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Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

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  1. Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: ubuntu_user 21.09.20 - 13:29

    Vom Bewerber wird meistens 100% Profil erwartet. meistens passt einem dann das Auftreten nicht (habe ich auf der anderen Seite erlebt), obwohl das technisch alles super war.

    dann dauert das ewig mit Vorstellungsgespräch. Muss ja durch alle Abteilungen durch. Bewerbungsgespräch dann natürlich während der Arbeitszeit, ggf. muss man dann mehrmals antanzen.
    Schlimmer wird das dann noch, wenn Personalvermittler dabei sind.
    Das ganze führt dazu, dass Bewerbungsprozess unheimlich teuer und aufwendig wird und niemand da Bock zu hat.

  2. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: Hallonator 21.09.20 - 13:49

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vom Bewerber wird meistens 100% Profil erwartet. meistens passt einem dann
    > das Auftreten nicht (habe ich auf der anderen Seite erlebt), obwohl das
    > technisch alles super war.
    Also ich kenne es so, dass ein Software-Entwickler zwischen 25 und 30 mit Bachelor und 2-5 Jahren relevante Berufserfahrung null Probleme hat einen Job zu finden.

    > dann dauert das ewig mit Vorstellungsgespräch. Muss ja durch alle
    > Abteilungen durch. Bewerbungsgespräch dann natürlich während der
    > Arbeitszeit, ggf. muss man dann mehrmals antanzen.
    Hier kenne ich es so, dass die meisten einmal Telefonieren und dann einmal treffen wollen. Ja, das ist nervig. Schließlich schreibt man ja meistens nicht nur eine Bewerbung, Ich war froh, dass die bei mir flexibel genug waren, dass ich Meetings mit zwei Firmen auf einen Tag legen konnte.

    > Schlimmer wird das dann noch, wenn Personalvermittler dabei sind.
    > Das ganze führt dazu, dass Bewerbungsprozess unheimlich teuer und aufwendig
    > wird und niemand da Bock zu hat.
    Dafür muss man als Bewerber dann kein blödes Anschreiben mehr schreiben. Die sind dafür sehr sehr nervig. Viele Anrufe mit irgendwelchen Stellen, die zu einem "wie die Faust aufs Auge passen", aber unterschiedlicher nicht sein könnten

  3. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: alphager 21.09.20 - 14:10

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > meistens passt einem dann
    > das Auftreten nicht (habe ich auf der anderen Seite erlebt), obwohl das
    > technisch alles super war.

    Jeder, der bei mir zum Interview geladen wird, hat die notwendigen Skills (laut Papierlage. Die, wo das nicht stimmt, werden natürlich an der Stelle auch aussortiert).

    Die Entscheidung für die Einstellung ist in der Phase fast vollständig auf Basis des Auftretens; und zwar zurecht!

    Wir müssen 39 Stunden die Woche mit dem Bewerber arbeiten, wenn er die Zusage bekommt. Wenn das ein arrogantes Arschloch ist, der sich selbst für den Nabel der Welt hält und Alle, mit denen er vorher gearbeitet hat, als Idioten tituliert, dann wird er ohne Rücksicht auf technische Fähigkeiten aussortiert.

    Technische Skills sind die notwendige Bedingung, um eingestellt zu werden; Softskills sind die hinreichende Bedingung.

  4. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: Lemo 21.09.20 - 14:57

    Was soll ich sagen, mit Personalvermittler ist das aus Bewerbersicht total einfach.
    Man kriegt einen Terminvorschlag, geht hin, kriegt ein Gefühl dafür ob es passt und dann passt es eben oder es passt nicht.

    Dabei ist natürlich vorteilhaft, wenn man nicht wechseln muss, aber kann.
    Habe bisher 3 Wechsel hinter mir, die alle extrem einfach abliefen, immer waren die Arbeitgeber pragmatisch und auf einer menschlichen Ebene sehr „zutraulich“, da hatte ich nie ein Problem.

    Man sollte aber das Wort „IT“ nicht so generalisieren, da gibt es viele Spezialbereiche, viele unterschiedliche Marktsituationen und noch mehr Sonderanforderungen. Deshalb sollte man sich eine Nische suchen, dann sind die Arbeitgeber auch mit weniger Erfahrung zufrieden. Hauptsache man findet jemanden.

  5. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: s10 22.09.20 - 00:38

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deshalb sollte man sich eine Nische suchen, dann
    > sind die Arbeitgeber auch mit weniger Erfahrung zufrieden. Hauptsache man
    > findet jemanden.

    Genau das.

    Ich bzw. wir haben vor etwa 6 Monaten (gerade zur Beginn von Corona) jemand eingestellt. Nachdem wir seit Oktober letzten Jahres gesucht haben.
    Am Anfang war das Profil für diesen speziellen Senior Cloud Engineer noch einigermassen spezifisch und die Anforderungen recht hoch. Aber wir haben tatsächlich einen absoluten Spezialisten gesucht und was wir bieten hat das auch zugelassen (bspw. 90-110k Jahresgehalt und viele weitere "Goodies").
    Das Problem ist: Wenn man in dieser Kategorie sucht, gibt es nur noch Leute die bereits einen sehr guten Job haben und kaum einen Grund haben zu wechseln.
    Wir hatten in dieser Zeit vielleicht 3 Bewerber zum Gespräch eingeladen. Aber irgendwie hat das bei keinem dieser Bewerber gepasst. Entweder nicht von deren Seite oder wir haben abgelehnt.

    Nach 6 Monaten erfolgloser Suche haben wir uns dann überlegt, dass es mittlerweile zeitsparender ist wenn wir die Anforderungen runterschrauben, jemand einstellen der Bock auf das Thema hat und von dem wir glauben, dass wir ihn innerhalb von 1 Jahr auf das gewünschte Level bringen könnten (Fast Learner/Autodidakt, Ausbildungsprogramm, Zertifizierungen und der Kram).

    Innerhalb von 4 Wochen haben wir dann über einen Headhunter einen Master Student gefunden und schlussendlich eingestellt der gerade seinen Abschluss an einer Elite Uni mit Auszeichnung geschafft hat, der allerdings auch bereits 5 Jahre Berufserfahrung mitbringt und ich bereue die Entscheidung seitdem keinen Tag. Der Kerl ist wirklich unglaublich gut. Eine der besten Personalentscheidungen die ich in den letzten Jahren getroffen habe.

    Und ja, das klingt wie einer dieser Witze über unrealistische Bewerberanforderungen (z.B. 20 Jahre alt, Master Abschluss, 10 Jahre Berufserfahrung), aber er hatte eine Pause zwischen Bachelor und Master und in dieser Zeit 5 Jahre in dem geforderten Bereich gearbeitet. Zwar nicht mit allen geforderten Technologien und in der gewünschten Tiefe, aber das holt er gerade in Riesenschritten auf.

    Also, mein Tipp an alle die beruflich weiterkommen wollen:
    Spezialisiert euch. Seid mutig. Bewerbt euch, auch wenn ihr nicht 100% auf das Profil passt (viele Firmen sind nach einer gewissen Zeit der erfolglosen Suche auch mit 50-75% zufrieden). Und vor allem: Zeigt dem Gegenüber, dass ihr so richtig Bock auf die neuen Herausforderungen habt, dass ihr willig seid dazu zu lernen und euch weiterentwickeln wollt.
    Das ist genau das was viele Firmen hören wollen, die wirklich an echten Fachkräften interessiert sind und nicht nur einen sog. "Lohnsklaven" suchen. ;-)

  6. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: SasX 22.09.20 - 07:26

    alphager schrieb:

    > Technische Skills sind die notwendige Bedingung, um eingestellt zu werden;
    > Softskills sind die hinreichende Bedingung.

    Ich finde oft die Softskills noch wichtiger. Aus meiner Sicht kann man technische Skills einfacher lernen als Softskills (was teils gar nicht geht).

  7. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: Lemo 22.09.20 - 12:43

    SasX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > alphager schrieb:
    >
    > > Technische Skills sind die notwendige Bedingung, um eingestellt zu
    > werden;
    > > Softskills sind die hinreichende Bedingung.
    >
    > Ich finde oft die Softskills noch wichtiger. Aus meiner Sicht kann man
    > technische Skills einfacher lernen als Softskills (was teils gar nicht
    > geht).

    Weshalb man sich als fähiger Mensch im Mensch-sein ja auch mit weniger Qualifikation als gefordert bewerben sollte. Verstehe nicht, wieso das viele nicht machen.

  8. Re: Stellenausschreibungen sind auch stümperhaft

    Autor: Trockenobst 22.09.20 - 14:49

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deshalb sollte man sich eine Nische suchen, dann
    > sind die Arbeitgeber auch mit weniger Erfahrung zufrieden. Hauptsache man
    > findet jemanden.

    Ein Bekannter wurde aus einer siechenden DAX Tochter soft "raus gemobbt". Schon während der Auffangsgesellschaft Phase jede Fortbildung gegriffen, die waren froh wenn einer mitgemacht hat. Dann mit Frau beschlossen etwas in die Pampa zu gehen, weil die Kids eh kaum zu Besuch kommen.

    Dort dann intensiv größere Mittelständler bearbeitet. Als PHP Profi und Webguru kann der in vielen Themen arbeiten. Doch einige Müllanfragen bekommen, aber dann einen gefunden der auch etwas Mentoring/Manager machen wollte, weil er der massiv in die Digitalisierung investierte. Seit dem ~15% weniger Gehalt als vorher, fährt aber mit dem eBike zur Arbeit.
    Weniger Stress, obwohl so verdammt viel zu tun ist. Wird von den Kollegen geschätzt.

    Er sagt, so war es bei der alten Firma vor 10 Jahren, bis windige Manager und Controller alles ruiniert haben.

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