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Warum wird immer noch VRAM reserviert...

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  1. Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: Impergator 13.01.21 - 14:51

    ...bei modernen APUs wir Ryzen 4000, wenn der Speicherzugriff doch uniform ist?

  2. Re: Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: wurstdings 13.01.21 - 15:30

    So eine GPU braucht eben etwas RAM exclusiv für sich selbst um überhaupt zu funktionieren. Texturen dagegen können beliebig zwischen CPU und GPU gemapped werden.

    Wenn die GPU z.B. auf einem 4K HDR Display Inhalte anzeigen soll, benötigt sie mindestens 3840 * 2160 *12 * 3 Bit ~ 36 MB um das Bild zu zeichnen, nochmal so viel bei typischen blit-Techniken und da ist noch kein Speicher für andere Dinge (Videocodecs, Soundpuffer, ...) bei, der ebenfalls nötig ist. Wenn dann noch mehrere Monitore bedient werden sollen summiert sich das alles ganz schnell.
    Die CPU kann damit nicht viel anfangen und sollte auch besser nicht in diesen Bereichen rumpfuschen, sonst gibts Pixelsalat.

    Unabhängig davon ist es auch recht nützlich so ne low end GPU in ihrem Speicherbedarf zu beschränken und mehr garantierten Speicher für die CPU zu haben.

  3. Re: Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: ms (Golem.de) 13.01.21 - 15:39

    Die iGPU bekommt mindestens sagen wir 1 GByte geblockt - was wichtig ist für die Abfrage bei bestimmter Software.

    Marc Sauter, Sr Editor
    Golem.de

  4. Re: Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: tritratrulala 13.01.21 - 15:47

    Impergator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...bei modernen APUs wir Ryzen 4000, wenn der Speicherzugriff doch uniform
    > ist?

    Bestimmte Blöcke der GPU (z.B. Display-Engine) brauchen traditionell ein bestimmtes physikalischen Speicherlayout. Eine MMU mit Page Tables usw. virtualisiert das ja so, dass die einzelnen Speicherseiten praktisch beliebig über den physikalischen Addressraum verteilt sind. Daher braucht man (noch?) einen kleinen Block an VRAM, der auf physkalischer Addressebene kontinuierlich addressierbar ist.

    Ich denke in 1-2 Generationen wird sich das aber erledigt haben.

  5. Re: Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: Impergator 13.01.21 - 18:10

    Danke für alle Erklärungen :)

  6. Re: Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: Impergator 13.01.21 - 18:22

    Was mich auch noch interessiert, ist, was eigentlich aus der ursprünglichen Vision von HSA geworden ist. Es wurden ja noch andere Techniken vorgestellt, wie heterogenous queuing und eine Foundation gegründet, von der man gar nichts hört. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollten GPU und CPU ursprünglich als eine Einheit fungieren, wobei man sich jetzt wohl doch mit der Trennung und separatem Code begnügt. Ist das richtig? Warum hat sich das geändert?

  7. Suboptimal

    Autor: Crass Spektakel 12.02.21 - 10:22

    ms (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die iGPU bekommt mindestens sagen wir 1 GByte geblockt - was wichtig ist
    > für die Abfrage bei bestimmter Software.

    Bedauerlicherweise läßt sich das heute oft nicht mehr frei konfigurieren. In meinem Ryzen-Noteobook wurden von 8GByte RAM satte 2GByte für die IGP reserviert - und das obwohl eine Geforce 1660Ti die eigentliche Schwerarbeit übernimmt. So blieben gerademal 6GByte RAM für normale Anwendungen. Früher(tm) gab es im BIOS dafür oft eine Option, bei modernen Geräten habe ich sowas aber nie gefunden. Bestenfalls kann man die IGP ganz ausschalten, bei mir nichteinmal das... aber gut, ich hab das Gerät sowieso auf 32GByte RAM erweitert....

    Nettes Bonmot am Rande, das ist keine harte Reservierung wie das z.B. zu Zeiten der Intel-800/900/2000-Grafik der Fall war. Mit ausreichend hohen Systemrechten kann man sich durchaus die Rechte beschaffen mit der CPU direkt mit den von der GPU genutzten Speicher zu arbeiten. Früher(tm) bei älteren IGPs ging das praktisch nicht da der Speicher wirklich per Chipset vom restlichen System isoliert wurde.

    Und die Kröhnung: Mit z2ram kann man unter Linux Grafikspeicher als RAM-Disk nutzen. Und ja, das ist das Modul mit dem man ursprünglich unter Linux-m68k den Grafikspeicher eines Amigas als RAM-Disk nutzen konnte. Das unterstützt inzwischen auf x86. Darauf noch zswap und eine Swap-Partition mit 1,5GByte (die IGP läuft mit LUbuntu auch prima mit 0,2MByte freiem Speicher) und die 2GByte IGP-RAM sind gut genutzt...

  8. Re: Warum wird immer noch VRAM reserviert...

    Autor: Crass Spektakel 12.02.21 - 10:28

    Das ist so nicht ganz korrekt.

    Die strikte Trennung zwischen CPU-Memory-Map und GPU-Memory-Map hat zahlreiche historische Gründe die teilweise eigentlich obsolet sind. Aber das ist halt wie mit A20-Gate und Real-Mode: Altlasten wird man schlecht los.

    Seit der Bobcat-Architektur ist es aber tatsächlich zumindestens auf Low-Level-Ebene möglich mit CPU- und GPU-Memorymaps kreuzweise zu arbeiten. Nicht daß das aktuelle Betriebssysteme irgendwie nutzen würden aber wenn Du vom Boot-Sektor weg Dein eigenes OS aufziehst wäre das machbar.

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