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Ich lese immer wieder Wald

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  1. Ich lese immer wieder Wald

    Autor: muhzilla 10.12.20 - 12:09

    Es handelt sich hierbei um eine aufgeforstete Fläche mit dünnen Kiefernstämmchen. Nicht zu vergleichen mit wirklichen Wäldern, die es in der Tat zu schützen gilt! Dazu meine ich außerdem gelesen zu haben, dass mindestens die gleiche Fläche wieder neu bepflanzt werden muss als Ausgleichsleistung, dann aber eben nicht mit dieser Monokultur, sondern darauf ausgelegt wirklich wieder ein Wald werden zu können.

  2. Grund für NABU - Einspruch nicht erwähnt

    Autor: M.P. 10.12.20 - 12:17

    https://taz.de/Nabu-Chefin-ueber-Tesla-Autofabrik/!5735417/

    > Ist der Wald, in dem die Tesla-Fabriken gebaut werden, denn so wertvoll?

    > Jein. Es geht um einen wirtschaftlich genutzten Kiefernforst. Aber hier sind Zauneidechsen, Glattnattern, Waldameisen und Brutvogelarten gefunden worden. Es spielt für Specht, Fledermäuse & Co schon eine Rolle, ob der Wald bleibt oder nicht. Wir fürchten, dass da vorsorglich Fläche platt gemacht wird, anstatt sparsam damit umzugehen.

    Die genannten Tiere hätten eben vor Einzug auf ihren Mietvertrag schauen sollen ;-)


    Einen Grund für einen Einspruch hätte es aber sicher immer gegeben - derzeit ist es der Winterschlaf einiger Reptilienarten, im Frühjahr dann die Brutsaison der Vögel usw ...


    EDIT: Auch der Artikel geht darauf ein, dass der Grund nicht die Bäume sind...
    > dem Gericht zufolge ist die vom brandenburgischen Landesamt für Umwelt erteilte Genehmigung des vorzeitigen Beginns rechtmäßig. "Die Abwägung der naturschutzrechtlichen Belange durch das Landesamt für Umwelt sei nicht zu beanstanden", hieß es weiter. Entgegen der Auffassung der Naturschutzverbände sei nicht davon auszugehen gewesen, dass die Entscheidung gegen die im "Bundesnaturschutzgesetz normierten Zugriffsverbote auf die streng geschützten Tierarten Zauneidechse und Schlingnatter verstößt".



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.20 12:30 durch M.P..

  3. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: Alessey 10.12.20 - 12:20

    schaue dir ne Definition von Wald an: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) spricht von Wald, wenn die Bäume im Reifealter in winterkalten Gebieten mindestens drei, im gemäßigten Klima mindestens sieben Meter hoch sind und wenigstens 10 % des Bodens durch Baumkronen überschirmt sind.
    Baumanzahl > 2 :D
    Anscheinend interessiert es nicht wozu der Wald gepflanzt wurde.

    Und ob du es jetzt Monokultur nennen willst ist wirklich wortklauberei.

  4. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: gadthrawn 10.12.20 - 12:29

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es handelt sich hierbei um eine aufgeforstete Fläche mit dünnen
    > Kiefernstämmchen. Nicht zu vergleichen mit wirklichen Wäldern, die es in
    > der Tat zu schützen gilt! Dazu meine ich außerdem gelesen zu haben, dass
    > mindestens die gleiche Fläche wieder neu bepflanzt werden muss als
    > Ausgleichsleistung, dann aber eben nicht mit dieser Monokultur, sondern
    > darauf ausgelegt wirklich wieder ein Wald werden zu können.

    Der Wald ist über 50 Jahre alt - und Kiefern machen 23% des deutschen Baubestandes aus.
    Der Wald wurde ursprünglich aus Wiederaufforstungsgründen gepflanzt - nach dem zweiten WK war zu viel abgeholzt.
    Kiefern sind relativ anspruchslos und wachsen schnell. Abgesehen davon dass sich schon andere Arten angesiedelt haben.
    Wald = mehrere Bäume und Tiere. Und genau das und insbesodnere Tierarten die eben schon unter Naturschutz sind haben sich dort angesiedelt.

    Wo auch immer eine Wiederaufforstung wäre - in den nächsten 80 Jahren würde maximal das bestehende wieder aufgeholt werden - wenn überhaupt da etwas wächst. Dank immer häufigerem Wassermangel sterben Neuanpflanzungen immer häufiger.

    Den 20 Jahre vor der Erntereife abzuholzen um Sägemehl draus zu machen ist eine Umweltsünde. Vor allem da bei Erntereife nie der ganze Wald abgeholzt wird.

  5. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: Manuel2020 10.12.20 - 12:35

    Vielleicht könnte man sich einfach auf das Wort "Kiefernplantage" einigen...

    Was es ja ist. Dann schwingen vielleicht auch weniger Emotionen und mehr rationales Denken mit.

    Und ja, Naturschutz und Co müssen beachtet und dem nachgekommen werden.
    Aber bei allem Geldverdienen hin oder her, denke ich, ist es in Teslas ureigenem Interesse hier keine negativen Schlagzeilen zu produzieren.

    Man könnte das Ganze ja auch als Chance sehen...

    Und richtig gemacht kann der Natur ja nichts besseres passieren. Diese unsägliche und unnatürliche Monokultur verschwindet (macht auf Dauer eh mehr Probleme als das es nützt) und an anderer Stelle entsteht wieder ein natürlicher(er) und echter
    (?) Wald der den Namen auch verdient.
    (Stichwort Ausgleichsflächen)
    Da sollte der NABU eher die Prioritäten setzten.

    Meine Meinung.

  6. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: Dwalinn 10.12.20 - 13:02

    Manuel2020 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht könnte man sich einfach auf das Wort "Kiefernplantage"
    > einigen...
    Nein warum? Das ist ein Wald und ein Forst und eine Plantage. Das ganze mit einem Wort zusammenfassen zu wollen hat nur den Zweck bestimmte assoziation hervorzurufen.

    Was es nicht ist ist ein Urwald oder naturnaher Wald aber so nennt das auch niemand.

    > Was es ja ist. Dann schwingen vielleicht auch weniger Emotionen und mehr
    > rationales Denken mit.
    Aber das Problem besteht doch auch bei Kiefernplantage.

    "Ach nur ne Plantage? Ja die kann weg" auf diese Weise würde Deutschland wohl schnell ein großteil seiner Bäume verlieren.

    > Und ja, Naturschutz und Co müssen beachtet und dem nachgekommen werden.
    > Aber bei allem Geldverdienen hin oder her, denke ich, ist es in Teslas
    > ureigenem Interesse hier keine negativen Schlagzeilen zu produzieren.
    Das kann Tesla ziemlich egal sein. Eine schnelle Fertigstellung bringt mehr Geld ein als spenden beim Artenschutz (oder ähnliches) kostet.

    > Man könnte das Ganze ja auch als Chance sehen...
    >
    > Und richtig gemacht kann der Natur ja nichts besseres passieren. Diese
    > unsägliche und unnatürliche Monokultur verschwindet (macht auf Dauer eh
    > mehr Probleme als das es nützt) und an anderer Stelle entsteht wieder ein
    > natürlicher(er) und echter
    > (?) Wald der den Namen auch verdient.
    > (Stichwort Ausgleichsflächen)
    > Da sollte der NABU eher die Prioritäten setzten.
    >
    > Meine Meinung.

    Es stimmt das es mehr naturnahe Wälder geben muss aber ein Umbau ist meist besser als einfach eine Wiese neu zu bepflanzen.
    Diesen Teil des Waldes muss man mMn auch nicht hinterherweinen (Wirtschaft ist nunmal ebenfalls wichtig) trotzdem ist der Schutz von Tieren wichtig.

  7. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: Hallonator 10.12.20 - 13:04

    Manuel2020 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und richtig gemacht kann der Natur ja nichts besseres passieren. Diese
    > unsägliche und unnatürliche Monokultur verschwindet (macht auf Dauer eh
    > mehr Probleme als das es nützt) und an anderer Stelle entsteht wieder ein
    > natürlicher(er) und echter
    > (?) Wald der den Namen auch verdient.
    Naja, an der anderen Stelle ist ja schon Natur. Das sind ja Wiesen, die in der Vergangenheit von der Agrarwirtschaft genutzt worden sind und jetzt vor sich hin wachsen.

    Was macht man also?
    - Auf der einen Seite Wald vernichten
    - Auf der anderen Seite an anderer Stelle in die Natur eingreifen, damit Wald schneller nachwächst als es auf natürliche Art und Weise passieren würde.

    Ich kann mir besseres für die Natur vorstellen. Z.b. da einen Wald anpflanzen, wo die Natur es nicht könnte, weil dort leerstehende Gebäude stehen, die irgendwer vor sich hin verfallen lässt.

  8. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: chefin 11.12.20 - 07:14

    Alessey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schaue dir ne Definition von Wald an: Die Ernährungs- und
    > Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) spricht von Wald, wenn die Bäume
    > im Reifealter in winterkalten Gebieten mindestens drei, im gemäßigten Klima
    > mindestens sieben Meter hoch sind und wenigstens 10 % des Bodens durch
    > Baumkronen überschirmt sind.
    > Baumanzahl > 2 :D
    > Anscheinend interessiert es nicht wozu der Wald gepflanzt wurde.
    >
    > Und ob du es jetzt Monokultur nennen willst ist wirklich wortklauberei.


    Mag alles stimmen. Aber auf der anderen Seite stehen die Holz, Pellets, Hackschnitzelheizungen sowie die Möbelindustrie für die genau diese Bäume gezüchtet werden um dann gefällt verarbeitet und neu angepflanzt zu werden. Das ganze hört sich an, wie ein Schweinestall in dem ein seltenere Mistkäfer gefunden wird und deswegen darf kein Schwein mehr zu Hackfleisch gemacht werden. Der Mensch hat sich also dem Mistkäfer unter zu ordnen.

    Und das genau von den Menschen die unbedingt E-Autos wollen, damit die Verbrenner von der Strasse kommen. Genau die selben Menschen die Überlandleitungen ober und unterirdisch verhindern wollen, weil irgendwas dabei verändert wird. Und genau die selben Menschen die Verlangen das Windräder mindestens 3km von menschlicher Besiedelung weg sind, aber nicht im Wald stehen dürfen (wer sich die Fläche Deutschlands ansieht, erkennt, das es nahezu keine Punkte gibt an denen man in jeder Richtung 3km von einem bewohnten Haus weg ist).

    Solche Menschen darf man nicht ernst nehmen. Gerichte tun gut dran, solche Klagen im Vorfeld abzuschmettern und irgendwelche Hauptverhandlungen die man nicht verbieten kann, in der Priorität weit nach unten zu setzen. Wir haben viel wichtigere Dinge zu entscheiden.

  9. Re: Ich lese immer wieder Wald

    Autor: Mailerdeamon 11.12.20 - 12:02

    Alessey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schaue dir ne Definition von Wald an: Die Ernährungs- und
    > Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) spricht von Wald, wenn die Bäume
    > im Reifealter in winterkalten Gebieten mindestens drei, im gemäßigten Klima
    > mindestens sieben Meter hoch sind und wenigstens 10 % des Bodens durch
    > Baumkronen überschirmt sind.
    > Baumanzahl > 2 :D
    > Anscheinend interessiert es nicht wozu der Wald gepflanzt wurde.
    >
    > Und ob du es jetzt Monokultur nennen willst ist wirklich wortklauberei.


    Nach der Definition habe ich einen Wald auf meinem Grundstück und praktisch jeder Park in Deutschland besteht aus mehren Wäldern :)

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