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Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

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  1. Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Tuxraxer007 17.12.20 - 09:07

    " In einem Dampfreformer wird aus fossilem Erdgas Wasserstoff gewonnen - mit hohen Kohlendioxid-Emissionen." - das müsste schon per Gesetzt verboten werden, weil das nichts mehr mit einer alternativen und vor allem schon garnicht sauberen Energiequelle zu tun hat.

    Leider wird in Deutschland über 50% des produzierten Wasserstoffs so hergestellt, Tendenz weiter steigend.
    Die alte, saubere Methode per Elektrolyse, wie wir das vor 40 Jahren schon im Schul-Chemieunterricht gelernt haben, hat nur einen Anteil von unter 5%. Dabei währe Solar- oder Windstrom dafür sehr gut geeignet, wie es in kleinen Anlagen bereits gemacht wird.

  2. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Krulle 17.12.20 - 09:23

    Aber Wasserstoff hört sich doch so natürlich und ökologisch an...

  3. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Pferdesalami 17.12.20 - 09:32

    ist er auch, wenn er eben aus regenerativen Quellen hergestellt wird,

  4. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: chefin 17.12.20 - 10:13

    15% des CO2 kommen aus Verbrennungsmotoren für Fahrzeuge. 40% CO2 ist Verbrennungsenergie zur Wärmegewinnung. Erdgas macht dabei 60% aus. Genau das Erdgas was zur Wasserstoffreformation genutzt wird. Wir erzeugen also genau die selbe Menge CO2 beim Heizen wie beim Wasserstoff herstellen. Und 2% des gesamten CO2 zu verdammen und dann schnell den Heizkörper etwas höher drehen, weil man beim rumsitzen am PC um zu lesen und in Foren zu schreiben schnell auskühlt. Man bewegt sich dabei einfach zu wenig.

    Wenn also aktuell der kommerzielle Bedarf höher wird, können wir nicht drauf warten bis irgendwann eine Technologie effizent genug ist um aufgebaut zu werden. Man baut erstmal bewährtes auf, um dem kommerziellen Druck stand zu halten. Würde man das nicht, würden die Spediteure keine LKWs kaufen mit Brennstoffzellen, sondern beim Diesel bleiben. Was wäre den dann gewonnen? Die fahren dann auch 10 Jahre lang. Aber können wir heute jemanden zu Brennstoffzellen überreden, müssen wir auch Wasserstoff liefern können.

    Wir können uns zwar wünschen, das es anders gemacht wird, aber zuerstmal müssen wir das Geld für die Forschung und den Bau zusammen bringen. Prototypen kosten meistens 3-4x soviel wie später serienreife Anlagen und haben in der Anfangszeit oftmals ausserplanmässige Abschaltungen, welche dann die Wasserstoffverfügbarkeit reduziert.

  5. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: ChMu 17.12.20 - 10:19

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > " In einem Dampfreformer wird aus fossilem Erdgas Wasserstoff gewonnen -
    > mit hohen Kohlendioxid-Emissionen." - das müsste schon per Gesetzt verboten
    > werden, weil das nichts mehr mit einer alternativen und vor allem schon
    > garnicht sauberen Energiequelle zu tun hat.

    Die alternative und saubere Quelle Wasserstoff ist ja auch nicht heute versprochen worden, sondern in der Zukunft. Seit etwa 50 Jahren. Braucht nur noch ein paar Milliarden mehr an “Forschungs” Geldern.
    >
    > Leider wird in Deutschland über 50% des produzierten Wasserstoffs so
    > hergestellt, Tendenz weiter steigend.

    Es sind ueber 90%

    > Die alte, saubere Methode per Elektrolyse, wie wir das vor 40 Jahren schon
    > im Schul-Chemieunterricht gelernt haben, hat nur einen Anteil von unter 5%.

    Eben.

    > Dabei währe Solar- oder Windstrom dafür sehr gut geeignet, wie es in
    > kleinen Anlagen bereits gemacht wird.

    Nein, ueberhaupt nicht. Der Strom kann doch anstatt erst fuer die Wasserstoff Herstellung, dann zur Komprimierung, Kuehlung und schliesslich fuer den Transport einfach direkt in Batterien gepumpt werden? Ein Wasserstoff Auto braucht um den Faktor 3-5 mehr Strom durch den Umweg gegenueber der direkten Nutzung des sehr einfach zu transportierenden Stroms.

  6. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Tuxraxer007 17.12.20 - 10:29

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, ueberhaupt nicht. Der Strom kann doch anstatt erst fuer die
    > Wasserstoff Herstellung, dann zur Komprimierung, Kuehlung und schliesslich
    > fuer den Transport einfach direkt in Batterien gepumpt werden? Ein
    > Wasserstoff Auto braucht um den Faktor 3-5 mehr Strom durch den Umweg
    > gegenueber der direkten Nutzung des sehr einfach zu transportierenden
    > Stroms.
    Das ist klar der sinnvollste Weg, den Strom direkt in Batterien zu pumpen und nicht erst mit viel Verlusten in Wasserstoff umzuwandeln, den mit viel Energieaufwand zu speichern und zu transportieren und den dann wieder mit Verlusten in Strom zu verwandeln um am Ende dann doch einen E-Motor anzutreiben.

    Aus meiner Sicht ist Wasserstoff für den Individualverkehr der vollkommen falsche Weg. Im Industrieeinsatz sieht es anders aus.

    Mal gut, das hier bei uns gerade die nächsten Windräder gebaut werden und keine H2 Fabrik

  7. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: /mecki78 17.12.20 - 11:08

    Nein, mit sauberen Wasserstoff hat das nichts zu tun. Aber Strom ist auch nicht automatisch sauber. Entscheidend bei beiden ist, wie sie gewonnen wurden und beide können klimaneutral gewonnen werden. Dass das aktuell immer der Fall ist hat noch nie irgendwer irgendwo jemals behaupte, aber ich lasse mich mit gegenteiligen Zitaten hier gerne korrigieren.

    /Mecki

  8. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Grimreaper 17.12.20 - 11:17

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > fuer den Transport einfach direkt in Batterien gepumpt werden? Ein
    > > Wasserstoff Auto braucht um den Faktor 3-5 mehr Strom durch den Umweg
    > > gegenueber der direkten Nutzung des sehr einfach zu transportierenden
    > > Stroms.
    > Das ist klar der sinnvollste Weg, den Strom direkt in Batterien zu pumpen
    > und nicht erst mit viel Verlusten in Wasserstoff umzuwandeln, den mit viel
    > Energieaufwand zu speichern und zu transportieren und den dann wieder mit
    > Verlusten in Strom zu verwandeln um am Ende dann doch einen E-Motor
    > anzutreiben.
    Also laut Fraunhofer institut ist der Well-2-Wheel Wirkungsgrad, bei der reinen Batterie-E-Autos (BEV) gerade mal um einen guten Faktor 2 besser als bei Brennstoffzellen-Elektroautos. Wobei man bedenken muss, dass etwa 60% des Ladestroms von BEVs noch fossil/nuklear sind und sich das immer langsamer hin zu erneuerbaren energien ändert. Die Wirkungsgrad-Berechnung dafür geht ja immer von einem idealen Stromnetz aus, d.h. permanent ideal stabilisiert und immer genug Reservekapazität für Verbrauchsspitzen. Das wird aber mit viel fossilem Energieeinsatz (schnelle Erdgaskraftwerke) oder Ineffizienzen (heruntergeregelte Kraftwerke und teure Speicher) erkauft - in zunehmenden Maße - mit voranschreitender Energiewende im Stromnetz.

    > Aus meiner Sicht ist Wasserstoff für den Individualverkehr der vollkommen
    > falsche Weg. Im Industrieeinsatz sieht es anders aus.

    FCEVs bieteh im Gegensatz zu BEVs mittelfristig mit güstigem, grünem Wasserstoff eine Pespektive 100% erneuerbare Energieversorgung im Verkehrssektor herbeizuführen. Und dass ohne den schlechten sozialialen und ökologischen Fußabdruck von Lithumbatterien, spezielle was deren Herstlellung, relativ kurze Lebensdauer und Entsorgung/Dowwncycling angeht.

    > Mal gut, das hier bei uns gerade die nächsten Windräder gebaut werden und
    > keine H2 Fabrik

    Oh, Apfel und Birne, Überleg mal, was mit dem Windstrom passiert, wenn gerade eine der zunehmenenden Überschuß-Situationen im Stromnetz vorliegt: richtig: der Strom wird gar nicht erst eingespeist (Effizienz: 0%) oder mit Verlust verramscht. Da wäre es vielleicht schön, wenn man den beispielsweise mittels so einer bösen H2-Fabrik in form von Wasserstoff oder synthetischem Methan speichern könnte - auch längerfristig (saisonal).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.12.20 11:23 durch Grimreaper.

  9. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: schoenix 17.12.20 - 11:25

    Warum kommt die Diskussion eigentlich immer wieder beim Auto an? Es gibt genug Einsatzszenarien für Wasserstoff, der überhaupt nichts mit Autos zu tun haben. Wie man Ammoniak aus Akkus herstellt würde ich z.b. gerne mal sehen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.12.20 11:34 durch schoenix.

  10. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Grimreaper 17.12.20 - 11:34

    schoenix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum kommt die Diskussion eigentlich immer wieder beim Auto an? Es gibt
    > genug Einsatzszenarien für Wasserstoff, der überhaupt nichts mit Autos zu
    > tun hat. Wie du Ammoniak aus Akkus herstellst würde ich z.b. gerne mal
    > sehen.

    Das kann ich dir sagen. Es ist ein psychologisches Phänomen: Wenn sich jemand, zuvor hinreichend beeinflusst, für eine bestimmte Lösung entschieden hat, z.B. zum Kauf eines Batterieautos, wird derjenige versuchen sich diese Entscheidung schönzureden und alle anderen Lösungen zu verteufeln, damit er anerkennung für seine "gute" Entscheidung bekommt. Wenn hier irgendwo das Wort "Wasserstoff" auftaucht, was auch im Zusammenhang mit so einer "anderen" als der eigenen Lösung steht, wird bei denjenigen sofort dieser Rechtfertigungs-Reflex ausgelöst.

  11. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: ChMu 17.12.20 - 11:39

    Grimreaper schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >
    > FCEVs bieteh im Gegensatz zu BEVs mittelfristig mit güstigem, grünem
    > Wasserstoff eine Pespektive 100% erneuerbare Energieversorgung im
    > Verkehrssektor herbeizuführen. Und dass ohne den schlechten sozialialen und
    > ökologischen Fußabdruck von Lithumbatterien, spezielle was deren
    > Herstlellung, relativ kurze Lebensdauer und Entsorgung/Dowwncycling
    > angeht.
    >
    Wo hast Du denn das her? Welcher oekologische Fussabdruck der Lithium Batterie? Guenstiger gruener Wasserstoff? Wie soll das gehen? Du brauchst den 3-5 fache Strom um die gleichen km zu fahren. Selbst wenn die Konzerne nichts am Wasserstoff verdienen wuerden (was nicht passieren wird, sie wollen ja das Du weiter von teuren Tankstellen abhaengig bist) ist es IMMER teurer mit Wasserstoff zu fahren. Die Entstehungskosten sind nun mal hoeher. Die Lager und Transport Kosten nochmal um einiges.
    Welche kurze Lebensdauer einer Batterie (welche auch im FCEV vorhanden ist) meinst Du? Eine Brennstoffzelle wird nie 30 Jahre erreichen und ist eh wenn abgebrannt verbraucht, das Lithium in der Batterie allerdings kann ad infinitum weiter verwendet werden da es nicht verbraucht wird. Was willst Du denn da entsorgen?
    Bei Wasserstoff hast Du keine Wahl, du bist weiter davon abhaengig das man Dir Wasserstoff verkauft, das macht es fuer PKW unbrauchbar, da nur 3 1/2 Laender Weltweit das ueberhaupt andenken bezw mit Milliarden subventionieren, zur Freude der Hersteller.
    LKW, Schiffe, deep space exploration, ja, da wird es eine Rolle spielen, allerdings kaum in seiner “gruenen” Form. Zu teuer.
    Beim BEV allerdings hast DU die Wahl wie Du das laedst. Teuer (billiger als Wasserstoff) ueber das Strom Netz, billig ueber das Strom Netz (VtG) oder mit selbst gemachtem Strom, also von billig bis free.

  12. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: BlindSeer 17.12.20 - 11:43

    Muss aber wirklich feststellen, dass einige BEV Fahrer sich inzwischen so verhalten wie die Verbrennerfahrer vor ein paar Jahren. Zum Teil sogar mit den gleichen Argumenten, nur halt jetzt nicht mehr Benziner -> BEV, sondern BEV -> H2... Frage mich woran das liegt. Ist schade, weil gerade diese Gruppe sollte wissen wie es ist mit Argumenten "Wurde uns vor X Jahren gesagt..." und "Wir haben doch eine funktionierende Technik!" zugeworfen zu werden.

  13. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Grimreaper 17.12.20 - 13:03

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grimreaper schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ----
    > >
    > > FCEVs bieteh im Gegensatz zu BEVs mittelfristig mit güstigem, grünem
    > > Wasserstoff eine Pespektive 100% erneuerbare Energieversorgung im
    > > Verkehrssektor herbeizuführen. Und dass ohne den schlechten sozialialen
    > und
    > > ökologischen Fußabdruck von Lithumbatterien, spezielle was deren
    > > Herstlellung, relativ kurze Lebensdauer und Entsorgung/Dowwncycling
    > > angeht.
    > >
    > Wo hast Du denn das her? Welcher oekologische Fussabdruck der Lithium
    Dann recherchier doch mal, wie die Bestandteile einer Lithium Batterie gewonnen und verarbeitet werden, und welche ökologisen und sozialen Faktoren dabei gegeben sind.

    > Batterie? Guenstiger gruener Wasserstoff? Wie soll das gehen? Du brauchst
    > den 3-5 fache Strom um die gleichen km zu fahren. Selbst wenn die Konzerne
    Wie gesagt: laut Fraunhofer gerade mal gut das 2-fache.

    > nichts am Wasserstoff verdienen wuerden (was nicht passieren wird, sie
    > wollen ja das Du weiter von teuren Tankstellen abhaengig bist) ist es IMMER
    > teurer mit Wasserstoff zu fahren. Die Entstehungskosten sind nun mal
    > hoeher. Die Lager und Transport Kosten nochmal um einiges.
    Das war bei Benzin früher auch so, da gab es sicher auch solche Pharisäer wie dich, die gesagt haben, das wird nie billiger werden. Wie du vielleicht mitgekriegt hast entstehen gerade große Pilotprojekte in Marokko und Australien, mit denen grüner Wasserstoff mittels Solarenergie erzeugt werden soll - mit dem Ziel den Marktpreis deutlich reduzieren. Ich sehen keine Grund warum das nicht gelingen und Schule machen sollte. Die Transportkosten fallen bei Überseetransporten kaum ins Gewicht. Und es ließe sich auch das Erdgasnetz hierzulande ertüchtigen so dass es verlustfrei einen sehr hohen Anteil Wasserstoff durchleiten kann.

    > Welche kurze Lebensdauer einer Batterie (welche auch im FCEV vorhanden ist)
    > meinst Du? Eine Brennstoffzelle wird nie 30 Jahre erreichen und ist eh wenn
    Die Fahrzeughersteller geben üblicherweise eine Garantie von ca 8 Jahren auf min 80% der Batteriekapazität. Die Ladesteuerung wird das Management der Reservekaptzität genau auf diesen Punkt optimieren, sodaß es danach mit der Batteriekapazität steil bergab geht und das Fahrzeug mangels brauchbarer Reichweite rasch zum wirtschaftlichen Totalschaden wird. Autos hielten bisher deutlich länger, mit Nachnutzung in Osteuropa und Afrika sind über 20 Jahre eher die Regel als die Ausnahme. Das meine ich mit "relativ kurze Lebensdauer".
    Eine Brennstoffzelle hat zwar auch eine begrenzte Lebensdauer, aber a) ist es da möglich die so zu bauen, dass sie deutlich länger halten und b) würde ein Austausch immer wirtschaftlich sein - im Gegensatz zu einer riesigen gleichmäßig degenerierten Lithimbatterie.

    > abgebrannt verbraucht, das Lithium in der Batterie allerdings kann ad
    > infinitum weiter verwendet werden da es nicht verbraucht wird. Was willst
    > Du denn da entsorgen?
    a) eine Litium-Batterie besteht nur volumenmäßig zu einem geringen Anteil aus Lithum - und der lässt sich auch schwer recyceln. Die Kosten sind zu hoch. Derzeit wird das deswegen auch (noch) nirgendwo gemacht. Der Rest wird weitestgehend nur down-gecycled, z.B. zu Asphalt.

    > Bei Wasserstoff hast Du keine Wahl, du bist weiter davon abhaengig das man
    > Dir Wasserstoff verkauft, das macht es fuer PKW unbrauchbar, da nur 3 1/2
    Mit dem BEV bist du von einem stabilisierten Stromnetz und dessen Betreiberfirmen und Stromproduzenten ebenso abhängig.

    > Laender Weltweit das ueberhaupt andenken bezw mit Milliarden
    > subventionieren, zur Freude der Hersteller.
    Was meinst du wo gerade die billige(ere)n BEV-Preise und der Milliardenschwere Ausbau der Lade-Infrastruktur herkommen: Jaha, von staatlichen Subventionen, ebenso die EEG-Umlage zur Vorrangeinspeisung von erneuerbaren Energien - Alles Staatliche Umlagen auf die Allgemeinheit, bzw. die Stromkunden.

    > LKW, Schiffe, deep space exploration, ja, da wird es eine Rolle spielen,
    > allerdings kaum in seiner “gruenen” Form. Zu teuer.
    > Beim BEV allerdings hast DU die Wahl wie Du das laedst. Teuer (billiger als
    > Wasserstoff) ueber das Strom Netz, billig ueber das Strom Netz (VtG) oder
    > mit selbst gemachtem Strom, also von billig bis free.

    Man merkt dass du dich da nicht wirklich auskennst. Wenn du deinen PKW aufladen willst lädst du erstmal den festen Strommix aus dem Stromnetz. Klar kannst du auch mit einer PV-Anlage selbst Strom erzeugen, was bei dir lokal den EE-Anteil etwas verbessern kann - Ansonsten darfst du halt dein Auto nicht im Winter fahren (kaum Solarstrom vorhanden) sondern nur im Sommer, allerdings nur nachts, da tagsüber das Auto ja zum Laden ans Stromnetz angeschlossen sein muss. V2G wird dir da auch nicht wirklich weiterhelfen, auch wenn man bedenkt, dass durch die zusätzlichen Ladezyklern die Batterie noch schneller altert.

  14. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: AlfredENeumann 17.12.20 - 13:12

    Tuxraxer007 schrieb:

    > Das ist klar der sinnvollste Weg, den Strom direkt in Batterien zu pumpen

    Und dann schmeißen wir diese Batterien zu Hause in den Ofen zum heizen.

  15. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: AlfredENeumann 17.12.20 - 13:13

    schoenix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum kommt die Diskussion eigentlich immer wieder beim Auto an? Es gibt
    > genug Einsatzszenarien für Wasserstoff, der überhaupt nichts mit Autos zu
    > tun haben. Wie man Ammoniak aus Akkus herstellt würde ich z.b. gerne mal
    > sehen.

    Danke. Wenigstens jemand der es kapiert hat.

  16. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: lestard 17.12.20 - 14:36

    Grimreaper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei man bedenken muss, dass etwa 60% des Ladestroms von BEVs noch fossil/nuklear sind

    Das stimmt zwar, ist aber nur eingeschränkt als Argument tauglich. Denn viele BEVs werden ja von Leuten genutzt, die ihre eigene Solaranlage auf dem Dach haben und damit ihr Auto laden wollen.
    Das geht auch wesentlich einfacher und günstiger als sich seine eigene H2-Elektrolyse-Anlage in den Keller zu bauen.

  17. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: Grimreaper 17.12.20 - 15:23

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grimreaper schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wobei man bedenken muss, dass etwa 60% des Ladestroms von BEVs noch
    > fossil/nuklear sind
    >
    > Das stimmt zwar, ist aber nur eingeschränkt als Argument tauglich. Denn
    > viele BEVs werden ja von Leuten genutzt, die ihre eigene Solaranlage auf
    > dem Dach haben und damit ihr Auto laden wollen.
    > Das geht auch wesentlich einfacher und günstiger als sich seine eigene
    > H2-Elektrolyse-Anlage in den Keller zu bauen.

    Okay, das ist zwar löblich aber es ist in der Praxis nur sehr begrenzt möglich, sein BEV mit eigenem PV-Strom zu laden. Das gelingt nur an einigermaßen sonnigen Tagen, d.h. hauptsächlich im Sommer und auch nur dann, wenn das BEV dann auch tagsüber an der Ladestation angeschlossen ist - d.h. die Verfügbarkeit damit zu fahren ist dann doch sehr eingeschränkt. Man kann das natürlich verbessern, indem man einen Pufferspeicher anschafft. Der sollte dann aber schon mindestens halb so groß wir die die Batterie des Autos sein, damit man ein BEV über die Woche möglichst abends immer wieder - mit doppelten Ladeverlusten - voll laden kann (Pendler-Standardbetrieb des Fahrzeugs). Wenn länger die Sonne nur wenig scheint (so z.B. in den Monaten November bis. Mitte April) hat man dann gar keine Chance mehr den Speicher, bzw die BEV-Batterie aufzuladen. Und solch ein Speicher wäre sehr kostspielig und wirtschaftlich nicht rentabel.
    Machbar ist alles, es ist halt eine Kostenfrage. Enthusiasten können mittlerweile auch den selbst erzeugten Solarstrom per Heimanlage in Form von Wasserstoff speichern und dann ihren gesamten Energiebedarf (für BEV, Hausstromversorgumg, Wärmepumpemheizung) selbst speichern. Solch eine Anlage, bestehend aus Elektrolyseur, Wasserstofftanks u. Brennstoffzelle, kostet dann halt mal eben 100.000 Euro. Diese Anlagen werden für Privathaushalte schon in Kleinserie gefertigt. Mit Lithiumspeichern allein kommt man da nicht weit, da die sich für saisonale Speicherung nicht eigenen.

  18. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: lestard 18.12.20 - 10:51

    Aber 100.000 Euro ist ja schon eine Preisregion, wo es für quasi alle normalen Haushalte rausfällt. Das holt man doch niemals mehr wieder rein durch gesparte Tankkosten. Mal schauen ob diese Anlagen mal in "vernünftige" Preisregionen kommen.
    Worauf ich halt hinaus will ist: Bei BEV hat man diese Option zumindest. Auch Arbeitgeber könnten sich ja z.B. Solarplatten aufs Dach setzen (wenn die Politik da nicht reingrätschen würde, anderes Thema) und dann ihren Mitarbeitern tagsüber zum Laden zur Verfügung stellen. Ist Stand Heute alles noch nicht üblich aber die Technik existiert und ist bezahlbar.
    Das Winter-Problem löst man damit auch nicht, das stimmt.
    Man kann aber auch darauf achten, dass der zugekaufte Strom aus erneuerbaren Quellen kommt.

    Ich will nicht pauschal Wasserstoff verteufeln. Ich finde nur immer das Argument mit dem "aktuellen Strommix" bei BEV nicht zielführend weil das ja in der Hand der Kunden liegt.

  19. Re: Soviel zum Thema "sauberer Wasserstoff"

    Autor: GangnamStyle 18.12.20 - 12:34

    So läuft aber der Kapitalismus nicht. Es setzt sich ein Verfahren durch, was günstiger ist - nicht was umweltfreundlicher ist. Der graue Wasserstoff ist deutlich günstiger aber immer noch wesentlich teurer als z.B. Diesel (bezogen auf Energiegehalt). Daher ist die Frage warum man den Umstieg machen sollte. Zumindest ergibt sich die Frage überhaupt nicht in der Mobilität. Hier ist schon lange klar, dass BEV durchsetzen wird. Wer hier noch auf Wasserstoff hofft, hat entweder keine Ahnung oder will nur die fossile Wirtschaft unter die Arme greifen.
    Wasserstoff wird sicher in anderen Bereichen seine Bedeutung haben.

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