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Hier ein wenig Feedback der letzten Stunden

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Hier ein wenig Feedback der letzten Stunden

Autor: abufrejoval 24.12.20 - 04:46

Ich benutze ein Ryzen 7 5800X mit 64GB (DDR4-3200 ECC, ist nicht primär zum Spielen da) und eine RTX 2080ti.

Auf dem 4k Bildschirm sind damit meist so um die 45Hz drin (ultra preset), bei 60Hz laß ich abriegeln.

Oculus DK1 und DK2 habe ich mal weggelassen, CV1 war erst mal eine Katastrophe: Ich saß regelmäßig neben dem Flieger im Asphalt.

Schließlich diesen Hinweise gefunden:
https://flightsimulator.zendesk.com/hc/en-us/articles/360018555179-How-to-install-OpenXR-

Der Flugsimulator verwendet für das VR-Rendering die OpenXR-API und die muß ggf. installiert und konfiguriert werden.

Danach ist der Flugsimulator mit dem Oculus CV1 flüssig, egal ob imt Oculus oder Steam-Modus.

Aber ich hatte gerade noch einen HP Reverb (G1) Profi Edition als Schnäppchen abgeschossen und nach vielen Jahren Fliegengitter (DK1 = wie Schwimmen ohne Schwimmbrille, DK2 = nur die größten Buchstaben kann man lesen, CV1 = wär mal Zeit für eine Brille) ist das eine Offenbarung: Jetzt kann man tatsächlich jedes Detail sehen und lesen!

Nur leider ruckelt es mit dem M$ Flugsimulator ziemlich gewaltig. Dabei werden die Kopfbewegungen sehr flüssig umgesetzt, nur die Außenwelt zuckelt teilweise sehr unangenehm. Solange man seinen Blickwinkel nicht allzu schnell ändert, geht es einigermaßen, aber wenn man sich gründlich umgucken möchte, wackelt die neue Umgebung, aber z.B. nicht das Cockpit. Das deutet für mich drauf hin, daß das Nachladen bzw. das "Erfinden der Bodenstrukturen" hinterherhängt.

Möglicherweise tut sie das auch auf dem Bildschirm, aber da merke ich das dann nicht so sehr.

Außerdem fiel auf, daß der 4k Bildschirm im Mixed Reality Modus mit dem HP weiter mit 4k Auflösung und ggf. den Ultra-Settings weiter betrieben wird. Für zwei Kanäle mit einer solchen Auflösung ist auch eine RTX 2080ti zu schwach, also habe ich den Bildschirm mal auf 'mittel' und 1920x1080 heruntergestellt: Tatsächlich ändert sich damit für VR wenig.

Laut HWInfo ist die GPU in allen Szenarien bei 100% TDP, trotz Vsync und 60Hz Grenze.

Wie flüssig das alles laufen kann, habe ich noch mit Aerofly FS 2 probiert: Das ist mit dem Reverb einfach genial, jedenfalls dann, wenn man dem Boden nicht zu nahe kommt: Da sind die prozedural interpolierten Landschaften dann doch etwas ärmlicher.

Die M$ Simulator leistet hier optisch zwar deutlich mehr, aber die fundamentale Schwäche bei der Qualität der Karten nervt dann umso mehr.

Wenn ich im bei Google Earth Pro eingebauten Simulator über meine Nachbarschaft fliege, stimmt jedes Haus bis ins Detail.

Bei M$ Sim phantasiert die AI, produziert Häuser, die kein Bebauungsplan hier zuließe, stylistisch aus einem fernen europäischen Ausland scheinen und außerdem Straßen- und Verkehrsmuster produzieren, die selbst beim Darüberfliegen schon offensichtlich schwachsinnig sind. Man kann zwar mit dem M$ Simulator in die ganze Welt fliegen, nur trift man da eben nur eine AI Phantasie an, die mit der Realität wenig zu tun hat.

Ich meine außerdem, daß die Umgebung jedes mal neu zusammenphantsiert wird, wenn man eine größere Schleife fliegt. So smart der Algorithmus da auch sein mag, hier tut sich ein neues und sehr häßliches Uncanny Valley auf.

Googles Darstellung ist zwar deutlich weniger photorealistisch, aber wahrheitsgetreuer.

Ja, mir geht es deutlich weniger um die realistische Abbildung der Fliegerei, als darum, die Welt ein wenig vom Schreibtisch zu erkunden. So ein Transatlantikflug hat vom Cockpit aus dann doch sehr wenig zu bieten.

X-Plane, FlyInside und Prepar3D v5 stehen noch auf der Liste für den internen Vergleich.

Als Lockerungsübung war jetzt erst mal Eleven: Table Tennis VR drann und trotz der sehr negativen Bewertungen die ich über die HP G1 Handcontroller gelesen habe, lief das nach etwas Eingewöhnung erstaunlich gut.

Im Vergleich mit den anderen Flugsimulatoren ist der von Microsoft auffällig langsam beim Laden und scheint auch praktisch nie mehr als ein paar Kerne zu benutzen. Wenn ich mir die CPU-Auslastungen (über HWiNFO64 auf einem extra Bildschirm) anschaue, langweilen sich alle übrigen Kerne total, sowohl beim AMD 8-Kerner, wie auch bei dem Intel 18-Kerner daneben.

Microsoft scheint öffentlich mit dem Anspruch angetreten zu sein, auch die Hardware der nächsten Jahre noch an die Grenzen zu fahren und so eine Aufrüstungsarie auszulösen.

Tatsächlich scheinen sie auch 20 Jahre nach Auftreten der Gigahertzwand mit der Parallelisierung noch keinen rechten Fortschritt gemacht zu haben.

Wo es richtig peinlich wird ist wenn man den Google Earth 3D Modus mal in Chrome auf 4k mit der iGPU von einem Notebook oder NUC ausprobiert: Ein Intel i7 NUC für ¤300, dieser zugegebenermaßen mit einer Iris Plus iGPU, liefert da eine super detallierte und realitätstreue 3D Abbildung der Nachbarschaft, die das wildeste Rotieren und verschieben praktisch ruckelfrei mit 15 Watt Energiebudget mitmacht.

Die gleiche Gegend in Microsofts letzten Simulator, kann trotz 500 Watt dGPU und 5GHz CPU da nicht mithalten.



4 mal bearbeitet, zuletzt am 24.12.20 04:58 durch abufrejoval.


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Hier ein wenig Feedback der letzten Stunden

abufrejoval | 24.12.20 - 04:46
 

Re: Hier ein wenig Feedback der letzten...

schueppi | 24.12.20 - 10:19
 

Re: Hier ein wenig Feedback der letzten...

UralterDino | 24.12.20 - 13:20
 

Ich bin begeistert und beeindruckt mit...

Berlinlowa | 27.12.20 - 12:09

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