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Der Import von "eigenen" 3D Modellen wird doch offiziell unterstützt?

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  1. Der Import von "eigenen" 3D Modellen wird doch offiziell unterstützt?

    Autor: danh 31.08.20 - 19:58

    Warum sollte als Microsoft da updatemäßig einen Riegel vorschieben? Mir scheint, ihr seid nicht richtig informiert / habt nicht richtig recherchiert welche Möglichkeiten im FS dank des offiziellen SDK möglich sind. Eigene 3d Modelle mit dem offiziellen SDK auszustatten ist erwünscht und im MS-Marktplatz oder auf der bekannten Plattform Simmarket verkaufen schon Drittanbieter ihre ersten Addon-Werke nur für den FS.

    Im privaten Rahmen wird auch schon seit Jahren in x-plane unter anderem google Luftbildmaterial als hochauflösende Bodenkacheln verwendet. Entsprechende Tools ermöglichen den Download und Import auch ohne weitreichende technische Kenntnisse darüber.

    Ich verwende für mein kleines erste Addon-Szenerie auch teils google maps als Vorlage, allerdings modelliere ich das Zeugs selbst, das Google-3D-Mesh könnte auch da nicht mithalten.

    Sehr interessant sind mit Sicherheit auch die Möglichkeiten, die sich durch Photogrammetrie z. B. mit Drohnenaufnahmen ergeben könnten.

    Wenn man das privat für sich macht bzw. irgendwelche vorgefertigten Tools machen lässt, dürfte das schätze ich auch 100% legal sein (jedenfalls hier in Deutschland). Ich schätze nur das Bereitstellen für eine breite Öffentlichkeit der fertigen Ergebnisse dürfte illegal sein.

  2. Re: Der Import von "eigenen" 3D Modellen wird doch offiziell unterstützt?

    Autor: Falcon9 01.09.20 - 00:17

    Interessant wäre es, ja. Die Situation in Deutschland ist dafür allerdings alles andere als ideal.
    Du brauchst:
    - Drohne
    - Haftplichtversicherung für diese
    - Je nach Gewicht einen kostenpflichtigen Kenntnisnachweis
    - Die Erlaubnis des Besitzers des Grundstücks (wichtig für Mieter)
    - Genug Abstand um das Gebäude, damit du beim Umkreisen bloß nicht ein bisschen über ein anderes Grundstück fliegst
    - Grundstück darf nicht in 100m Reichweite liegen zu:
    Fernstraßen, Wasserstraßen, Bahnlinien, Strommasten, Industrieanlagen, Kraftwerken, Botschaften, Krankenhäusern, Landes-/Bundes-/Sicherheitsbehörden, Gefängnissen, militärische Einrichtungen.
    - In Reichweite von 1,5 km kein Flugplatz (neben Helikopterlandeplätzen von Krankenhäusern zählen dazu auch winzige, die nur aus einer Wiese bestehen z.B. für Paraglider, die dort 2x im Jahr starten) auch für Flughöhen unter 10m

    Viele der Regeln halte ich ja durchaus für sinnvoll, vieles ist aber einfach nur Blödsinn.

    Wenn du alles einhalten kannst, muss man noch hoffen, dass nicht irgendjemand 2 Häuser weiter die Polizei ruft, weil man doch eindeutig ihr Grundstück filme.

    P.S.:
    Auch fern von Ortschaften darf man meist nicht fliegen aufgrund von Naturschutzgebieten/Nationalparks (z.B. der Harz, Nordseeinseln, aber auch einfach der Hügel nebenan):
    Dieselautos, die dort durchfahren? Kein Problem.
    Kleinflugzeuge im Tiefflug? Erlaubt.
    Winzige elektrische Multikopter? Auf gar keinen Fall!
    Weiterer Funfact: Für Multikopter ist ein Flug über 100m Höhe grundsätzlich verboten, für Modellflugzeuge nicht (mit Kenntnisnachweis).

  3. Panoramafreigeit

    Autor: Gastbeitrag 01.09.20 - 09:58

    Falcon9 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant wäre es, ja. Die Situation in Deutschland ist dafür allerdings
    > alles andere als ideal.
    > Du brauchst:
    > - Die Erlaubnis des Besitzers des Grundstücks (wichtig für Mieter)

    Ich denke mal im Schwerpunkt wird es um Gebäude gehen, die unter "öffentliche Kunst" fallen, das Eigenheim wird hier eher selten betroffen sein. Interessant wird hier, wenn noch andere Rechte bei Gebäuden als öffentlicher Kunst daneben bestehen, z.B. wenn diese bewohnt sind.

    > - Grundstück darf nicht in 100m Reichweite liegen zu:
    > Fernstraßen, Wasserstraßen, Bahnlinien, Strommasten, Industrieanlagen,
    > Kraftwerken, Botschaften, Krankenhäusern,
    > Landes-/Bundes-/Sicherheitsbehörden, Gefängnissen, militärische
    > Einrichtungen.

    Finde ich sehr interessant. Gibt es hierzu Quellen?

    > Wenn du alles einhalten kannst, muss man noch hoffen, dass nicht
    > irgendjemand 2 Häuser weiter die Polizei ruft, weil man doch eindeutig ihr
    > Grundstück filme.

    Das sollte weniger ein Problem sein. Du darfst ja von öffentlichen Grund aus in private Immobilien filmen, solange die Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben. Die Veröffentlichung ist da schon eher tricky.

    Was für mich noch interessant ist: Google kann ja ein Urheberrecht an den 3D-Modellen geltend machen - mich würde aber interessieren, ob man 1. nicht dann auch von einer Art digitalen Panoramafreiheit ausgehen muss, wenn die Daten jederman zugänglich sind und diese weiterverarbeitet werden (ein eigenes Werk damit erstellt wird). 2. Könnte man das eventuell genauso als Zitat auffassen. Inwiefern das Zitatrecht in der Kunst (also ohne journalistischen/wissenschaftlichen/sozial-diskursiven Kontext) gilt, weis ich allerdings nicht.

  4. Re: Panoramafreigeit

    Autor: Lehmroboter 01.09.20 - 15:46

    Panoramafreiheit in Bezug auf Drohnenbilder ist in D eher nicht gegeben. Ich zitiere dazu mal aus der Wikipedia "Panoramafreiheit":
    "Dem Privileg unzugänglich sind nach der ganz herrschenden Meinung jedenfalls Perspektiven, die sich erst durch den Einsatz von Hilfsmitteln wie Leitern[62], Flugzeugen, Helikoptern oder Drohnen[63] oder durch Wegdrücken bzw. Durchbohren von Hecken[64] eröffnen."

    Luftbilder werden aber auch regelmäßig auch im öffentlichen Auftrag aus verschiedensten Motivationen (Flutschutz, Ab-/Regenwasser Gebührenberechnung...) erstellt. Denkbar ist hier eine Nutzung sofern diese über passende Open Data Lizenzen freigegeben sind. In Verbindung mit LIDAR Scans/Höhenprofilen könnte man so etwas machen. Leider ist die Verfügbarkeit in D diesbezüglich noch sehr lückenhaft.

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