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Was wollen die da gelöst haben?

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  1. Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: /mecki78 12.10.20 - 21:16

    DOCSIS 3.1 erlaubt bis zu 10 Gbit/s im Downstream und bis zu 2 Gbit/s im Upstream. Das ist so fester Bestandteil der Spezifikation des Standards und das seit 2013.

    Der Upstream wird meistens nur dadurch beschränkt, dass die aktuell verbauten Verstärker in Uploadrichtung oft nur für Frequenzen bis 100 MHz ausgelegt sind und im Bereich 0 bis 100 MHz diverse Frequenzen reserviert sind und daher nicht genutzt werden können. Aber das ist ein Hardwareproblem, das man entweder dadurch löst, dass man den Verstärker tauscht oder dadurch, dass man den Upload vor den ersten Verstärker bereits ausleitet und dann auf LWL Adern weiter führt.

    /Mecki

  2. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 12.10.20 - 21:26

    /mecki78 schrieb:
    > sind und daher nicht genutzt werden können. Aber das ist ein
    > Hardwareproblem, das man entweder dadurch löst, dass man den Verstärker
    > tauscht oder dadurch, dass man den Upload vor den ersten Verstärker bereits
    > ausleitet und dann auf LWL Adern weiter führt.

    Aber genau das wird viel Tiefbau erfordern und das scheut Vodafone wie der Teufel das Weihwasser.
    Davon abgesehen könnte man bei massivem Tiefbau ohnehin direkt FTTH verlegen.

    DOCSIS ist in Deutschland doch gerade deswegen so erfolgreich, weil es Vordergründig ganz ohne Tiefbau oft - aber nicht immer - schnelles Internet ermöglicht...

  3. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: /mecki78 12.10.20 - 22:12

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Davon abgesehen könnte man bei massivem Tiefbau ohnehin direkt FTTH
    > verlegen.

    Langfristig ist genau das angedacht, allerdings wird es mehr ein FTTB werden, denn warum die Kabel im Haus neu ziehen? Das macht man anderswo auch nicht. M-net in München z.B. legt auch nur LWL bis in die Keller. Im Haus nutzen die einfach die Kupferkabel mit G.fast. Das kann bis zu 1 Gbit/s über eine Doppelader transportieren. Zwar nur auf kurzen Entfernungen, aber es geht ja nur um die Strecke Keller<->Wohnung.

    Bei Kabel reicht es, wenn LWL beim Verteiler vor dem Haus terminiert, der Weg in das Haus und die Verteilung im Haus können dann Koaxkabel bleiben, denn mit DOCSIS 4 sind bereits 10 Gbit/s down und 6 Gbit/s up möglich. Das reicht auch dann noch, wenn sich das ein paar Hausbewohner teilen müssen.

    Und die LWL sind schon viel näher an die Endnutzer gerückt. Früher terminierten die mal in der Kopfstation, d.h. aber das sich ganze Städte die Bandbreite haben teilen müssen - damit wären heute nicht mal mehr ADSL Geschwindigkeiten drinnen. Dann wanderten sie zum ersten Verteilerstation, da mussten sich nur noch einzelne Stadtviertel die Bandbreite teilen. Heute terminieren die teilweise sogar schon noch einen Verteiler später, d.h. hier teilen sich oft nur mehrerer Straßenzüge oder Wohnblöcke die Gesamtbandbreite. In der nächsten Ausbaustufe wären es dann nur noch einzelne Straßenzüge oder Wohnblöcke und ab da kann man es dann eigentlich fast schon pro Ausleitung machen, dann wären es nur noch einzelne Häuser oder klein Wohnanlagen.

    Das schöne an LWL ist nämlich, die brauchen keine Verstärker und Verteiler können rein passiv gestaltet werden, d.h. die brauchen keinen Strom, werden nicht warm (brauchen also auch keine Kühlung) und müssen auch nie gewartet werden. Einmal verlegt muss man nie wieder an die ran kommen. Anders bei elektrischen Verstärkern. Die sind teure zu bauen, weil an die muss man jeder Zeit ran können. Die kannst du nicht einfach unter der Straße vergraben, die brauchen Strom, die werden warm und müssen die Wärme abführen können und die können kaputt gehen und müssen dann austauschbar sein, sprich, du braucht einen Wartungszugang. Daher könnte es sogar günstiger sein in der letzten Stufe LWL bis in den Keller zu legen, weil dann wird dort der Verstärker montiert (da gibt es Strom, da kommt man einfach ran, ist viel günstiger was die Kosten angeht).

    Ab da könnte man dann auch FTTH machen, aber das müsste der Hausbesitzer bezahlen.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.20 22:13 durch /mecki78.

  4. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: wittiko 13.10.20 - 00:09

    Naja so ganz stimmt das mit der Passiven LWL Technik nun auch nicht:

    Das Kabel mag zwar passiv sein aber die ganzen Komponenten sind es nun mal nicht.
    Verstärker brauche ich ab einer gewissen Distanz auch - und da wirds dann richtig teuer.
    Da man auf einer Faser sicher xWDM stehen hat kommt entweder ein aktives Teil dazu oder nicht.
    Die Abwärme der SFPs sollte man nicht unterschätzen vor allem wenn es sich um SM 70KM SFPs handelt.

    Nachdem ja in den Häusern eh überall Klingeldraht eingezogen ist kann man einfach den Klingeldraht durch LWL ersetzen oder in das Rohr noch LWL dazulegen.
    Sehe da absolut keine Probleme und diverse Komponenten kann man sich sparen. Alles was über den 100x geflickten Klingeldraht geht ist nur ein Drama. Es mag ok sein zuerst mal nur FTTB zu machen aber auf die paar Meter LWL Kabel kommt es dann echt nicht mehr an.

    Man müsste hier vieles gesetzlich Regeln um vor allem Hausbesitzer und WEG mehr in die Pflicht zu nehmen.
    z.B.:
    - Neubauten sind mit FTTH auszustatten
    - Bei Sanierungen zumindest FTTB
    - Anspruch der Mieter auf Breitband - damit meine ich 30M+ und nicht irgendwelche Morseleitungen
    - Hauseigentümer und WEG können sich nicht mehr gegen LWL und andere zukünftige Dinge wehren
    - Förderungen für Investitionen

    Ich weiß hier wird sehr massiv in die Eigentumsrechte eingegriffen aber ich glaube wenn man nicht als 3. Welt Land angesehen werden will muss man endlich was tun. Es wurden schon diverse Möglichkeiten ausgelassen - es ist schon 5 nach 12.
    Fehlende Infrastruktur kostet am Ende viele Arbeitsplätze. Niemand wird seine Firma in eine Gegend stellen wo es keine sinnvolle Infrastruktur gibt.

  5. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 13.10.20 - 00:17

    /mecki78 schrieb:
    > Und die LWL sind schon viel näher an die Endnutzer gerückt. Früher
    > terminierten die mal in der Kopfstation, d.h. aber das sich ganze Städte
    > die Bandbreite haben teilen müssen - damit wären heute nicht mal mehr ADSL
    > Geschwindigkeiten drinnen. Dann wanderten sie zum ersten Verteilerstation,
    > da mussten sich nur noch einzelne Stadtviertel die Bandbreite teilen. Heute
    > terminieren die teilweise sogar schon noch einen Verteiler später, d.h.
    > hier teilen sich oft nur mehrerer Straßenzüge oder Wohnblöcke die
    > Gesamtbandbreite.

    Das Bezweifel ich. Im Großen und Ganzen stehen die CMTS und damit die ersten Nodes mit Glasfaser immer noch praktisch ausschließlich in den Kopfstationen. Allerdings sind die Segmente immer kleiner geworden.
    Dafür muss man aber nicht zusätzliche LWL verlegen, sondern nur Kapazitäten in den Kopfstationen aufbauen.

    Techniken, die du meinst, wie RemotePHY haben noch experimentellen Status bei Vodafone.
    Davon abgesehen habe ich Vodafone noch nie irgendwo Glasfaser verlegen sehen, die Telekom oder irgendwelche Stadtnetzbetreiber jedoch ständig irgendwo....

  6. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: AIM-9 Sidewinder 13.10.20 - 03:05

    > - Hauseigentümer und WEG können sich nicht mehr gegen LWL und andere zukünftige Dinge wehren
    Ja, genau. Jeder hat mal kurz 10k EUR rumliegen. Bin jederzeit für Fortschritt aber ohne den Leuten alles zu pfänden, damit der Glasfaseranschluss bezahlt werden kann.

  7. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Faksimile 13.10.20 - 06:20

    Bei Vodafone habe ich es auch noch nicht gesehen. Bei UM im Neubaugebiet schon.

  8. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: M.P. 13.10.20 - 09:19

    wittiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja so ganz stimmt das mit der Passiven LWL Technik nun auch nicht:
    >
    > Das Kabel mag zwar passiv sein aber die ganzen Komponenten sind es nun mal
    > nicht.
    > Verstärker brauche ich ab einer gewissen Distanz auch - und da wirds dann
    > richtig teuer.
    > Da man auf einer Faser sicher xWDM stehen hat kommt entweder ein aktives
    > Teil dazu oder nicht.
    > Die Abwärme der SFPs sollte man nicht unterschätzen vor allem wenn es sich
    > um SM 70KM SFPs handelt.
    >

    Naja, Dein Posting ist in sich etwas unschlüssig...

    mit "SM 70km SFPs" scheinst Du ja selber zu wissen, dass es durchaus möglich ist, 70 km Glasfaserstrecke völlig passiv ohne Verstärkung auf der Strecke zu betreiben. Vergleiche das mit der Distanz die maximal mit Kupfer zwischen MSAN und Kundenanschluss überbrückt werden kann ...

    Da ist der Einwurf "Verstärker brauche ich ab einer gewissen Distanz auch - und da wirds dann
    richtig teuer" etwas schwach ...

    Ich würde vermuten, dass es außerhalb zentraler Technik-Standorte, die die Rollen von "Vermittlungen" spielen für Glasfaser zwischen Endkundenanschluss und Technik-Standort durch Leitungslängen-Aspekte keine zwischengeschalteten aktiven Komponenten der Strecke zum Endkunden geben muss... jedenfalls bei der deutschen Siedlungsdichte, und der Dichte von "Vermittlungsstellen" der Telekom

    Es kann natürlich durchaus sein, dass man einem Kunden, der in einem VDSL-erschlossenen Gebiet wohnt, und einen Glasfaseranschluss möchte nur eine Glasfaser bis zum nächsten MSAN legt, und dort schon konzentriert ...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.20 09:23 durch M.P..

  9. "Telecom-Mitarbeiter"

    Autor: HammerTime 13.10.20 - 12:37

    Danke für die Transparenz :-)

    Aber LinuxMcBook war auch ganz nett :-P

  10. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Holzkopf 13.10.20 - 18:34

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > /mecki78 schrieb:
    > > Und die LWL sind schon viel näher an die Endnutzer gerückt. Früher
    > > terminierten die mal in der Kopfstation, d.h. aber das sich ganze Städte
    > > die Bandbreite haben teilen müssen - damit wären heute nicht mal mehr
    > ADSL
    > > Geschwindigkeiten drinnen. Dann wanderten sie zum ersten
    > Verteilerstation,
    > > da mussten sich nur noch einzelne Stadtviertel die Bandbreite teilen.
    > Heute
    > > terminieren die teilweise sogar schon noch einen Verteiler später, d.h.
    > > hier teilen sich oft nur mehrerer Straßenzüge oder Wohnblöcke die
    > > Gesamtbandbreite.
    >
    > Das Bezweifel ich. Im Großen und Ganzen stehen die CMTS und damit die
    > ersten Nodes mit Glasfaser immer noch praktisch ausschließlich in den
    > Kopfstationen. Allerdings sind die Segmente immer kleiner geworden.
    > Dafür muss man aber nicht zusätzliche LWL verlegen, sondern nur Kapazitäten
    > in den Kopfstationen aufbauen.
    >
    > Techniken, die du meinst, wie RemotePHY haben noch experimentellen Status
    > bei Vodafone.
    > Davon abgesehen habe ich Vodafone noch nie irgendwo Glasfaser verlegen
    > sehen, die Telekom oder irgendwelche Stadtnetzbetreiber jedoch ständig
    > irgendwo....

    Die Nodes befinden sich nicht im HUB, die sind in den Gehäusen an der Strasse, wo sich auch die Verstärker drin befinden.

  11. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: /mecki78 13.10.20 - 20:54

    wittiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Kabel mag zwar passiv sein aber die ganzen Komponenten sind es nun mal
    > nicht.

    Bei GPON sind auch die Splitter z.B. passiv. Da gibt es keine aktiven Komponenten "unterwegs". Das geht mit anderen LWL Techniken auch, denn man kann Licht passiv verteilen bzw. passiv nach Frequenz aufspalten, allerdings kannst du derzeit mit GPON max. 10 Gbit/s pro Ader transportieren, wobei LWL Adern winzig sind (hier werden schon mal 32 Stück in nur einem Kabel verlegt).

    > Verstärker brauche ich ab einer gewissen Distanz auch

    Bei GPON nach 20 km und das ist für LWL wenig. OS2 transportiert 50 km ohne Verstärker. Und da man bei Kabelnetzen nicht mehr an der Kopftation einspeist, müssen gar keine sehr großen Distanzen mehr überbrückt werden.

    > Nachdem ja in den Häusern eh überall Klingeldraht eingezogen ist kann man
    > einfach den Klingeldraht durch LWL ersetzen oder in das Rohr noch LWL
    > dazulegen.

    Ja, kann man, wenn du das bezahlst.

    > Alles was über den 100x geflickten Klingeldraht geht ist nur ein
    > Drama.

    Der ist im Haus im Normalfall nicht geflickt, sondern verläuft ohne Unterbrechung zwischen Keller und TAE Dose in der Wohnung. Die typischen xDSL Probleme hat man hier nicht. Reale Datenraten von über 800 Mbit/s sind hier mit G.fast absolut kein Problem.

    Wenn es hier ein Problem gibt, dann sind es die DSL Nutzer. Sowohl DSL nutzt Vectoring als auch G.fast, aber beide wissen nichts voneinander. G.fast kann Crosstalk weitgehend eliminieren zwischen den G.fast Nutzern und DSL zwischen den DSL Nutzern, aber der Crosstalk zwischen DLS und G.fast Nutzern, der ist ein Problem, weil dieser wird einfach nur als "Störung" wahrgenommen und mindert massiv die Bandbreite weil man diese nicht ausgleichen kann.

    /Mecki

  12. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: /mecki78 13.10.20 - 21:08

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür muss man aber nicht zusätzliche LWL verlegen, sondern nur Kapazitäten
    > in den Kopfstationen aufbauen.

    Für kleinere Segmente musst du aber mehr getrennte Kabel aus der Kopfstation leiten, denn alles was am gleichen Kabel hängt, das die Kopfstation verlässt, teilt sich die Bandbreite. Und wenn du aber mehr Koaxkabel aus der Kopfstation führst, um kleinere elektrisch getrennte Segmente zu schaffen, die sich keine Bandbreite teilen müssen, dann kannst du neben dem Koaxkabel doch auch gleich ein LWL verlegen und dann das LWL erst beim nächsten Verstärker/Splitter einspeisen, der ja auch schon Strom hat und irgendwo untergebracht sein muss . Damit hast du LWL schon eine Ebene näher zum Endkunden geführt und kannst es auch jederzeit von dort weiterführen, z.B. weil du eh irgendwo ein Kabel neu legen (Neubaugebiet) oder ersetzen musst oder die Straße bis zum nächsten Verteiler sowieso schon aufgerissen wird aus anderen Gründen. Wenn man das immer nur macht, wenn sich die Gelegenheit ergibt, dauert es zwar sehr lange, kostet aber sehr wenig, aber nur so wird das was, weil niemand nimmt zig Mrd in die Hand und macht mal schnell das komplette Kabelnetz neu.

    /Mecki

  13. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 13.10.20 - 22:59

    Holzkopf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Nodes befinden sich nicht im HUB, die sind in den Gehäusen an der
    > Strasse, wo sich auch die Verstärker drin befinden.

    Negativ. Das sind reine aktive Verstärker für das Hochfrequenz-DOCSIS-Signal.
    Mit Glasfaser sind die nicht angebunden. Das wäre Remote-PHY und du kannst hier bei Golem nachlesen, dass das derzeit noch im Pilot-Betrieb ist.

  14. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 13.10.20 - 23:01

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Vodafone habe ich es auch noch nicht gesehen. Bei UM im Neubaugebiet
    > schon.

    Das was UM da getrieben hat war aber auch kein FTTH oder FTTB sondern DOCSISoverGlass.
    Ganz schreckliche Geschichte. Die Eigentümer dachten, dass sie nun einen tollen Glasfaseranschluss bekommen, dabei war es das gleiche DOCSIS wie jeder über Kupfer auch bekommt, inkl. Überbuchung...

  15. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Nlbbels 14.10.20 - 02:43

    Hm,

    Zu "Docsis über Kupfer" und DOCSISoverGlass ...

    bei mir gibts UM nicht. Das ganze Baugebiet hat sich die Telekom irgendwie gesichert. Laut Stadt bekommen alle Glasfaser. Die Kabelröhrchen die verbuddelt wurden sind "bunt". Aber versuch mal, das den "Telecom-Mitarbeitern" am Telefon beizubringen.
    Nach knapp 10 bis 15 Anrufen über Monate verteilt bekommt man immer andere Storys aufgetischt warum es doch Kupfer sein könnte und dass man mir nicht zusichern kann, dass es ein Glasfaser-Anschluss wird. Zurückgerufen wird man auch nicht, trotz Zusicherungen. Sauladen.

    Und das Coax das ich aktuell mit 1Gbit nutze gibt es leider nicht als Alternative ...

    Mal sehen wie das endet.

  16. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: HammerTime 14.10.20 - 09:24

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Davon abgesehen habe ich Vodafone noch nie irgendwo Glasfaser verlegen
    > sehen, die Telekom oder irgendwelche Stadtnetzbetreiber jedoch ständig
    > irgendwo....
    Die Telekom habe ich noch nirgendwo Glasfaser bis zum Kunden legen sehen.

    Unitymedia bis in meinen Neubau sehr wohl :-)

  17. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: HammerTime 14.10.20 - 13:41

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Negativ. Das sind reine aktive Verstärker für das
    > Hochfrequenz-DOCSIS-Signal.
    > Mit Glasfaser sind die nicht angebunden. Das wäre Remote-PHY und du kannst
    > hier bei Golem nachlesen, dass das derzeit noch im Pilot-Betrieb ist.
    Falsch:
    > https://de.wikipedia.org/wiki/Hybrid_Fiber_Coax

    Vom Hub geht es per Glasfaser bis zum OpticalNode, erst dort wird auf Coax umgesetzt. Anders wären die Entfernungen Hub<->Kunde auch nicht umsetzbar per Coax. Wie man sieht ist der reine Coax-Anteil sehr gering von der Entfernung.

  18. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 14.10.20 - 21:15

    HammerTime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Negativ. Das sind reine aktive Verstärker für das
    > > Hochfrequenz-DOCSIS-Signal.
    > > Mit Glasfaser sind die nicht angebunden. Das wäre Remote-PHY und du
    > kannst
    > > hier bei Golem nachlesen, dass das derzeit noch im Pilot-Betrieb ist.
    > Falsch:
    > > de.wikipedia.org
    >
    > Vom Hub geht es per Glasfaser bis zum OpticalNode, erst dort wird auf Coax
    > umgesetzt. Anders wären die Entfernungen Hub<->Kunde auch nicht umsetzbar
    > per Coax. Wie man sieht ist der reine Coax-Anteil sehr gering von der
    > Entfernung.

    Genau. Aber die Nodes, die aus dem IP-Backbone von UM oder Vodafone dann das DOCSIS-Signal machen, sitzen eben nicht direkt an der Straße in grauen Kästen sondern in einzelnen Kopfstationen je Stadt.
    Von dort geht es dann mit Kupfer weiter, handelt sich dann ja auch nur noch um ein paar Kilometer.

    Der von dir verklinkte Artikel spricht übrigens nur von TV-Signalen.
    Und wenn dir UM Glasfaser in dein Haus gelegt hat, dann herzlichen Glückwunsch.
    Dort kommt aber halt auch nur das gleiche DOCSIS-Signal raus, das dein Nachbar auch über Kupfer bekommen kann. Und die verfügbare Bandbreite teilst du dir auch mit dutzenden bis hunderten Leuten...

  19. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: HammerTime 15.10.20 - 09:33

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Aber die Nodes, die aus dem IP-Backbone von UM oder Vodafone dann
    > das DOCSIS-Signal machen, sitzen eben nicht direkt an der Straße in grauen
    > Kästen sondern in einzelnen Kopfstationen je Stadt.
    > Von dort geht es dann mit Kupfer weiter, handelt sich dann ja auch nur noch
    > um ein paar Kilometer.
    Wie du sehen kannst, sind die FiberNodes über die gesamte Stadt verteilt. Das sieht man daran, dass ein Node nicht eine ganze Stadt versorgt, sondern immer nur einen Straßenzug.

    > Der von dir verklinkte Artikel spricht übrigens nur von TV-Signalen.
    Und?

    > Und wenn dir UM Glasfaser in dein Haus gelegt hat, dann herzlichen
    > Glückwunsch.
    Jupp. Die Telekom hat es nicht mal geschafft den Klingeldraht anzuschließen :-)

    > Dort kommt aber halt auch nur das gleiche DOCSIS-Signal raus, das dein
    > Nachbar auch über Kupfer bekommen kann. Und die verfügbare Bandbreite
    > teilst du dir auch mit dutzenden bis hunderten Leuten...
    Ja und die ist um den Faktor 20 höher, als was mir die Telekom liefern kann. Übrigens muss man sich da auch die Bandbreite mit Millionen Menschen sogar teilen, nennt sich "Internet".

    Müsste man sowas als Telecom-Mitarbeiter nicht wissen? Sind eure Shill-Seminare so schlecht?

  20. Re: Was wollen die da gelöst haben?

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 15.10.20 - 19:50

    HammerTime schrieb:
    > Wie du sehen kannst, sind die FiberNodes über die gesamte Stadt verteilt.
    > Das sieht man daran, dass ein Node nicht eine ganze Stadt versorgt, sondern
    > immer nur einen Straßenzug.
    Nein, das sehe ich eben nicht. Wie gesagt, der letzte Stand von Vodafone war, dass eben das von dir immer genannte RemotePHY nur im Pilotbetrieb in einzelnen Städten ist. Ansonsten reicht die Glasfaser idR nur bis zur Kopfstation, nicht aber bis in die einzelnen Straßen.

    Davon abgesehen geht ein Segment im Kabelnetz eher über ganze Stadtteile.
    Die Glasfaser liegt bei DSL-Anschlüssen definitiv viel näher am Kunden und das auch in einer viel höheren Dichte.

    Wenn du behauptest, dass jeder graue Kasten des Kabelnetzes mit Glasfaser angeschlossen ist, dann würde ich da gern mal ein Foto o.ä. Quelle sehen. Ich habe in solchen Kästen bis jetzt nur reine HF-Verstärker gesehen...

    > > Dort kommt aber halt auch nur das gleiche DOCSIS-Signal raus, das dein
    > > Nachbar auch über Kupfer bekommen kann. Und die verfügbare Bandbreite
    > > teilst du dir auch mit dutzenden bis hunderten Leuten...
    > Ja und die ist um den Faktor 20 höher, als was mir die Telekom liefern
    > kann. Übrigens muss man sich da auch die Bandbreite mit Millionen Menschen
    > sogar teilen, nennt sich "Internet".

    Anders herum ist aber bei der Telekom die Überbuchung der Leitungen um den Faktor 20 geringer als bei DOCSIS. In den meisten Segmenten mag das irrelevant sein, in nicht unerheblichen vielen sorgt das aber in den Abendstunden für viel Leid unter den Vodafone-Kunden.

    Mag sein, dass sich das Internet viele Leute teilen, aber wenn man die Techniken VVDSL oder DOCSIS einzeln betrachtet, dann ist im Vergleich DOCSIS shared und VVDSL nicht...

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