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Was für eine gequirlte...

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  1. Was für eine gequirlte...

    Autor: ITnachHauseTelefonieren 12.03.21 - 14:37

    "(...) versucht, Junghacker auf die böse Seite der Macht zu ziehen.

    Denn wer im staatlichen Auftrag hackt, ist nicht seinem Gewissen oder der Hackerethik verpflichtet, sondern seinem Dienstherren. Der sagt, was gehackt wird. Das können dann durchaus auch mal Journalisten oder Daten für den nächsten US-Drohnenangriff sein."

    Nach der Logik ist jeder Polizist und Soldat automatisch auch ein Bösewicht...
    "Menschen zu erschießen ist schon okay, so lange der Schütze es nach seinem Gewissen oder der Gangsterethik macht. Anders ist das, wenn er es im staatlichen Auftrag tut. Das können dann durchaus auch mal Zivilisten sein".

    Klar, der Vergleich hinkt an mehreren Stellen. Aber nicht so sehr, wie die ursprüngliche Aussage.

  2. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Huso 12.03.21 - 14:53

    Soldaten sind Mörder.

    Und manche Polizisten auch.

    Und wer glaubt er würde als Hacker im Auftrag des BND auf des Seite der Guten stehen kann eigentlich nur Opfer der eigenen Propaganda geworden sein.

  3. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: BeachPrince 12.03.21 - 14:58

    Huso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wer glaubt er würde als Hacker im Auftrag des BND auf des Seite der
    > Guten stehen kann eigentlich nur Opfer der eigenen Propaganda geworden
    > sein.

    Und die wäre?

  4. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: sg-1 12.03.21 - 15:09

    Huso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soldaten sind Mörder.
    >
    > Und manche Polizisten auch.

    Auf die Argumentation bin ich jetzt mal gespannt. Ein pauschaler Rundumschlag gegen diese Gruppen. Mehr als Anekdotische Argumentation wird da nicht kommen und dass ein Beamter/Soldat sehr wohl das Recht hat, Befehle zu verweigern und eben nicht alles tun muss, was der Dienstherr verlangt, sollte auch klar sein. Beschwert euch lieber mal darüber, dass das zu wenig diskutiert wird.

    Soldaten und Polizisten sind eben NICHT Mörder. Betrachtet es mal unabhängig von der persönlichen Meinung aufgrund evtl. schlechter Erfahrungen.

  5. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Trockenobst 12.03.21 - 15:54

    ITnachHauseTelefonieren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "(...) versucht, Junghacker auf die böse Seite der Macht zu ziehen.
    ><,,,>
    > Klar, der Vergleich hinkt an mehreren Stellen. Aber nicht so sehr, wie die
    > ursprüngliche Aussage.

    Wenn dein Hack in einem Atomkraftwerk eine Explosion auslöst, damit das Zeug nicht in eine Bombe gelegt wird, und Leute verletzt oder schlimmer sind, dann sind die Menschenleben nicht so wichtig wie das politische Schachspiel.

    Ob und tatsächlich "was schlimmeres" verhindert wurde, ist in dem Moment nicht mal geklärt.
    Es ist vielleicht nur die schlechteste von allen/bequemere/dümmste Lösung. Am Ende geht es um Ideologie, nicht um Wissenschaft. Und du bist der Handlanger, der gar nicht darüber nachdenken soll ob das sogar "falsch" gewesen ist. Die Drohnenpiloten haben sie auch mit Geld und Videospiel-Spass geholt, inzwischen sitzen da nur noch "Hurra USA" Psychopathen. Ein paar 1000 hat jedes Land.

  6. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: wurstdings 12.03.21 - 16:33

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soldaten und Polizisten sind eben NICHT Mörder.
    Da nicht alle Soldaten und Polizisten jemanden umgebracht haben, gebe ich dir da auch recht.

    Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin.
    Wenn man sich überlegt, dass ein Soldat gegen Geld mit geladener Waffe in ein Krisengebiet geht, dann muss man sich schon fragen ob im Falle eines Abschusses sowas noch als Notwehr durch geht. Meiner Meinung nach ist das nichts anderes als Mord.

    Die schönste Formulierung unserer Politiker dazu nennt sich "friedenssichernde Maßnamen" oder noch besser "Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.".

    Von den Ärzten gibts dazu auch nen schönes Lied: Friedenspanzer

  7. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Hege 12.03.21 - 16:34

    Huso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soldaten sind Mörder.
    >
    > Und manche Polizisten auch.
    >
    > Und wer glaubt er würde als Hacker im Auftrag des BND auf des Seite der
    > Guten stehen kann eigentlich nur Opfer der eigenen Propaganda geworden
    > sein.


    Wow. Über 200.000 Menschen in einen Topf schmeißen. Hier hat wohl jemand ganz sicher keine Vorurteile.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.21 16:34 durch Hege.

  8. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Hege 12.03.21 - 16:48

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sg-1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Soldaten und Polizisten sind eben NICHT Mörder.
    > Da nicht alle Soldaten und Polizisten jemanden umgebracht haben, gebe ich
    > dir da auch recht.
    >
    > Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin.
    > Wenn man sich überlegt, dass ein Soldat gegen Geld mit geladener Waffe in
    > ein Krisengebiet geht, dann muss man sich schon fragen ob im Falle eines
    > Abschusses sowas noch als Notwehr durch geht. Meiner Meinung nach ist das
    > nichts anderes als Mord.
    >
    > Die schönste Formulierung unserer Politiker dazu nennt sich
    > "friedenssichernde Maßnamen" oder noch besser "Die Sicherheit der
    > Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.".
    >
    > Von den Ärzten gibts dazu auch nen schönes Lied: Friedenspanzer


    Jetzt mal im ernst jetzt Leute, es hindert einen doch niemand daran einfach Parteien in den Bundestag zu wählen die mit ihrer Mehrheit keinen neuen oder alten Auslandseinsatz mehr Mandatieren. Das ist schließlich der Grund warum ein Soldat in einen Einsatz geschickt wird: weil die Mehrheit im Bundestag das beschlossen hat, und der Bundestag wird von Volk gewählt. Also kann sich Mal hier jeder an die eigene Nase fassen!

  9. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: /mecki78 12.03.21 - 17:24

    ITnachHauseTelefonieren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach der Logik ist jeder Polizist und Soldat automatisch auch ein
    > Bösewicht...

    Ach, die setzen sich auch über Gesetze hinweg und agieren im Geheimen, so dass sie sich jeder Kontrolle von außen entziehen? Wusste ich noch gar nicht.

    Der Unterschied hier ist, wenn ein Polizist sich weigert einen Befehl auszuführen, weil dieser eindeutig rechtswidrig ist oder ein Soldat sich weigert gegen Völkerrecht zu verstoßen, wenn sie also eine korrekte Ethik über den Befehl stellen, dann passiert ihnen langfristig nichts. Kurzfristig können sie vielleicht dafür abgestraft werden, aber dann machen sie das öffentlich und am Ende steht der, der den Befehl ausgegeben hat vor Gericht und sie sind voll rehabilitiert. Aber macht ein BND Hacker das gleiche, wird nur er abgestraft und wenn er das öffentlich macht, dann gleich nochmal, weil das ist dann Geheimnisverrat.

    /Mecki

  10. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Hagebuttentee 12.03.21 - 18:27

    Die Türkei hat waffen uber ihre landesgrenzen geschmuggelt (heimlich geliefert) und damit isis kaempfer unterstuetzt. Dabei wurde die lieferungen von einem journalisten gefilmt der darauf hin im rechtssystem verschwunden ist.

    Unser finanzminister, also wolfgang schäuble, wurde auf die waffenlieferungen an die türkei & andere kriesengebiete angesprochen, der darauf nur achselzuckend meinte: "wenn wir nicht liefern dann machen es andere". Manche nennen es business als usual, ich bleibe dabei es beihilfe zum mord zu nennen. Genau so mit den datenlieferungen an die usa zum signalgesteuerten mord.

    Es wird schwer solch eine, offensichlich an das unrecht gewohnte welt, staendig an ein grundsaetzlich menschliches rechtsempfinden zu erinnern. Man kommt sich vor als wuerde man nerven wenn man sagt: "einen menschen auf unsere vielfaeltigen arten das leben oder ihre freiheit zu rauben sei unrecht".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.21 18:29 durch Hagebuttentee.

  11. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: manudrescher 12.03.21 - 18:27

    Einen Soldaten würde in so einem Falle gar nichts passieren.

    Damit ein Befehl überhaupt als Befehl gilt, muss dieser zunächst grundsätzlich entsprechende Vorraussetzungen erfüllen.

    Weiterhin wird zwischen rechtmäßig/rechtswidrig sowie verbindlich/unverbindlich unterschieden.

    Einen "Befehl" zum Verstoß gegen das Völkerrecht bspw. darf ein Soldat nicht befolgen (oder etwaige andere Straftaten).

    Und ein Soldat kann auch per hier von anderer Seite genannt, per Definition kein "Mörder" sein. Weil Mord per Gesetz entsprechend definiert ist.
    Die Aussage müsste heißen: Soldaten töten, sind also keine Mörder sondern "Töter"....dann kann man hier durchaus konstruktiv darüber diskutieren.
    Aber "Soldaten sind Mörder", ist eine reine Scheißhausparole.

  12. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: wurstdings 12.03.21 - 22:48

    Hege schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt mal im ernst jetzt Leute, es hindert einen doch niemand daran einfach
    > Parteien in den Bundestag zu wählen die mit ihrer Mehrheit keinen neuen
    > oder alten Auslandseinsatz mehr Mandatieren.
    Versuche ich alle 4 Jahre, erfolglos.
    > Das ist schließlich der Grund
    > warum ein Soldat in einen Einsatz geschickt wird: weil die Mehrheit im
    > Bundestag das beschlossen hat, und der Bundestag wird von Volk gewählt.
    Das bedeutet also wenn mir jemand sagt: "Ey du, bring mal XY um, kriegst auch 1000 ¤ dafür" dann ist das moralisch völlig in Ordnung, weil das hat mir ja wer befohlen.

    Klingt komisch, ist aber auch komisch?

  13. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: /mecki78 13.03.21 - 00:05

    Hagebuttentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Türkei hat waffen uber ihre landesgrenzen geschmuggelt (heimlich
    > geliefert) und damit isis kaempfer unterstuetzt.

    Die Türkei hat selber gegen den IS aktiv Krieg geführt. Warum sollten sie diejenigen, gegen die sie ihre Soldaten ins Feld ziehen lassen, mit Waffen versorgen? Das ist Unfug. Das haben vielleicht irgendwelche Türken getan, denn der IS hatte sicherlich auch Unterstützer in der Türkei, keine Frage, aber sicherlich die "die Türkei". Den schließlich hat ja der IS die Türkei direkt bedroht und Erdogan geht schon steil, wenn man in Deutschland lustig Lieder über ihn singt, was glaubst die wie der reagiert, wenn man ihn offen droht, sein Land platt zu machen so wie das der IS getan hat? Und den Feind mit Waffen zu beliefern heißt, dass er am Ende wirklich seine Drohung wahr macht. Du kannst Erdogan vieles Vorwerfen, aber er ist nicht geisteskrank.

    > Unser finanzminister, also wolfgang schäuble, wurde auf die
    > waffenlieferungen an die türkei

    Eine Waffenlieferung an die Türkei ist eine Waffenlieferung an die Türkei, also an einen Nato Bündnispartner. Daran gibt es Völkerrechtlich nichts auszusetzen und nach deutschen Recht auch nicht. Was die Türkei damit macht können wir nicht überwachen und es geht uns auch nichts an. Der Hersteller von Küchenmesser überwacht auch nicht, ob du damit auch nur brav Brot schneidest und das geht ihn auch nichts an. Ab dem Moment wo der Eigentümer wechselt ist ausschließlich der neue Eigentümer dafür verantwortlich. Die einzige Frage ist also, war der Eigentumswechsel rechtens und in beiden Fällen war er das.

    > Manche nennen es business als usual, ich bleibe dabei es beihilfe
    > zum mord zu nennen.

    Nach keinen existierenden Gesetz oder Vertrag ist das der Fall. Du kannst dir nicht einfach Strafgesetze aus dem Hintern ziehen wie du lustig bist, so läuft das nicht. Dass muss vorab vom Bundestag als Gesetz so beschlossen werden, schriftlich niedergeschrieben werden, vom Bundespräsidenten abgesegnet werden und dann gibt es da so ein Gesetz und gegen das darf man dann nicht verstoßen. Hier im Artikel geht es nicht um deinen Fantasiegesetze sondern um real und bereits niedergeschrieben Gesetze, die verletzt werden von Geheimdiensten.

    > Genau so mit den datenlieferungen an die usa zum
    > signalgesteuerten mord.

    Auch hier: Es zählt die Rechtslage im Bezug auf die Erhebung und auf die Übergabe. Deine Verantwortung endet dort. Sonst wäre ja jeder Autoproduzent verantwortlich, wenn du mit dem Auto später rennen fährst und Menschen tötest. Sonst wärst du für alles verantwortlich, das über 100 Ecken indirekt von dir in Gang gesetzt wurde und damit wärst du schon auf lebenslang im Knast, weil du bestimmt schon ohne es zu wissen indirekt an Straftaten schuld bist. Aber so funktioniert ein Rechtsstaat nicht.

    In einem Rechtsstaat wirst du nur für einen direkten Rechtsverstoß bestraft, der vorab schon verboten war und den du direkt zu verantworten hast und nicht für die Handlungen Dritter. Du hast die USA nicht angewiesen jemanden zu ermorden, du hast ihr auch nicht beim Mord direkt geholfen. Du hast ihr nur Daten geliefert, die für sich einfach nur Daten sind und hier ist die Frage nur, hast du das tun dürfen und wenn nicht, dann musst du konkret ein Gesetz benennen können, gegen das hier verstoßen wurde. Wurde gegen kein Gesetz verstoßen, hast du dich rechtens verhalten und bist ab da nichts mehr verantwortlich. Wenn du das ändern willst, dann musst du erst dafür sorgen, dass ein entsprechendes Gesetz erlassen wird, denn nulla poena sine lege.

    /Mecki

  14. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: 486dx4-160 13.03.21 - 00:14

    ITnachHauseTelefonieren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "(...) versucht, Junghacker auf die böse Seite der Macht zu ziehen.
    >
    > Denn wer im staatlichen Auftrag hackt, ist nicht seinem Gewissen oder der
    > Hackerethik verpflichtet, sondern seinem Dienstherren. Der sagt, was
    > gehackt wird. Das können dann durchaus auch mal Journalisten oder Daten für
    > den nächsten US-Drohnenangriff sein."
    >
    > Nach der Logik ist jeder Polizist und Soldat automatisch auch ein
    > Bösewicht...
    > "Menschen zu erschießen ist schon okay, so lange der Schütze es nach seinem
    > Gewissen oder der Gangsterethik macht. Anders ist das, wenn er es im
    > staatlichen Auftrag tut. Das können dann durchaus auch mal Zivilisten
    > sein".
    >
    > Klar, der Vergleich hinkt an mehreren Stellen. Aber nicht so sehr, wie die
    > ursprüngliche Aussage.

    Soldaten sind Mörder, und wer sich für die komplett verantwortungslose, Menschleben gefährdende und oft grundgesetzwidrige Arbeit des BND entscheidet - erst recht nach Snowden - ist mindestens ein gewissenloses Arschloch.

    Edit: @Golem-Forenadmin: Tut mir leid für die Löscharbeit durch mein Posting, aber es musste einfach raus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.21 00:18 durch 486dx4-160.

  15. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: /mecki78 13.03.21 - 00:20

    manudrescher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einen Soldaten würde in so einem Falle gar nichts passieren.

    Wenn sein Kommandant ihn vor Ort dafür abstraft, dann erst einmal schon. Oder denkst du jemand der unrechtmäßige Befehl gibt, würde dann vor so etwas zurück schrecken?

    Mein Punkt war nur, dass sich dieses Unrecht beheben lässt, denn der Soldat, der diesen Befehl verweigert ist im Recht und er hat Möglichkeiten sich zu wehren. Und genau das aber das Problem bei Geheimdiensten:

    Auch wenn du im Recht bist, ist es fast unmöglich dich zu wehren, denn offiziell hat deine Arbeit oft gar nicht stattgefundenen. Dokumente sind so geschwärzt, dass man da gar nichts mehr herauslesen kann. Du bist selbst über eine Kündigung zur absoluten Geheimhaltung verpflichtet und kannst mit so was nicht mal zur Polizei oder Staatsanwaltschaft gehen, denn wenn du was sagst, hast du dich bereits selber strafbar gemacht, selbst wenn deine Anschuldigung korrekt ist, selbst dann wenn sie zu einer Verurteilung führt, das ist ja das paradoxe. Dann wird eben dein Vorgesetzter bestraft, aber du genauso. Und alle Personen, in denen du dich in so einen Fall wenden darfst, sind selber Teil "des Systems" und daher selten bis nie auf deiner Seite, da man hier alles intern hält und diese das genauso wenig nach außen tragen dürfen.

    Wer also für einen Geheimdienst arbeitet, dem muss klar sein, dass er praktisch jegliches Rechtsverständnis aufgeben muss. Rechtens ist das, was dein Arbeitgeber so definiert. Da spielst du mit oder du steigst aus und behältst es für dich. Da ist keine dritte Option, die dich nicht in große Schwierigkeiten bringt, denn Geheimdienste bewegen sich jenseits des Rechtes während sich Polizisten und Soldaten innerhalb des Rechtes bewegen. Polizisten verteidigen das geltende Recht vor Rechtsverletzungen und Soldaten verteidigen das komplette Rechtssystem gegen Angriff von außen. Geheimdienste behaupten auch das System zu verteidigen, aber ein Rechtssystem dadurch zu verteidigen, dass man es regelmäßig bricht, ist irgendwie auch paradox.

    /Mecki

  16. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Trockenobst 13.03.21 - 13:33

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soldaten sind Mörder

    Welches persönliches Motiv haben Soldaten einen Mord zu begehen? Wo ist die Vorplanung?
    Das Wort ist weltweit juristisch deutlich definiert. Das Ziel von Soldaten die Kampfunfähigkeitsmachung nicht das Töten. Wenn das anders wäre, gäbe es in Kriegen keine Feldlazarette und die Anzahl der Verwundeten wäre geschichtlich nicht bis zu viermal höher als die Toten.

    In einem "kriegerischen" Konflikt hat der "Gegner" auch Soldaten. D.h. dem muss man dann korrekterweise auch unterstellen das er auch "Mörder" aufgestellt hat.

  17. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Katsuragi 13.03.21 - 17:36

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Huso schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Soldaten sind Mörder.
    >
    > Auf die Argumentation bin ich jetzt mal gespannt.

    Soldaten erhalten Geld und Waffen dafür, dass sie auf Befehl diese Waffen einsetzen und Menschen umbringen. Der Begriff "Mörder" trifft es vielleicht nicht, aber "Auftragsmörder" kommt hin. Man beachte, ich sage nicht, dass wir sie nicht brauchen. Aber man sollte sich jede Sekunde im Klaren sein wofür sie da sind und das nicht beschönigen.

  18. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Hege 13.03.21 - 17:41

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sg-1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Huso schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Soldaten sind Mörder.
    > >
    > > Auf die Argumentation bin ich jetzt mal gespannt.
    >
    > Soldaten erhalten Geld und Waffen dafür, dass sie auf Befehl diese Waffen
    > einsetzen und Menschen umbringen. Der Begriff "Mörder" trifft es vielleicht
    > nicht, aber "Auftragsmörder" kommt hin. Man beachte, ich sage nicht, dass
    > wir sie nicht brauchen. Aber man sollte sich jede Sekunde im Klaren sein
    > wofür sie da sind und das nicht beschönigen.


    Mooooment, es gibt einen großen Unterschied zwischen "Soldat" und "Söldner". Du beschreibst hier einen Söldner.

  19. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: jonasz 13.03.21 - 21:27

    Hege schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wurstdings schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > sg-1 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Soldaten und Polizisten sind eben NICHT Mörder.
    > > Da nicht alle Soldaten und Polizisten jemanden umgebracht haben, gebe
    > ich
    > > dir da auch recht.
    > >
    > > Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin.
    > > Wenn man sich überlegt, dass ein Soldat gegen Geld mit geladener Waffe
    > in
    > > ein Krisengebiet geht, dann muss man sich schon fragen ob im Falle eines
    > > Abschusses sowas noch als Notwehr durch geht. Meiner Meinung nach ist
    > das
    > > nichts anderes als Mord.
    > >
    > > Die schönste Formulierung unserer Politiker dazu nennt sich
    > > "friedenssichernde Maßnamen" oder noch besser "Die Sicherheit der
    > > Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.".
    > >
    > > Von den Ärzten gibts dazu auch nen schönes Lied: Friedenspanzer
    >
    > Jetzt mal im ernst jetzt Leute, es hindert einen doch niemand daran einfach
    > Parteien in den Bundestag zu wählen die mit ihrer Mehrheit keinen neuen
    > oder alten Auslandseinsatz mehr Mandatieren. Das ist schließlich der Grund
    > warum ein Soldat in einen Einsatz geschickt wird: weil die Mehrheit im
    > Bundestag das beschlossen hat, und der Bundestag wird von Volk gewählt.
    > Also kann sich Mal hier jeder an die eigene Nase fassen!

    Daran haben alle Parteien mitverdient und manche linkslastige Leser sowie rechtslastige Leser, verstehen nicht das man mit so einem Denken man in den mentalen Kindergarten gehört. Eine Partei ist ein Name, schön und gut. Letztendlich ist der Übername Lobbyist aber zutreffender.

    Spätestens wenn es um das Geld geht, greift die Gier in den meisten Menschen, durch das lange Verlangen der Menschen zu horten und vorzusorgen, geht man ja in viele Theorien davon aus, dass der Mensch von grundlegend gierig ist. Sowie man im Zölibat aktiv auf Verkehr verzichtet, so kann ein Mensch die Gier mental angehen, aber verankert bleibt sie doch im Kleinhirn.

    Wie die ganzen unzähligen sozialistischen Staaten bewiesen haben, selbst wenn man die Linken eine absolute Mehrheit geben würde, die Gier würde letztendlich die Utopie zerstören. Was nämlich manche als Weltbild besitzen ist eine reine Utopie.

    Warum man bei einem staatlichen Organ arbeiten möchte, sicherlich sehr viele Aufstiegsmöglichkeiten, die sind oft nicht in der Wirtschaft gegeben, relativ viel Macht als Beamter, fast unkündbar. Auch sind quer durch die Bank, Informatiker nicht gerade die sich den Job wegen das Geld ausgesucht haben, pauschal aus meiner Erfahrung.

  20. Re: Was für eine gequirlte...

    Autor: Wolverine1974 13.03.21 - 22:28

    Wo ist für dich der "große" Unterschied?

    Wikipedia:

    "Söldner und Soldat

    Aus einer historischen Perspektive wurde im Zuge der Herausbildung stehender Heere der Söldner vom Soldaten abgelöst. Der Soldat konnte nicht mehr beliebig oft die Fronten wechseln, wie dies für einen Söldner des 17. Jahrhunderts möglich war, zumal er nicht mehr über eigene Waffen verfügte. Über das stehende Heer aus Soldaten bildete der Staat ein Gewaltmonopol aus. Während der Beruf des Söldners einer der wohl ältesten Lohnberufe ist, gehörte die vaterländische Motivation zum Selbstverständnis und Fremdbild des Soldaten. In den letzten Jahrzehnten entsteht im Zuge des Outsourcings militärischer Aufgaben an militärische Fachleute, die als Angestellte von privaten militärischen Dienstleistern weltweit Kampfhandlungen unterstützen, ein neues Berufsbild, das Züge von Soldat und Söldner vereinigt."

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