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Gesucht: eine Definition für "Arroganz"!

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  1. Gesucht: eine Definition für "Arroganz"!

    Autor: SvD 05.04.21 - 13:06

    Hier eine Gute: "...[ich besitze die Fähigkeit] nach maximal drei Fragen auch alle technologischen Aspekte zu verstehen..." :-)

  2. Re: Gesucht: eine Definition für "Arroganz"!

    Autor: McWasa 05.04.21 - 13:27

    Da hast du die Aussage aber echt frei interpretiert bzw. zurecht gebogen.
    Da steht komplett: "Was ich mir erhalten konnte, ist die Möglichkeit, nach maximal drei Fragen auch alle technologischen Aspekte zu verstehen."

    Sprich er ist auch als Manager bisher in der Lage gewesen, technologisch am Ball zu bleiben und Entwicklungen am Markt mitzubekommen, so dass er Themen relativ schnell versteht. Das ist für nen Manager auf dem Level leider nicht selbstverständlich.
    Ich hab ihn vor ein paar Jahren (bin nicht mehr im Konzern) mal persönlich getroffen und er hat meinen schlecht prahlenden Teamleiter beim Thema DevOps ziemlich schnell entlarvt. Ob es jetzt 2 oder 4 Fragen waren, weiß ich nicht mehr...

    Man kann Herrn Brecht vieles vorwerfen, was auch schon hier im Forum aufgegriffen wurde (Leistungsdruck trotz Kostendruck, Abfindungen, zu viel Outsourcing, vermehrt interne indirekte Arbeit ohne Coden), aber von IT versteht er was.

  3. Re: Gesucht: eine Definition für "Arroganz"!

    Autor: GameDeveloper 05.04.21 - 15:14

    Da steht nicht nur *alle* sondern auch noch nach *maximal* drei Fragen.

    Wo würde Arroganz deiner Meinung nach denn beginnen? Bei - ich weiß und verstehe i.d.R. eh schon alles, ich frage nur manchmal bis zu 3x nach, damit es nicht zu überheblich wirkt?

  4. Re: Gesucht: eine Definition für "Arroganz"!

    Autor: Iugh787 06.04.21 - 12:11

    Hierzulande bezeichnen Firmenchefs potentielle Kandidaten mitunter auch dann schon als „arrogant“, wenn sie angemessene Gehälter wollen.

    Ich erlebe es in meinem eigenen Berufsleben im höheren mittleren Management einer US-Firma immerzu selbst: Es gibt im Prinzip keinen Fachkräftemangel. Man würde die Leute schon bekommen, wenn man sie adäquat bezahlt. Für internationale Arbeitskräfte mit hohem Potential ist und bleibt Deutschland eher uninteressant, weil wir a. schlecht bezahlen und b. immer noch erwarten, dass jeder Deutsch sprechen muss. Mit durchgängig internationalen Firmenstrukturen tun wir uns in D immer noch extrem schwer, und es ist natürlich einfach zu sagen, „so arrogante Leute stellen wir nicht ein“.

    Wie er im Interview schon sagte: Fachkräfte sind in Nordamerika deutlich teurer, und leider gilt eben auch hier: Du bekommst wofür du bezahlst.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.21 12:16 durch Iugh787.

  5. Re: Gesucht: eine Definition für "Arroganz"!

    Autor: Clown 07.04.21 - 09:47

    Iugh787 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hierzulande bezeichnen Firmenchefs potentielle Kandidaten mitunter auch
    > dann schon als „arrogant“, wenn sie angemessene Gehälter
    > wollen.

    Da bin ich grundsätzlich bei Dir.

    > Ich erlebe es in meinem eigenen Berufsleben im höheren mittleren Management
    > einer US-Firma immerzu selbst: Es gibt im Prinzip keinen Fachkräftemangel.
    > Man würde die Leute schon bekommen, wenn man sie adäquat bezahlt. Für
    > internationale Arbeitskräfte mit hohem Potential ist und bleibt Deutschland
    > eher uninteressant, weil wir a. schlecht bezahlen

    Das ist meines Wissens nach nicht so pauschal richtig. Ein Bekannter von mir hat vor einigen Jahren mal im Silicon Valley gearbeitet und dort ca 120k USD p.a. verdient. Unterm Strich sagte er aber, dass die Lebenshaltungskosten so dermaßen hoch sind, so dass er ungefähr genau so viel am Ende raus hat, wie hier mit 70-80k Euro. Es reicht also beim besten Willen nicht nur die Zahlen im Vertrag anzuschauen.
    Und umgekehrt: Wenn ich jemanden einstelle, der 100% remote aus dem Silicon Valley arbeitet, kann ich dem im Sinne der Gleichbehandlung nicht 120k geben, während alle anderen vor Ort 70-80k bekommen.

    > und b. immer noch
    > erwarten, dass jeder Deutsch sprechen muss. Mit durchgängig internationalen
    > Firmenstrukturen tun wir uns in D immer noch extrem schwer, und es ist
    > natürlich einfach zu sagen, „so arrogante Leute stellen wir nicht
    > ein“.

    Das kenne ich so nicht. Allerdings gibt es in (v.a. älteren Firmen) viele Alteingesessene, die nur schlecht oder gar kein Englisch sprechen. Denen bringt man das auch nicht mal so eben bei, insb. wenn die nur noch ein paar Jahre bis zur Rente haben. Und diese Leute deshalb kündigen ist auch keine Lösung (arbeitsrechtlich völlig zurecht auch gar nicht möglich).
    Für die Kommunikation innerhalb einer Abteilung ist das dann aber ein riesiges Problem..

    > Wie er im Interview schon sagte: Fachkräfte sind in Nordamerika deutlich
    > teurer, und leider gilt eben auch hier: Du bekommst wofür du bezahlst.

    Naja, das gilt ja grundsätzlich immer.

    Aber dass Fachkräfte in Nordamerika deutlich teurer sind, liegt auch daran, dass diese nach einem Studium auch einen großen Batzen Schulden mit sich rumschleppen. Das Geld muss ja auch irgendwann wieder rein kommen. Das ist in Europa so ja auch nicht der Fall.
    Also Studium teuer, Lebenshaltungskosten teilweise deutlich höher, dann führt das natürlich auch zu hohen Gehältern. Hast Du diese Vorbedingungen nicht, brauchts auch kein so hohes Gehalt. Dass jetzt international schmackhaft zu machen, ist mindestens schwierig, bis gar nicht lösbar. Einfach zu behaupten, dass wir hier generell zu wenig zahlen, stimmt mE jedenfalls so pauschal nicht.

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