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Ergebnisoffener Klimaschutz

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  1. Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: Polarstern 23.04.21 - 14:57

    „Wie aber soll ein Modell umgesetzt werden, bei dem Solaranlagen ihren Überschussstrom für Bitcoin nutzen, fossile Kraftwerke aber nicht? Darüber schweigen sich Ark Invest und Square aus. Die einzig vorstellbare Möglichkeit wäre, dass man das Bitcoin-Mining streng - und weltweit - reguliert.“

    Die einzig vorstellbare Möglichkeit für den Autor. Der beste Weg, um den Verbrauch fossiler Energieträger effektiv zu reduzieren, wäre ein weltweiter CO2 Zertifikathandel. Durch das stetig sinkende Angebot an Zertifikaten würde sich das Mining mit fossilen Energieträgern verglichen mit erneuerbaren Energien irgendwann nicht mehr lohnen.

  2. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: smonkey 23.04.21 - 15:24

    Polarstern schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der beste Weg, um den
    > Verbrauch fossiler Energieträger effektiv zu reduzieren, wäre ein
    > weltweiter CO2 Zertifikathandel.

    Und wenn wir noch dabei sind, führen wir gleich noch den Weltfrieden ein und dass niemand mehr auf der Welt hungern muss.

    Ernsthaft, es wird immer irgendwelche Staaten geben die da nicht mitspielen und in die sich die Miner zwecks günstigen Strom zurückziehen können. Schau doch mal in welchen Ländern die großen Miningpools heute sind. So lange aber in den wichtigen Industriestaaten Bitcoin unattraktiv gemacht wird, sinkt der Kurs, somit das Mining, somit die Energiebilanz.

  3. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: Polarstern 23.04.21 - 17:05

    >führen wir gleich noch den Weltfrieden ein und dass niemand mehr auf der Welt hungern muss

    Ist die Welt denn nicht in den letzten 80 Jahren friedlicher geworden? Sind der Hunger und die Armut denn nicht rasant zurückgegangen? Warum also so skeptisch, dass wir auf diplomatischem Wege den internationalen CO2-Ausstoß senken können? Mir fällt kein Staat ein, der sich pauschal einer internationalen Regelung verweigern würde.

    >Ernsthaft, es wird immer irgendwelche Staaten geben die da nicht mitspielen und in die sich die Miner zwecks günstigen Strom zurückziehen können.

    Nun, das gleiche Argument lässt sich auch gegen den Artikel vorbringen, der eine weltweite Regulierung des Minings vorgeschlagen hat.

    >So lange aber in den wichtigen Industriestaaten Bitcoin unattraktiv gemacht wird, sinkt der Kurs, somit das Mining, somit die Energiebilanz.

    Das stimmt soweit. Allerdings bringt man sich mit dieser Maßnahme auch politisch um die Möglichkeit eines freien Währungswettbewerbs, der mit dezentralen Kryptowährungen in greifbare Nähe gerückt ist und uns die Perspektive einer gerechteren Gesellschaft und nachhaltigeren Wirtschaftsweise eröffnet.

  4. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: smonkey 23.04.21 - 17:26

    Polarstern schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >führen wir gleich noch den Weltfrieden ein und dass niemand mehr auf der
    > Welt hungern muss
    >
    > Ist die Welt denn nicht in den letzten 80 Jahren friedlicher geworden?

    Leider Nein.


    > Sind
    > der Hunger und die Armut denn nicht rasant zurückgegangen?

    Leider auch nicht:

    Laut dem jährlich veröffentlichten Bericht litten 2019 rund 690 Millionen Menschen an Hunger. Damit ist die Zahl der hungernden Menschen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Millionen gestiegen, innerhalb der letzten fünf Jahren hat sie sich um 60 Millionen erhöht
    https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2020/un-report-nahrungssicherheit-hunger/221914

    > Warum also so
    > skeptisch, dass wir auf diplomatischem Wege den internationalen CO2-Ausstoß
    > senken können?

    Wie kommst Du darauf dass ich Zweifel habe? Ich schreibe davon, dass es immer einen Staat geben wird der sich davon ausnehmen wird. Für das Klima mag es ausreichend sein, wenn 99% der Länder mitmachen. Für das BTC-Mining reicht aber ein Land, das weiterhin günstigen fossilen Strom anbietet.

    > Mir fällt kein Staat ein, der sich pauschal einer
    > internationalen Regelung verweigern würde.
    >
    > >Ernsthaft, es wird immer irgendwelche Staaten geben die da nicht
    > mitspielen und in die sich die Miner zwecks günstigen Strom zurückziehen
    > können.
    >
    > Nun, das gleiche Argument lässt sich auch gegen den Artikel vorbringen, der
    > eine weltweite Regulierung des Minings vorgeschlagen hat.

    Ich verstehe das eher so wie ich es im weiteren Absatz erläutere ...

    > >So lange aber in den wichtigen Industriestaaten Bitcoin unattraktiv
    > gemacht wird, sinkt der Kurs, somit das Mining, somit die Energiebilanz.
    >
    > Das stimmt soweit. Allerdings bringt man sich mit dieser Maßnahme auch
    > politisch um die Möglichkeit eines freien Währungswettbewerbs, der mit
    > dezentralen Kryptowährungen in greifbare Nähe gerückt ist und uns die
    > Perspektive einer gerechteren Gesellschaft und nachhaltigeren
    > Wirtschaftsweise eröffnet.

    BTC ist nicht die einzige Kryptowährung und Proof of Work nicht das einzige Konsensverfahren. Alle die genannten Vorteile (und Nachteile!) wären mit anderen Kryptowährungen gleichermaßen zu erreichen. Nur eben ohne den immensen Nachteil des exorbitanten Energieverbrauchs.

  5. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: ruphus 23.04.21 - 20:21

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ist die Welt denn nicht in den letzten 80 Jahren friedlicher geworden?
    >
    > Leider Nein.
    doch
    https://ourworldindata.org/homicides

    > > Sind der Hunger und die Armut denn nicht rasant zurückgegangen?
    >
    > Leider auch nicht:
    doch
    https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52680/armut

    > Laut dem jährlich veröffentlichten Bericht litten 2019 rund 690 Millionen
    > Menschen an Hunger. Damit ist die Zahl der hungernden Menschen im Vergleich
    > zum Vorjahr um zehn Millionen gestiegen, innerhalb der letzten fünf Jahren
    > hat sie sich um 60 Millionen erhöht
    > www.unicef.de

    Solche Entwicklungen lassen sich nur über längere Zeiträume beurteilen...

  6. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: smonkey 23.04.21 - 21:55

    ruphus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > smonkey schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Ist die Welt denn nicht in den letzten 80 Jahren friedlicher geworden?
    > >
    > > Leider Nein.
    > doch
    > ourworldindata.org

    Wo kannst Du da einen Rückgang erkennen? Im Gegenteil, 1990 war der Wert noch deutlich geringer, ist bis ins Jahr 2000 gestiegen und stagniert seither auf hohem Niveau. Oder meinst Du die Zeitachse seit dem 1300 Jahrhundert?

    > > > Sind der Hunger und die Armut denn nicht rasant zurückgegangen?
    > >
    > > Leider auch nicht:
    > doch
    > www.bpb.de

    Reden wir jetzt über Armut oder über Hunger. Zu Armut habe ich mich nicht geäußert. Und was bringen 1,90$ wenn innerhalb von 5 Jahren 60 Mio. Menschen zusätzlich hungern? Wir waren übrigens wirklich mal auf einem guten Weg. Das ist seit einigen Jahren aber leider rückläufig.

    > > Laut dem jährlich veröffentlichten Bericht litten 2019 rund 690
    > Millionen
    > > Menschen an Hunger. Damit ist die Zahl der hungernden Menschen im
    > Vergleich
    > > zum Vorjahr um zehn Millionen gestiegen, innerhalb der letzten fünf
    > Jahren
    > > hat sie sich um 60 Millionen erhöht
    > > www.unicef.de
    >
    > Solche Entwicklungen lassen sich nur über längere Zeiträume beurteilen...

    Du meinst wieder nur im Vergleich zum Mittelalter, wie oben?

  7. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: ruphus 23.04.21 - 22:21

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder meinst Du die Zeitachse seit dem 1300 Jahrhundert?
    Die lässt sich auch auf den Zeitraum von 1900 bis heute skalieren und da ist seit 1990 ein deutlich negativer Trend zu sehen. Ich glaube man kann trotz der negativen Schlagzeilen und den Kriegsbemühungen der USA/UN der in den vergangenen 30 Jahren dennoch sagen, dass die overall Entwicklung pro Kopf positiv (also weniger Tötungen) zu beurteilen ist.

    > > > > Sind der Hunger und die Armut denn nicht rasant zurückgegangen?
    > > >
    > > > Leider auch nicht:
    > > doch
    > > www.bpb.de
    >
    > Reden wir jetzt über Armut oder über Hunger. Zu Armut habe ich mich nicht
    > geäußert. Und was bringen 1,90$ wenn innerhalb von 5 Jahren 60 Mio.
    > Menschen zusätzlich hungern? Wir waren übrigens wirklich mal auf einem
    > guten Weg. Das ist seit einigen Jahren aber leider rückläufig.
    >
    > > > Laut dem jährlich veröffentlichten Bericht litten 2019 rund 690
    > > Millionen
    > > > Menschen an Hunger. Damit ist die Zahl der hungernden Menschen im
    > > Vergleich
    > > > zum Vorjahr um zehn Millionen gestiegen, innerhalb der letzten fünf
    > > Jahren
    > > > hat sie sich um 60 Millionen erhöht
    > > > www.unicef.de
    > >
    > > Solche Entwicklungen lassen sich nur über längere Zeiträume
    > beurteilen...
    >
    > Du meinst wieder nur im Vergleich zum Mittelalter, wie oben?

    Auch auf Unterernährung bezogen ist die Langzeitentwicklung negativ.

    https://ourworldindata.org/hunger-and-undernourishment



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.04.21 22:24 durch ruphus.

  8. Re: Ergebnisoffener Klimaschutz

    Autor: smonkey 23.04.21 - 23:24

    ruphus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > smonkey schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oder meinst Du die Zeitachse seit dem 1300 Jahrhundert?
    > Die lässt sich auch auf den Zeitraum von 1900 bis heute skalieren und da
    > ist seit 1990 ein deutlich negativer Trend zu sehen.

    Also wirklich die Zeitachse mit lediglich einer Handvoll westeuropäischer Länder, verglichen mit der Zeit des 1. Weltkriegs, des 2. Weltkrieges, einiger faschistischer Regime und mehrere Genozide? Ja, verglichen damit, geht es uns heute wirklich besser.

    > Ich glaube man kann
    > trotz der negativen Schlagzeilen und den Kriegsbemühungen der USA/UN der in
    > den vergangenen 30 Jahren dennoch sagen, dass die overall Entwicklung pro
    > Kopf positiv (also weniger Tötungen) zu beurteilen ist.

    1990: 353
    2017: 405

    Nach meinen bescheidenen Mathe-Künsten entspricht dass eher einer Zunahme von etwa 15%.

    > > > > > Sind der Hunger und die Armut denn nicht rasant zurückgegangen?
    > > > >
    > > > > Leider auch nicht:
    > > > doch
    > > > www.bpb.de
    > >
    > > Reden wir jetzt über Armut oder über Hunger. Zu Armut habe ich mich
    > nicht
    > > geäußert. Und was bringen 1,90$ wenn innerhalb von 5 Jahren 60 Mio.
    > > Menschen zusätzlich hungern? Wir waren übrigens wirklich mal auf einem
    > > guten Weg. Das ist seit einigen Jahren aber leider rückläufig.
    > >
    > > > > Laut dem jährlich veröffentlichten Bericht litten 2019 rund 690
    > > > Millionen
    > > > > Menschen an Hunger. Damit ist die Zahl der hungernden Menschen im
    > > > Vergleich
    > > > > zum Vorjahr um zehn Millionen gestiegen, innerhalb der letzten fünf
    > > > Jahren
    > > > > hat sie sich um 60 Millionen erhöht
    > > > > www.unicef.de
    > > >
    > > > Solche Entwicklungen lassen sich nur über längere Zeiträume
    > > beurteilen...
    > >
    > > Du meinst wieder nur im Vergleich zum Mittelalter, wie oben?
    >
    > Auch auf Unterernährung bezogen ist die Langzeitentwicklung negativ.
    >
    > ourworldindata.org

    Wie gesagt, diesbezüglich waren wir lange Zeit auf einem guten Weg. Aber auch auf Deiner Quelle erkennst Du dass die Werte in den letzten 5 Jahren überall stagnieren und in einigen Regionen ins Besondere Sub-Sahara und Südamerika sogar deutlich gestiegen sind:

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