1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Retouren im Online-Handel…

Begründung einfordern

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Begründung einfordern

    Autor: /mecki78 01.02.21 - 16:24

    Ich hätte als Gesetzgeber gesagt, jeder darf zurück senden, aber er muss die Rücksendung begründen, womit auch immer, doch die Begründung muss plausibel sein.

    Natürlich scheint das erst mal gar nichts zu ändern, weil kann ja jeder einen Grund erfinden, aber schon rein psychologisch wird das etwas bewirken, weil der Kunde, der dieses Recht missbraucht, eben keine echte Begründung vorweisen kann. Er muss hier also lügen, worin aber nicht alle Menschen gut sind und was eine gewisse Hemmschwelle darstellt. Der ehrliche Kunde hingegen hat dadurch keinen Nachteil, weil er hat ja eine echte Begründung, er schickt ja nicht grundlos zurück.

    Außerdem bringt sich der Kunde in Erklärungsnot, wenn seine Begründung nicht schlüssig ist. Wer einen USB Hub zurück schickt, mit der Begründung "der hat nur 4 Ports", obwohl in der Artikelbeschreibung steht "4 Port USB Hub" und 6 der 8 Produktbilder deutlich zeigen, dass er genau 4 Ports hat, der hat keine plausibel Begründung geliefert. Er hat ein Produkt bekommen, das genauso war, wie ihm versprochen wurde. Er wusste ganz genau was er bekommt und er hat es trotzdem bestellt. Und eine zweite Begründung nachschieben ist nicht. In so einem Fall müsste er IMHO die Ware auch abnehmen und sämtlich Versandkosten alleine tragen..

    Auch hat der Verkäufer etwas davon. Wenn die Begründung schlüssig ist, weil der Kunde etwas bemängelt, das so weder dem Beschreibungstext zu entnehmen, noch auf den Produktbildern ersichtlich war, dann sollte er das vielleicht ganz schnell ändern, weil sonst werden noch ganz viele Kunden deswegen das Produkt zurück senden. Er kann somit seine "Auslage" verbessern und hat dann auch mit weniger Retouren zu kämpfen, während die Kunden eine besseres Einkaufserlebnis bekommen, denn wer die Ware wirklich haben wollte, der ärgert sich, wenn er am Ende enttäuscht wird und sie zurück senden muss. Ganz davon abgesehen, dass das ja auch mit Aufwand verbunden ist.

    Eine einfache Begründung zu fordern (hier würde ein einziger Satz reichen, was dem Kunden nicht passt an dem Produkt; er muss keine 3 Seiten Rezession schreiben), hätte allen Seiten geholfen (weniger Retouren, besseres Angebot, weniger Frust auf beiden Seiten) und trotzdem Missbrauch zum Teil eingedämmt und gegenüber heute zumindest erschwert. Ganz vermeiden wird man Missbrauch nie können, damit muss man sich einfach abfinden.

    /Mecki

  2. Re: Begründung einfordern

    Autor: .02 Cents 01.02.21 - 16:40

    Ich bin mir nicht sicher, was das bringen soll. Was Du da forderst, klingt nach einem aufgeweichten Sachmangel durch die Hintertür. Für wen soll das die Sachlage verbessern? Die rechtliche Situation jedenfalls wird für niemanden besser, wenn man eine klare Regelung (ohne Angaben von Gründen) durch irgendwas schwammiges (Begründung, die irgendwie Produktbezogen doch auch bissl plausibel sein soll).

    Dass das für irgendwen einen Vorteil bringt, unterstellt auch wenigstens gutwillige Handelnde. "Die Farbe sieht mit meiner Wohnzimmerbeleuchtung anders aus, als auf der Webseite". Das wäre sicher etwas, was man zu jeder Retoure schreiben könnte, egal welches Produkt.

  3. Re: Begründung einfordern

    Autor: Oktavian 01.02.21 - 16:41

    > Ich hätte als Gesetzgeber gesagt, jeder darf zurück senden, aber er muss
    > die Rücksendung begründen, womit auch immer, doch die Begründung muss
    > plausibel sein.

    Wer entscheidet denn, ob die Begründung plausibel ist? Das sieht man doch hier im Forum immer schön, was für den einen ein plausibles Argument ist, ist für den anderen der größte Humbug. Ich freue mich schon auf Gerichtsprozesse, Gutachter, Abmahnwesen, Anwälte, Verbraucherzentralen, Selbsthilfeforen.

    > Natürlich scheint das erst mal gar nichts zu ändern, weil kann ja jeder
    > einen Grund erfinden, aber schon rein psychologisch wird das etwas
    > bewirken, weil der Kunde, der dieses Recht missbraucht, eben keine echte
    > Begründung vorweisen kann. Er muss hier also lügen, worin aber nicht alle
    > Menschen gut sind und was eine gewisse Hemmschwelle darstellt. Der ehrliche
    > Kunde hingegen hat dadurch keinen Nachteil, weil er hat ja eine echte
    > Begründung, er schickt ja nicht grundlos zurück.

    Ich behaupte jetzt einfach mal, die "Rücksender" zerfallen in drei Lager.

    1. Die "Auswähler": Gerade bei Kleidung beliebt und auch notwendig, man hat in verschiedenen Größen bestellt, und guckt, was einem steht, was gefällt, was passt und was zurück geht. Die plausible Begründung ist hier also "gefällt mir nicht", "passt nicht" und "steht mir nicht". Diese Gruppe dürfte die bei weitem größte sein.

    2. Die "Missbraucher": Da braucht man halt ein Party-Kleid für einen bestimmten Anlass oder einen Beamer für den Filmabend, und am nächsten Tag geht alles zurück. Hierzu gehört eine gewisse kriminelle Energie, und da ist man sich dann auch für eine kleine Lüge nicht zu schade.

    3. Die "Fehlbesteller": Ist mir auch schon passiert, man hat nicht ordentlich gelesen, sich vermessen, einfach das falsche in den Warenkorb gelegt. Begründung ist hier halt "wollte ich nicht". Das ist wahrscheinlich die kleinste Gruppe.

    Man kann sagen, mit 1 muss der Online-Handel leben, 2 wird er nicht ganz verhindert können, aber die Leute kann man vor die Türe setzen, und mit 3 muss man auch leben, wenn man mit den großen, serviceorientierten Anbietern konkurrieren will.

    > Außerdem bringt sich der Kunde in Erklärungsnot, wenn seine Begründung
    > nicht schlüssig ist. Wer einen USB Hub zurück schickt, mit der Begründung
    > "der hat nur 4 Ports", obwohl in der Artikelbeschreibung steht "4 Port USB
    > Hub" und 6 der 8 Produktbilder deutlich zeigen, dass er genau 4 Ports hat,
    > der hat keine plausibel Begründung geliefert.

    Und wenn er schreibt "der hat nur 4, ich brauch aber 6, das konnte man im Angebotstext nicht richtig lesen"? Oder "der funktioniert bei mir nicht richtig"? Kommt dann der Gutachter vorbei?

    > Er hat ein Produkt bekommen,
    > das genauso war, wie ihm versprochen wurde. Er wusste ganz genau was er
    > bekommt und er hat es trotzdem bestellt. Und eine zweite Begründung
    > nachschieben ist nicht. In so einem Fall müsste er IMHO die Ware auch
    > abnehmen und sämtlich Versandkosten alleine tragen..

    Tja, und dann kommen die Bösen von Amazon und sagen einfach "ist uns egal, bei uns kannst Du es trotzdem zurückgeben, wir nennen das Service". Jedem Anbieter steht es frei, über das gesetzliche Mindestmaß hinauszugehen.

    > Auch hat der Verkäufer etwas davon. Wenn die Begründung schlüssig ist, weil
    > der Kunde etwas bemängelt, das so weder dem Beschreibungstext zu entnehmen,
    > noch auf den Produktbildern ersichtlich war, dann sollte er das vielleicht
    > ganz schnell ändern, weil sonst werden noch ganz viele Kunden deswegen das
    > Produkt zurück senden.

    Im Einzelfall mag das funktionieren. Im Normalfall wird es sehr schnell Textsammlungen im Internet geben, welche Begründungen schlüssig, nicht angreifbar und nicht nachweisbar sind.

    Das ist so ein wenig wir früher, wenn man zum Bund musste und lieber Zivi machen wollte. Das müsste man mit seinem Gewissen begründen, die meisten haben aber einfach einen Formulierungsvorschlag ein wenig angepasst. Da standen einfach die richtigen Stichwörter drin, so dass man nicht zur Nachprüfung musste.

  4. Re: Begründung einfordern

    Autor: /mecki78 01.02.21 - 23:04

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir nicht sicher, was das bringen soll. Was Du da forderst, klingt
    > nach einem aufgeweichten Sachmangel durch die Hintertür.

    Ein Sachmangel liegt vor, wenn ein Produkt nicht das bietet, was dir zugesichert wurde oder es nicht so funktioniert, wie man von dem Produkt erwarten darf. Ich habe irgendwo voraus gesetzt, dass so ein Mangel vorliegen muss.

    "Mir gefällt das Muster nicht" ist z.B. kein Sachmangel, sondern eine Geschmacksfrage, aber es wäre auch eine Begrüdnung. Nur kann sich dann der Verkäufer fragen, warum hat der Kunde das erst nach der Lieferung bemerkt? Warum nicht schon auf der Webseite? Ist das Muster überhaupt vernünftig dort zu erkennen? Sind die Farben dort vielleicht verfälscht, weil die Bilder in einem schlechtem Licht gemacht wurden? Seht überhaupt in der Beschreibung etwas von einem Muster? Waren da mehrere zu Auswahl und hat er aus versehen das falsche Muster bestellt? Funktioniert denn das Auswahlverfahren korrekt? War vor Abschluss der Bestellung deutlich ersichtlich welches Muster er gewählt hatte? und und un

    > Für wen soll das
    > die Sachlage verbessern?

    Hatte ich doch geschrieben. Hast du meinen Post überhaupt gelesen? Für den Verkäufer, weil er erfährt was mit einem Produkt nicht stimmt und darauf reagieren kann (es besser, genauer beschreiben kann, auf ein Problem deutlich hinweisen kann oder es aus dem Sortiment nehmen kann) und für den Kunden, der dadurch bessere Produktbeschreibungen und ein besseres Sortiment vorfindet und daher weniger oft enttäuscht wird. Bitte meinen Post in Zukunft auch lesen oder sich einfach die Antwort sparen.

    /Mecki

  5. Re: Begründung einfordern

    Autor: /mecki78 01.02.21 - 23:58

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer entscheidet denn, ob die Begründung plausibel ist?

    Im Zweifel die, die bei allen Streitfragen entscheiden?
    Warum werden denn diverse Gerichtsurteile im Artikel genannt?

    > Ich freue mich schon auf
    > Gerichtsprozesse, Gutachter, Abmahnwesen, Anwälte, Verbraucherzentralen,
    > Selbsthilfeforen.

    Wenn ein Kunde eine Begründung nennt, die ganz offensichtlich an den Haaren herbei gezogen ist, kann er so viele Gutachter und Anwälte herbei bringen wie er will, das Gericht wird gegen ihn entscheiden und er darf alles zahlen, auch alle Kosten des Verkäufers dabei. Das macht so ein Kunde genau einmal in seinem Leben und dann nie wieder. Und auch nur dann, wenn er nicht besonders helle ist, weil Menschen mit Grips stürzen sich nicht in Kämpfe, die sie nicht gewinnen können.

    Und wenn sie es nicht ist, dann ist da vielleicht etwas dran und dann wird der Händler sie auch akzeptieren, kann aber für dediei Zukunft etwas daraus lernen, entsprechend reagieren und derartiges somit künftig vermeiden.

    > 1. Die "Auswähler": Gerade bei Kleidung beliebt und auch notwendig, man hat
    > in verschiedenen Größen bestellt, und guckt, was einem steht, was gefällt,
    > was passt und was zurück geht.

    Wenn es nur darum geht, dann weiß der Händler, er muss bessere Größenangaben liefern. Zur Zeit der Kataloge gab es auch solche , wo man immer diverse Größen bestellen musste, weil man nie wissen konnte was passt, weil die gleiche Größe war einmal zu klein, einmal zu groß und einmal passend. Es gab aber auch kleine Anbieter, die einen genau erklärt haben, wie man was messen muss, um wirklich die passende Größe zu finden und deren Sortiment sich auch wirklich so gut war, so viele Größen angeboten und sich vor allem wirklich an die Größenangaben gehalten hat, so dass man immer was passendes bekommen hat, wenn man nach Maß bestellt hat. Dann saß es vielleicht nicht gut, ja, kommt vor, aber es geht hier nicht darum auf Null Retouren zu kommen, sondern einfach nur darum viele unnötigen Retouren zu vermeiden.

    Und wenn die meisten als Begründung sagen "steht mir nicht", dann kann sich der Händler auch fragen, wie könnte man das verbessern? Wie wäre es z.B. eine virtuelle Ankleide zu bieten. So etwas gibt es schließlich schon und trotzdem haben das die meisten Anbieter bis heute nicht. Auch hier wird am Ende manches Retour gehen, aber eben weniger als wenn man so etwas nicht bietet.

    > 2. Die "Missbraucher": Da braucht man halt ein Party-Kleid für einen
    > bestimmten Anlass oder einen Beamer für den Filmabend, und am nächsten Tag
    > geht alles zurück.

    Und was sagen die dann? Steht mir nicht? Passt mir nicht? Und wie soll das eine sinnvolle Begründung sein, wenn der Händler nachweisen kann, dass das Kleidungsstück 8 Stunden am Stück getragen wurde oder in der Waschmaschine war? Wie passt dann diese Aussage zu den Fakten? Kann der Händler aber nicht wissen? Umm... dazu sage ich jetzt lieber mal nichts, weil ich will weder mich noch irgendwen sonst in rechtlich Schwierigkeiten bringen.

    > 3. Die "Fehlbesteller": Ist mir auch schon passiert, man hat nicht
    > ordentlich gelesen, sich vermessen, einfach das falsche in den Warenkorb
    > gelegt.

    Dann kann aber der Händler sich überlegen, was er tun kann, dass derartige Fehlbestellungen abnehmen. z.B. noch einmal genauer darauf hinweisen, was du gerade bestellst, noch einmal genauer darauf hinweisen, wie man hätte messen müssen. Vielleicht wäre die Fehlbestellungen durch ein paar Verbesserungen vermeidbar gewesen.

    Der springende Punkt ist aber der: Ohne Angabe von Gründen, kann der Händler gar nichts tun, weil er ja gar nicht weiß, was das Problem war. Wie verbesserst du ein Problem, dass du nicht kennst? Nur darauf zielte mein Post ab.

    Auch finde ich bei dir interessant, dass die Menschen bei dir ausschließlich Kleider online bestellen. Das sind die unproblematischsten Retouren, denn die werden selten vernichtet und können noch am ehesten weiterverkauft werden.

    > Und wenn er schreibt "der hat nur 4, ich brauch aber 6, das konnte man im
    > Angebotstext nicht richtig lesen"?

    Na dann hat er doch ein plausibles Argument, wenn das stimmt und der Händler weiß "Oha, ich muss dringend den Angebotstext überarbeite". Win-Win würde ich da mal sagen.

    Achso, du meinst, wenn das gar nicht stimmt? Dann weigert sich der Händler den Kunden das Geld zu erstatten, weil er keine plausible Begründung geliefert hat, wie im Gesetz gefordert (also wenn es so ein Gesetz gäbe) und bietet dem Kunden an, er schickt ihn zurück, wenn er die Versandkosten trägt, ansonsten darf er ihn kostenlos vor Ort abholen kommen, ist ja schließlich seiner. Passt dem Kunden nicht? Na dann darf er gerne klagen. Wie gesagt, nur ein Narr stürzt sich in einen aussichtslosen Kampf, denn der Händler kann beweisen, dass das überdeutlich dort im Text stand und das Gericht wird ihm Recht geben (er muss da nicht mal erscheinen, sein Top Anwalt vertritt ihn und den muss der Kläger dann zahlen, nachdem er verloren hat). Wenn der Händler sich seiner Sache sicher ist und auch sicher sein kann, dann hat er nichts zu verlieren. Außer einen missbräuchlichen Kunden, aber auf dem ist ge...

    > Oder "der funktioniert bei mir nicht richtig"?

    Dann ist das ein Sachmangel. Anderes Gesetz, andere Rechtslage. Dann hat der Käufer ein Recht auf Nachbesserung oder eine Ersatzlieferung (welches von beiden darf der Verkäufer entscheiden). Der Verkäufer kann den Kunden zwar auch eine Wandlung anbieten (Rückabwicklung des Kaufvertrages), aber das ist freiwillig. Ein Anrecht auf eine Wandlung hat der Kunde erst wenn mehrere Nachbesserungen gescheitert sind. Näheres dazu findest du im BGB und diese Regelung galt bereits vor dem Fernabsatzgesetz.

    > Tja, und dann kommen die Bösen von Amazon und sagen einfach "ist uns egal,
    > bei uns kannst Du es trotzdem zurückgeben, wir nennen das Service".

    Und wo ist jetzt hier dein Argument? Wenn Amazon meint, es ist gut für ihr Geschäft, wenn dann alle schwarzen Schafe zu ihnen wandern und ihre Retourquoten 10x so hoch wie im restlichen Handel sind, bitte sehr. Nochmal: Die anderen Händler haben nichts von diesen Kunden, die kosten sie nur Geld, die weinen denen nicht nach, wenn die zu Amazon abwandern und die verlieren dabei auch keinen Absatz. Im Gegenteil, sie müssen weniger Ware entsorgen und sparen Geld im Einkauf.

    /Mecki

  6. Re: Begründung einfordern

    Autor: Affenmann 02.02.21 - 00:03

    Also, wenn der Verkäufer einfach jedes mal sagt, ist nicht plausibel, dann ist die Verhandlung vorbei?
    Was‘n das für ne Schwachsinnige Idee, bei aller Liebe?
    Seit wann müssen die Unternehmern vor den Kunden geschützt werden? Die nehmen sich schon soviel sie können, mach dir da mal keine Sorgen.
    Wir können froh sein, dass die EU uns dieses Geschenk gemacht hat. Endlich keine Diskussionen mehr mit griesgrämigen Ladenbesitzern, nachdem sie Blei als Silber verkauft haben.

    Gott bin ich froh.

  7. Re: Begründung einfordern

    Autor: Oktavian 02.02.21 - 06:44

    > Wenn ein Kunde eine Begründung nennt, die ganz offensichtlich an den Haaren
    > herbei gezogen ist, kann er so viele Gutachter und Anwälte herbei bringen
    > wie er will, das Gericht wird gegen ihn entscheiden und er darf alles
    > zahlen, auch alle Kosten des Verkäufers dabei.

    Siehst Du, und der Elefant im Raum heißt "Was macht Amazon?". Wenn Amazon auch weiterhin über den gesetzlichen Mindesstandard hinausgeht und keine "Begründung" verlangt oder die Begründung nicht prüft (und das auch ganz offen so sagt), dann kann sich kein seriöser Händler leisten, seinen Kunden diesem Prozessrisiko auszusetzen.

    Das schöne für mich als Kunde ist ja, ich kann mir den Laden aussuche, wo ich bestelle. Und bei Amazon sieht man schön, der Kunde kauft nicht unbedingt beim billigsten. Ich bekomme fast jeden Artikel irgendwo günstiger, und trotzdem kauft die Mehrheit immer wieder bei Amazon. Der Service stimmt. Und dazu gehört eben auch, ich kann ohne wenn und aber und ohne Rücksendekosten den Artikel 30 Tage zurückgeben.

    Schon heute könnten Händler dem Kunden die Rücksendekosten auferlegen. Die wenigsten tun es. Und warum nicht? Weil Amazon es nicht tut.

  8. Re: Begründung einfordern

    Autor: bazoom 02.02.21 - 09:36

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .02 Cents schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin mir nicht sicher, was das bringen soll. Was Du da forderst,
    > klingt
    > > nach einem aufgeweichten Sachmangel durch die Hintertür.
    >
    > Ein Sachmangel liegt vor, wenn ein Produkt nicht das bietet, was dir
    > zugesichert wurde oder es nicht so funktioniert, wie man von dem Produkt
    > erwarten darf. Ich habe irgendwo voraus gesetzt, dass so ein Mangel
    > vorliegen muss.
    >
    > "Mir gefällt das Muster nicht" ist z.B. kein Sachmangel, sondern eine
    > Geschmacksfrage, aber es wäre auch eine Begrüdnung. Nur kann sich dann der
    > Verkäufer fragen, warum hat der Kunde das erst nach der Lieferung bemerkt?
    > Warum nicht schon auf der Webseite? Ist das Muster überhaupt vernünftig
    > dort zu erkennen? Sind die Farben dort vielleicht verfälscht, weil die
    > Bilder in einem schlechtem Licht gemacht wurden? Seht überhaupt in der
    > Beschreibung etwas von einem Muster? Waren da mehrere zu Auswahl und hat er
    > aus versehen das falsche Muster bestellt? Funktioniert denn das
    > Auswahlverfahren korrekt? War vor Abschluss der Bestellung deutlich
    > ersichtlich welches Muster er gewählt hatte? und und un
    >

    Wenn der Händler sich bei jeder Retoure diese gedanken machen muss - wann kann er dann seine eigentliche Arbeit erledigen? ^^
    Zuman viele Kunden trotzdem einfach nur irgendwan reinschreiben werden. Oder meinst du, der Typ, der sich für 13 Tage einen Fernseher ausleiht um ihn dann zurückzuschicken, lässt sich dadurch davon abhalten? Ich denke nicht...

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT Security Analyst (m/w/d)
    LEONI, Nürnberg
  2. Senior-Softwareentwickler (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Fürth
  3. Backend-Entwickler (m|w|d)
    ECC European Clearingcenter GmbH & Co. KG, Bergkamen
  4. Koordinator Infrastruktur / Technisches Plattformmanagement (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg (Home-Office möglich)

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (wechselnde Angebote)
  2. (u. a. Age of Empires IV - Anniversary Edition -45%, For Honor - Complete Edition -77%)
  3. (u. a. Super Mario Odyssey, Metroid Dread, The Witcher 3) im Nintendo eShop
  4. (u. a. Lego Star Wars: Die Skywalker Saga, The Quarry, Sonic Frontiers)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Wasserfall: Wie agiles Arbeiten richtig den Bach runtergeht
Wasserfall
Wie agiles Arbeiten richtig den Bach runtergeht

Als agil getarnte Wasserfallprojekte sind eine Farce und nerven gewaltig. Das muss aber nicht sein: Richtig gemacht, kommt man agil den Wasserfall wendiger hinab.
Von Marvin Engel

  1. Gegen Agile Unlust Macht es wie Bruce Lee
  2. Agilität Agiles Arbeiten braucht einen neuen Führungsstil
  3. Agiles Arbeiten Wenn nicht mal der Papierflieger abhebt

Hardware auf dem Schreibtisch: Der Tastaturen-Leitfaden
Hardware auf dem Schreibtisch
Der Tastaturen-Leitfaden

Was für Tastaturen, welche Größen und welche Layouts gibt es? Und was ist eine 40-Prozent-Tastatur? Wir geben Antworten auf Tastaturfragen.
Von Oliver Nickel

  1. Azio Cascade Slim Flache, kompakte Tastatur hat austauschbare Switches

Dokumentation Gute Nacht, Oppy: Kleiner Rover, große Gefühle
Dokumentation Gute Nacht, Oppy
Kleiner Rover, große Gefühle

Eine Dokumentation mit grandiosen Effekten erzählt die erstaunlich vermenschlichte Geschichte zweier Rover, die den Mars erkunden.
Eine Rezension von Peter Osteried

  1. Nasa-Mission Insight Meteoriteneinschläge auf dem Mars in Bild und Ton
  2. Raumfahrt Nasa und Esa ändern Plan zur Bergung von Marsproben
  3. Marskolonie Das Leben auf dem Mars wird laut Musk entbehrungsreich sein