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Pauschal 5 Euro Retourenkosten

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  1. Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Prypjat 01.02.21 - 14:30

    Durch das ganze Gratis Bestellen- und Retournieren ging es doch erst richtig los mit den Massenbestellungen.
    Entweder man sieht vom Gratisversand ab (das würde alle Kunden treffen) oder man nimmt für Retouren pauschal 5 Euro.
    Das wäre nur Fair und würde das Kaufverhalten vieler Kunden wieder in die richtige Richtung lenken.
    Wenn ich im Stationären Handel etwas gekauft habe, bestelle ich mir auch kein Taxi auf Kosten des Händlers, um die Ware zurückzubringen.

  2. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: John2k 01.02.21 - 14:48

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durch das ganze Gratis Bestellen- und Retournieren ging es doch erst
    > richtig los mit den Massenbestellungen.
    > Entweder man sieht vom Gratisversand ab (das würde alle Kunden treffen)
    > oder man nimmt für Retouren pauschal 5 Euro.
    > Das wäre nur Fair und würde das Kaufverhalten vieler Kunden wieder in die
    > richtige Richtung lenken.
    > Wenn ich im Stationären Handel etwas gekauft habe, bestelle ich mir auch
    > kein Taxi auf Kosten des Händlers, um die Ware zurückzubringen.

    Wozu?
    Retouren sind bereits im Preis mit einkalkuliert.
    Willst du dem Mitarbeiter in einem Bekleidungsgeschäft auch Trinkgeld geben, weil er dir sonst die Tür nicht aufsperrt?
    Nein, sein Gehalt ist im Preis mit einkalkuliert.

  3. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: mke2fs 01.02.21 - 14:55

    Das Problem beim Versandhandel ist das das Gut nicht vor Ort begutachtet werden kann (jedenfalls ist so die Argumentation, häufig kann es im Laden auch nicht in der notwendigen Tiefe ausprobiert werden, meist ist gar kein Vorführgerät da) und deshalb gibt es das Recht 14 Tage zu retounieren.
    Im übrigen sind Retouren tatsächlich erst ab einem Warenwert von 40 Euro kostenlos nach dem Gesetz.
    Alles darunter ist Sache des Händlers.

    Ich sehe keine Notwendigkeit hier staatliche Vorschriften zu machen, der Händler kann das selbst regeln.
    Notfalls kickt er halt Leute die zu oft retounieren aus dem Shop.
    Man muss hier natürlich aufpassen das Händler das nicht ausnutzen und das Widerrufsrecht durch Drohung mit Accountsperrung aushebeln.

  4. Das machen die Händler aus gutem Grund nicht

    Autor: elknipso 01.02.21 - 14:57

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durch das ganze Gratis Bestellen- und Retournieren ging es doch erst
    > richtig los mit den Massenbestellungen.
    > Entweder man sieht vom Gratisversand ab (das würde alle Kunden treffen)
    > oder man nimmt für Retouren pauschal 5 Euro.

    Das machen die Händler aus gutem Grund nicht, weil sie dann ihre Kunden los sind.

    Und solange die Größen bei Kleidung nicht verlässlich sind bestelle ich selbstverständlich auch alles in zwei Größen. Wenn man mir die Kosten auferlegen will weil die Hersteller nicht in der Lage sind verlässliche Kleidergrößen anzugeben, hatte der Händler halt Pech und ich kaufe da nichts mehr.

  5. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Prypjat 01.02.21 - 15:20

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wozu?
    > Retouren sind bereits im Preis mit einkalkuliert.

    Ach sind sie das? Wo steht das?
    Das die VErsandkosten einkalkuliert werden ist normal, aber das auch die Retourenkosten einkalkuliert werden wäre mir neu.
    Eventuell geht der Händler von 10% Retouren aus, was ihm dann mit den restlichen 90% der Verkäufe noch ein gutes Geschäft einbringt, aber wie soll man kalkulieren, wenn plötzlich 20% oder 30% zurückgeschickt werden und das nur, weil es die kostenlose Rückgabe gibt und nicht weil der Artikel scheiße ist.
    Und das ist es ja was mich so stört. Ich meine auch nicht unbedingt Bekleidung. Da ist es ja sowieso schwierig, aber es geht schon bei normalen Artikeln los.

    > Willst du dem Mitarbeiter in einem Bekleidungsgeschäft auch Trinkgeld
    > geben, weil er dir sonst die Tür nicht aufsperrt?

    Spielst Du jetzt auf das Stilllegen des Käufer Kontos an? Das war nicht von mir angesprochen worden.

    > Nein, sein Gehalt ist im Preis mit einkalkuliert.

    Merkwürdiger Vergleich

  6. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Prypjat 01.02.21 - 15:30

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem beim Versandhandel ist das das Gut nicht vor Ort begutachtet
    > werden kann (jedenfalls ist so die Argumentation, häufig kann es im Laden
    > auch nicht in der notwendigen Tiefe ausprobiert werden, meist ist gar kein
    > Vorführgerät da) und deshalb gibt es das Recht 14 Tage zu retounieren.

    Ich weiß, dass man es Online schlecht ausprobieren kann, aber man kann sich vorher informieren. Wenn das Gerät dann dennoch nicht den Ansprüchen entspricht, dann ist es eine andere Sache, aber das kommt wohl eher selten vor.

    > Im übrigen sind Retouren tatsächlich erst ab einem Warenwert von 40 Euro
    > kostenlos nach dem Gesetz.
    > Alles darunter ist Sache des Händlers.

    Nope. Das war mal eine Regelung, die Amazon den Händlern auferlegt hat.
    Kein Onlinehändler ist dazu verpflichtet ab 40 Euro einen Kostenlosen Versand zu gewährleisten.

    > Ich sehe keine Notwendigkeit hier staatliche Vorschriften zu machen, der
    > Händler kann das selbst regeln.

    Ich denke doch! Die Mehrbelastung des Straßenverkehrs und der Umwelt gehen den Staat durchaus etwas an.

    > Notfalls kickt er halt Leute die zu oft retounieren aus dem Shop.

    Ist ja auch richtig so.

    > Man muss hier natürlich aufpassen das Händler das nicht ausnutzen und das
    > Widerrufsrecht durch Drohung mit Accountsperrung aushebeln.

    Deswegen eine klare Gesetzliche Regelung. Was sollte daran falsch sein?
    Es gibt doch schon Gesetze die den Handel regulieren, um den Kunden und den Verkäufer zu schützen. So hätten wir ein Gesetz mehr, dass einerseits die Kunden vor unberechtigten Speeren schützt und das Widerrufsrecht durchsetzt, aber auch gleichzeitig ein Gesetz um die Händler vor Schmarotzerkunden zu schützen.

  7. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: John2k 01.02.21 - 15:31

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach sind sie das? Wo steht das?
    > Das die VErsandkosten einkalkuliert werden ist normal, aber das auch die
    > Retourenkosten einkalkuliert werden wäre mir neu.

    Natürlich muss der das mit einkalkulieren. Der Kunde kann schließlich innerhalb von 14 Tagen alles zurückschicken.
    Sein Ziel ist natürlich die Retouren gering zu halten, da die Querfinanzierung sonst am Geschäftsmodell nagt.
    Wenn er das nicht macht, ist er eher ein schlechter Händler, der bald pleite geht.

  8. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Lapje 01.02.21 - 15:33

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durch das ganze Gratis Bestellen- und Retournieren ging es doch erst
    > richtig los mit den Massenbestellungen.

    Ach so, ich soll also auch noch Kosten tragen, wenn das Produkt am Ende nicht das hält, was der Hersteller versprochen hat?

  9. Re: Das machen die Händler aus gutem Grund nicht

    Autor: Prypjat 01.02.21 - 15:38

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das machen die Händler aus gutem Grund nicht, weil sie dann ihre Kunden los
    > sind.

    Das haben wir Amazon zu verdanken.
    Aber wenn Amazon das einführen würde, würden zwar viele erst mal rumschreien, aber dann doch Amazon nutzen, denn der Versand bei Prime ist ja noch Gratis und es ist so schön bequem alles über einen Marktplatz abzuwickeln.
    Wenn Amazon das machen würde, könnten auch wieder die unabhängigen Shops für die Retoure Versandkosten berechnen, denn die richten sich nach den Platzhirsch.

    > Und solange die Größen bei Kleidung nicht verlässlich sind bestelle ich
    > selbstverständlich auch alles in zwei Größen. Wenn man mir die Kosten
    > auferlegen will weil die Hersteller nicht in der Lage sind verlässliche
    > Kleidergrößen anzugeben, hatte der Händler halt Pech und ich kaufe da
    > nichts mehr.

    Bei Kleidung sehe ich das ja noch ein. Da ist es ja schon im Einzelhandel eine Lotterie.
    2 Hosen der gleichen Größe genommen, aber nur eine passt.
    Aber ich glaube das stört die Händler auch nicht und wenn die Klamotten nicht total kacke sind, dann behält man ja auch einen Artikel. Aber es gibt ja auch Kunden, die sich fürs Wochenende mal neu einkleiden wollen und dann am Montag alles wieder zurücksenden.

    Wir hatten damals einen Kunden im Laden, der immer die neuesten Elektrogeräte gekauft hat und dann kurz bevor die 14 Tage Widerruf vorbei waren, hat er die Geräte zurückgegeben.
    Die Verpackung aufgerissen, die Anleitungen zerknittert und die Innenverpackung (Styropor) zerbröselt. Das ging eine ganze Weile so und dann hat der Kunde nichts mehr bei uns kaufen dürfen.
    Und das ist kein Einzelfall. Nur dieser Werte Herr hat es auf die Spitze getrieben.

  10. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Prypjat 01.02.21 - 15:39

    Schreibe ich undeutlich?

  11. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: .02 Cents 01.02.21 - 16:59

    Diese komischen Moral DIskussionen "Fair und Richtig" für die "Gemeinschaft aller Kunden" die das ja sonst "alle bezahlen müssen" ...

    Da kannst Du genauso argumentieren, dass die überwiegende Masse der Bekleidung, die heutzutage entsorgt wird, keinerlei oder höchstens minimale Mängel aufweist. Was sich ja auch daran zeigt, dass die Zahl der in Deutschland abgesetzten Bekleidungsstücke pro Person seit Jahren explodiert. Ich habe irgendwelche Statistiken gelesen, nach denen manche Oberbekleidung nach 2 maliger Nutzung entsorgt wird, wobei es nicht um Karnevals Kostüme ging.

    Da könnte man genauso sagen: Das ist böse fürs Weltklima etc pp. Ich würde davon ausgehen, dass es nicht so schwer fallen dürfte, ein Modell zu entwickeln, dass aufzeigt, dass die Trends in diesem Bereich mehr zur Verfehlung von CO2 Zielen beitragen, als der Verkehr insgesamt, der ja auch hiermit im Zusammenhang steht.

    Von daher: Von Sozial Moralistischer Position aus müsste man hier von vornherein staatlicher Kleidungsquoten fordern. Des deutschen Ultimative Gerechtigkeitsinstanz ist der Staat - der legt fest, wie viele Kleidungsstücke pro Jahr erworben werden dürfen. Diese Ansprüche vermindern sich mit jeder Retoure. Das ist die ultimativ gerechte Gesellschaft ... vielleicht legen wir auch noch sowas eine Kleiderordnung fest - die Deutschland-Uniform o.ä. Das wäre der ultimative Schritt in die Egalitäre Gesellschaft ...

  12. Re: Das machen die Händler aus gutem Grund nicht

    Autor: elknipso 01.02.21 - 17:26

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > elknipso schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das machen die Händler aus gutem Grund nicht, weil sie dann ihre Kunden
    > los
    > > sind.
    >
    > Das haben wir Amazon zu verdanken.
    > Aber wenn Amazon das einführen würde, würden zwar viele erst mal
    > rumschreien, aber dann doch Amazon nutzen, denn der Versand bei Prime ist
    > ja noch Gratis und es ist so schön bequem alles über einen Marktplatz
    > abzuwickeln.
    > Wenn Amazon das machen würde, könnten auch wieder die unabhängigen Shops
    > für die Retoure Versandkosten berechnen, denn die richten sich nach den
    > Platzhirsch.

    Kein Händler ist so dumm das zu machen. Und sollte amazon wirklich irgendwann mal größenwahnsinnig genug sein diesen Schritt zu gehen werden sie schnell Marktanteile verlieren.
    Ich habe als Käufer Nachteile beim Onlinekauf, unter anderem dadurch, dass ich die Ware vor dem Kauf nicht physikalisch prüfen kann. Warum sollte ich nun eine Strafgebühr als Käufer bezahlen wenn Artikel schlecht beschrieben sind, nicht zutreffenden Größenangaben, mangelhafte Qualität aufweisen oder sonst einer der Gründe die eine Rücksendung notwendig machen?


    > Aber es gibt
    > ja auch Kunden, die sich fürs Wochenende mal neu einkleiden wollen und dann
    > am Montag alles wieder zurücksenden.

    Solche Kunden kann man als Händler heute schon sehr effektiv aussortieren und sperren.


    > Wir hatten damals einen Kunden im Laden, der immer die neuesten
    > Elektrogeräte gekauft hat und dann kurz bevor die 14 Tage Widerruf vorbei
    > waren, hat er die Geräte zurückgegeben.
    > Die Verpackung aufgerissen, die Anleitungen zerknittert und die
    > Innenverpackung (Styropor) zerbröselt. Das ging eine ganze Weile so und
    > dann hat der Kunde nichts mehr bei uns kaufen dürfen.
    > Und das ist kein Einzelfall. Nur dieser Werte Herr hat es auf die Spitze
    > getrieben.

    Solche Kunden würde ich als Händler schon frühzeitig sperren. Man bekommt irgendwann recht schnell ein Gespür für Kunden die einem nur Arbeit machen aber nichts einbringen.

  13. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Oktavian 01.02.21 - 18:08

    > Ich weiß, dass man es Online schlecht ausprobieren kann, aber man kann sich
    > vorher informieren. Wenn das Gerät dann dennoch nicht den Ansprüchen
    > entspricht, dann ist es eine andere Sache, aber das kommt wohl eher selten
    > vor.

    Genau das müsste man dann halt aber ins Gesetz fassen. Und ein Gesetz ist an der Stelle recht digital. Entweder ich habe ein Recht auf Rückgabe (wie im Online-Handel) oder ich habe es halt nicht (wie im Präsenzhandel).

    Man muss sich auch bewusst sein, ein Großteil der Rücksendungen betrifft Klamotten, die von professionellen Fotografen an Models in Foto-Studios ins allerbeste Licht gerückt wurden.

    > > Im übrigen sind Retouren tatsächlich erst ab einem Warenwert von 40 Euro
    > > kostenlos nach dem Gesetz.
    > > Alles darunter ist Sache des Händlers.
    >
    > Nope. Das war mal eine Regelung, die Amazon den Händlern auferlegt hat.

    Das war sogar mal ganz offiziell Gesetz. Es stand so in BGB §357 und wurde 2014 geändert durch das "Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie und zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung".

    > Ich denke doch! Die Mehrbelastung des Straßenverkehrs und der Umwelt gehen
    > den Staat durchaus etwas an.

    Du möchtest also, dass der Staat eine serviceorientierte Herangehensweise verbietet? Bislang legt der Staat Mindeststandards fest (es darf zurückgeschickt werden, aber Rücksendekosten muss der Verbraucher tragen, es darf nur 14 Tage widerrufen werden, usw.). Den Vertragsparteien steht es offen, den Verbraucher besser zu stellen, so wie z.B. Amazon es tut (Rücksendungen sind kostenlos, es darf 30 Tage widerrufen werden, usw.). Du möchstes also den Händlern verbieten, besseren Service zu liefern als das, was im Gesetz steht?

    Okay, so kann man natürlich auch zementieren, dass Deutschland Servicewüste bleibt.

  14. Re: Das machen die Händler aus gutem Grund nicht

    Autor: Oktavian 01.02.21 - 18:16

    > Das haben wir Amazon zu verdanken.

    Danke Amazon. Deutsche Händler mussten leider auf die harte Tour lernen, wie Service funktioniert. Und viele lernen immer noch. Schlaua durch Aua.

    > Aber wenn Amazon das einführen würde, würden zwar viele erst mal
    > rumschreien, aber dann doch Amazon nutzen, denn der Versand bei Prime ist
    > ja noch Gratis und es ist so schön bequem alles über einen Marktplatz
    > abzuwickeln.

    Warum sollte Amazon das tun? Ich sehe hier keine Motivation. Gerade die Einfachheit und Unkompliziertheit hat Amazon zum Marktführer gemacht.

    Händlern ist es heute schon im Market möglich, für die Rücksendung Gebühren zu verlangen. Das sieht man natürlich deutlich bei der Bestellung.

    > Aber ich glaube das stört die Händler auch nicht und wenn die Klamotten
    > nicht total kacke sind, dann behält man ja auch einen Artikel.

    Kommt sehr drauf an. Manchmal geht auch alles zurück, weil doch nichts so richtig passt und bequem ist. Aber das ist wie beim Einkaufen in der Stadt, da hat man auch öfter 10 Sachen an und nimmt am Ende doch nichts mit.

    > Aber es gibt
    > ja auch Kunden, die sich fürs Wochenende mal neu einkleiden wollen und dann
    > am Montag alles wieder zurücksenden.

    Ja gibt es. Und genau die sperrt man dann halt, denn die hören mit dem Verhalten ja auch nicht auf, nur weil die Rücksendung jetzt 5 EUR kostet.

    > Wir hatten damals einen Kunden im Laden, der immer die neuesten
    > Elektrogeräte gekauft hat und dann kurz bevor die 14 Tage Widerruf vorbei
    > waren, hat er die Geräte zurückgegeben.

    Dir ist schon klar, dass man im Laden nichts zurücknehmen muss, oder? Das ist reine Kulanz oder reine Freiwilligkeit. Wer das als Landeninhaber also tut, sieht offensichtlich einen Mehrwert darin.

  15. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: Oktavian 01.02.21 - 18:26

    > > Wozu?
    > > Retouren sind bereits im Preis mit einkalkuliert.
    >
    > Ach sind sie das? Wo steht das?

    Natürlich sind sie das, ansonsten sollte der Händler lieber einen anderen Job machen. Retourenkosten sind ganz normaler Teil des Geschäfts und sind deswegen zu kalkulieren.

    Natürlich würde der Händler am liebsten die Retouren bezahlt bekommen und trotzdem diesen Posten einstreichen. Zu einem gewissen Grade kann er das auch, indem er selbst dafür Sorge trägt, die Retouren-Quote niedrig zu halten.

    > Eventuell geht der Händler von 10% Retouren aus, was ihm dann mit den
    > restlichen 90% der Verkäufe noch ein gutes Geschäft einbringt, aber wie
    > soll man kalkulieren, wenn plötzlich 20% oder 30% zurückgeschickt werden
    > und das nur, weil es die kostenlose Rückgabe gibt und nicht weil der
    > Artikel scheiße ist.

    Tja, dann hat der Händler sich verkalkuliert. Das "ver-" als Vorsilbe sagt schon aus, dass er da einen Fehler gemacht hat. Und aus Fehlern kann man lernen, dann muss er halt die Preise erhöhen. Kann er nicht? Dann muss er den Laden zusperren. Das nennt man Geschäftsrisiko. Wenn der Händer dieses Risiko nicht tragen will, sollte er nicht selbständig arbeiten.

  16. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: DreiChinesenMitDemKontrabass 01.02.21 - 22:00

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder man sieht vom Gratisversand ab (das würde alle Kunden treffen)
    > oder man nimmt für Retouren pauschal 5 Euro.
    ...doofe Idee. Da kann der Händler dir jeden Mist schicken und du musst ihn behalten oder für Geld zurück schicken.

    Über 90% meiner Retouren sind darin begründet, dass ich kaputte, bereits gebrauchte oder schon geöffnete Produkte erhalte die als 'neu' deklariert wurden.
    Fast in jedem zweiten Amazonpäkchen habe ich so etwas.
    Ich hatte schon Dinge voller Schlamm, Lebensmittelpackungen, die schon geöffnet wurden, Hardware mit zerstörten Siegel usw.

    Die sollen lieber mal regeln das man bei 'neu' keine Retouren bekommt. Solche können sie meinetwegen als 'neuwertig' oder 'gebraucht' verkaufen.

  17. Re: Das machen die Händler aus gutem Grund nicht

    Autor: treysis 01.02.21 - 23:45

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hatte der Händler halt Pech und ich kaufe da
    > nichts mehr.

    Bloß wenn du dann auf einmal auch bei Amazon, eBay, reichelt, etc. gesperrt wärst, dann wäre das vielleicht doch eine Einschränkung für dich, die du gar nicht mehr so toll fändest...

  18. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: crazypsycho 02.02.21 - 00:25

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durch das ganze Gratis Bestellen- und Retournieren ging es doch erst
    > richtig los mit den Massenbestellungen.
    > Entweder man sieht vom Gratisversand ab (das würde alle Kunden treffen)
    > oder man nimmt für Retouren pauschal 5 Euro.
    > Das wäre nur Fair und würde das Kaufverhalten vieler Kunden wieder in die
    > richtige Richtung lenken.
    > Wenn ich im Stationären Handel etwas gekauft habe, bestelle ich mir auch
    > kein Taxi auf Kosten des Händlers, um die Ware zurückzubringen.

    Der Händler ist jetzt schon nicht verpflichtet die Versandkosten zu übernehmen. Dadurch entstünden dem Käufer meist schon Kosten über 5¤.

    Und gerade Klamottenhändler leben davon, dass der Kunde kostenlos zurücksenden kann. Würde das gesetzlich verpflichtet 5¤ kosten, hätten die alle ein gewaltiges Problem.

  19. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: msa1989 02.02.21 - 01:33

    Ich finde ja die Lösung von bestsecret sehr gut. Da gibt es eine Retourenquote.
    Wenn die unter x% liegt (Kaufwert vs zurückgesendeter Wert) zahlt man keine Versandkosten, ansonsten zahlt man 5,90 ¤.
    Für jemanden wie mich der sehr selten Kleidung online bestellt und dabei eigentlich nie was zurückschickt (Quote 2% weil einmal Schuhe nicht gepasst haben) der wird trotzdem belohnt indem er keinen Versand zahlt (zusätzlich hab es schon zwei Mal Gutscheine - direkt persönlich über 10-15% weil ich ein treuer und zufriedener Kunde bin).
    Retouren sind dort gesetzlich geregelt (d.h. in der Regel kostenfrei weil über 40¤).
    Zusätzlich spornt es den Kunden an, darüber nachzudenken ob man wirklich alles mögliche bestellt nur zum probieren.

    Ich kaufe online fast nur Marken die ich bereits habe, so kann ich sicher sein dass die Größe passt. Ich habe auch von unterschiedlichen Marken 3 verschiedene Größen die alle passen. Ne neue Marke ausprobieren ist da schon ein wenig ein Glücksspiel. Deswegen bleibe ich beim bewährten wenn ich online kaufe

  20. Re: Pauschal 5 Euro Retourenkosten

    Autor: bazoom 02.02.21 - 09:49

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prypjat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Durch das ganze Gratis Bestellen- und Retournieren ging es doch erst
    > > richtig los mit den Massenbestellungen.
    > > Entweder man sieht vom Gratisversand ab (das würde alle Kunden treffen)
    > > oder man nimmt für Retouren pauschal 5 Euro.
    > > Das wäre nur Fair und würde das Kaufverhalten vieler Kunden wieder in
    > die
    > > richtige Richtung lenken.
    > > Wenn ich im Stationären Handel etwas gekauft habe, bestelle ich mir auch
    > > kein Taxi auf Kosten des Händlers, um die Ware zurückzubringen.
    >
    > Wozu?
    > Retouren sind bereits im Preis mit einkalkuliert.

    Dann ist es doch offensichtlich wozu?
    Die Preise werden dann billiger, da died Retoure nicht eingepreist ist, und die Leute die Retounieren wollen bezahlen dass dann eben (vom gesparten Geld).

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