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Schöne, heile Welt

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  1. Schöne, heile Welt

    Autor: iggy 02.11.06 - 22:14


    Immer wieder ein paar kleine Eingriffe in die Privatsphäre.
    Da ein Gesetz verabschieden.
    Gras drüber wachsen lassen und dort ein weiteres Gesetz ermorden.
    Dann den Bürger verdauen lassen, damit ers nicht merkt, wenn ihm das letzte Recht entzogen wurde.

    Und das tolle daran ist, man kann diese Macht der Industrie gleich auf einen ganzen Kontinent ausdehnen - Die EU machts möglich

    Kein Bürger geht auf die Straße.
    Warum?
    Was will ein einzelnes Land in dem demonstriert wird gegen einen EU-weiten Beschluss machen?
    Und wie soll in allen EU-Mitgliedsstaaten gleichzeitig demonstriert werden, wenn die Verständigung untereinander fehlt?
    Ein Franzose möchte nicht mit einem Italiener oder deutschen sprechen, die Deutschen verweigern sich der Kommunikation mit den Polen,
    die Österreicher wollen von Tschechien nichts wissen, England pickt sich die Rosinen aus der Demokratie, der Monarchie sowie
    auch aus der EU.
    Was macht eigentlich Portugal?

    Alle Länder, die bei der Pisa-Studie die unteren Ränge besiedelten, schielen irgendwie
    auf das tolle schwedische System und setzen doch nichts richtig um.
    Was fehlt?
    Vielleicht ein Kommunikator?
    Welch Ironie, dass ausgerechnet beim Internet die Bürgerrechte leiden müssen.

    Also bleibt für die Bürger nur: Klein beigeben und alle Schläge hinnehmen wie Hindukühe.

    Da hätten wir eine Vorratsdatenbank, die dazu dienen soll, Terrorverdächtige ausfindig zu machen.
    Wie viele Terrorverdächtige gibt es eigentlich, in der EU?
    So viele, dass man richtig Angst bekommt, vor den vielen Bombemlegern, die in unseren Breitengraden aktiv sind.
    Ein Blick auf die P2P-Client-Counter listet die genaue Anzahl der potentiellen Bedrohungen auf.


    Da mir Bücher lesen inzwischen zu wenig interaktiv ist, habe ich mir kürzlich das Spiel Dreamfall gekauft
    und es auch durchgespielt.
    Der einzige Grund, weshalb man dieses Spiel NICHT als höchst Gesellschaftskritisch und passend für unser
    Medienzeitalter ansehen kann ist - Manche kennnen ihn, viele hassen ihn - der StarForce-Kopierschutz.
    Andererseits ist selbst das ein Beweis dafür, wie weit die Urheberrechtsanhänger und Bürgerrechtsschlächter schon gekommen sind.

    Es wäre höchst interessant, welche Gesetze in den letzten Jahren direkt und indirekt, aufgrund von Forderungen der MI und allgemein
    der Unterhaltungsindustrie verabschiedet wurden.
    Diesen Themenbereich sollte dann mit anderen Themen und Maßnahmen der Gesetzgeber vergleichen.
    Es ist wohl davon auszugehen, dass sich Terrorismus und Unterhaltungkonzerne auf etwa dem gleichen Niveau befinden.
    Diese haben inzwischen so viele Gesetze errungen, die dem Zweck beider dienen, dass es fast den Eindruck erwecken könnte, als würde die Al Kaida direkt von Sony & Co beauftragt oder umgekehrt.
    Denn was ist wohl das eigentliche Ziel des Terrorismus?

    Aber was nützt schon dieser Post in dieses Board und die unzähligen anderen Posts anderer User, die Kritik auf unsere Gesellschaft und
    Politik ausüben.
    Welcher Politiker, der an Gesetzesentwürfen für das Internet beteiligt ist, liest schon selber Internet-Posts, oder benutzt das Internet
    als Medium?
    Und welcher Politiker würde auf eine Mail reagieren, die er vom Pöbel bekäme?
    Nein, das Internet dient in den meisten Fällen als einfaches Werkzeug für den globalen Datenabgleich.
    Nur die, die es wirklich als Medium nutzen, wissen es zu schätzen.

    Mit dem Wissen, dass dieser Post einen weiteren Teil meiner verschleuderten Zeit darstellt,
    entsende ich ihn wie einen Flaschen-Post in die Unweiten der Redundanz und wünsche allen Lesern viel Freude daran.

  2. Re: Schöne, heile Welt

    Autor: Anonymous 02.11.06 - 23:46

    wie oft habe ich mir schon die finger wundgetippt.
    und wie recht du doch hast.
    aber wenigstens sticht dein post aus der masse hervor, auch wenn es nicht wirklich was bewegen wird. aber wer weis die hofnung stirbt zuletzt, und möglicherweise liest es ja doch jemand der einfluß hat. (zumindest der geheimdienst wirds tun ;)


    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Immer wieder ein paar kleine Eingriffe in die
    > Privatsphäre.
    > Da ein Gesetz verabschieden.
    > Gras drüber wachsen lassen und dort ein weiteres
    > Gesetz ermorden.
    > Dann den Bürger verdauen lassen, damit ers nicht
    > merkt, wenn ihm das letzte Recht entzogen wurde.
    >
    > Und das tolle daran ist, man kann diese Macht der
    > Industrie gleich auf einen ganzen Kontinent
    > ausdehnen - Die EU machts möglich
    >
    > Kein Bürger geht auf die Straße.
    > Warum?
    > Was will ein einzelnes Land in dem demonstriert
    > wird gegen einen EU-weiten Beschluss machen?
    > Und wie soll in allen EU-Mitgliedsstaaten
    > gleichzeitig demonstriert werden, wenn die
    > Verständigung untereinander fehlt?
    > Ein Franzose möchte nicht mit einem Italiener oder
    > deutschen sprechen, die Deutschen verweigern sich
    > der Kommunikation mit den Polen,
    > die Österreicher wollen von Tschechien nichts
    > wissen, England pickt sich die Rosinen aus der
    > Demokratie, der Monarchie sowie
    > auch aus der EU.
    > Was macht eigentlich Portugal?
    >
    > Alle Länder, die bei der Pisa-Studie die unteren
    > Ränge besiedelten, schielen irgendwie
    > auf das tolle schwedische System und setzen doch
    > nichts richtig um.
    > Was fehlt?
    > Vielleicht ein Kommunikator?
    > Welch Ironie, dass ausgerechnet beim Internet die
    > Bürgerrechte leiden müssen.
    >
    > Also bleibt für die Bürger nur: Klein beigeben und
    > alle Schläge hinnehmen wie Hindukühe.
    >
    > Da hätten wir eine Vorratsdatenbank, die dazu
    > dienen soll, Terrorverdächtige ausfindig zu
    > machen.
    > Wie viele Terrorverdächtige gibt es eigentlich, in
    > der EU?
    > So viele, dass man richtig Angst bekommt, vor den
    > vielen Bombemlegern, die in unseren Breitengraden
    > aktiv sind.
    > Ein Blick auf die P2P-Client-Counter listet die
    > genaue Anzahl der potentiellen Bedrohungen auf.
    >
    > Da mir Bücher lesen inzwischen zu wenig interaktiv
    > ist, habe ich mir kürzlich das Spiel Dreamfall
    > gekauft
    > und es auch durchgespielt.
    > Der einzige Grund, weshalb man dieses Spiel NICHT
    > als höchst Gesellschaftskritisch und passend für
    > unser
    > Medienzeitalter ansehen kann ist - Manche kennnen
    > ihn, viele hassen ihn - der
    > StarForce-Kopierschutz.
    > Andererseits ist selbst das ein Beweis dafür, wie
    > weit die Urheberrechtsanhänger und
    > Bürgerrechtsschlächter schon gekommen sind.
    >
    > Es wäre höchst interessant, welche Gesetze in den
    > letzten Jahren direkt und indirekt, aufgrund von
    > Forderungen der MI und allgemein
    > der Unterhaltungsindustrie verabschiedet wurden.
    > Diesen Themenbereich sollte dann mit anderen
    > Themen und Maßnahmen der Gesetzgeber vergleichen.
    > Es ist wohl davon auszugehen, dass sich
    > Terrorismus und Unterhaltungkonzerne auf etwa dem
    > gleichen Niveau befinden.
    > Diese haben inzwischen so viele Gesetze errungen,
    > die dem Zweck beider dienen, dass es fast den
    > Eindruck erwecken könnte, als würde die Al Kaida
    > direkt von Sony & Co beauftragt oder
    > umgekehrt.
    > Denn was ist wohl das eigentliche Ziel des
    > Terrorismus?
    >
    > Aber was nützt schon dieser Post in dieses Board
    > und die unzähligen anderen Posts anderer User, die
    > Kritik auf unsere Gesellschaft und
    > Politik ausüben.
    > Welcher Politiker, der an Gesetzesentwürfen für
    > das Internet beteiligt ist, liest schon selber
    > Internet-Posts, oder benutzt das Internet
    > als Medium?
    > Und welcher Politiker würde auf eine Mail
    > reagieren, die er vom Pöbel bekäme?
    > Nein, das Internet dient in den meisten Fällen als
    > einfaches Werkzeug für den globalen
    > Datenabgleich.
    > Nur die, die es wirklich als Medium nutzen, wissen
    > es zu schätzen.
    >
    > Mit dem Wissen, dass dieser Post einen weiteren
    > Teil meiner verschleuderten Zeit darstellt,
    > entsende ich ihn wie einen Flaschen-Post in die
    > Unweiten der Redundanz und wünsche allen Lesern
    > viel Freude daran.
    >


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