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33,6 Millionen Haushalte

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  1. 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: /mecki78 29.01.21 - 13:58

    33,6 Millionen Haushalte haben jetzt also veraltet Technologie (VDSL2-Vectoring wurde 2010 standardisiert, das Verfahren ist also 10 Jahre alt!) und können 100 Mbit/s buchen, während woanders 1 Gbit/s schon normal ist und man schon an der nächsten Geschwindigkeitsstufe bastelt. Das Geld, dass dabei in diese veraltete Technologie geflossen ist, hätte man genauso gut verbrennen können, denn so gut wie nichts davon macht den FTTH Ausbau jetzt wesentlich günstiger. Es hat einfach nur der Telekom geholfen noch länger Kupfer ausschlachten und noch länger Kunden veraltete Technologie für überhöhte Preise bieten zu können.

    Während also die Telekom an diesem Schrott dumm und dämlich verdient hat, dürfen jetzt die Endkunden in den kommenden Jahren finanziell dafür aufkommen, diesen ganzen Mist mit FTTH zu überbauen. Sie zahlen also doppelt und bekommen das, was sie eigentlich von Anfang an gewollt hätten mit 10 Jahren Verspätung.

    Die, die hingegen vor 10 Jahren kein Breitband hatten, die haben es meistens immer noch nicht. Denn dort wo schon ADSL2+ nicht möglich war (bzw. Datenraten von 1,5 Mbit/s geliefert hat), geschweige denn VDSL2, ist natürlich auch kein Vectoring gebaut worden, weil das dort erst recht nicht möglich ist und dort wird halt nach wie vor nichts brauchbares angeboten, wenn nicht die Gemeinde oder ein kleiner Lokalanbieter das gemacht hat, wozu der Mrd. Schwere Weltkonzern Telekom anscheinend nicht in der Lage ist. Und diese Menschen werden wohl auch in den nächsten 10 Jahren kein echtes Breitband bekommen, denn jetzt ist es ja erst mal wieder die, die man bereits mit Vectoring versorgt hat jetzt mit FTTH zu versorgen.

    Alle Experten haben dieses Vorgehen kritisiert, jedem war klar, dass das Unfug ist und nur den finanziellen Interessen der Telekom selber dient und jetzt kann jeder sehen, dass es genauso gekommen ist. Denn mindestens 80% der Hauthalte, die heute max. VDSL mit 100 Mbit/s bekommen können, hätten heute FTTH mit 1 Gbit/s zum gleichen Preis, wenn die Telekom statt auf VDSL auf FTTH gesetzt hätte, so wie alle geraten hätten. Und statt jetzt alles Haushalte in den kommenden Jahren ein zweites mal neu zu verkabeln, hätten man diese Jahre nutzen können die übrigen 20% auch mit FTTH zu versorgen, so wie die restlichen Haushalte, denn Deutschland hat mindestens 41,51 Mio Haushalte (also fast 8 Mio Haushalte mehr, als jetzt VDSL haben - 8 Mio Haushalte entspricht mehreren Metropolen zusammen).

    /Mecki

  2. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: brainDotExe 29.01.21 - 15:06

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 33,6 Millionen Haushalte haben jetzt also veraltet Technologie
    > (VDSL2-Vectoring wurde 2010 standardisiert, das Verfahren ist also 10 Jahre
    > alt!)

    GPON (FTTH) wurde 2003 standardisiert. Die FTTH Kunden sind also mit einer nochmals um 7 Jahre älteren/veralteten Technologie unterwegs.

    [/ironie]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 15:19 durch brainDotExe.

  3. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: /mecki78 29.01.21 - 15:43

    brainDotExe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GPON (FTTH) wurde 2003 standardisiert. Die FTTH Kunden sind also mit einer
    > nochmals um 7 Jahre älteren/veralteten Technologie unterwegs.

    Und Glasfaser Datennetze gab es auch schon in den 80ern. Der Unterschied ist, dass Glasfaser eine Technologie ist, die auf hunderte Jahre zukunftssicherer ausgelegt wurde und nicht eine Tweak für einen Hack für eine Verbesserung eines veralteten Standards, der auch Ende der 90er schon keine Zukunft mehr hatte.

    Außerdem heißt FTTH nicht automatisch GPON. FTTH besagt nur, dass die Daten in Form von Licht in Lichtwellenleitern (Fibre) bis nach Hause (to the Home) transportiert werden. GPON ist nur ein Verfahren mit dem man das machen kann, das kostengünstig ist und den Vorteil hat, das man nur passive Komponenten bis zum Abschlusspunkt braucht. Es gibt aber dutzende Alternativen die genauso gut funktionieren. Jede hat ihre Vor- und ihre Nachteile.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 15:48 durch /mecki78.

  4. Manche begreifen es einfach nicht

    Autor: McWiesel 29.01.21 - 15:59

    Und selbst wenn Du 5 Trilliarden Euro in die Hand nimmst, ist es komplett unrealistisch in einem Zeitraum von wenigen Jahren Glasfaser an jeden Haushalt zu bringen

    - So viele Tief-Baufirmen gibt es nicht
    - Wir sind Deutschland, hier gibt es Bauvorschriften, Ausschreibungen, Einspruchsfristen.. bla blub.. mag nerven, aber am Ende wird hier in der Regel dann vernünftiger gebaut als "anderswo", wo die Glasleitung dann um den Laternenpfahl gewickelt wird
    - Schön, wenn die Telekom Glasfaser baut, aber der Hauseigentümer dann sagt "mein Haus wird nicht angebohrt oder gar Kabel im Garten und in die Wohnungen verlegt".. selbst mit DSL384 kriegt der sein Loch noch zum Wucherpreis vermietet, weil immer irgendein armer Schlucker gerade keine andere Wohnung findet und in den sauren Apfel beißen muss. Die Zeiten sind vorbei, wo man nur mit viel Features wie FTTH gute Mieter gewinnen konnte.

    Und gerade letzteres hab ich nach mehreren Umzügen immer wieder erlebt. Und würde die Telekom nicht hier jetzt in diesem Monat endlich Vectoring ausbauen, hätte ich in 50 Jahren noch Buschtrommel-DSL.

    Also ist der Weg absolut richtig endlich mal die Gammelanschlüsse mit Vectoring auszumerzen, damit jeder möglichst schnell wenigstens 100-250MBit/s kriegt (mehr fordert auch keine marktrelevante Anwendung beim Endkunden), statt 50 Jahre mit Dorf-DSL auszukommen und so lange zu warten, bis alles mal verglast und der letzte Betonkopf-Hauseigentümer(gesellschaft) ausgestorben ist und entsprechende Modernisierungsmaßnahmen am Haus zulässt.
    Denn das ist der große Knackpunkt bei Glasfaser, hier müssten zig Leute erstmal digitale Grundbildung erhalten, dass ein schneller und stabiler Internetanschluss wichtig ist. Doch das fehlt meist bei Generation 60+ und bei Generation Tinder-RTL-Tiktok genauso. Und dann schau mal welcher Bevölkerungsteil übrig bleibt, der mit FTTH tatsächlich was anfängt und es sich wünscht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 16:02 durch McWiesel.

  5. Glasfaser ist jeweils nur für 25 Jahre Zukunftssicher

    Autor: M.P. 29.01.21 - 16:58

    Dann muss eine neue Faser gelegt werden, weil die Dämpfung der alten zu hoch geworden ist ...

  6. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: pascalts 29.01.21 - 17:01

    Wir freuen uns hier gerade bunt im Dorf, weil VDSL(2) ausgebaut wurde. Endlich 2 Videostreams in mehr als 480p, endlich 2 Leute im Homeoffice und endlich nicht mehr 10Mbit/s Maximum.

    Glauben Sie mir: Der VDSL-Ausbau hat hier den Grundstückwert an einigen Stellen verdoppelt.

    Klar hätte man FTTH legen können. Aber schon FTTC war ein bürokratischer Kampf, der noch nicht zuende ist. 3/12 Kästen sind noch auf ADSL-Basis hier im Dorf. Da geht das Schneckentempo weiter. Und in jedes verd*ammte Haus eine neue Leitung zu ziehen... Ich weiß ja nicht, ob wir da irgendwann Land gesehen hätten.

    Klar ist FTTH geil. Hätte ich auch gern. Kann ich sogar buchen, wenn ich es brauche - nur dann kommt erstmal ein Bagger und 2 bis 20 Bauarbeiter die 1 km Glasfaser ziehen. Das lohnt nicht.

    Jetzt haben wir 100Mbit/s im Download. Das hatte man vor 10 Jahren im LAN (zwar symmetrisch, aber welcher Normalbürger braucht derzeit mehr als 40Mbit/s Upload). Ich denke das reich erstmal.

  7. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: nja666 29.01.21 - 17:37

    In unseren 500 Einwohner Dorf im Norden Schleswig Holsteins haben wir seit nun zwei Jahren (wenn auch nicht flächendeckend) VDSL mit 100/40 MBit.
    Die Häuser, die kein Vectoring bekommen, haben in den nächsten Monaten einen Glasfaseranschluss, da die ja unterversorgt sind. Und dann? Dann bin ich mit meinen 100 MBit das Schlusslicht. Auf Nachfrage ob ich auch irgendwann Glasfaser bekomme, konnte man mir nicht wirklich weiterhelfen.

  8. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: brainDotExe 29.01.21 - 17:42

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Glasfaser Datennetze gab es auch schon in den 80ern. Der Unterschied
    > ist, dass Glasfaser eine Technologie ist, die auf hunderte Jahre
    > zukunftssicherer ausgelegt wurde und nicht eine Tweak für einen Hack für
    > eine Verbesserung eines veralteten Standards, der auch Ende der 90er schon
    > keine Zukunft mehr hatte.

    Du hast mit dem Alter von Vectoring argumentiert, ich habe das nur ausgeführt ;)


    > Außerdem heißt FTTH nicht automatisch GPON. FTTH besagt nur, dass die Daten
    > in Form von Licht in Lichtwellenleitern (Fibre) bis nach Hause (to the
    > Home) transportiert werden. GPON ist nur ein Verfahren mit dem man das
    > machen kann, das kostengünstig ist und den Vorteil hat, das man nur passive
    > Komponenten bis zum Abschlusspunkt braucht. Es gibt aber dutzende
    > Alternativen die genauso gut funktionieren. Jede hat ihre Vor- und ihre
    > Nachteile.
    Bei der Telekom ist FTTH, stand heute, immer GPON.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 17:43 durch brainDotExe.

  9. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: Karbid 29.01.21 - 19:04

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Unterschied ist, dass Glasfaser eine Technologie ist, die auf hunderte Jahre
    > zukunftssicherer ausgelegt wurde und nicht eine Tweak für einen Hack für
    > eine Verbesserung eines veralteten Standards, der auch Ende der 90er schon
    > keine Zukunft mehr hatte.
    Leg dir ein Glasfaser zum Knoten DE-CIX und du wirst merken, es bringt dir nix.
    Es braucht mehr als nur ein Kabel in die Erde zu legen. Und in Deutschland sind die wenigsten bereit die Tiefbauarbeiten zu bezahlen.

    Lösungen hast du keine, Klagen und naive Vorstellungen umso mehr.

  10. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: Faksimile 30.01.21 - 00:13

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 33,6 Millionen Haushalte haben jetzt also veraltet Technologie
    > (VDSL2-Vectoring wurde 2010 standardisiert, das Verfahren ist also 10 Jahre
    > alt!) und können 100 Mbit/s buchen, während woanders 1 Gbit/s schon normal
    > ist und man schon an der nächsten Geschwindigkeitsstufe bastelt. Das Geld,
    > dass dabei in diese veraltete Technologie geflossen ist, hätte man genauso
    > gut verbrennen können, denn so gut wie nichts davon macht den FTTH Ausbau
    > jetzt wesentlich günstiger. Es hat einfach nur der Telekom geholfen noch
    > länger Kupfer ausschlachten und noch länger Kunden veraltete Technologie
    > für überhöhte Preise bieten zu können.
    >
    Na ja buchen heißt eben nicht, das man es auch bekommt. Dazu mal telekomhilft.telekom.de
    mitlesen. Man staunt schon, was da so alles nicht funktioniert.

    > Während also die Telekom an diesem Schrott dumm und dämlich verdient hat,
    > dürfen jetzt die Endkunden in den kommenden Jahren finanziell dafür
    > aufkommen, diesen ganzen Mist mit FTTH zu überbauen. Sie zahlen also
    > doppelt und bekommen das, was sie eigentlich von Anfang an gewollt hätten
    > mit 10 Jahren Verspätung.
    >
    > Die, die hingegen vor 10 Jahren kein Breitband hatten, die haben es
    > meistens immer noch nicht. Denn dort wo schon ADSL2+ nicht möglich war
    > (bzw. Datenraten von 1,5 Mbit/s geliefert hat), geschweige denn VDSL2, ist
    > natürlich auch kein Vectoring gebaut worden, weil das dort erst recht nicht
    > möglich ist und dort wird halt nach wie vor nichts brauchbares angeboten,
    > wenn nicht die Gemeinde oder ein kleiner Lokalanbieter das gemacht hat,
    > wozu der Mrd. Schwere Weltkonzern Telekom anscheinend nicht in der Lage
    > ist.
    oder willens ist.

    > Und diese Menschen werden wohl auch in den nächsten 10 Jahren kein
    > echtes Breitband bekommen, denn jetzt ist es ja erst mal wieder die, die
    > man bereits mit Vectoring versorgt hat jetzt mit FTTH zu versorgen.
    >
    möglicherweise

    > Alle Experten haben dieses Vorgehen kritisiert, jedem war klar, dass das
    > Unfug ist und nur den finanziellen Interessen der Telekom selber dient und
    > jetzt kann jeder sehen, dass es genauso gekommen ist. Denn mindestens 80%
    > der Hauthalte, die heute max. VDSL mit 100 Mbit/s bekommen können, hätten
    > heute FTTH mit 1 Gbit/s zum gleichen Preis, wenn die Telekom statt auf VDSL
    > auf FTTH gesetzt hätte, so wie alle geraten hätten. Und statt jetzt alles
    > Haushalte in den kommenden Jahren ein zweites mal neu zu verkabeln, hätten
    > man diese Jahre nutzen können die übrigen 20% auch mit FTTH zu versorgen,
    > so wie die restlichen Haushalte, denn Deutschland hat mindestens 41,51 Mio
    > Haushalte (also fast 8 Mio Haushalte mehr, als jetzt VDSL haben - 8 Mio
    > Haushalte entspricht mehreren Metropolen zusammen).

  11. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: Faksimile 30.01.21 - 00:16

    Aber die Telekom ist nicht der einzige Anbieter.

  12. Re: Manche begreifen es einfach nicht

    Autor: Faksimile 30.01.21 - 00:22

    Sehr einseitig. Wenn die Telekom gewollt hätte, wäre wir in der Bundesrpublik Deutschland heute mit dem Umstieg auf ein vollständiges Glasfaser Telekommunikationsnetz fast fertig.
    Die Telekom hat das Recht Kupfer gegen Glas zu tauschen. Sie hätte es nur machen müssen. Hat ihr Rechtsvorgänger bei den Kabelnetzen in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts auch gemacht.

  13. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: Faksimile 30.01.21 - 00:23

    Und Du weißt genau, wie lange das reicht?

  14. Re: 33,6 Millionen Haushalte

    Autor: Faksimile 30.01.21 - 00:24

    Wenn man nur auf geförderten Ausbau setzt, wird das schwierig.

  15. Re: Manche begreifen es einfach nicht

    Autor: McWiesel 30.01.21 - 00:35

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehr einseitig. Wenn die Telekom gewollt hätte, wäre wir in der
    > Bundesrpublik Deutschland heute mit dem Umstieg auf ein vollständiges
    > Glasfaser Telekommunikationsnetz fast fertig.
    > Die Telekom hat das Recht Kupfer gegen Glas zu tauschen. Sie hätte es nur
    > machen müssen. Hat ihr Rechtsvorgänger bei den Kabelnetzen in den 80er
    > Jahren des letzten Jahrhunderts auch gemacht.

    Und da war das staatlich und die meisten Leute wollten das Produkt Kabelfernsehen auch... weil da kommt Fußball !!!111elf .... das zieht beim 8-80jährigen.

    Ich will den Shitstorm nicht erleben, wenn ein Privatunternehmen wie die Telekom nun ein vielleicht in der Theorie mögliches Recht sich herausnimmt und den Garten umgräbt, das Fundament vom Haus durchbricht und Kabelkanäle durch das Treppenhaus bis in die Wohnungen zieht, nur damit jeder Anschluss Glasfaseranschluss hat. Ganz davon abgesehen, wer das bezahlen soll.

    Eine kleine Gruppe an Selbstständigen, Enthusiasten und Gamern will wirklich Glasfaser. Dem Rest ist das egal, im Zweifel reicht der Mobilfunkvertrag aufm Handy als Internetzugang. Nicht vergessen, wir leben in Deutschland ... hier wird keine technologiebegeisterte und zukunftsfreudige Jugend herangezogen, sondern die werden noch genauso mit Overhead-Folien und Videokassetten auf Röhrenfernsehern gelangweilt wie wir damals vor 30 Jahren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.21 00:36 durch McWiesel.

  16. Das ist ein Märchen

    Autor: /mecki78 30.01.21 - 01:49

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann muss eine neue Faser gelegt werden, weil die Dämpfung der alten zu
    > hoch geworden ist ...

    Das ist halt leider nur ein Märchen, auf dass du reingefallen ist, weil es Glasfaserverbindungen gibt, die deutlich älter als 25 Jahre sind und die heute noch so gut arbeiten wie am Tag ihrer Fertigstellung.

    Auch würde kein Mensch Glasfaserkabel in der Tiefsee verlegen, wenn das wahr wäre. Aber um gleich mal ein Gegenbeispiel zu bringen, das CANTAT-3, ein Tiefseeglasfaserkabel zwischen Europa und Kanada, ist seit 1994 im Betrieb (d.h. es wurde in den Jahren davor schon vorlegt) und es ist heute immer noch im Betrieb, also schon 27 Jahre und das mit der gleichen Geschwindigkeit wie 1994 (2,5 Gbit/s).

    Siehe auch:

    Die Vorteile der Glasfaserkabel gegenüber den Kupferkabeln im Überblick
    [...]
    Darüber hinaus ist der Lichtwellenleiter aufgrund des Materials länger haltbar als ein Kupferkabel.

    https://www.glasfaserkabel.de/Glasfaserkabel-Vorteile-gegenueber-Kupferkabeln:_:15.html#vorteil11

    Und jeder lacht dich aus, wenn du ihm erzählst, dass ein Kupferkabel nur 25 Jahre hält. Ich wette du hast schon Daten über Kupferkabel übertragen, die deutlich älter als 25 Jahre waren.

    /Mecki

  17. Re: Manche begreifen es einfach nicht

    Autor: /mecki78 30.01.21 - 02:04

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und selbst wenn Du 5 Trilliarden Euro in die Hand nimmst, ist es komplett
    > unrealistisch in einem Zeitraum von wenigen Jahren Glasfaser an jeden
    > Haushalt zu bringen

    Und das hat wer behauptet?
    Wir sprechen hier von über einem Jahrzehnt und nicht wenigen Jahren.

    Und wer hat jemals von jedem Haushalt gesprochen? Ich habe doch sogar explizit darauf hingewiesen, das bei weiten nicht jeder Haushalt VDSL, ja viele nicht einmal brauchbares ADSL2+ haben. Ich habe von 80% der Vectoring Haushalte gesprochen, wieso glaubst du daraus jetzt auf einmal 100% aller Haushalte machen zu dürfen?

    Kannst du vielleicht mal aufhören mir Worte in den Mund zu legen, die ich nicht gesagt habe und dich beim Kommentieren auf das beschränken, dass ich auch geschrieben habe? Wäre das möglich, ja?

    Außerdem widerlegen die aktuellen Zahlen zum Glasfaserausbau bereits deine Behauptung. Hätte man mit dem, was seit einigen Jahren passiert, schon vor über 10 Jahren angefangen, wären die 80% leicht realisierbar gewesen. Und laut Telekom legen sie ja jetzt erst richtig los und zünden ja erst jetzt den eigentlichen Turbo, d.h. die jetzt bereits guten Zahlen werden in den nächsten Jahren sogar noch massiv nach oben schießen.

    Auch scheinst du historisch nicht wirklich im Bilde zu sein. Denn alle Kupferkabel durch LWL zu ersetzen war schon geplant als diese noch der Bundespost gehörten. Man hätte also schon vor 1995 damit anfangen wollen. Diese Pläne hat dann die Telekom nach der Privatisierung ganz schnell auf Eis gelegt, weil man lieber dick Kohle mit den günstig erworbenen Kupferkabeln machen wollte (die der Telekom letztlich kein Geld gekostet haben, denn das wäre unbezahlbar gewesen, sondern nur das Abtreten von Unternehmensanteilen im Form von Aktien - nur hat hier niemand Geld verloren, denn die Telekom war ja vorher nicht privat, sondern hier hat der Staat quasi bei der Privatisierung ein paar Anteile einfach einbehalten, sprich, es wurde ein bisschen weniger privatisiert und dafür waren die Kabel umsonst).

    Wäre die Telekom also nicht privatisiert worden, wäre genau das passiert, was du als unmöglich bezeichnest. Aber natürlich waren damals alle Verantwortlichen komplette Vollidioten und hatten von nichts eine Ahnung und haben sich unmögliches Zeug zusammen gesponnen. Oh Mann, hätten die doch damals bloß dich gefragt, du hättest ihnen gesagt, wie der Hase läuft.

    /Mecki

  18. Re: Manche begreifen es einfach nicht

    Autor: McWiesel 30.01.21 - 11:26

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und selbst wenn Du 5 Trilliarden Euro in die Hand nimmst, ist es
    > komplett
    > > unrealistisch in einem Zeitraum von wenigen Jahren Glasfaser an jeden
    > > Haushalt zu bringen
    >
    > Und das hat wer behauptet?
    > Wir sprechen hier von über einem Jahrzehnt und nicht wenigen Jahren.

    Deine Argumentation ist schon mal falsch. VDSL hat abgesehen von ein paar Linecards überhaupt nicht den Glasfaserausbau Geld gekostet. Man hat viel mehr schon mal den ersten und relativ einfachen Schritt gemacht die Outdoor-DSLAMS zu verglasen. Und das ist die einfachere Übung, da hier "nur" die Gemeindem im Boot sind, keine Privathaushalte. Jetzt kannst mal überlegen, wie lange es gedauert hätte alle Häuser zu verglasen, statt zunächst mal FTTC vorzubereiten. Da wären wir 2040 noch nicht durch.

    > Und wer hat jemals von jedem Haushalt gesprochen? Ich habe doch sogar
    > explizit darauf hingewiesen, das bei weiten nicht jeder Haushalt VDSL, ja
    > viele nicht einmal brauchbares ADSL2+ haben. Ich habe von 80% der Vectoring
    > Haushalte gesprochen, wieso glaubst du daraus jetzt auf einmal 100% aller
    > Haushalte machen zu dürfen?

    Du sprichst von uralter Technologie und bla und blub, dass VDSL ja alles Müll ist und Geld verbrannt wurde. Falsch, VDSL ist eine Technologie, die heute verdammt vielen Leuten brauchbares Internet bringt. Dass sie alt ist - na und? Klar wird man 2021 für Kupferkabel keine großartige Technologie mehr entwickeln, da ist spätestens mit G.Fast Schicht im Schacht.


    > Außerdem widerlegen die aktuellen Zahlen zum Glasfaserausbau bereits deine
    > Behauptung. Hätte man mit dem, was seit einigen Jahren passiert, schon vor
    > über 10 Jahren angefangen, wären die 80% leicht realisierbar gewesen.

    Und die Telekom hätte keinen einzigen Kunden mehr gehabt, da sie für mehr als 10 Jahre in den allermeisten Gebieten kein Festnetz-Produkt gehabt hätte, was BK oder Mobilfunk angreifen könnte. Mit 0 Kunden ist es bisschen blöd ein Glasfaser-Ausbau zu finanzieren.

    > Und
    > laut Telekom legen sie ja jetzt erst richtig los und zünden ja erst jetzt
    > den eigentlichen Turbo, d.h. die jetzt bereits guten Zahlen werden in den
    > nächsten Jahren sogar noch massiv nach oben schießen.

    Richtig, weil jetzt die meisten Kunden erstmal zufrieden sind, jetzt wird das gebaut, was im Jahr 2030 dann mal wirklich in der Fläche wichtig wird.

    > Auch scheinst du historisch nicht wirklich im Bilde zu sein. Denn alle
    > Kupferkabel durch LWL zu ersetzen war schon geplant als diese noch der
    > Bundespost gehörten. Man hätte also schon vor 1995 damit anfangen wollen.
    > Diese Pläne hat dann die Telekom nach der Privatisierung ganz schnell auf
    > Eis gelegt, weil man lieber dick Kohle mit den günstig erworbenen
    > Kupferkabeln machen wollte (die der Telekom letztlich kein Geld gekostet
    > haben, denn das wäre unbezahlbar gewesen, sondern nur das Abtreten von
    > Unternehmensanteilen im Form von Aktien - nur hat hier niemand Geld
    > verloren, denn die Telekom war ja vorher nicht privat, sondern hier hat der
    > Staat quasi bei der Privatisierung ein paar Anteile einfach einbehalten,
    > sprich, es wurde ein bisschen weniger privatisiert und dafür waren die
    > Kabel umsonst).

    Das Glaskabel von 1995 oder noch älter (OPAL) hat quasi das selbe Problem wie ein Kupferkabel. Auch hier hätte man wieder irgendeine Bastel-Technologie ähnlich VDSL nehmen müssen, die aus den veralteten Kabeln mit Kupferschnittstellen dazwischen noch irgendwas an Datenrate rauspresst, was aber weit entfernt von eigentlicher Glasfasergeschwindigkeit ist. Auch da wäre eine kompletter Austausch sinnvoller gewesen - wir hätten exakt die selbe Diskussion. Statt Kupferkabel hätte man halt altes Glaskabel ausgegraben und ersetzt.

    > Wäre die Telekom also nicht privatisiert worden, wäre genau das passiert,
    > was du als unmöglich bezeichnest. Aber natürlich waren damals alle
    > Verantwortlichen komplette Vollidioten und hatten von nichts eine Ahnung
    > und haben sich unmögliches Zeug zusammen gesponnen. Oh Mann, hätten die
    > doch damals bloß dich gefragt, du hättest ihnen gesagt, wie der Hase läuft.

    Ne, nicht mich gefragt, sondern eine sinnvolle Marktbetrachtung hat ausgereicht um der Telekom den Weg zu zeigen, wie man vernünftig FTTH ausbaut ohne daran bankrott zu gehen und ein Sorgenkind für den Staat zu werden (der dann das Elend als Hauptaktionär hätte bezahlen müssen).

  19. Anscheinend kein Märchen

    Autor: M.P. 30.01.21 - 15:48

    http://www.distributedsensing.net/hydrogen-darkening

    https://pubs.spe.org/en/jpt/jpt-article-detail/?art=4775

    Ist aber wohl ein Problem von Weitverkehrsfasern ... ob man nun 0,2 dB / km oder nach 25 Jahren 1 dB/km Dämpfung hat, ist nicht so ein großes Problem, wenn die Strecke nur 10 ... 20 km lang ist ...

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