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Das Lied der Mobilfunk Konzerne

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  1. Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: Oldie 12.10.20 - 15:09

    Mir kommen regelmäßig die Tränen, wenn vor allem der Telefonica Chef jammert, dass man die Versteigerungskosten in die Netze habe investieren können. Immerhin haben die Konzerne trotz dieser Kosten Milliarden-Gewinne gehabt und verteilt. Hätte man von den Gewinnen was in die Netze investiert, wären wir heute auch weiter.

  2. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: psyemi 12.10.20 - 15:34

    Vorallem waren sie ja selber Schuld. Die hätten bei gleichen Ergebnis viel früher aussteigen können es gab aber ein paar wie die Telekom die einfach noch mehr vom Kuchen haben wollten und deshalb die Preise in die höhe getrieben haben. Ging da auch um Verdrängung des Wettbewerbs.

  3. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: AllDayPiano 12.10.20 - 15:41

    Genau. Die Telekom ist finanzstark genug, um die andren aus dem Geschäft zu drängen. Nur deshalb hat die Telekom so hoch geboten. Weil sie anderen schaden wollten. Am widerlichsten schmeckt die Suppe, wenn man sich vor Augen führt, dass die Telekom zu 32% in Besitz der BRD ist (direkt und über KfW).

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  4. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: demon driver 12.10.20 - 15:49

    Oldie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir kommen regelmäßig die Tränen, wenn vor allem der Telefonica Chef
    > jammert, dass man die Versteigerungskosten in die Netze habe investieren
    > können. Immerhin haben die Konzerne trotz dieser Kosten Milliarden-Gewinne
    > gehabt und verteilt. Hätte man von den Gewinnen was in die Netze
    > investiert, wären wir heute auch weiter.

    So ist das aber immer. Würden Gewinne mehr ins Gemeinwesen investiert, sähe das Gemeinwesen besser aus, als es der Fall ist, womöglich hätten alle Menschen ein besseres Leben. Ist aber nicht so, das passiert nicht. Wirtschaftsunternehmen arbeiten nicht fürs Gemeinwesen. Das ist nicht ihr Geschäftszweck. Und das Ergebnis wäre für Planer mit Verstand an der Stelle ihrer Wirtschaftsideologie voraussehbar gewesen...

  5. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: psyemi 12.10.20 - 16:01

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oldie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mir kommen regelmäßig die Tränen, wenn vor allem der Telefonica Chef
    > > jammert, dass man die Versteigerungskosten in die Netze habe investieren
    > > können. Immerhin haben die Konzerne trotz dieser Kosten
    > Milliarden-Gewinne
    > > gehabt und verteilt. Hätte man von den Gewinnen was in die Netze
    > > investiert, wären wir heute auch weiter.
    >
    > So ist das aber immer. Würden Gewinne mehr ins Gemeinwesen investiert, sähe
    > das Gemeinwesen besser aus, als es der Fall ist, womöglich hätten alle
    > Menschen ein besseres Leben. Ist aber nicht so, das passiert nicht.
    > Wirtschaftsunternehmen arbeiten nicht fürs Gemeinwesen. Das ist nicht ihr
    > Geschäftszweck. Und das Ergebnis wäre für Planer mit Verstand an der Stelle
    > ihrer Wirtschaftsideologie voraussehbar gewesen...


    Genau, ein gutes Netz ist niemals Unternehmensziel. Der Gewinn ist es. Da ist ein gutes Netz oft nur notwendiges übel. :)

  6. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: john-vogel 12.10.20 - 16:32

    Oldie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir kommen regelmäßig die Tränen, wenn vor allem der Telefonica Chef
    > jammert, dass man die Versteigerungskosten in die Netze habe investieren
    > können. Immerhin haben die Konzerne trotz dieser Kosten Milliarden-Gewinne
    > gehabt und verteilt. Hätte man von den Gewinnen was in die Netze
    > investiert, wären wir heute auch weiter.

    Telefonica Deutschland macht keine Milliarden Gewinne. Tatsächlich eher Verlust, wenn man sich so die letzten Jahre anschaut.

  7. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: bplhkp 12.10.20 - 19:38

    john-vogel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Telefonica Deutschland macht keine Milliarden Gewinne. Tatsächlich eher
    > Verlust, wenn man sich so die letzten Jahre anschaut.

    Das hat Telefonica DE nicht daran gehindert, in den letzten Jahren mehrere Milliarden an Dividende an die Aktionäre auszuschütten, also größtenteils am die spanische Konzernmutter zu transferieren.

    https://www.telefonica.de/investor-relations/aktie/dividende.html

  8. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: bplhkp 12.10.20 - 19:45

    psyemi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Genau, ein gutes Netz ist niemals Unternehmensziel. Der Gewinn ist es. Da
    > ist ein gutes Netz oft nur notwendiges übel. :)

    Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Telcos nur das absolut notwendige ins Netz investieren. Gratislizenzen für Frequenzen bedeutet somit nur, dass die Telcos mehr Gewinne abgreifen, anstatt in bessere Netze zu investieren.
    Und damit war es aus meiner Sicht das einzig richtige das Volkseigentum (!) Frequenzen meistbietend an mehrheitlich ausländische Konzerne zu lizenzieren, anstatt Gratislizenzen fürs Milliardenscheffeln zu verteilen.

  9. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: pizuzz 12.10.20 - 21:18

    Man hätte auch, wie in den anderen Ländern ohne Versteigerung, die Konzessionen kostenfrei vergeben und an entsprechende Auflagen knüpfen können. Wenn die nicht erfüllt werden, kann man die Frequenzen entsprechend wieder entziehen und an einen Anbieter vergeben können, der die Auflagen erfüllt. So hat sich der Bund jegliche Handhabe aus den Händen nehmen lassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.20 21:33 durch pizuzz.

  10. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: iu3h45iuh456 12.10.20 - 21:31

    Oldie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir kommen regelmäßig die Tränen, wenn vor allem der Telefonica Chef
    > jammert, dass man die Versteigerungskosten in die Netze habe investieren
    > können. Immerhin haben die Konzerne trotz dieser Kosten Milliarden-Gewinne
    > gehabt und verteilt. Hätte man von den Gewinnen was in die Netze
    > investiert, wären wir heute auch weiter.

    Absolut. Natürlich waren das hohe Kosten. Aber man betrachte doch auch mal, dass das eine Investition war, die über Jahre abgeschrieben wurde. Und wieviel Umsatz, Gewinn und Investitionen in dieser Zeit gemacht bzw. getätigt wurde. Dann kann man die Summe besser einordnen.

    Das Lied von den armen, armen deutschen Mobilfunkern, die doch so gerne alles in den Netzaufbau gesteckt hätten aber vom Staat hinterhältig abgezockt wurden war und ist unrealistisch bzw. nicht die ganze Wahrheit.

  11. Oh Wunder, das hat man!

    Autor: Shismar 12.10.20 - 22:03

    Klar waren an die Konzessionen Bedingungen geknüpft. Die TelCos haben sich auch so eine goldene Nase verdient und das Mobilnetz ist weder nicht schlechter noch teurer als in den meisten EU-Ländern.
    Ich weiß das, weil ich auch in Spanien Telefon, Internet und Mobilfunkzugang bezahle. 60¤ im Monat für 16mBit Internet, Mobilfunk weiß ich nicht weil ich es nicht nutze. Aber nix LTE und Flat, wie manche meinen.

    Das Problem der deutschen Datennetze ist die Bevorzugung des ex-Monopolisten Telekom. Egal ob mobil oder kabelgebunden. Die hatten schon bei den Auktionen zu tiefe Taschen und konnten die Preise hochtreiben.

    Moderne Auktionsverfahren sind auf Effizienz ausgelegt. Das bedeutet, dass die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer optimal zusammen geführt werden. Vielleicht sollte Herr Pfeiffer sich mehr für Weltraummissionen interessieren, von Wirtschaftswissenschaft hat er leider keinen blassen Schimmer.

  12. Re: Oh Wunder, das hat man!

    Autor: pizuzz 12.10.20 - 22:16

    Hatte Spanien eine Frequenzauktion? Ich kann nur von Ländern wie Tschechien reden, wo du auf jedem Bauernhof 5 Striche LTE hast. Offenbar scheint man es da mit der Regulierung irgendwie besser hinbekommen zu haben. In Schland eiert man mit irgendwelchen Funklochstrategien rum, anstatt die Anbieter einfach mal zur Netzabdeckung zu verpflichten. Offenbar hatte man den Passus bei der Auktion vergessen.

  13. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: john-vogel 12.10.20 - 22:26

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Absolut. Natürlich waren das hohe Kosten. Aber man betrachte doch auch mal,
    > dass das eine Investition war, die über Jahre abgeschrieben wurde. Und
    > wieviel Umsatz, Gewinn und Investitionen in dieser Zeit gemacht bzw.
    > getätigt wurde. Dann kann man die Summe besser einordnen.
    >
    > Das Lied von den armen, armen deutschen Mobilfunkern, die doch so gerne
    > alles in den Netzaufbau gesteckt hätten aber vom Staat hinterhältig
    > abgezockt wurden war und ist unrealistisch bzw. nicht die ganze Wahrheit.

    Seit dem Jahr 2000 hat der deutsche Staat ~66 Mrd. ¤ durch Mobilfunk-Frequenzauktionen eingenommen. Die deutschen Mobilfunkanbieter investieren im Schnitt jeweils 1-2 Mrd ¤ pro Jahr in den Netzausbau. D.h. wir sprechen hier auf Deutschland gesehen vom knapp 15-fachen Jahres-Netzausbaubudget, dass für Frequenzkosten flöten gegangen ist (66 Mrd ¤ / 3 Anbieter / 1,5 Mrd. ¤ Budget).

  14. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: rldml 12.10.20 - 23:59

    Was lässt dich glauben, dass die Mobilfunkanbieter diese Ausgaben in den Netzausbau gesteckt hätten, wenn sie das Geld nicht für die Auktionen ausgegeben hätten?

  15. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: Baby_Barneyjo 13.10.20 - 03:29

    „Deutschland, Großbritannien oder Italien haben sich für ein Auktionsverfahren entschieden. Finnland, Spanien und Frankreich wählten ein Ausschreibungsverfahren.“

    „Wurden in Deutschland rechnerisch pro Kopf 619 Euro (1211 Mark) pro Einwohner und in Großbritannien sogar 654 Euro (1279 Mark) gezahlt“

    Sieht man sich im europäischen Vergleich Netzausbau und Geschwindigkeit an, liegen die Länder mit Auktionsverfahren tatsächlich hinter denen mit Ausschreibungsverfahren. Genauso schlecht wie Deutschland steht aber weder Italien noch UK da heute.

  16. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: AllDayPiano 13.10.20 - 08:57

    Wir werden es nie erfahren. Aber dadurch, dass sie Fantastilliarden investieren mussten, ohne hinterher irgendetwas in den Händen zu halten, nur um das Recht zu erlangen, noch mehr Fantastilliarden zu investieren, bleibt zumindest der logische Schluss zulässig, dass mehr Geld vorhanden gewesen wäre.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  17. Re: Das Lied der Mobilfunk Konzerne

    Autor: iu3h45iuh456 13.10.20 - 11:50

    john-vogel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iu3h45iuh456 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Absolut. Natürlich waren das hohe Kosten. Aber man betrachte doch auch
    > mal,
    > > dass das eine Investition war, die über Jahre abgeschrieben wurde. Und
    > > wieviel Umsatz, Gewinn und Investitionen in dieser Zeit gemacht bzw.
    > > getätigt wurde. Dann kann man die Summe besser einordnen.
    > >
    > > Das Lied von den armen, armen deutschen Mobilfunkern, die doch so gerne
    > > alles in den Netzaufbau gesteckt hätten aber vom Staat hinterhältig
    > > abgezockt wurden war und ist unrealistisch bzw. nicht die ganze
    > Wahrheit.
    >
    > Seit dem Jahr 2000 hat der deutsche Staat ~66 Mrd. ¤ durch
    > Mobilfunk-Frequenzauktionen eingenommen. Die deutschen Mobilfunkanbieter
    > investieren im Schnitt jeweils 1-2 Mrd ¤ pro Jahr in den Netzausbau. D.h.
    > wir sprechen hier auf Deutschland gesehen vom knapp 15-fachen
    > Jahres-Netzausbaubudget, dass für Frequenzkosten flöten gegangen ist (66
    > Mrd ¤ / 3 Anbieter / 1,5 Mrd. ¤ Budget).

    Und wenn die halb so viel investieren würden, wäre es sogar die 30-fache Summe :-)
    Die Rechnung ist aus verschiedenen Gründen ein bisschen abenteuerlich. Zum Beispiel, weil an der UMTS Auktion damals 6 Bieter teilgenommen haben.

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