Mond, Ceres oder Ganymed durch Menschen und Sauerstoff verschmutzen?

    Dabei muss imho Mensch und Technik kein Gegensatz sein. Eine Lösung für den menschengemachten Klimawandel, wäre ja vielleicht sogar die Technik. Der Autor spricht es selbst an, seine Gartenpflanzen durch eine „technische“ Bewässerungsanlage besser zu schützen. Nur reicht ihm dieser Lösungsansatz nicht. Er meint, die beste Lösung für das Problem müsste größer und tiefergehend sein. So wie nur noch Elektroautos oder viel weniger Fleischverzehr.

    Das finde ich für das Beispiel eines Berliner Gartens absurd.
    Natürlich wird Berlin irgendwann einmal eine sumpfiges Gebiet gewesen sein, daher leitet sich der Name ab. Dann kommt der Mensch, rodet den Wald, legt den Sumpf trocken und baut einen Garten. Er pflanzt Bäume die aus Asien stammen (Apfel, Birne) oder Südamerika (Tomaten) und gießt sie immer fein. Es ziehen immer mehr Menschen nach Berlin und der Platz und das Wasser werden knapp.
    Verantwortlich dafür ist der Mensch, keine Frage.
    Aber was ist jetzt die Lösung?
    a) Zurück zum Sumpf?
    b) Eine Fabrik für Elektromobilität in Berlin bauen die welche vermutlich Wasser benötigt?
    c) So wie jeder zugezogen Berliner über den Zuzug meckert und sich selbst ausklammert, nun über die Umweltzerstörung jammern und sich selbst ausklammern? Denn die Umwelt wurde schon durch die Trockenlegung des Sumpfes und die Anlage des Gartens zerstört, viele Jahre vor Industrialisierung, Autos etc.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.20 14:47 durch DirkA.

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