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"enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

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  1. "enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

    Autor: Eheran 02.09.20 - 15:10

    >das Vera Rubin Telescope haben durch ihren großen Spiegeldurchmesser eine enorme Tiefenschärfe.
    >Satelliten im niedrigen Erdorbit erscheinen darin etwas unscharf, ähnlich wie Objekte im Vordergrund in einer Landschaftsaufnahme unscharf sind.

    Gemeint ist also eine niedrige Tiefenschärfe? Oder eine große?
    Mir ist nicht klar, ob das eine große oder kleine Tiefenschärfe ist. Das Problem würde sich jedenfalls mit geringerer Tiefenschärfe vermindern, da Satelliten dann immer mehr verwaschen.

    >Erst in noch größerer Entfernung verschwindet dieser Effekt.
    Dann sind sie also zwar noch schärfer, dafür aber noch weniger hell?

  2. Re: "enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

    Autor: chefin 02.09.20 - 16:12

    Du weist nicht was Tiefenschärfe optisch bedeutet denke ich.

    Du magst die sichtbaren Auswirkungen kennen, aber nicht warum das so ist. Je stärker die Vergrößerung desdo größer die Tiefenschärfe. Nimm ein 35-300 Tele, zieh ein Objekt groß und die Ränder die gerade noch scharf waren, verschwimmen, wenn sie näher am Objektiv sind.

    Teleskope sind Teleobjektive mit 10 oder mehr Meter Brennweite(eine Kamera hat bestenfalls mal 1000mm Brennweite. Nimmst du ein Schmidt-Cassegrain Aufbau kommt auch mal 30-50m Brennweite zustande. Dann sind Satelliten eben in 300km Entfernung zu unscharf. Das geht soweit, das ich zb in unserer Sternwarte horizontnahe Objekte nicht voll anvisieren kann, weil unsere Dachkante 50% des Teleskops verdeckt. Nur das sieht man dann nicht mehr im Okular. Da es zu nahe ist, wird das Licht komplett zerstreut. Lediglich die Lichtmenge insgesamt ist dann um den Überdeckungsprozentsatz kleiner. Aber man sieht keine Kante oder Fläche die irgendwie abschattet.

    Ich empfehle dir daher mal den Besuch einer Sternwarte mit Teleskope und dann halte mal ein Buch vor den Einlass und decke einfach mal 75% ab. Nicht zu erkennen.

  3. Re: "enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 02.09.20 - 17:07

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >das Vera Rubin Telescope haben durch ihren großen Spiegeldurchmesser eine
    > enorme Tiefenschärfe.
    > >Satelliten im niedrigen Erdorbit erscheinen darin etwas unscharf, ähnlich
    > wie Objekte im Vordergrund in einer Landschaftsaufnahme unscharf sind.
    >
    > Gemeint ist also eine niedrige Tiefenschärfe? Oder eine große?
    > Mir ist nicht klar, ob das eine große oder kleine Tiefenschärfe ist. Das
    > Problem würde sich jedenfalls mit geringerer Tiefenschärfe vermindern, da
    > Satelliten dann immer mehr verwaschen.
    >
    > >Erst in noch größerer Entfernung verschwindet dieser Effekt.
    > Dann sind sie also zwar noch schärfer, dafür aber noch weniger hell?

    Gemeint war natürlich die Schiefentärfe, auch bekannt als Tärfenschiefe. Sorry.

    (Ist korrigiert. Heißt jetzt "...der enorm kleine Bereich der Tiefenschärfe...")

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  4. Re: "enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

    Autor: Eheran 02.09.20 - 17:29

    >Du weist nicht was Tiefenschärfe optisch bedeutet denke ich.
    Spar dir sowas einfach...?

    >Teleskope sind Teleobjektive mit 10 oder mehr Meter Brennweite
    Ist zwar OT, aber bitte, Definition Teleskop:
    >Ein Teleskop ist ein Instrument, das elektromagnetische Wellen sammelt und bündelt, um weit entfernte Objekte beobachten zu können.
    >A telescope is an optical instrument using lenses, curved mirrors, or a combination of both to observe distant objects, or various devices used to observe distant objects by their emission, absorption, or reflection of electromagnetic radiation.

    Du meinst vermutlich die (Spiegel-) Teleskope in Sternwarten/Observatorien. Als Teleskop zählt aber auch was kleines. Ganz davon abgesehen, dass es sonst keine Teleskope gab, bevor man 10m Spiegel bauen konnte. Was noch nicht so lange geht.

    >Aber man sieht keine Kante oder Fläche die irgendwie abschattet.
    Dafür muss man keine Sternwarte besuchen und da irgendwas abschatten wollen. Dafür reicht jedes Objektiv mit einer Linse, vor die man was halten kann*. Also übliche Kameras/DSLR/DSLM/...
    Wenn man schonmal mit einer Scheinerblende Fotos gemacht hat in der Effekt ohnehin bekannt. Wobei ich da noch nie eine gekauft habe, Alufolie reichte bislang.

    *Handys also gerade nicht, aufgrund der geringen Durchmesser.

  5. Re: "enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

    Autor: u21 02.09.20 - 17:45

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du weist nicht was Tiefenschärfe optisch bedeutet denke ich.
    >
    > Je stärker die Vergrößerung desdo größer die Tiefenschärfe.

    Hmm, diesen Satz möchte ich ungern so stehen lassen, weil entweder falsch oder missverständlich ausgedrückt.

    Ein Weitwinkelobjektiv kann von 1m bis nahezu unendlich scharf abbilden.
    Ein Teleobjektiv hingegen hat einen deutlich eingeschränkteren Bereich in dem es scharf abbildet.
    Je größer der Bereich, den ich scharf abbilden kann, desto größer ist die Tiefenschärfe oder besser Schärfentiefe.

    Ein Teleobjektiv vergrößert eindeutig stärker als ein Weitwinkel.
    Je stärker die Vergrößerung, desto geringer (!) die Tiefenschärfe.

    Den Einfluss einer kleineren Blendenöffnung auf die Schärfe einer Abblidung lassen wir mal außen vor.

    > Nimm ein 35-300 Tele, zieh ein Objekt groß und die Ränder die gerade noch scharf waren,
    > verschwimmen, wenn sie näher am Objektiv sind.

    Dem kann ich nur zustimmen, allerdings steht das für mich im Widerspruch zu Deiner eigenen obigen Aussage. Oder siehst du das anders?

  6. Re: "enorme Tiefenschärfe" -> kleine oder große Tiefenschärfe?

    Autor: FlashBFE 04.09.20 - 11:30

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > (Ist korrigiert. Heißt jetzt "...der enorm kleine Bereich der
    > Tiefenschärfe...")

    Ich muss nochmal am ansonsten guten Artikel mäkeln, aber der Begriff heißt im technischen Bereich richtig Schärfentiefe. Diese Schärfentiefe ist ein berechenbares Längenmaß mit Einheit, wenn man bestimmte Kriterien einbezieht.

    Das Wort "Tiefenschärfe" kommt mehr aus dem fotografisch-künstlerischen Bereich und beschreibt mehr eine diffuse subjektive Qualität. Deshalb fängt man dann auch an zu rudern, wenn man mit diesem Wort eine bestimmte Aussage treffen will.

    Bitte ändere das nochmal in z.B. "die enorm kleine Schärfentiefe".

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