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ein schlechtes Ergebnis

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  1. ein schlechtes Ergebnis

    Autor: Heiko 18.10.06 - 09:11

    Das Ergebnis enttäuscht mich. Als Aktionär der IBM erwarte ich, dass die Kosten gesenkt werden. Dazu sollte dringendst auf 10000 Mitarbeiter in Europa verzichtet werden

  2. Re: ein schlechtes Ergebnis

    Autor: oh man 18.10.06 - 09:18

    Heiko schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das Ergebnis enttäuscht mich. Als Aktionär der IBM
    > erwarte ich, dass die Kosten gesenkt werden. Dazu
    > sollte dringendst auf 10000 Mitarbeiter in Europa
    > verzichtet werden

    wieder einer der nicht versteht warum machmal einfach Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, meistens rettet das nämlich den anderen Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz.
    Und wenn jetzt kommt, aber das Unternehmen macht doch Gewinn warum trotzdem Leute entlassen (rede jetzt nicht von IBM sondern allgemein), weil man Entscheidungen in die Zukunft treffen muss, wenn man erst reagiert wenn man Verluste hat, ist es meistens schon viel zu spät und kostet noch viel mehr Arbeitsplätze.
    Außerdem ist ein Arbeitgeber kein Sozialstaat und behält Leute die garnicht mehr gebraucht werden, nur weil er so nett ist, das ist einfach unökonomisch...


  3. Re: ein schlechtes Ergebnis

    Autor: Heiko 18.10.06 - 09:45

    oh man schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Heiko schrieb:
    Wie schön dass jene Leute, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, sagen können, dass sie den anderen ihren Arbeitsplatz retten durften. Da darf man doch zurecht stolz auf sich sein. Und wie schön, dass es immer wieder Leute gibt die ins gleiche Horn blasen und sagen, das ist ökonomisch. Mehr fällt den meisten heutzutage wirklich nicht mehr ein, als ihre Argumentation auf immer wieder das gleiche Argument zu lenken.

    Um auf das Thema Entscheidung einzugehen. Entscheidungen haben einen Grund. Die meisten Manager sind finanziell an ihr Unternehmen gebunden, so dass sie ihre Entscheidungen "finanziell" abwegen. Die Optionen sind natürlich mehr wert, wenn das Unternehmen mehr Gewinn macht. Leider sind die Entscheidungen nur noch von finanziellen Aspekten beeinflusst.

    Ich bin entschieden dafür, dass Mitarbeiter am Gewinn ordentlich beteiligt werden, wenn sie schon durch ihre Entlassung für die Investitionen sorgen. Aber dann stünde die Entlassung nicht mehr als Investition zur Verfügung, weil das den Gewinn schmälern würde. Also kann dieses Ziel, den Mitarbeiter entsprechend seiner Leistung am Gewinn zu beteiligen, nie erreicht werden (nicht aus Managersicht).

    Andere Frage: Wieso sollte ich als einfacher Arbeiter akzeptieren, dass IBM viel Gewinn macht, durch Optimierung der Kostenstruktur, wenn ich mir nicht selbst sicher kann, dieser Optimierung zum Opfer zu fallen?

    Was hilft mir bei diesem Gedanken dein ökonomisches Argument?

    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Ergebnis enttäuscht mich. Als Aktionär
    > der IBM
    > erwarte ich, dass die Kosten gesenkt
    > werden. Dazu
    > sollte dringendst auf 10000
    > Mitarbeiter in Europa
    > verzichtet werden
    >
    > wieder einer der nicht versteht warum machmal
    > einfach Arbeitsplätze abgebaut werden müssen,
    > meistens rettet das nämlich den anderen
    > Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz.
    > Und wenn jetzt kommt, aber das Unternehmen macht
    > doch Gewinn warum trotzdem Leute entlassen (rede
    > jetzt nicht von IBM sondern allgemein), weil man
    > Entscheidungen in die Zukunft treffen muss, wenn
    > man erst reagiert wenn man Verluste hat, ist es
    > meistens schon viel zu spät und kostet noch viel
    > mehr Arbeitsplätze.
    > Außerdem ist ein Arbeitgeber kein Sozialstaat und
    > behält Leute die garnicht mehr gebraucht werden,
    > nur weil er so nett ist, das ist einfach
    > unökonomisch...
    >
    >


  4. Re: ein schlechtes Ergebnis

    Autor: BSDDaemon 18.10.06 - 11:14

    Heiko schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich bin entschieden dafür, dass Mitarbeiter am
    > Gewinn ordentlich beteiligt werden, wenn sie schon
    > durch ihre Entlassung für die Investitionen
    > sorgen.

    Dann bist du auch sicher dafür, dass Mitarbeiter entscheidend am Verlust beteiligt werden. So, wenn mal 5 Milliarden fehlen zahlt es der Pförtner.

    Sorry, kein Sozialstaat und keine 'Hier gewinnt jeder Lotterie'...

    > Andere Frage: Wieso sollte ich als einfacher
    > Arbeiter akzeptieren, dass IBM viel Gewinn macht,
    > durch Optimierung der Kostenstruktur, wenn ich mir
    > nicht selbst sicher kann, dieser Optimierung zum
    > Opfer zu fallen?

    Mitarbeiter sind Material... braucht man sie nicht kommen sie weg... so einfach ist die Sache.

    Das mag für den Einzelnen tragisch sein, aber so ist nun einmal die Geschäftswelt.

    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  5. Re: ein schlechtes Ergebnis

    Autor: Heiko 18.10.06 - 14:31

    Die Mitarbeiter sind doch schon am Verlust beteiligt. Sie fliegen doch bereits schon raus, bevor Verluste entstehen. Hatte ich nicht geschrieben, dass die entlassenen Mitarbeiter die Investitionen tragen? Was ist denn das Gegenteil von Gewinn? Verlust, nicht wahr?

    Trägt denn der Manager die Verluste mit, obwohl er die Entscheidung bestimmt oder mitbestimmt? Ganz im Gegenteil .. der schliesst eine Versicherung ab, die ihn gegen Haftungsansprüche versichert. Das ist übrigens kein Witz ...



    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Heiko schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin entschieden dafür, dass Mitarbeiter
    > am
    > Gewinn ordentlich beteiligt werden, wenn
    > sie schon
    > durch ihre Entlassung für die
    > Investitionen
    > sorgen.
    >
    > Dann bist du auch sicher dafür, dass Mitarbeiter
    > entscheidend am Verlust beteiligt werden. So, wenn
    > mal 5 Milliarden fehlen zahlt es der Pförtner.
    >
    > Sorry, kein Sozialstaat und keine 'Hier gewinnt
    > jeder Lotterie'...
    >
    > > Andere Frage: Wieso sollte ich als
    > einfacher
    > Arbeiter akzeptieren, dass IBM viel
    > Gewinn macht,
    > durch Optimierung der
    > Kostenstruktur, wenn ich mir
    > nicht selbst
    > sicher kann, dieser Optimierung zum
    > Opfer zu
    > fallen?
    >
    > Mitarbeiter sind Material... braucht man sie nicht
    > kommen sie weg... so einfach ist die Sache.
    >
    > Das mag für den Einzelnen tragisch sein, aber so
    > ist nun einmal die Geschäftswelt.
    >
    > ---
    > Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und
    > sicher
    > wie der Administrator der es verwaltet.
    >
    > Wie gut der Administrator jedoch seine
    > Fähigkeiten
    > ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.


  6. Re: ein schlechtes Ergebnis

    Autor: Michael - alt 18.10.06 - 14:44

    Heiko schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Mitarbeiter sind doch schon am Verlust
    > beteiligt. Sie fliegen doch bereits schon raus,
    > bevor Verluste entstehen. Hatte ich nicht
    > geschrieben, dass die entlassenen Mitarbeiter die
    > Investitionen tragen? Was ist denn das Gegenteil
    > von Gewinn? Verlust, nicht wahr?

    Der Dämon hat schon recht. Die Vereinbarung zwischen Firma und Mitarbeiter sieht Leistung gegen Gegenleistung vor. Um keine Sozialprobleme zu erzeugen gibts die Abfindungsregelung und die Kündigungsfrist (übrigens nicht für Leitende)

    >
    > Trägt denn der Manager die Verluste mit, obwohl er
    > die Entscheidung bestimmt oder mitbestimmt?

    Ja. Er fliegt in der Regel raus, und zwar sofort. Oftmals noch schneller als Du schauen kannst. Du bekommst es nur nicht mit.

    Anders ist, wenn irgendwelche Ahnungslosen im Nachhinein über "Fehlentscheidungen" fachsimpeln. Der Verkauf von Siemens an BenQ und der Niedergang von BenQ haben damit zu tun, daß Features, die das Management gefordert hat, auf Arbeitsebene nicht umgesetzt werden konnten. Da waren die Fehlentscheidungen auf Betriebsrats- und Gewerkschaftsseite...... Was natürlich von denen anders dargestellt wird.

    > Ganz
    > im Gegenteil .. der schliesst eine Versicherung
    > ab, die ihn gegen Haftungsansprüche versichert.
    > Das ist übrigens kein Witz ...

    Ja, das ist richtig aber das ist Blödsinn. Der Manager, der so eine Versicherung braucht, taugt eh nichts, da er offenbar nicht dazu in der Lage ist, seine Kompetenzen richtig zu bewerten und sich gegebenenfalls Mandate holt.

    Tatsache ist, daß auf manchen Stühlen Manager hocken, die unfähig sind. Wenn man das als Mitarbeiter feststellt und nichts unternimmt, ist das sowas wie ein Akzept der Gefahr. Wenn man es nicht merkt ist man eigentlich eh untauglich.

    >
    >
    > BSDDaemon schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Heiko schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Ich bin entschieden dafür,
    > dass Mitarbeiter
    > am
    > Gewinn ordentlich
    > beteiligt werden, wenn
    > sie schon
    > durch
    > ihre Entlassung für die
    > Investitionen
    >
    > sorgen.
    >
    > Dann bist du auch sicher dafür,
    > dass Mitarbeiter
    > entscheidend am Verlust
    > beteiligt werden. So, wenn
    > mal 5 Milliarden
    > fehlen zahlt es der Pförtner.
    >
    > Sorry,
    > kein Sozialstaat und keine 'Hier gewinnt
    >
    > jeder Lotterie'...
    >
    > > Andere Frage:
    > Wieso sollte ich als
    > einfacher
    > Arbeiter
    > akzeptieren, dass IBM viel
    > Gewinn macht,
    >
    > durch Optimierung der
    > Kostenstruktur, wenn
    > ich mir
    > nicht selbst
    > sicher kann, dieser
    > Optimierung zum
    > Opfer zu
    > fallen?
    >
    > Mitarbeiter sind Material... braucht man sie
    > nicht
    > kommen sie weg... so einfach ist die
    > Sache.
    >
    > Das mag für den Einzelnen
    > tragisch sein, aber so
    > ist nun einmal die
    > Geschäftswelt.
    >
    > ---
    > Ein
    > Betriebssystem ist immer nur so gut und
    >
    > sicher
    > wie der Administrator der es
    > verwaltet.
    >
    > Wie gut der Administrator
    > jedoch seine
    > Fähigkeiten
    > ausspielen
    > kann, legt das Betriebssystem fest.
    >
    >


  7. Re: ein schlechtes Ergebnis

    Autor: BSDDaemon 18.10.06 - 16:31

    Heiko schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Mitarbeiter sind doch schon am Verlust
    > beteiligt. Sie fliegen doch bereits schon raus,
    > bevor Verluste entstehen.

    Und es werden neue eingestellt wenn es aufwärts geht.

    > Hatte ich nicht
    > geschrieben, dass die entlassenen Mitarbeiter die
    > Investitionen tragen? Was ist denn das Gegenteil
    > von Gewinn? Verlust, nicht wahr?

    Einem gefeuertem Mitarbeiter entstehen keine Kosten. Er muss sich nicht am Verlust beteiligen. Er ist dann nur ein Mittel um weitere Verluste zu vermeiden. Beteiligt wird er am Verlust jedoch absolut nicht. Und genau deswegen haben Mitarbeiter auch kein Recht auf Gewinn. Einen kleinen Teil als Bonus sicher... aber mehr nicht. Doch genau das fordern ja insbesondere deutsche Arbeitnehmer. Läuft es gut wollen alle massiv mehr Geld, läuft es schlecht bestehen alle auf ihren bis dahin gewonnenen Luxus.

    > Trägt denn der Manager die Verluste mit, obwohl er
    > die Entscheidung bestimmt oder mitbestimmt? Ganz
    > im Gegenteil .. der schliesst eine Versicherung
    > ab, die ihn gegen Haftungsansprüche versichert.
    > Das ist übrigens kein Witz ...

    Und er wird dafür gefeuert... und ein richtig gescheiterter Manager bekommt so einen Posten kaum wieder also muss er mit dem dahin verdienten Geld auskommen. Managerposten können ein Luxusleben heissen... wenn sie aber auf die Nase fallen bedeutet es für Manager der gnadenlose Abstieg.



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    Suum cuique per me uti atque frui licet.
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    wie der Administrator der es verwaltet.

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    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

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