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Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

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  1. Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: derLaie 17.01.21 - 15:58

    Klar ist der Test nicht zu 100% nach Plan verlaufen aber 1 Minute ist besser als gar nichts. Es handelte sich doch um einen Test und wenn man da einen Fehler findet ist das eigentlich was Gutes. Wer weiß, vielleicht hätte das eine Katastrophe bedeutet?

    Der Titel hätte also auch heißen können "NASA wendet Unglück durch Fehlerfund ab".

  2. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: HBCHM 17.01.21 - 16:14

    Natürlich ist eine Minute besser als garnichts, hier geht es aber wohl weniger um den Test an sich, sondern um die äußeren Umstände.

    Aus dem Artikel:
    "Dabei hätte der Test nach dem Willen der Nasa gar nicht stattfinden sollen. SLS sollte ohne vollständigen Testlauf der Triebwerke die Artemis-I-Mission zum Mond bringen. Erst nach Monaten gab die Nasa den Sicherheitsbedenken von Beobachtern, Experten und dem Nasa-eigenen Aerospace Safety Advisory Panel nach. Zu recht, wie sich jetzt herausstellt hat. Schon kurz nach dem Start wäre das Triebwerk verloren gegangen und hätte die Mission wohl zum Scheitern verurteilt."

    Also wenn der missglückte Test gar nicht erst geplant war, ist eine gewisse Kritik durchaus angebracht.

  3. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 17.01.21 - 17:52

    Weil alleine das Space Launch System inzwischen über 18 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Dabei baute die Arbeit auf den Entwicklungen der Ares V vom Constellation Programm auf, das von 2004 bis 2010 lief und ebenso mehrere Milliarden gekostet hat. Bei all dem wurden Triebwerke verwendet, die vom Space Shuttle übernommen wurden. Die Feststoffbooster sind verlängerte Varianten der Space Shuttle Booster, deren Einführung schon in den 1980er Jahre geplant wurde. Die zur Zeit verwendete Oberstufe der SLS wurde mit minimalen Veränderungen von der Delta IV übernommen.

    Bei so viel Zeit, so viel Kosten, so viel Aufwand und so viel längst erprobter Technik muss Kritik an einem abgebrochenen Testlauf erlaubt sein, der noch 2019 von der Nasa als im Grunde überflüssig bezeichnet wurde.

    Der Ablauf des gesamten Programms ist so negativ, wie es in der Berichterstattung wiedergegeben wird. Alles andere wäre eine falsche Darstellung.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  4. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: Hotohori 17.01.21 - 18:09

    Weil das Ziel des Tests nicht erreicht werden konnte und weil die NASA diesen Test für eigentlich völlig überflüssig hielt und erst nach viel Druck eingeknickt ist.

    Und "immer alles negativ"? Die SpaceX Artikel sind meist genau das komplette Gegenteil.

  5. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: Kleiber 17.01.21 - 18:18

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar ist der Test nicht zu 100% nach Plan verlaufen aber 1 Minute ist
    > besser als gar nichts. Es handelte sich doch um einen Test und wenn man da
    > einen Fehler findet ist das eigentlich was Gutes. Wer weiß, vielleicht
    > hätte das eine Katastrophe bedeutet?
    >
    > Der Titel hätte also auch heißen können "NASA wendet Unglück durch
    > Fehlerfund ab".

    Weil die SLS eine verspätete, viel zu teure und absolut überflüssige Wegwerf-Rakete ist.

    Boing hat es mal wieder verkackt, obwohl sie deutlich mehr Geld als die Konkurrenz bekommen. Der Hintergrund ist politisch: Die Teile der Rakete werden in verschiedenen US-Bundes Staaten gefertigt und daran hängen natürlich Arbeitsplätze. Ob die Rakete rückständig und teuer ist spielt aus dieser Perspektive also überhaupt keine Rolle, Hauptsache Arbeitsplätze werden gesichert. Da wäre eine wiederverwendbare, günstigere Rakete sogar kontraproduktiv.

  6. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: Vögelchen 17.01.21 - 19:55

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar ist der Test nicht zu 100% nach Plan verlaufen aber 1 Minute ist
    > besser als gar nichts. Es handelte sich doch um einen Test und wenn man da
    > einen Fehler findet ist das eigentlich was Gutes. Wer weiß, vielleicht
    > hätte das eine Katastrophe bedeutet?
    >
    > Der Titel hätte also auch heißen können "NASA wendet Unglück durch
    > Fehlerfund ab".

    Ist halt nicht jeder ein jubelnder Trumpf-fan, der alles beklatscht, egal wie peinlich es ist!

    Und es ist wirklich sehr peinlich, America great again machen zu wollen, indem man eine technische Leistung von vor 50 Jahren einfach nur wiederholt und dann gibt es nur Verzögerungen, Pleiten und Pannen.

  7. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: chefin 18.01.21 - 14:18

    Vögelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > derLaie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar ist der Test nicht zu 100% nach Plan verlaufen aber 1 Minute ist
    > > besser als gar nichts. Es handelte sich doch um einen Test und wenn man
    > da
    > > einen Fehler findet ist das eigentlich was Gutes. Wer weiß, vielleicht
    > > hätte das eine Katastrophe bedeutet?
    > >
    > > Der Titel hätte also auch heißen können "NASA wendet Unglück durch
    > > Fehlerfund ab".
    >
    > Ist halt nicht jeder ein jubelnder Trumpf-fan, der alles beklatscht, egal
    > wie peinlich es ist!
    >
    > Und es ist wirklich sehr peinlich, America great again machen zu wollen,
    > indem man eine technische Leistung von vor 50 Jahren einfach nur wiederholt
    > und dann gibt es nur Verzögerungen, Pleiten und Pannen.

    Nur damals hat ein Deutscher es konstruiert und ausgereift. Das klebt denen wie Kaugummi an der Sohle. Die wollen das loswerden, wollen zeigen das die USA ohne deutsche Ingenieurskunst das kann. Nur inzwischen sind wird derart international, das wir praktisch nichts bauen können ohne das ein Chinese, ein Ami, ein Deutscher und noch mindestens ein dutzend weiterer Länder irgendwie dran Anteil haben. Nur die Nasa schaut so genau hin und verwirft alles an dem irgendwie ein Deutscher oder Deutschland selbst beteiligt ist. Bis hin zu Patenten, die sie NICHT nutzen, weil sie zb vom DLR sind. Lieber etwas eigenes basteln, statt ein deutsches Patent zu lizensieren, obwohl es fast nichts kostet.

    Das ist eine Phobi, die sie aktuell nicht loswerden. Wir haben unser Lehrgeld bei der Ariane bezahlt, inzwischen wissen wir wie es geht. Und die wollen alles neu machen, nur um nicht auf Technologien zuzugreifen die Dritte entwickelt haben

  8. Re: Warum ist bei Golem immer alles so negativ?

    Autor: Kein Kostverächter 18.01.21 - 14:31

    Das ist Blödsinn. Das die Nationalität wenig mit Raketenbaufähigkeiten zu tun hat, zeigen die Inder und Chinesen - wobei letztere das Grundprinzip schließlich erfunden hatten.
    SpaceX als amerikanische Firma zeigt ja, dass Amerikaner es auch können. Der Grund, warum das SLS (spöttischerweise auch gerne mal Senate Launch System genannt) nicht läuft, ist, dass es ein von der Politik stark beeinflusstes Projekt ist. Da reden andauernd irgendwelche Senatoren rein, es wird um Produktionsstätten in den unterschiedlichen Bundesstaaten geschachert. Es werden keine Entscheidungen getroffen, die zu einem effizienten Projekt mit guter Technik führen, sondern es ist ein Profilierungsprojekt für Politiker. Einige wollen sich ein Denkmal setzen, andere wollen sich mit Sparmaßnahmen als Helden des Haushalts profilieren. Dazwischen werden die Ingenieure nur aufgerieben, jeder, der konnte ist wahrscheinlich schon zu SpaceX und Co. abgewandert.
    SLS ist eine komplette Projekt-Katastrophe. Es bleibt nur zu hoffen, dass es keine Katastrophe wird, wenn das Ding zum ersten mal Menschen befördern soll.

    Bis die Tage,

    KK

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    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
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