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Kitchenaid/Thermomix des Radsports

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  1. Kitchenaid/Thermomix des Radsports

    Autor: ternot 08.04.21 - 17:34

    Preislich absolut uninteressant dieses System. Und es richtet sich auch nicht an Radsportler, eher an Leute die etwas Ausdauertraining mit einem hippen Gerät treiben wollen. Und da muss natürlich der SUV der Spinning Bikes her, genauso wie die Kochinsel obwohl man eh nur Essen liefern lässt. Eigentlich würde ein gebrauchtes Ergometer für 50-100¤ reichen, aber hey...

    Und wer das wirklich fürs Training möchte bekommt für 400-1100¤ einen Smart Trainer mit Direktantrieb. Da kommt dann entweder das Zeitfahrrad oder irgendein altes Rad rein. Im worst case kauft man ein Rennrad vom Decathlon für ein paar Hundert Euro mit 8fach Kette (die verschleißt kaum).

    Für das gesparte Geld gibt es dann ein schickes iPad wenn man auf diese Gamification steht. Ansonsten einfach einen Garmin Tacho/Uhr oder Handy für die Steuerung, fertig aus.

    Und mit Zwift/Garmin Trainings/etc. bekommt man damit einfach die Möglichkeit Intervalle usw. zu fahren und kann sich auch Übungen mit wenigen Klicks zusammenbauen in Garmin Connect. Und man muss dabei nicht einen blöden Regler für den Widerstand händisch verstellen, das kann der Smart Trainer/Ergometer im Gegensatz zu diesen Spinning Bikes (die Automatik aus dem Artikel haben diese Spinning Bikes in der Regel nicht) prinzipbedingt.

  2. Re: Kitchenaid/Thermomix des Radsports

    Autor: Oktavian 08.04.21 - 19:48

    > Preislich absolut uninteressant dieses System.

    Das kommt jetzt drauf an. Thermomixe finden auch reißenden Absatz.

    > Und es richtet sich auch
    > nicht an Radsportler, eher an Leute die etwas Ausdauertraining mit einem
    > hippen Gerät treiben wollen.

    Natürlich. Wer wirklich Radsport betreibt, hat ein nicht ganz günstiges Rennrad oder eben ein Modell, dass zu seiner Art Sport passt, und fährt draußen umher. Fürs Wintertraining montiert man dann ebendieses Rad auf die Rolle im Keller oder in der Garage, oder hat dafür halt ein Zweitrad.

    > Und da muss natürlich der SUV der Spinning
    > Bikes her, genauso wie die Kochinsel obwohl man eh nur Essen liefern lässt.
    > Eigentlich würde ein gebrauchtes Ergometer für 50-100¤ reichen, aber
    > hey...

    Es hat manchmal etwas mit dem Gefühl von Wertigkeit und Exklusivität zu tun, und mit dem Gefühl, sich selbst etwas gutes zu tun. In aller Regel kann man auf der 10 EUR China-Armbanduhr die Zeit besser und genauer ablesen als auf jeder Rolex. Trotzdem kostet die Rolex mindestens das 500-fache, Tendenz steigend.

    > Für das gesparte Geld gibt es dann ein schickes iPad wenn man auf diese
    > Gamification steht. Ansonsten einfach einen Garmin Tacho/Uhr oder Handy für
    > die Steuerung, fertig aus.

    Ja klar, kann man alles basteln, und dann auch billiger, vielleicht technisch sogar besser. Und trotzdem nicht das Produkt für die Zielgruppe. Die will eben nicht basteln, Komponenten suchen, irgendwie verbinden, etc. Die Zielgruppe will einen Service kaufen, dazu gehört ein Rad, das geliefert und aufgebaut wird. Draufsetzen und losfahren, darum geht es. Ja, das ist teuer, aber für die Zielgruppe ist das einfach nicht so wichtig.

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