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BEA anyone?

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  1. BEA anyone?

    Autor: DarkSpir 11.05.21 - 08:04

    Ich denke hier wird pro Branche ein Dienstleister beauftragt eine einheitliche Lösung zu schaffen. Heraus kommt so etwas wie das Anwaltspostfach was ATOS verbrochen hat. Email mit Crypto? Viel zu primitiv für eine Industrienation! Leider.

  2. Re: BEA anyone?

    Autor: WolfgangS 11.05.21 - 08:38

    DarkSpir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke hier wird pro Branche ein Dienstleister beauftragt eine
    > einheitliche Lösung zu schaffen. Heraus kommt so etwas wie das
    > Anwaltspostfach was ATOS verbrochen hat. Email mit Crypto? Viel zu primitiv
    > für eine Industrienation! Leider.


    Das viele nicht verstehen: E-Mail mit Verschlüsselung ist nur die Hälfte.
    Das andere ist der Nachweis des Empfangs für den Sender. Und das ist bei E-Mail nicht gegeben. Du kannst deine Empfangsbestätigung anfordern- aber wenn der Empfänger da nicht zustimmt hat du verloren.

  3. Re: BEA anyone?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 08:46

    WolfgangS schrieb:
    > Das viele nicht verstehen: E-Mail mit Verschlüsselung ist nur die Hälfte.
    > Das andere ist der Nachweis des Empfangs für den Sender. Und das ist bei
    > E-Mail nicht gegeben. Du kannst deine Empfangsbestätigung anfordern- aber
    > wenn der Empfänger da nicht zustimmt hat du verloren.

    Achja? Wenn du ein Einschreiben schickst gibts auch keine Empfangsbestätigung wenn ich die Annahme verweigere. Es ist also das selbe wie wenn ich bei E-Mail-Empfangsbestätigung auf "nicht senden" drücke. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich die E-Mail trotzdem lesen kann, wobei der Brief ungelesen zurückgeht. Aber den Punkt des Nachweis-Problems sehe ich hier nicht im Vergleich mit Brief.

  4. Re: BEA anyone?

    Autor: bw71236196231 11.05.21 - 08:50

    Das keine Empfangsbestätigung geht ist richtig.
    Das schließt aber nur die Dinge aus, bei denen der Empfang bestätigt werden muss. Und das ist nicht so viel. Dort könnte man auch einen Brief nehmen.
    Alle anderen wären möglich.

  5. Re: BEA anyone?

    Autor: Tantalus 11.05.21 - 08:52

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Achja? Wenn du ein Einschreiben schickst gibts auch keine
    > Empfangsbestätigung wenn ich die Annahme verweigere. Es ist also das selbe
    > wie wenn ich bei E-Mail-Empfangsbestätigung auf "nicht senden" drücke. Mit
    > dem einzigen Unterschied, dass ich die E-Mail trotzdem lesen kann, wobei
    > der Brief ungelesen zurückgeht. Aber den Punkt des Nachweis-Problems sehe
    > ich hier nicht im Vergleich mit Brief.

    Nein, nicht ganz. Wenn Du die Annahme eines Einschreibens verweigerst, heisst das, der Postbote stand vor Deiner Tür um Dir den Brief zu geben, aber Du wolltest den eben nicht. Wenn bei der Mail keine Bestätigung zurückkommt kann der Empfänger behaupten, die Mail sei nie angekommen, und niemand kann ihm das Gegenteil beweisen.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  6. Re: BEA anyone?

    Autor: .02 Cents 11.05.21 - 09:11

    Das ist nur Konvention - es gibt letztlich keinen Unterschied zwischen "verweigert" und "nicht angetroffen". Auch die Unterschrift unter der Annahme sagt nicht aus, dass das Einschreiben tatsächlich vom Empfänger empfangen wurde. Es ist einfach insbesondere im Umgang mit Behörden u.ä. so, dass Fristen zu laufen beginnen etc, weil das Schreiben dann irgendwann einfach als zugestellt gilt (zumindest in der Schweiz ...). Wenn ein Privatkunde mit einem Einschreiben einen Firmenkunden adressiert, dann ist die Verweigerung vermutlich schwieriger. Aber auch da gibt es dann die Fälle, bei denen behauptet wird: Wir haben das Einschreiben erhalten, aber es war nur ein leerer Umschlag ...

  7. Re: BEA anyone?

    Autor: Tantalus 11.05.21 - 09:37

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist nur Konvention - es gibt letztlich keinen Unterschied zwischen
    > "verweigert" und "nicht angetroffen".

    Vor Gericht wäre ich da nicht so sicher...

    > Auch die Unterschrift unter der
    > Annahme sagt nicht aus, dass das Einschreiben tatsächlich vom Empfänger
    > empfangen wurde.

    Natürlich sagt es genau das. Was denn sonst?

    > Es ist einfach insbesondere im Umgang mit Behörden u.ä.
    > so, dass Fristen zu laufen beginnen etc, weil das Schreiben dann irgendwann
    > einfach als zugestellt gilt (zumindest in der Schweiz ...).

    Aber nur, wenn die Behörde Dir schreibt, nicht umgekehrt (zumindest in D).

    > Wenn ein
    > Privatkunde mit einem Einschreiben einen Firmenkunden adressiert, dann ist
    > die Verweigerung vermutlich schwieriger. Aber auch da gibt es dann die
    > Fälle, bei denen behauptet wird: Wir haben das Einschreiben erhalten, aber
    > es war nur ein leerer Umschlag ...

    Sowas klappt i.d.R dann aber auch nur einmal, und eine Firma sollte sich das gut überlegen...

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  8. Re: BEA anyone?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 09:41

    Tantalus schrieb:
    > Nein, nicht ganz. Wenn Du die Annahme eines Einschreibens verweigerst,
    > heisst das, der Postbote stand vor Deiner Tür um Dir den Brief zu geben,
    > aber Du wolltest den eben nicht.
    Richtig, du kannst hier also nicht beweisen, dass ich ihn bekommen habe.

    > Wenn bei der Mail keine Bestätigung
    > zurückkommt kann der Empfänger behaupten, die Mail sei nie angekommen, und
    > niemand kann ihm das Gegenteil beweisen.
    Richtig, genau wie beim Brief du kannst nicht beweisen, dass ich sie bekommen habe.

    Das gleiche gilt also für die E-Mail für die du keine positive Bestätigung erhälts wie auch für den Brief. Solange du keine Bestätigung erhalten hast, dass Brief oder E-Mail empfangen wurde MUSST du davon ausgehen, dass nicht angekommen. Du kannst auch beim Brief nur mit einer positiv-Rückmeldung beweisen, dass er angekommen ist.

    Eine negativ-Rückmeldung sowie keine Rückmeldung beweist gar nichts weder beim Brief noch bei E-Mail.

  9. Re: BEA anyone?

    Autor: IMM0rtalis 11.05.21 - 09:45

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist nur Konvention - es gibt letztlich keinen Unterschied zwischen
    > "verweigert" und "nicht angetroffen". Auch die Unterschrift unter der
    > Annahme sagt nicht aus, dass das Einschreiben tatsächlich vom Empfänger
    > empfangen wurde. Es ist einfach insbesondere im Umgang mit Behörden u.ä.
    > so, dass Fristen zu laufen beginnen etc, weil das Schreiben dann irgendwann
    > einfach als zugestellt gilt (zumindest in der Schweiz ...). Wenn ein
    > Privatkunde mit einem Einschreiben einen Firmenkunden adressiert, dann ist
    > die Verweigerung vermutlich schwieriger. Aber auch da gibt es dann die
    > Fälle, bei denen behauptet wird: Wir haben das Einschreiben erhalten, aber
    > es war nur ein leerer Umschlag ...


    Annahme verweigert sagt etwas aus und würde mir z.B. beim bafög-Amt schon helfen, wenn ich meinen Vater kontaktieren muss.

    Leerer Briefumschlag - Ja, dafür gibts aber auch bei der Post die Option, den Inhalt auch zu bezeugen lassen beim Aufgeben.

  10. Re: BEA anyone?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 09:46

    Tantalus schrieb:
    > > Das ist nur Konvention - es gibt letztlich keinen Unterschied zwischen
    > > "verweigert" und "nicht angetroffen".
    >
    > Vor Gericht wäre ich da nicht so sicher...
    Das ist die Krux, wenn du die Kündigung per Einschreiben (eigenhändig) schickst kann der Arbeitnehmer verweigern. Wenn der Termin knapp wird hast du die Kündigung evtl. nicht rechtzeitig zugestellt. Eine versuchte Zustellung zählt halt nicht.
    Deswegen schickst du die Kündigung besser als Einwurfeinschreiben. Damit gilt sie rechtlich mit der Unterschrift des Postboten als zugestellt.

    >
    > > Auch die Unterschrift unter der
    > > Annahme sagt nicht aus, dass das Einschreiben tatsächlich vom Empfänger
    > > empfangen wurde.
    >
    > Natürlich sagt es genau das. Was denn sonst?
    Naja du könntest einen Leeren Umschlag per Einschreiben schicken und behaupten das wichtige Schreiben (Kündigung, etc) wäre drin gewesen. Es sagt also nur aus dass der Briefumschlag beim Emfpänger eingegange ist, aber nichts darüber was im Briefumschlag war, da steht dann Aussage gegen Aussage. Keine Ahnung ob das vor Gericht schon mal zum Problem wurde und wer dann was genau nachweisen muss.

  11. Re: BEA anyone?

    Autor: Tantalus 11.05.21 - 10:15

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richtig, du kannst hier also nicht beweisen, dass ich ihn bekommen habe.

    Ich kann beweisen, dass der Brief bei Dir angekommen ist. Das macht rechtlich schon einen Unterschied.

    > Richtig, genau wie beim Brief du kannst nicht beweisen, dass ich sie
    > bekommen habe.

    Aber dass Du sie hättest bekommen können (und im Grunde auch müssen), so dass es in Deiner Verantwortung lag, dass Du sie nicht bekommen hast (bzw. bekommen wolltest). Du kannst nicht behaupten, der Brief wäre unterwegs verloren gegangen oder nie von mir abgeschickt worden.

    > Eine negativ-Rückmeldung sowie keine Rückmeldung beweist gar nichts weder
    > beim Brief noch bei E-Mail.

    Oh doch, siehe oben.

    Gruß
    Tantalus

    Nachtrag:
    > Im Prinzip können Empfänger, Ehegatten, Empfangsbevollmächtigte und
    > Postempfangsbeauftragte die Annahme eines Einschreibens verweigern. Lediglich
    > Ersatzempfänger sind dazu nicht berechtigt. Trotz einer Annahmeverweigerung kann ein
    > Schreiben aber als zugestellt gelten.
    Es schützt also unter Umständen nicht vor rechtlichen
    > Konsequenzen, wenn man ein Einschreiben nicht annimmt.
    https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/08312/

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.21 10:33 durch Tantalus.

  12. Re: BEA anyone?

    Autor: grorg 11.05.21 - 10:27

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Achja? Wenn du ein Einschreiben schickst gibts auch keine
    > Empfangsbestätigung wenn ich die Annahme verweigere.

    Das Zauberwort heißt "Einwurfeinschreiben".

  13. Re: BEA anyone?

    Autor: Fiberistkeinekrankheit 11.05.21 - 10:30

    Will man wirklich auf Nummer sicher gehen, dann beauftragt man einen Gerichtsvollzieher mit der Zustellung und nicht die Post.

    Ergibt bei den entstehenden Kosten natürlich nur bei wichtigen Sachen Sinn, für die Kündigung eines Zeitungsabos wird das wohl niemand nutzen.

  14. Re: BEA anyone?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 10:39

    grorg schrieb:
    > Das Zauberwort heißt "Einwurfeinschreiben".

    Richtig deswegen würde ich immer mit Einwurfeinschreiben schicken und nicht mit persönlichem Einschreiben. Das Einwurfeinschreiben kannst du nicht verweigern und gilt per Postboten-Unterschrift als zugestellt ^^.
    Nur wer weiß das schon, dass das billigere Einwurfeinschreiben eigentlich die bessere Option ist in vielen fällen.

  15. Re: BEA anyone?

    Autor: dietanja 21.05.21 - 10:36

    Dir ist schon klar, dass es Vorgaben für den gesamten EGVP-Verbund gibt, und dass das beA nur ein Teil davon ist? Normale E-Mail mit Verschlüsselung ist außerdem nicht mit dem Anwaltsverzeichnis rückgekoppelt. Bei einer beA-Nachricht ist garantiert, dass sie von einem aktuell zugelassenen Anwalt kommt, das hat die Kammer geprüft und sonst hätte er kein beA. Bei den besonderen Postfächern der Notare und der Verwaltung ist das parallel konstruiert. Bei E-Mail aber nicht - da kann sich jeder einfach so nen Account holen.
    Und noch was: Der technische Zugangsnachweis ist eins. Beim beA gibt es auch noch die Möglichkeit einer Zustellung gegen Empfangsbekenntnis. Das ist u.a. bei gerichtlichen Zustellungen wichtig. Bei E-Mail gibt es keine vergleichbare Funktionalität. Die Lesebestätigung ist etwas völlig anderes.

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