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  5. › Tesla-Autopilot: Fahrer lässt sich…

Reines clickbait...

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  1. Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 08.05.21 - 15:22

    Denn so gut wie nichts im Artikel hat Hand noch Fuß, bzw. ist in keinster Weise differenziert betrachtet:

    - "Der Fahrer hat sich filmen lassen" impliziert, dass er aktiv beteiligt war (z.B. zum Posen). Er wurde aber von einem unabhängigen Dritten "erwischt" und aufgenommen. Das ist ein völlig anderer Sachverhalt.

    - Nicht erst seit dem besagten Unfall gibt es entsprechende Videos. Diese Vollidioten gibt es schon deutlich länger.

    - Die Schutzmaßnahmen gegen ein versehentliches Auslösen des Autopiloten sind absolut ausreichend. Mutwilliges Umgehen wird es immer gehen. Selbst ein Sitzsensor ließe sich mit Gewichten umgehen. Es fordert auch niemand einen Hamster- oder Katzendetektor für Mikrowellen.

    - Es gibt neben den Forderungen zur Nutzung der Kamera zur Überwachung auch Forderungen, die Datenerhebung so gering wie möglich zu halten und den Innenraum aus Datenschutzgründen eben nicht zu überwachen.

    In Summe für mich extrem inhaltslos.

  2. Re: Reines clickbait...

    Autor: Eheran 08.05.21 - 17:47

    >Mutwilliges Umgehen wird es immer gehen.
    Muss aber nicht so einfach sein, dass die gefährdete Zielgruppe von Idioten es problemlos schafft. Damit gefährdet man das Leben Dritter, das hat gesichert zu sein.

  3. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 08.05.21 - 18:15

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Mutwilliges Umgehen wird es immer gehen.
    > Muss aber nicht so einfach sein, dass die gefährdete Zielgruppe von Idioten
    > es problemlos schafft. Damit gefährdet man das Leben Dritter, das hat
    > gesichert zu sein.

    Weißt du, was bei meinem Seat passiert, wenn ich Spurhalteassistent und Tempomat einschalte?
    Nein? Ich auch nicht. Interessiert mich auch nicht. Sonst auch keinen. Denn es ist ein Seat und kein Tesla.

    Wenn ich noch einen Abstandsautomaten hätte (den gibt es bei den Automatikversionen) wäre der Funktionsumfang identisch zum Tesla.

    Ansonsten gilt die Frage auch für jedes andere Modell...
    Nur bei Tesla wird ein Fass auf gemacht.

    Achja: Die meisten Verkehrstote sterben durch überhöhte Geschwindigkeit.
    Deiner Argumentation nach bist Du also für eine technische Beschränkung der zu fahrenden Geschwindigkeit auf das jeweils maximal erlaubte - also 30 in 30er-Zonen, 50 in der Stadt und 60/80 bei Autobahnbaustellen, und natürlich alle weiteren Beschränkungen.
    Gesunde Einstellung. Da bin ich dabei!

  4. Re: Reines clickbait...

    Autor: SM 08.05.21 - 18:21

    Was hat Innenraumüberwachung mit Datenerhebung zu tun? Das sollte problemlos offline möglich sein.

  5. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 08.05.21 - 18:26

    SM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat Innenraumüberwachung mit Datenerhebung zu tun?
    In der Realität vermutlich mehr als du denkst.

    Und im Grunde geht es mir ja (wie geschrieben) primär um eine ausgewogene Berichterstattung. Unabhängig von meinem eigenen Standpunkt.

  6. Re: Reines clickbait...

    Autor: tomate.salat.inc 08.05.21 - 19:05

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Realität vermutlich mehr als du denkst.
    Dann erkär doch mal, was an Inneraumüberwachung - dessen Daten das Fahrzeug nie verlassen für Probleme verursachen?

    > Und im Grunde geht es mir ja (wie geschrieben) primär um eine ausgewogene
    > Berichterstattung. Unabhängig von meinem eigenen Standpunkt.
    Nein. Dir geht es darum, dass deiner Meinung nach Tesla bereits mehr wie genug macht. Wenn es aber danach ginge, dann könnte man sagen, ein Warndialog reicht.

    Aber seien wir ehrlich, nicht mal das macht Tesla. Geh auf die Seite von denen und ließ was zum AP steht. Tesla stand schon mehrfach in der Kritik wie sie Ihren AP bewerten. Bei entsprechenden Personen kommt dann an, dass der AP 100% sicher wäre und die Person nur der Regierung zu Liebe auf dem Fahrersitz noch sitzen muss.

    Da solche Idioten eine Ernsthafte und tödliche Gefahr für dritte darstellen MUSS Tesla aktiv werden. Dann der Marketingabteilung aber an Umsatz mehr liegt als an Menschenleben muss es eben die Technik lösen.

    Und ja: wie in JEDEM Sektor der mit Technik zu tun hat wird das in einem Katz-und-Maus-Spiel enden.

  7. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 08.05.21 - 20:20

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bonarewitz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In der Realität vermutlich mehr als du denkst.
    > Dann erkär doch mal, was an Inneraumüberwachung - dessen Daten das Fahrzeug
    > nie verlassen für Probleme verursachen?
    Nichts. Solange sie wirklich im Auto bleibt.
    Und nun zurück zur Realität: Insbesondere Tesla ist bekannt dafür (und macht absolut kein Geheimnis daraus), vollen Zugriff auf diese Daten zu haben.
    Wie es bei anderen Herstellern aussieht (und was da im Geheimen passiert) kann niemand sagen.
    Außer: Konnektivität zum Internet haben bereits jetzt (oder in naher Zukunft?) alle Neufahrzeuge (SOS-Notruf).
    Das Fraudpotenzial ist somit vorhanden.
    Und das gehört abgewägt. Sonst wäre die VDS ja auch mit gleicher Begründung klar umzusetzen.

    > > Und im Grunde geht es mir ja (wie geschrieben) primär um eine
    > ausgewogene
    > > Berichterstattung. Unabhängig von meinem eigenen Standpunkt.
    > Nein. Dir geht es darum, dass deiner Meinung nach Tesla bereits mehr wie
    > genug macht.
    Wie gut, dass du besser weißt, was ich denke, als du.
    Mit dieser Fähigkeit kannst du reich werden. Nutze sie weise...

    Aber so gut ist die Fähigkeit dann doch nicht, denn ich muss widersprechen.
    Ich finde, dass Tesla genug unternimmt, *um ein unbeabsichtigtes Aktivieren zu verhindern*.
    Ich denke ebenfalls, dass egal, wie ein System konstruiert ist, es immer einen Weg gibt, es zu umgehen.
    Weiterhin denke ich, dass es immer eine gewisse Anzahl an Vollidioten gibt, die Lücken suchen, finden und missbrauchlicher Weise ausnutzen.

    > Wenn es aber danach ginge, dann könnte man sagen, ein
    > Warndialog reicht.
    Ja genau. Der reicht.
    Den hatte ich bei meinem Navi übrigens auch. Einmal am Anfang. Nicht regelmäßig. Genau wie bei Tesla beim Autopiloten.
    BTW: Ich hatte nicht einmal einen Dialog bei meinem Tempomaten oder Spurhalteassisten. Schon gar nicht regelmäßig. Und überwacht wird er schon gar nicht.

    > Aber seien wir ehrlich, nicht mal das macht Tesla.
    Doch. Genau wie bei meinem Navi.
    BTW: Ich hatte nicht einmal einen Dialog bei meinem Tempomaten oder Spurhalteassisten. Schon gar nicht regelmäßig. Und überwacht wird er schon gar nicht.

    > Geh auf die Seite von
    > denen und ließ was zum AP steht. Tesla stand schon mehrfach in der Kritik wie sie Ihren AP bewerten.
    Ich kenne die Seite. Die Darstellung fand ich mal völlig daneben, inzwischen wird aber ausreichend aufgeklärt.
    Und es gibt besagten Warnhinweis.

    > Bei entsprechenden Personen kommt dann an, dass
    > der AP 100% sicher wäre und die Person nur der Regierung zu Liebe auf dem
    > Fahrersitz noch sitzen muss.
    Und selbst wenn: An die Verkehrsregeln hat sich gehalten zu werden. Nur weil es eine Funktion augenscheinlich zu geben scheint, darf man nicht gegen geltendes Recht verstoßen, um sie zu nutzen.

    > Da solche Idioten eine Ernsthafte und tödliche Gefahr für dritte darstellen
    > MUSS Tesla aktiv werden.
    Jede Geschwindigkeitsuberschreitung ist eine "tödliche Gefahr" (richtig wäre "kann zu einer tödlichen Gefahr werden", aber ich nutze der Vergleichbarkeit wegen deine Formulierung) und jeder Hersteller von PKW MUSS aktiv werden.
    Jeder Blick aufs Handy ist eine "tödliche Gefahr" (richtig wäre "kann zu einer tödlichen Gefahr werden", aber ich nutze der Vergleichbarkeit wegen deine Formulierung) und jeder Hersteller von PKW MUSS aktiv werden.
    Jede Missachtung roter Ampeln ist eine "tödliche Gefahr" (richtig wäre "kann zu einer tödlichen Gefahr werden", aber ich nutze der Vergleichbarkeit wegen deine Formulierung) und jeder Hersteller von PKW MUSS aktiv werden.
    Du merkst, wo das Hinführt?
    Die einzige Lösung ist Autonomiestufe 5. Denn erst dann sind menschliche Fehler ausgeschlossen.

    > Und ja: wie in JEDEM Sektor der mit Technik zu tun hat wird das in einem
    > Katz-und-Maus-Spiel enden.
    Wer das gewinnt ist klar. Der Mensch ist kreativ genug, immer eine Lösung gegen die Maschine zu finden.
    Und jedes Katz-und-Mausspiel geht mit Nebenwirkungen für die Allgemeinheit her.
    Ich sehe schon Notbremsmanöver bei 180km/h auf der linken Spur, weil der Fahrer seine Sitzposition verändert.
    Oder weil er wegen einer Fluse im Auge zu oft blinzelt.

  8. Re: Reines clickbait...

    Autor: Eheran 08.05.21 - 21:40

    Abstandsautomaten sind erstmal keine Autopiloten.

    >Achja: Die meisten Verkehrstote sterben durch überhöhte Geschwindigkeit.
    Ja, durch eine nicht angepasste Geschwindigkeit. Was mit der erlaubten Geschwindigkeit erstmal nichts zu tun hat. Man kann nicht in jede Kurve ein Schild stellen, wie schnell sie durchfahren werden kann. Und das dann auch noch je nach Auto, Beladung, Witterung, Bereifung, ... angepasst. Die Fahrer müssen selbst denken können. Die meisten dieser Toten sind in Kurven und dann an Bäumen gestorben. Siehe etwa hier:
    >Jeder vierte Unfall mit Personenschaden (24,6 %) auf Landstraßen ereignete sich in einer Kurve. Im Jahr 2017 starben dabei 647 Menschen, das waren 36,0 % aller Verkehrsopfer auf Landstraßen [Anm.: Das sind 20 % aller Verkehrstoter 2017]. Diese Unfälle passierten in der Regel, weil der Fahrer oder die Fahrerin in der Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte und von der Straße abkam. Bei über der Hälfte der tödlichen Unfälle in Kurven kam es zu einem Aufprall auf ein Hindernis neben der Fahrbahn, am häufigsten auf einen Baum (58,9 %).

    In jede Kurve ein Schild mit "10", weil man bei Regen/Eis/... mit dem überladensten Auto mit Sommerreifen nicht schneller durchfahren kann? Nein, das ist natürlich keine Option. Aber einfach nur eine Erkennung implementieren, die den Fahrer überwacht? Ja, defintiv eine Option.

  9. Re: Reines clickbait...

    Autor: ad (Golem.de) 08.05.21 - 21:53

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was hat Innenraumüberwachung mit Datenerhebung zu tun?
    > In der Realität vermutlich mehr als du denkst.
    >
    > Und im Grunde geht es mir ja (wie geschrieben) primär um eine ausgewogene
    > Berichterstattung. Unabhängig von meinem eigenen Standpunkt.


    Das verstehe ich - und danke für den Hinweis. Der letzte Absatz war unfreiwillig zu kurz geworden und ist nun ergänzt worden, sorry dafür.

  10. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 08.05.21 - 23:32

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abstandsautomaten sind erstmal keine Autopiloten.
    Habe ich nie behauptet.
    Aber ich habe ihn im Kontext von Spurhalteassistent und Tempomat genannt.
    Und exakt dieses Dreigespann beschreibt zusammen ziemlich genau das, was Tesla als Autopilot bezeichnet.
    Bitte nicht mit "FSD" (oder die kürzlich eingeführte Zwischenvariante "erweiterter Autopilot" verwechseln).

    > >Achja: Die meisten Verkehrstote sterben durch überhöhte Geschwindigkeit.
    > Ja, durch eine nicht angepasste Geschwindigkeit. Was mit der erlaubten
    > Geschwindigkeit erstmal nichts zu tun hat.
    Gem. §3 StVO ist ein Fahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit regelwidrig. Genau wie das Nichtbeherrschen des Fahrzeugs (was automatisch der Fall ist, wenn man nicht am Steuer sitzt). Es handelt sich sogar um das gleiche Vergehen.

    Abgesehen davon:
    Wenn du aus der Menge der wegen nicht angepasster Geschwindigkeit gestorbenen die Teilmenge derer herausrechnest, die das Tempolimit eingehalten (aber dennoch gegen §3 StVO verstoßen) haben, bleibt dennoch eine Teilmenge übrig, die ohne Diskussion höher ist, als die der durch missbräuchliche Nutzung des Autopiloten.
    Oder möchtest du etwa behaupten, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen in Deutschland nicht eher die Regel als die Ausnahme sind?

    > Man kann nicht in jede Kurve ein
    > Schild stellen, wie schnell sie durchfahren werden kann.
    Für die Berechnung reichen völlig die Kartendaten des Navis aus.

    > Und das dann auch
    > noch je nach Auto, Beladung, Witterung, Bereifung, ... angepasst.
    Das kann das Auto sicherlich besser berechnen als Menschen.
    Das mit dem Bremsen bekommen Sie ja auch besser hin (ABS, Stabilitätssysteme, etc.).

    > Die
    > Fahrer müssen selbst denken können.
    Warum?
    Das sprichst du den Nutzern des Autopiloten doch ab...
    Warum sollten Menschen die Sicherheitsmaßnahmen des Autopiloten *bewusst umgehen* auf der anderen Seite verantwortlich mit Geschwindigkeit und angepasstem Fahrstil umgehen?
    Da erschließt sich mir absolut nicht die Logik hinter.

    > Die meisten dieser Toten sind in Kurven
    > und dann an Bäumen gestorben. Siehe etwa hier:
    > >Jeder vierte Unfall mit Personenschaden (24,6 %) auf Landstraßen
    > ereignete sich in einer Kurve. Im Jahr 2017 starben dabei 647 Menschen,
    > das waren 36,0 % aller Verkehrsopfer auf Landstraßen . Diese Unfälle
    > passierten in der Regel, weil der Fahrer oder die Fahrerin in der Kurve die
    > Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte und von der Straße abkam. Bei
    > über der Hälfte der tödlichen Unfälle in Kurven kam es zu einem Aufprall
    > auf ein Hindernis neben der Fahrbahn, am häufigsten auf einen Baum (58,9
    > %).
    Ob 20% der Verkehrstoten ein Großteil ist, kann ich nicht abschätzen (so aufgeschlüsselt kenne ich die Statistiken nicht), aber du betrachtest ja nur die ~1800 Landstraßentoten. (2017 waren es insgesamt >3100 Tote insgesamt in Deutschland).
    Die Statistik besagt aber auch, dass knapp 1000 (also etwa 1/3) der Toten auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurück zu führen ist. Welcher Anteil "schneller als erlaubt" (das zählt da als Teilmenge) und welcher "nur" "nicht angepasst" ist, geht aus der Statistik leider nicht hervor.
    Aber egal, wie gering der Anteil "Geschwindigkeitsüberschreitung" ist (und ich denke, dass er mindestens relevant ist), sind das massiv mehr tote, als durch missbräuchliche Nutzung des Autopiloten. Davon landen nämlich weltweit alle (es wird Ausnahmen geben) in den Medien. Selbst wenn der Autopilot nicht aktiviert wurde.

    Das Große ToDo wenn man Menschenleben retten will, liegt also weiterhin bei der Geschwindigkeit.


    > In jede Kurve ein Schild mit "10", weil man bei Regen/Eis/... mit dem
    > überladensten Auto mit Sommerreifen nicht schneller durchfahren kann?
    Diese Konstellation ist vermutlich genauso selten, wie die missbräuchliche Nutzung des Autopiloten.
    Und nein, wenn sich grundsätzlich ans Tempolimit gehalten werden und zusätzlich vor unübersichtlichen Kurven abgebremst werden würde, bräuchte man zur systemischen Kontrolle nicht überall "Tempo 10"-Schilder!
    BTW: An welchen Landstraßen (ohne spezifisches Limit, denn da steht ja eh ein Schild) kann man nur mit 10 um die Kurve fahren?
    Man merkt zunehmend, dass du an einer sachlichen Diskussion kein Interesse hast.

    > Nein,
    > das ist natürlich keine Option. Aber einfach nur eine Erkennung
    > implementieren, die den Fahrer überwacht? Ja, defintiv eine Option.
    Der Fahrer wird bereits mit Gurtprüfung und Lenkrad überwacht. Und die Tür darf nach dem Anschnallen nicht geöffnet werden. Sonst funktioniert der Autopilot nicht.
    Das ist schon viel mehr, als eine simple Drosselung auf die aktuell maximal zulässige Geschwindigkeit erfordern würde (Schilderkennung, Drosselung, fertig).

    Aber wenn man eine Seite bewusst massiv verkompliziert, die andere dafür ordentlich vereinfacht, argumentiert es sich leichter, was?

  11. Re: Reines clickbait...

    Autor: Eheran 09.05.21 - 07:01

    >Warum sollten Menschen die Sicherheitsmaßnahmen des Autopiloten *bewusst umgehen*
    Menschen sind faul. Es gibt etwa auch einen Markt für Sachen, um Gurtpiepser zu überlisten. Daher wird natürlich auch ein Autopilot häufig bewusst umgangen, wenn dies so einfach möglich ist. Das wird auch jetzt schon so sein, weil viele Fahrer nicht weiterhin 100 % aufmerksam sind, wie sie es sein sollten, sondern sich mit irgendwas anderem beschäftigen. Bequemlichkeit ist der Standard bei Menschen. Dies gilt es so weit wie möglich zu verhindern, solange das System nicht weit genug ist.

    >auf der anderen Seite verantwortlich mit Geschwindigkeit und angepasstem Fahrstil umgehen?
    Verantwortlich (bzw. einfach sicher) fahren sehr viele nicht. Siehe die unglaublich vielen Autounfälle. Der Großteil sind Abbiegefehler, als ob das schwer wäre. Die Leute schaffen es trotzdem nicht. Also nein, ist glaube nicht, dass die Autopilot-Austrickser ansonsten sicher fahren. Aber deswegen muss man nicht zusätzliche Anreize und Gefahren schaffen.

  12. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 09.05.21 - 10:25

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Zunächst einmal: eine als ganzes gestellte Frage zu teilen, und separat zu beantworten reißt sie aus dem Zusammenhang.
    Aber gut. Ich freue mich, dass du dem Rest von mir zuzustimmen scheinst.

    > >Warum sollten Menschen die Sicherheitsmaßnahmen des Autopiloten *bewusst
    > umgehen*
    > Menschen sind faul. Es gibt etwa auch einen Markt für Sachen, um
    > Gurtpiepser zu überlisten.
    Es gibt auch einen Markt für harte Drogen und illegale Schusswaffen und KiPos. Das bedeutet aber nur, dass die Beachtung der Regeln durch die Exekutive durchgesetzt werden muss, nicht, dass ein Großteil der Menschen sich auf dem Markt auch tatsächlich bedient.

    Daher wird natürlich auch ein Autopilot häufig
    > bewusst umgangen, wenn dies so einfach möglich ist.
    Gibt es Beweise für die Häufigkeit? Oder Vermutest Du nur?
    Den Gegenbeweis mit der Geschwindigkeit habe ich bereits erbracht. Dazu, ob Du auch technische Drosselung der Geschwindigkeit forderst, hast Du Dich eher negativ geäußert.

    > Das wird auch jetzt
    > schon so sein, weil viele Fahrer nicht weiterhin 100 % aufmerksam sind, wie
    > sie es sein sollten, sondern sich mit irgendwas anderem beschäftigen.
    Dass Menschen unaufmerksam und abgelenkt sind, heißt nicht automatisch, dass sie Bewusst Sicherheitsvorkehrungen umgehen. Denn aufs Handy zu gucken, ist massiv einfacher, als Tür zu, Sitz anschnallen, anfahren, Autopilot an, Tempo auf 0, Gewicht ans Lenkrad, auf die Ruckbank klettern und Tempo wieder hoch...
    Das ist ein großer Schritt von unaufmerksam dahin.

    > Bequemlichkeit ist der Standard bei Menschen. Dies gilt es so weit wie
    > möglich zu verhindern, solange das System nicht weit genug ist.
    Hier greift meine Argumentation von weiter oben mit "kein System ist sicher". Und ich halte die bisherigen Vorkehrungen für ausreichend.
    Und weiterhin gibt es deutlich einfachere Lösungen deutlich mehr Opfer auf den Straßen zu verhindern.
    Aber was hier im Forum los ist, wenn einer mal Tempolimit sagt (das habe ich bislang nicht erwähnt) kannst du in anderen entsprechenden Beiträgen mit 800+ Antworten nachsehen.

    > >auf der anderen Seite verantwortlich mit Geschwindigkeit und angepasstem
    > Fahrstil umgehen?
    > Verantwortlich (bzw. einfach sicher) fahren sehr viele nicht. Siehe die
    > unglaublich vielen Autounfälle. Der Großteil sind Abbiegefehler, als ob das
    > schwer wäre. Die Leute schaffen es trotzdem nicht. Also nein, ist glaube
    > nicht, dass die Autopilot-Austrickser ansonsten sicher fahren.
    Soweit so einig. Danke für die Zustimmung.

    > Aber deswegen muss man nicht zusätzliche Anreize und Gefahren schaffen.
    Wer schafft wo Anreize und Gefahren?
    Es geht hier schon die ganze Zeit um den Versuch, das Verhindern vom Umgehen von Sicherheitsmasnahmen gegen das Aktivieren des Autopiloten in missbräuchlicher Absicht noch zu Erschweren, obwohl schon jetzt kriminelle Energie dafür erforderlich ist.

    Wo schafft hier also wer wie eine Gefahr oder einen Anreiz?
    Die einzige Gefahr die ich sehe, ist der Fahrzeugführer. Und der schafft die Gefahr ganz alleine.
    Und hier nochmal: Wenn wir die Autos soweit haben, dass menschliche (bewusste) Fehler ausgeschlossen werden können, haben wir automatisch Autonomie Stufe 5.

  13. Re: Reines clickbait...

    Autor: Spleener 09.05.21 - 11:58

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Mutwilliges Umgehen wird es immer gehen.
    > > Muss aber nicht so einfach sein, dass die gefährdete Zielgruppe von
    > Idioten
    > > es problemlos schafft. Damit gefährdet man das Leben Dritter, das hat
    > > gesichert zu sein.
    >
    > Weißt du, was bei meinem Seat passiert, wenn ich Spurhalteassistent und
    > Tempomat einschalte?
    > Nein? Ich auch nicht. Interessiert mich auch nicht. Sonst auch keinen. Denn
    > es ist ein Seat und kein Tesla.
    >
    > Wenn ich noch einen Abstandsautomaten hätte (den gibt es bei den
    > Automatikversionen) wäre der Funktionsumfang identisch zum Tesla.
    >
    > Ansonsten gilt die Frage auch für jedes andere Modell...
    > Nur bei Tesla wird ein Fass auf gemacht.

    Die ‚anderen‘ Herstellern nennen das aber auch richtig Fahrassistenzsysteme und nicht fast fertigen Autopiloten.

    Musk letztes Jahr:
    Vollautonomes Fahren - Level-5-Technologie kommt laut Elon Musk noch dieses Jahr

    Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für Youtuber. Diese Videos bringen Millionen Klicks.
    Aber natürlich auch für die Tesla-Fahrer selber.

    Warum entwickelt Tesla den Autopiloten nicht im Labor weiter und schaltet den Autopilot in den Fahrzeugen soweit ab, dass nur die Assistenzsysteme übrig bleiben?
    Daten kommt er ja trotzdem genug von seinen Millionen Datensammlern auf den Straßen der Welt. Es dürfte bestimmt kein Problem sein, die Autopilot Berechnungen mit den Entscheidungen der Fahrer abzugleichen und daraus zu lernen.

  14. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 09.05.21 - 21:40

    Spleener schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ‚anderen‘ Herstellern nennen das aber auch richtig
    > Fahrassistenzsysteme und nicht fast fertigen Autopiloten.
    Nö.
    Der Tesla Autopilot besteht aus genau diesen drei oben genannten Assistenzsystemen:
    Tempomat, Abstandsassistent und Spurhalteassistent.

    > Musk letztes Jahr:
    > Vollautonomes Fahren - Level-5-Technologie kommt laut Elon Musk noch dieses
    > Jahr
    Jo. Aber nicht in Bezug zum Autopilot.

    > Warum entwickelt Tesla den Autopiloten nicht im Labor weiter und schaltet
    > den Autopilot in den Fahrzeugen soweit ab, dass nur die Assistenzsysteme
    > übrig bleiben?
    Das ist der Fall.

    > Daten kommt er ja trotzdem genug von seinen Millionen Datensammlern auf den
    > Straßen der Welt. Es dürfte bestimmt kein Problem sein, die Autopilot
    > Berechnungen mit den Entscheidungen der Fahrer abzugleichen und daraus zu
    > lernen.
    Das passiert parallel.

    Bevor du groß intervenierst:
    Du verwechselst in deiner gesamten Argumentation den Autopiloten mit FSD.

  15. Re: Reines clickbait...

    Autor: franzropen 09.05.21 - 22:39

    Nach deiner Logik braucht man dann var keine Schutzmaßnahmen, kann man ja alle umgehen.
    Man kann aber auch einfach einen gewissen Standard implementieren und da gehört der Sitzsensor dazu.

  16. Re: Reines clickbait...

    Autor: SirAstral 10.05.21 - 09:03

    Bowlingkugel

  17. Re: Reines clickbait...

    Autor: Bonarewitz 10.05.21 - 16:11

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach deiner Logik braucht man dann var keine Schutzmaßnahmen, kann man ja
    > alle umgehen.
    > Man kann aber auch einfach einen gewissen Standard implementieren und da
    > gehört der Sitzsensor dazu.

    Lies bitte nochmal meine Beiträge.
    Nichts von dem, was ich geschrieben habe, lässt darauf schließen, dass es aus meiner Sicht gar keiner Schutzmaßnahmen bedarf.

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