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Mysteriös

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  1. Mysteriös

    Autor: Aristarch 20.11.20 - 13:49

    Tatsächlich würde man ja Baufälligkeit mutmaßen, aber dass man die Tragfähigkeit von frei zugänglichen Halteseilen nicht angeben kann ist wohl eher ein baufachliches Armutszeugnis.

  2. Re: Mysteriös

    Autor: Vögelchen 20.11.20 - 13:54

    Aristarch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsächlich würde man ja Baufälligkeit mutmaßen, aber dass man die
    > Tragfähigkeit von frei zugänglichen Halteseilen nicht angeben kann ist wohl
    > eher ein baufachliches Armutszeugnis.

    Genau! Der Forenexperte kann das nach 60 Jahren, Erdbeben und Stürmen aufs Gramm genau berechnen mit dem Taschenrechner oder gar im Kopf!

  3. Re: Mysteriös

    Autor: Karbid 20.11.20 - 14:14

    Aristarch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsächlich würde man ja Baufälligkeit mutmaßen, aber dass man die
    > Tragfähigkeit von frei zugänglichen Halteseilen nicht angeben kann ist wohl
    > eher ein baufachliches Armutszeugnis.

    Das ist doch gar nicht das Problem. Ingenieure haben die Halteseile begutachten können. Es scheitert an der fehlenden Finanzierung. Jahrelang wurde die Wartung vernachlässigt und jetzt ist eine Totalsanierung aus eignen Mitteln nicht mehr finanzierbar.

  4. Re: Mysteriös

    Autor: AllDayPiano 20.11.20 - 14:38

    Nein, das ist so nicht richtig. Die Seile sind schon bei 67% ihrer Nennlast geborsten. Also ist das defintiv keine Frage der Finanzierung, sondern der Frage - wie der TO sagte - des schlechteren Zustandes, als man bisher dachte.

    Normalerweise werden solche Teile mit Ultraschall oder mobilen Röntgengeräten untersucht. Dabei sollten strukturelle Störungen sichtbar werden. Warum das hier nicht gemacht wurde, oder zumindest nicht aufgefallen ist, ist halt schon eine absolut berechtigte Frage.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  5. Re: Mysteriös

    Autor: Tet 20.11.20 - 15:41

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Normalerweise werden solche Teile mit Ultraschall oder mobilen
    > Röntgengeräten untersucht. Dabei sollten strukturelle Störungen sichtbar
    > werden. Warum das hier nicht gemacht wurde, oder zumindest nicht
    > aufgefallen ist, ist halt schon eine absolut berechtigte Frage.

    Weil es nicht geht. Bei Einer Seilbahn ist eine entsprechende Prüfung problemlos möglich, da das Seil am Gerät vorbeikommt. Hier sind die Seile jedoch stationär und damit eben nicht in der Art überprüfbar. Bei statiönären Seilen wird nur der äußere Zustand beurteilt und ggf. die Leitfähigkeit gemessen. Ansonsten wird eben mehr oder weniger regelmäßig ausgetauscht.

    Hier war das Problem, dass das Seil schon bei nur 62% der aufgrund der Begutachtung erwarteten Belastbarkeit (nicht der Nennlast) gerissen ist, was natürlich die Frage aufwirft, inwieweit die anderen Seile noch belastbar sind.

  6. Re: Mysteriös

    Autor: Michagnom 20.11.20 - 15:48

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum das hier nicht gemacht wurde, oder zumindest nicht
    > aufgefallen ist, ist halt schon eine absolut berechtigte Frage.
    Das steht doch im Artikel, weil Seile schon bei 67% ihrer Belastung gebrochen sind.

    Keiner weiß nun, ob die anderen Seile bereits bei 99.9999999999999999% ihrer Belastungsgrenze sind und wenn da jetzt eine Untersuchung durchgeführt wird das Seil in dem Moment reißt und das wäre dann der sicherer Toß des nahestehenden Ingineurs.

    Es reicht ja auch nicht, die 2cm am Ansatz zu kontrollieren sondern du musst viele Kontrollen auf der gesamten Länge machen. Du kannst da aber auchnicht hingehen und einen Roboter dransetzen da dieser ebenfalls erstmal befestigt werden müsste und daher dort wieder die Gefahr besteht, das die Seile beim annbringen bersten.

  7. Re: Mysteriös

    Autor: AllDayPiano 20.11.20 - 17:16

    Was man machen könnte, wäre die Gondel zu entfernen. Dann wäre fast 1 kt weniger Gewicht dran. Das würde vermutlich schon enorm helfen.

    Vermutlich lohnt es sich halt schlicht nicht mehr und die Kosten für einen Wiederaufbau wären so hoch, dass man es gleich neu bauen könnte. Allerdings hätte man dann immernoch ein bock altes Teleskop.

    Was natürlich schade ist, ist die Tatsache, dass es auch als Cluster-Teleskop ausfällt. Damit wird sich die Auflösung für globale Betrachtungen deutlich verschlechtern. Alleine schon deshalb wäre es erhaltenswürdig. M.M.n.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  8. Re: Mysteriös

    Autor: EWCH 20.11.20 - 18:09

    die Begutachtung duerfte einfach zu gefaehrlich sein. Schon ein gerissenes Tau hat Seeleute in zwei Haelften geteilt. Ein Stahlseil was bei 900 Tonnen Last reisst birgt eine enorme Gefahr. Dem Ding wuerde ich mich nicht mehr als 500m naehern wollen.

  9. Re: Mysteriös

    Autor: southy 20.11.20 - 19:29

    [quote]
    Was man machen könnte, wäre die Gondel zu entfernen. Dann wäre fast 1 kt weniger Gewicht dran. Das würde vermutlich schon enorm helfen. [/quote]
    Und eben weil die Gondel so schwer ist, kann man sie eben nicht so einfach abnehmen - noch dazu in einem Zustand wo offenbar ständig mit einem Absturz gerechnet werden muss.

  10. Re: Mysteriös

    Autor: EWCH 20.11.20 - 19:37

    > Und eben weil die Gondel so schwer ist, kann man sie eben nicht so einfach
    > abnehmen - noch dazu in einem Zustand wo offenbar ständig mit einem Absturz
    > gerechnet werden muss.

    wie wurde die eigentlich damals installiert ? Die Moeglichkeit die Gondel kontrolliert abzusenken/abzustellen waere jetzt sehr praktisch.

  11. Re: Mysteriös

    Autor: AllDayPiano 21.11.20 - 08:20

    Absenken geht ja nicht. Wohin? Auf den Spiegel? Der hält das nicht aus.

    Ich denke Kran

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  12. Re: Mysteriös

    Autor: Cybso 21.11.20 - 08:40

    Da stand die Schüssel vermutlich noch nicht darunter und man konnte ein Gerüst bauen.

  13. Re: Mysteriös

    Autor: JTR 21.11.20 - 13:08

    Und wie entfernst du mal eine 900t Gondel auf einem Hügelkette so einfach? Erkläre mal, nähme mich Wunder. Diese Seile selber haben sie durch allmähliches Anziehen die Gondel in Position gebracht, genau die sind aber das Problem. Wenn bei so einem kritischen Zustand zu dynamische Belastungen kommt wo die statische Haltbarkeit schon in Frage gestellt ist, würde ich meinen es ist eben zu gefährlich!

  14. Re: Mysteriös

    Autor: scrumdideldu 21.11.20 - 13:46

    Stimmt es ist ja sicher völlig undeckbar dass ein Ingenieur eine Vorrichtung baut an der so ein mobiles Röntgengerät Schritt für Schritt am Seil entlang fährt. Die 300kg die so ein Gerät wiegt (+ ein kleiner Antrieb) sollte so ein Seil ja noch abkönnen.

    Von daher scheint mir die erste Aussage "Wartungsarbeiten wurden wegen GELD nicht gemacht" doch eher am treffendsten zu sein.

  15. Re: Mysteriös

    Autor: EWCH 21.11.20 - 14:14

    > Da stand die Schüssel vermutlich noch nicht darunter und man konnte ein
    > Gerüst bauen.

    das wuerde bedeuten dass die Schluessel unter der 900t gebaut wurde, auch nicht gerade die sicherste Variante obwohl die Seile damals natuerlich neu waren.

  16. Re: Mysteriös

    Autor: AllDayPiano 23.11.20 - 22:51

    Genau so, wie sie die Gondel schonmal dort hin gebracht haben. Das Teil musste schon am Anfang schwebend an die Seile, weil der Reflektor absolut nicht belastbar ist.

    Man kann die Gondel auch jetzt mit den mageren Seilen herab lassen. Da ist eh nix mehr zu retten. Wenn dabei das nächste Seil platzt, dann ist es halt so. Wenn es jetzt platzt, auch. Also warum nicht versuchen?

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  17. Re: Mysteriös

    Autor: Jbrahms 24.11.20 - 21:41

    Richtig. Vor dem Aufbau des Hauptspiegels wurden die Kabel gespannt, dann die Haupthaltevorrichtung (das Dreieck) hochgezogen (ohne Kran), dann das Azimuth und dann der Catwalk und der Rest.

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