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Software-Entwicklung ist kein technisches Problem!

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  1. Software-Entwicklung ist kein technisches Problem!

    Autor: abdul el alamein 10.09.20 - 14:45

    Es gibt gaaanz wenige Fälle, wo es ein technisches Problem ist - dann wenn man technisch neues erschafft. Also wenn man jetzt Datenbanken entwickelt. Oder neuartige Frameworks

    Aber 99% der Business-Software ist nicht so. Da nutzt man die Technik, um Fachlichkeit zu ermöglichen.

    Technik ist nur dann ein Problem, wenn die Kristallkugel der Software-Entwickler anders ist als die Anforderungen. Oder wenn nur Praktikanten programmieren. Nichts davon sind technische Probleme.

    Das Management in Deutschland ist aber größtenteils überzeugt, dass an gescheiterten Softwareprojekten die Technik/Entwickler schuld sind.

  2. Re: Software-Entwicklung ist kein technisches Problem!

    Autor: OutOfCoffee 11.09.20 - 15:00

    abdul el alamein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt gaaanz wenige Fälle, wo es ein technisches Problem ist - dann wenn
    > man technisch neues erschafft. Also wenn man jetzt Datenbanken entwickelt.
    > Oder neuartige Frameworks
    >
    > Aber 99% der Business-Software ist nicht so. Da nutzt man die Technik, um
    > Fachlichkeit zu ermöglichen.
    >
    > Technik ist nur dann ein Problem, wenn die Kristallkugel der
    > Software-Entwickler anders ist als die Anforderungen. Oder wenn nur
    > Praktikanten programmieren. Nichts davon sind technische Probleme.
    >
    > Das Management in Deutschland ist aber größtenteils überzeugt, dass an
    > gescheiterten Softwareprojekten die Technik/Entwickler schuld sind.

    "Neuartige Frameworks" ist das richtige Stichwort. Die schießen wie die Pilze gefühlt täglich aus dem Boden und der Kunde hört ständig neue Buzzwords was gerad Inn / Hip ist, hat zwar keine Ahnung aber will das auch so, ob das Sinn macht oder nicht. Aktuell muss alles ein Microservice sein und in der Cloud laufen, NoSQL, Serverless, und sonstiges obwohl es garkeinen Grund dafür gibt, da was der Kunde will garkeine Anforderungen bezüglich Skalierbarkeit und sonstigem Pipapo hat. Dann am besten noch das neueste Framework in der Version 0.1, weil X gerade hipper ist als Y was sich schon länger weit etabliert hat. Auf der anderen
    Seite hat man dann auch wieder Kunden mit Ihren uralten Legacy Systemen die noch Jahrzehnte altes Zeug am laufen haben, aber nicht migrieren wollen und man kaum noch Entwickler findet die sich damit auskennen oder selbst Literatur dazu nur noch vergilbt in der Bibliothek ode einem Antiquariaten / Gebraucht- / Flohmarkt / Grabbelkiste findet. Dem Kunden werden dann Entwickler als "Experten" verkauft ob wohl diese sich erst selbst mal die vom Kunden teils vorgegebene / gewünschte Technologie einarbeiten müssen abgesehen von den Fachprozessen selbst. Das Wort "Experte" ist bei mir eher schon zu einer Art Schimpfwort geworden und das nicht nur bei der Entwicklerzunft (der ich selbst angehöre), auch in den Medien wird das Wort "Experte" inflationär verwendet. Kaum hat jemand mal ein Buch über ein Thema gelesen, ist er gleich Experte oder jemand der mal mehr als 2 Wochen in Indien oder sonstwo war als Inden-/ China-/... Experte in den Medien präsentiert. Ich schweife gerade ab... ;)

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