1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Plugsurfing: Kilowattstunde bei…

Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: Abakus 29.12.20 - 18:46

    Und das dürfte für den überwiegenden Anteil der Elektroautofahrer zutreffen. Nichts gegen den Fahrspaß usw. mit diesen Fahrzeugen, es sei gegönnt, aber der Irrglaube und die Überheblichkeit, zu glauben, man tue der Welt etwas Gutes, indem man sein 2 Tonnen Fahrzeug nachts mit Grundlaststrom (primär aus Kohlekraftwerken und AKWs) lädt, geht mir auf die Nerven.
    Man kann sich dazu entsprechende Statistiken anschauen, wie der Strom im Tagesverlauf erzeugt wird, aber es dürfte auch so klar sein, dass nachts nicht die Sonne scheint und Wind abflaut.
    AKWs wären ja sogar halbwegs in Ordnung, aber die will der Durchschnittsökomensch ja auch nicht.
    Meine 3,5 Cent zu diesem Thema.

  2. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: marcometer 29.12.20 - 19:26

    "...es dürfte auch so klar sein, dass nachts nicht die Sonne scheint und Wind abflaut."
    Klar, nachts flacht der Wind ab, weil wir dann keinen Sonnenwind mehr abbekommen, oder wie? :D
    Ich stelle jetzt mal die ganz Steile These auf, dass es dem Wind relativ egal ist ob gerade Tag oder Nacht ist.
    Und somit würde ich sogar sagen, dass zumindest für dunklere Monate die These wer nachts lade würde der Welt nichts gutes tun falsch ist, denn wenn der Wind über den ganzen Tag etwa gleich stark weht, aber nachts weit weniger Strom gebraucht wird, dann sollte der Anteil des Windstroms nachts sogar höher sein als tagsüber.
    Einfaches Beispiel:
    Wind weht konstant und produziert so immer 5 Einheiten Strom
    Tagsüber gibt's noch 3 Einheiten Solar, 5 Einheiten Kohle, 5 Einheiten Atom, 2 Einheiten Gas.
    Macht zusammen tagsüber 20 Einheiten Strom, die produziert und genutzt werden, mit einem Anteil von 8/20, also 40%, erneuerbare Energie.
    Jetzt wird nachts nur die Hälfte an Strom verbraucht, also 10 Einheiten.
    Der Wind weht aber konstant weiter mit 5 Einheiten, Solar fällt weg, es braucht also noch 5 Einheiten von was anderem, nehmen wir 2 Kern, 2 Kohle, 1 Gas, macht mit den 5 vom Wind zusammen 10 Einheiten, mit einem Anteil von 5/10, also 50%, erneuerbare Energie.
    Schon hat man was für die Welt getan.

    Und genau so läuft es auch.
    Schaut man sich die Charts an sieht man, dass tagsüber gut regelbare Erzeuger wie Kohle und Gas hoch und nachts runter gefahren werden.
    https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&interval=month

  3. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: DieterMieter 29.12.20 - 21:30

    Abakus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das dürfte für den überwiegenden Anteil der Elektroautofahrer
    > zutreffen. Nichts gegen den Fahrspaß usw. mit diesen Fahrzeugen, es sei
    > gegönnt, aber der Irrglaube und die Überheblichkeit, zu glauben, man tue
    > der Welt etwas Gutes, indem man sein 2 Tonnen Fahrzeug nachts mit
    > Grundlaststrom (primär aus Kohlekraftwerken und AKWs) lädt, geht mir auf
    > die Nerven.
    > Man kann sich dazu entsprechende Statistiken anschauen, wie der Strom im
    > Tagesverlauf erzeugt wird, aber es dürfte auch so klar sein, dass nachts
    > nicht die Sonne scheint und Wind abflaut.
    > AKWs wären ja sogar halbwegs in Ordnung, aber die will der
    > Durchschnittsökomensch ja auch nicht.
    > Meine 3,5 Cent zu diesem Thema.


    Wo bitte liest du eine Überheblichkeit? Reagierst du da extra sensibel um etwas zu meckern zu haben?

  4. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: jo-1 30.12.20 - 11:03

    marcometer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "...es dürfte auch so klar sein, dass nachts nicht die Sonne scheint und
    > Wind abflaut."
    > Klar, nachts flacht der Wind ab, weil wir dann keinen Sonnenwind mehr
    > abbekommen, oder wie? :D
    > Ich stelle jetzt mal die ganz Steile These auf, dass es dem Wind relativ
    > egal ist ob gerade Tag oder Nacht ist.

    Wie entsteht Wind denn?
    ( kleiner Tipp - am Meer stehen ganz viele Windparks - wieso stehen die da? )
    (( Tag - Nacht Temperaturunterschiede ))

    > Und somit würde ich sogar sagen, dass zumindest für dunklere Monate die
    > These wer nachts lade würde der Welt nichts gutes tun falsch ist, denn wenn
    > der Wind über den ganzen Tag etwa gleich stark weht, aber nachts weit
    > weniger Strom gebraucht wird, dann sollte der Anteil des Windstroms nachts
    > sogar höher sein als tagsüber.

    Besorge Dir einfach einen Windatlas. An den Küsten weht der meiste Wind und Anlagen werden dort gebaut wo sie am wenigsten stören und am meisten liefern - an den Küsten und auf Geborgsketten

    > Einfaches Beispiel:
    > Wind weht konstant und produziert so immer 5 Einheiten Strom
    > Tagsüber gibt's noch 3 Einheiten Solar, 5 Einheiten Kohle, 5 Einheiten
    > Atom, 2 Einheiten Gas.
    > Macht zusammen tagsüber 20 Einheiten Strom, die produziert und genutzt
    > werden, mit einem Anteil von 8/20, also 40%, erneuerbare Energie.
    > Jetzt wird nachts nur die Hälfte an Strom verbraucht, also 10 Einheiten.
    > Der Wind weht aber konstant weiter mit 5 Einheiten, Solar fällt weg, es
    > braucht also noch 5 Einheiten von was anderem, nehmen wir 2 Kern, 2 Kohle,
    > 1 Gas, macht mit den 5 vom Wind zusammen 10 Einheiten, mit einem Anteil von
    > 5/10, also 50%, erneuerbare Energie.
    > Schon hat man was für die Welt getan.
    >

    Oder man verzichtet auf die private Fahrt ohne dass überhaupt ein Fahrzeug gebaut werden muss - also mit Nichtstun ein ökologisch einwandfreier Mensch - jeder Clochard tut mehr für die Umwelt als irgend ein Ottonormalbürger. Wohnung, Heizen, Kühlen und Konsumieren treiben CO2 - nicht nur die Mobilität. In meinem privaten CO2 Fußabdruck spielt Mobilität so gut wie keine Rolle

    > Und genau so läuft es auch.
    > Schaut man sich die Charts an sieht man, dass tagsüber gut regelbare
    > Erzeuger wie Kohle und Gas hoch und nachts runter gefahren werden.
    > energy-charts.info

    Logisch - der Verbrauch sinkt und die Grundlast wird runter gefahren während noch Wind weht - guck dir mal an wie viel Wind den Tag über wo weht.

  5. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: Dwalinn 30.12.20 - 11:13

    marcometer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "...es dürfte auch so klar sein, dass nachts nicht die Sonne scheint und
    > Wind abflaut."
    > Klar, nachts flacht der Wind ab, weil wir dann keinen Sonnenwind mehr
    > abbekommen, oder wie? :D
    > Ich stelle jetzt mal die ganz Steile These auf, dass es dem Wind relativ
    > egal ist ob gerade Tag oder Nacht ist.
    > Und somit würde ich sogar sagen, dass zumindest für dunklere Monate die
    > These wer nachts lade würde der Welt nichts gutes tun falsch ist, denn wenn
    > der Wind über den ganzen Tag etwa gleich stark weht, aber nachts weit
    > weniger Strom gebraucht wird, dann sollte der Anteil des Windstroms nachts
    > sogar höher sein als tagsüber.
    > Einfaches Beispiel:
    > Wind weht konstant und produziert so immer 5 Einheiten Strom
    > Tagsüber gibt's noch 3 Einheiten Solar, 5 Einheiten Kohle, 5 Einheiten
    > Atom, 2 Einheiten Gas.
    > Macht zusammen tagsüber 20 Einheiten Strom, die produziert und genutzt
    > werden, mit einem Anteil von 8/20, also 40%, erneuerbare Energie.
    > Jetzt wird nachts nur die Hälfte an Strom verbraucht, also 10 Einheiten.
    > Der Wind weht aber konstant weiter mit 5 Einheiten, Solar fällt weg, es
    > braucht also noch 5 Einheiten von was anderem, nehmen wir 2 Kern, 2 Kohle,
    > 1 Gas, macht mit den 5 vom Wind zusammen 10 Einheiten, mit einem Anteil von
    > 5/10, also 50%, erneuerbare Energie.
    > Schon hat man was für die Welt getan.
    >
    > Und genau so läuft es auch.
    > Schaut man sich die Charts an sieht man, dass tagsüber gut regelbare
    > Erzeuger wie Kohle und Gas hoch und nachts runter gefahren werden.
    > energy-charts.info

    Wind entsteht nicht weil wir sonnenwind abbekommen sondern der Boden sich erwärmt und wieder abkühlt.
    Man hätte auch einfach 5 minuten googeln können.
    Abends/Nachts flaut der Wind in Bodennähe tatsächlich ab, in höheren ebnen nimmt er aber sogar zu.... nur blöd das nachts windanlagen aufgrund von Lärmschutz oft gedrosselt werden.

  6. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: berritorre 30.12.20 - 16:13

    > Oder man verzichtet auf die private Fahrt ohne dass überhaupt ein Fahrzeug gebaut
    > werden muss - also mit Nichtstun ein ökologisch einwandfreier Mensch - jeder
    > Clochard tut mehr für die Umwelt als irgend ein Ottonormalbürger. Wohnung,
    > Heizen, Kühlen und Konsumieren treiben CO2 - nicht nur die Mobilität. In
    > meinem privaten CO2 Fußabdruck spielt Mobilität so gut wie keine Rolle

    Stimmt natürlich, wenn wir alle zurück in die Steinzeit gehen würden, dann wäre das insgesamt für den CO2 Fussabdruck am besten. Das dürfte für die meisten aber nicht in Frage kommen. Daher finde ich es durchaus legitim nach Alternativen zu suchen, die es uns ermöglichen auch weiterhin individuell mobil sein zu können, das Internet nutzen zu können, etc. Ist das ideal? Vermutlich nicht...

  7. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: MoGas 31.12.20 - 12:50

    Wir brauchen einfach mehr Kernkraftwerke. Jetzt seht es endlich ein, die Party ist vorbei. Lass und 20 KKW bauen, und wir haben das im Sack.

  8. Re: Wer primär nachts lädt, rettet die Welt kein Stück

    Autor: NaruHina 31.12.20 - 19:01

    dann lagern wir den abfall auf deine kosten sicher für 500millionen jahre in deinem keller

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn
  2. MAGNA sweets GmbH, Moorenweis
  3. consistec Engineering & Consulting GmbH, Saarbrücken
  4. EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Nauheim

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 699€ (Bestpreis)
  2. (aktuell u. a. Resident Evil 3 für 15,84€, Kingdom Come: Deliverance für 11€, This War of...
  3. 44,99€
  4. (u. a. Corsair Vengeance DIMM 32GB DDR4-2666 Kit für 169,90€, Deepcool TF 120S 120x120x25...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme