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Abos werden Spieleverkauf nicht verdrängen ... Eine Rechnung ...

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  1. Abos werden Spieleverkauf nicht verdrängen ... Eine Rechnung ...

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 26.03.21 - 09:42

    MS hat weltweit 18 Millionen Abo-Kunden.
    Sagen wir im Schnitt zahlt jeder 10 Euro pro Monat.
    Einige haben den teureren "Ultimate Pass", andere nur die günstigeren Pakete.

    Das sind pro Jahr 2,16 Milliarden Umsatz.
    Nicht schlecht ....

    Jetzt sind aber mehr als 100 Titel im Katalog.
    Genaugenommen etwa 230 Spiele.

    Das macht pro Spiel im Durchschnitt einen Umsatz von 9,4 Millionen pro Jahr.

    Davon lassen sich Blockbuster nicht annähernd finanzieren.

    Selbst dann, wenn man berücksichtigt, das nur 15% der Titel wirklich teure Blockbuster sind, geht die Rechnung nicht auf. Das wären dann imernoch nur 62 Millionen Umsatz pro Titel.

    (Die knapp 200 übrigen Spiele dürften dann aber gar nichts in der Produktion kosten.)


    Fazit:
    -------------
    Niemals werden Abos den Verkauf von Spielen verdrängen.
    Das Angebot lässt sich nur gemeinsam stellen, quasi um neben den "Vollpreis-Gamern" auch ein Discounter-Angebot für sonst nicht erreichbare Kundenschichten zu bieten.

    In den Katalogen der Abo-Dienste werden dann Indie-Titel und AAA-Produktionen rotierend und zeitbegrenzt günstiger zu nutzen sein.

    Weiterhin werden Vollpreistitel als solche verkauft.
    Der Markt lässt sich nicht allein über Abos finanzieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.21 09:48 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  2. Re: Abos werden Spieleverkauf nicht verdrängen ... Eine Rechnung ...

    Autor: muraga 26.03.21 - 10:00

    Die 230 Spiele werden ja nicht in einem Jahr produziert.

    Mit den 2.16 Milliarden pro Jahr sollte es durchaus möglich sein, die eigenen Studios zu finanzieren, dazu kommen ja dann noch Verkäufe der DLC, Spiele an Nicht GamPass-Abonnenten etc.

  3. Re: Abos werden Spieleverkauf nicht verdrängen ... Eine Rechnung ...

    Autor: most 26.03.21 - 10:35

    Schwierige Rechnung, zumal die aktuellen Abozahlen und die Preise bestimmt noch nicht MS Ziel sind.

    Letztendlich spielt der rechnerische Umsatz pro Spiel keine so große Rolle, die Zielgröße sind die Anzahl der aktiven Abozahler und so lange man ausreichend neue Spiele einkippt und die Abozahlen halten oder steigern kann, dann passt das. Für 2,1 Mrd. kann man einige GTA V (137 Mio. $) pro Jahr produzieren. Solche Leuchtturmspiele braucht man aber ggf. nur alle zwei Jahre und kann ansonsten mit kleineren Spielen auffüllen.

    Ich glaube aber auch nicht, dass der Spieleverkauf komplett verdrängt wird. Obwohl das natürlich aus Sicht der Anbieter wünschenswert wäre. Ich habe über 1000 Spiele in der Bib (viel Schrott, aber auch sehr viele Perlen), ein durchlaufendes Abo für 10¤ pro Monat kann ich kaum rechtfertigen

  4. Eine Rechnung besteht aus vielen Parametern. Mindestens einen hast du vergessen!

    Autor: Pecker 26.03.21 - 11:19

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MS hat weltweit 18 Millionen Abo-Kunden.
    > Sagen wir im Schnitt zahlt jeder 10 Euro pro Monat.
    > Einige haben den teureren "Ultimate Pass", andere nur die günstigeren
    > Pakete.

    Und es gibt weltweit viel mehr Spieler als diese 18 Millionen

    > Das sind pro Jahr 2,16 Milliarden Umsatz.
    > Nicht schlecht ....

    Das ist unfassbar viel.

    > Das macht pro Spiel im Durchschnitt einen Umsatz von 9,4 Millionen pro
    > Jahr.

    Immer auf die 18 Millionen Spieler hochgerechnet. Das heißt JEDER Abonnent bringt jedem Spiel im Schnitt 50 Cent im Jahr. Mag wenig klingen, aber je mehr Abonnenten es werden...

    > Davon lassen sich Blockbuster nicht annähernd finanzieren.

    Jetzt kommt der große Punkt. Wenn man sie NUR auf dieser Plattform anbietet, mag das stimmen. Was ist mit Switch, PS, PC und sogar XBox Usern, die eben kein Abo haben und das Spiel doch noch so kaufen? Die hast du komplett unterschlagen.

    > Selbst dann, wenn man berücksichtigt, das nur 15% der Titel wirklich teure
    > Blockbuster sind, geht die Rechnung nicht auf. Das wären dann imernoch nur
    > 62 Millionen Umsatz pro Titel.

    Und es gibt genügend Spiele, die nicht mal 1 Mio gekostet haben.

    > Niemals werden Abos den Verkauf von Spielen verdrängen.
    > Das Angebot lässt sich nur gemeinsam stellen, quasi um neben den
    > "Vollpreis-Gamern" auch ein Discounter-Angebot für sonst nicht erreichbare
    > Kundenschichten zu bieten.

    Wenn ich als Kunde am Ende mehr Geld mit Abos ausgebe als durch Spielekäufe, dann bekommt die Industrie mehr Geld von mir. Das gleiche passiert aktuell mit Netflix und Co. Niemals nicht hätte ich im Jahr 200¤ für Filme ausgeben. Aktuell tue ich das aber.

    > In den Katalogen der Abo-Dienste werden dann Indie-Titel und
    > AAA-Produktionen rotierend und zeitbegrenzt günstiger zu nutzen sein.

    Nein, es wird durch die Abos etwas passieren, was auch bei Filmen und Serien passiert ist. Die Leute sind wieder verstärkt bereit Geld zu bezahlen. Warum ein Spiel aus dubiosen Quellen raubkopieren wenn man es für wenig Geld einfach zocken kann?

    > Weiterhin werden Vollpreistitel als solche verkauft.
    > Der Markt lässt sich nicht allein über Abos finanzieren.

    Da sagt dir das Musikstreaming was anderes. Die Einnahmen steigen seit Jahren wieder, weil Abos DIE Lösung sind.

  5. Re: Eine Rechnung besteht aus vielen Parametern. Mindestens einen hast du vergessen!

    Autor: most 26.03.21 - 11:29

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Da sagt dir das Musikstreaming was anderes. Die Einnahmen steigen seit
    > Jahren wieder, weil Abos DIE Lösung sind.

    Vielleicht muss in beiden Bereichen erst mal das Sammlerzeitalter überwunden werden.
    Ich bin mit Musikstreaming (noch) nicht warm geworden, weil ich halt ne relativ große Sammlung (für meine Verhältnisse, natürlich winzig klein im Vergleich zum Streamingkatalog) besitze und die gerne ab und zu durchstöbere und höre.
    Jetzt sind ausreichend junge Leute im geschäftsfähigen Alter, die nie dazu gekommen sind, sich große Sammlungen aufzubauen und das auch nicht wollen, denen fällt es viel leichter, sich für Streaming zu entscheiden.

    Bei Spielen sieht es ähnlich aus, ich habe noch eine große Bib, da lohnt sich ein Abo erst mal nicht so wirklich. Wer jetzt erst langsam anfängt, für den ist das Angebot 10¤ für hunderte Spiele sehr attraktiv.

  6. Re: Eine Rechnung besteht aus vielen Parametern. Mindestens einen hast du vergessen!

    Autor: BlindSeer 26.03.21 - 11:37

    Beim Gaming hängt aber viel mehr dran, als bei Musik. Musik hörst du alleine. Hast du ein spiel auf einer anderen Platform als deine Freunde... Sorry, you lose.

    Deine Platform verliert die Lizenz für deine Spiele? Sorry, you lose.
    Ein Bagger haut die Internetleitung in der Straße durch? Sorry, you lose.
    Dein Knoten wird nach und nach überbucht? Sorry, you lose.
    Deine Platform treibt die Preise ins unermessliche? Sorry, you lose (all your games)
    Es passiert das Gleiche wie beim Filmstreaming und du brauchst für jeden Publisher ein eigenes Abo? Sorry, you lose
    Deine Platform beschließt dass deine Savegames ihr gehören und du willst migrieren? Sorry, you lose.
    Du magst mods? Sorry, you lose.

    Das lässt sich weiter fortsetzen und ist alles Gamestreaming-spezifsich und Probleme, die du bei Offlineangeboten nicht hast.

    Ein Musikstück ist auch schnell gepuffert und geliefert, Filme ebenso (viele davon sind noch dazu fire and forget). Bei einem Spiel ist das nicht so einfach.

  7. Re: Eine Rechnung besteht aus vielen Parametern. Mindestens einen hast du vergessen!

    Autor: most 26.03.21 - 12:07

    Ja, da sind viele Punkte, die ich auch nicht akzeptieren würde. Savegames will ich in der Hand behalten und Mods sowieso.

    Weniger schlimm finde ich das Problem der Verfügbarkeit. Ich bin zwar gebeutelter Kabelkunde, aber ganz so schlimm ist es ja doch nicht, Zumal diese Anbieter hier ja keine Spiele streamen, sondern diese nur in Form eines Abos bereitstellen, man lädt sie runter und spielt lokal. Eine eventuell notwendige Onlineverbindung zur Verifikation oder für Multiplayer kann man ja per Mobilfunk zur Not aufbauen, ich nutze dafür Alditalk, 4¤/24h/10GB in absoluten Notfällen oder halt meinen normalen Tarif.

    Aber es gibt ne Menge Spieler da draußen, die mit Mods gar nichts anfangen können, denen Mods sogar ein Dorn im Auge sind, weil sie keine Lust haben, sich damit zu veschäftigen, die den Moddern aber die besseren Spiele auch nicht gönnen.
    Auch Savegames sind für viele nicht so wichtig, hauptsache sie müssen sich nicht selbst drum kümmern.

    Bei MS, Ubi, EA fällt das Problem der Lizenz ja auch raus, die haben ja zum größten Teil ihre eigenen Sachen im Abo und lizenzieren nicht nur. MS baut das ja massiv aus mit den eigenen Titeln.

  8. Re: Eine Rechnung besteht aus vielen Parametern. Mindestens einen hast du vergessen!

    Autor: BlindSeer 26.03.21 - 12:23

    Mir ging es auch mehr um peckers vehemente Stadia Verteidigung und wieso Game Streaming eben anders ist als Musik- und Filmstreaming. Gegen den GamePass & Co habe ich ja nie was gesagt. Die können für einen "Serial Gamer", der einen Titel nach den anderen abreißt echt günstig sein, wenn er die nicht kaufen muss.
    Spiele aber auch einige Titel, da hat ein Abo keine Chance günstiger zu sein, weil ich da mehrere 100h drin versenke (damn you Paradox!). Für Titel wie Ori und ähnliche würde ich mir es auch mal überlegen (daher die Frage nach Family Account, wenn meine Frau mal was zocken will und mal ich kann sich das lohnen).

    Konnte den Gamepass damals ja auch testen, da bei meinem 3700X drei Monate mit dabei waren. Habe ich auch gut genutzt, eben auch offline. Mods sind mir in der Regel egal. Stören mich auch nicht, wieso auch? Ich sage nur immer dass das Basisspiel gut sein muss, damit der Publisher auch verdient hat damit was zu verdienen. Ansonsten sind die doch eine feine Sache und das sage ich als jemand, der bisher kaum was genutzt hat. Ich glaube Freelancer HD Mod, Morrowind Overhaul und einen Mod für Grim Dawn. Überlege aber mit Mods für Cities: Skylines anzusehen.

  9. Re: Abos werden Spieleverkauf nicht verdrängen ... Eine Rechnung ...

    Autor: wasdeeh 26.03.21 - 16:45

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das sind pro Jahr 2,16 Milliarden Umsatz.
    > Nicht schlecht ....
    >
    > Jetzt sind aber mehr als 100 Titel im Katalog.
    > Genaugenommen etwa 230 Spiele.
    >
    > Das macht pro Spiel im Durchschnitt einen Umsatz von 9,4 Millionen pro
    > Jahr.
    >
    > Davon lassen sich Blockbuster nicht annähernd finanzieren.

    Stark vereinfacht gesprochen - d.h. Live-Service, Infrastruktur etc. mal außen vor: Die Anzahl der Spiele *im* Katalog ist irrelevant. Sobald ein Spiel im Store ist, musst du's nicht mehr finanzieren.

    Finanzieren musst du nur die Spiele, die neu dazukommen.

    Und dann wird die Milchmädchenrechnerei interessant :).

    Nehmen wir mal den hypothetischen Fall: 50 neue Spiele im Jahr.
    Nehmen wir eine 20% AAA-Rate, also 10/Jahr. Sagen wir, der Rest kostet 2Mio pro Spiel. Dann wären das 80Mio für die Non-AAA, und ca. 200Mio für *jedes* AAA-Spiel.

    Wie gesagt, stark vereinfacht, einerseits was weitere Kosten betrifft - andererseits aber auch unter der Annahme, dass die Spiele voll von MS übern GP finanziert würden - und sonst keinerlei Umsatz generieren(!).

    Das ist echt kein Pappenstiel.

  10. Re: Abos werden Spieleverkauf nicht verdrängen ... Eine Rechnung ...

    Autor: Achranon 05.04.21 - 15:10

    Sehe ich auch so. Ausgeschlossen damit sowas wie GTA V zu finanzieren. Ein aufwändiges Triple A Spiel kostet heutzutage mindestens 30 Mio, mit Tendenz zu 100 Mio

    Ich denke zudem nicht das es sich für Microsoft auszahlen wird die eigenen Triple A Spiele über die Platform zu "verschenken". Das werden die irgendwann wieder aufgeben oder keine Exklusivspiele mehr entwickeln.

    Aber sie wissen wenn diese rausfallen dann wird die Attraktivität des Dienstes drastisch fallen.

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