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Aggregierung

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Aggregierung

    Autor: Norbert Lamberti 11.05.21 - 13:29

    Es wäre natürlich cool, wenn jemand mehrere dieser Zahlen gesammelt hätte um mal ein paar mittlere Hausnummer nennen zu können. Vielleicht liegen auch ein paar Daten aus Deutschland vor, was auch interessant wäre.

  2. Re: Aggregierung

    Autor: ubidev 11.05.21 - 14:38

    Ich habe bei Ubisoft Düsseldorf gearbeitet und kann sagen, dass der reine Lohn extrem gering ist und in allen Townhalls von "inhumane salaries" die Rede gewesen ist.
    Gibt dort Entwickler die unter 20¤/h verdienen, es aber krass drauf haben (könnten auch bei Google arbeiten, sind aber sehr auf "Gaming" vernarrt). Schon traurig.

    Allerdings kann der erfolgsabhängige Bonus mal ganz gut ausfallen, das habe ich allerdings während meines Jahrs dort nicht mitbekommen.

  3. Re: Aggregierung

    Autor: FerdiGro 11.05.21 - 14:57

    Gaming Branche ist aber auch speziell...

  4. Re: Aggregierung

    Autor: .02 Cents 11.05.21 - 15:19

    Ich weiss nicht wie speziell die Branche wirklich ist. In Consulting, Wirtschaftsprüfung, Investment Banking, Anwalt u.ä. ist auch noch keiner etwas geworden mit einer 40 Stunden Woche. Ich war in einigen Projekten für IT Systemintegratoren auch in den USA tätig. In einem Fall im Marketing / Vertrieb bei einem grossen Halbleiter Hersteller, anderes Projekt im Bereich Logistik. Beides renommierte Namen mit europäischen Bezügen, aber für die US Mitarbeiter sowohl auf Seiten IT, als auch Fach, waren 50 Stunden / Woche normal. Und für meinen Arbeitgeber galt seinerzeit das gleiche - relativ grosszügige Spesenregelungen und auch das eine oder andere Extra, aber Reisezeit zum Beispiel wurde in der Regel gar nicht aufgeschrieben, Überstunden auch nur dann, wenn sie gemäss Projektvertrag dem Kunden weiter belastet werden konnten ...

    In Deutschland gibt es das auch ausserhalb der Spielebranche genug - wie gesagt: bei den Systemintegratoren hat sich seit meiner Zeit da nicht viel geändert, Wirtschaftsprüfer ... bis hin zu allen möglichen Startups u.ä. bei denen sowas auch ganz schnell zur "Firmenkultur" gehört ...

  5. Re: Aggregierung

    Autor: Muhaha 11.05.21 - 15:56

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiss nicht wie speziell die Branche wirklich ist. In Consulting,
    > Wirtschaftsprüfung, Investment Banking, Anwalt u.ä. ist auch noch keiner
    > etwas geworden mit einer 40 Stunden Woche.

    Das ist aber keine Notwendigkeit, um Erfolg zu haben.

    Ich kenne selbst einen Projektleiter bei BMW, der hat den IT-Support für alle Werke auf der ganzen Welt so aufgezogen, dass Standzeiten der Produktionsanlagen auf Grund von IT-Problemen massiv reduziert werden konnten. Das hat den Konzern jährlich Beiträge in niedriger dreistelliger Millionenhöhe gespart.

    Nur ganz zum Schluss musste das Team etwa drei Wochen lang Überstunden machen. Und das auch nicht mehr als 10h täglich, weil ihm ein konstant hoher Output mit regelmäßgen Pausen und gesundem Schlaf wichtiger war als kurze Spitzen, die nämlich insgesamt mehr Zeit kosten, als sie kurzfristig Nutzen bringen.

    Überstunden werden in der Arbeitswelt heute immer noch MASSIV überschätzt.

  6. Re: Aggregierung

    Autor: ubuntu_user 11.05.21 - 16:05

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur ganz zum Schluss musste das Team etwa drei Wochen lang Überstunden
    > machen. Und das auch nicht mehr als 10h täglich, weil ihm ein konstant
    > hoher Output mit regelmäßgen Pausen und gesundem Schlaf wichtiger war als
    > kurze Spitzen, die nämlich insgesamt mehr Zeit kosten, als sie kurzfristig
    > Nutzen bringen.

    naja wenn man Spitzen hat, hat man ja sowieso falsch geplant.
    Kann natürlich immer sein, dass z.B. bei Infrastruktur mal was kaputt geht und man dann nicht um 17:00 Feierabend macht, wenn alles offline ist.
    Wobei man dann selbst da ziemlich viel falsch gemacht hat (backup, Redundanz, Kapazität)

  7. Re: Aggregierung

    Autor: ssj3rd 11.05.21 - 17:34

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    aber
    > für die US Mitarbeiter sowohl auf Seiten IT, als auch Fach, waren 50
    > Stunden / Woche normal. Und für meinen Arbeitgeber galt seinerzeit das
    > gleiche -


    Vor 2 Wochen ist mein Arbeitskollege mit 46 gestorben nach dem 3. Burn Out, der hat auch nie unter 50 Stunden die Woche gearbeitet.
    Überhaupt kenne ich in letzter Zeit sehr viele Burn Out Fälle und immer sind es massive Stunden + Aufstiegschancen im Kopf.
    Alt wird man mit solchen Ambitionen wohl selten…

    Wundert mich aber auch nicht wirklich, 50 - 60 Stunden über Jahre ist wohl alles andere als gesundheitsfördernd…
    Und ein Privatleben hat man dann meist auch nicht mehr, da man ja für die Arbeit lebt.

    Alles in allem eine sehr gruselige Art sein Leben zu verbringen, Geld hilft einem da auch nicht weiter.

    Dann doch lieber um die 50k, eine 34-38 Stunden Woche, viel Zeit für die Familie und das Leben in den Vordergrund stellen.

  8. Re: Aggregierung

    Autor: Kleba 11.05.21 - 18:50

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber für die US Mitarbeiter sowohl auf Seiten IT, als auch Fach, waren 50
    > Stunden / Woche normal.

    Wundert mich nicht. Von den 50h sind erfahrungsgemäß nämlich 20 - 30h irgendwelche unsinnigen Meetings. Wenn die noch den hinterletzten Stakeholder dazu holen, ist bei uns schon der PoC raus...

    Jaja, ich weiß - stark pauschalisiert und so. Mir geht nur immer wieder diese "Wir sind so geil und arbeiten so hart"-Attitüde bei den US-Bekannten so auf den Sack (nicht auf dich bezogen @.02cents). Vor allem weil da so oft so wenig Output bei rum kommt.

  9. Re: Aggregierung

    Autor: superdachs 11.05.21 - 19:43

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .02 Cents schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > aber
    > > für die US Mitarbeiter sowohl auf Seiten IT, als auch Fach, waren 50
    > > Stunden / Woche normal. Und für meinen Arbeitgeber galt seinerzeit das
    > > gleiche -
    >
    > Vor 2 Wochen ist mein Arbeitskollege mit 46 gestorben nach dem 3. Burn Out,
    > der hat auch nie unter 50 Stunden die Woche gearbeitet.
    > Überhaupt kenne ich in letzter Zeit sehr viele Burn Out Fälle und immer
    > sind es massive Stunden + Aufstiegschancen im Kopf.
    > Alt wird man mit solchen Ambitionen wohl selten…
    >
    > Wundert mich aber auch nicht wirklich, 50 - 60 Stunden über Jahre ist wohl
    > alles andere als gesundheitsfördernd…
    > Und ein Privatleben hat man dann meist auch nicht mehr, da man ja für die
    > Arbeit lebt.
    >
    > Alles in allem eine sehr gruselige Art sein Leben zu verbringen, Geld hilft
    > einem da auch nicht weiter.
    >
    > Dann doch lieber um die 50k, eine 34-38 Stunden Woche, viel Zeit für die
    > Familie und das Leben in den Vordergrund stellen.
    Nur dass man mit 50k eben auch noch keine großen Sprünge machen kann. Haus, Grundstück, etc sind da noch weitestgehend ausgeschlossen, vor allem wenn man allein ist.

  10. Re: Aggregierung

    Autor: ssj3rd 11.05.21 - 20:56

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur dass man mit 50k eben auch noch keine großen Sprünge machen kann. Haus,
    > Grundstück, etc sind da noch weitestgehend ausgeschlossen, vor allem wenn
    > man allein ist.

    Whoa, wie bitte?
    Das kannst du sogar mit 40k dir locker leisten und das machen auch sehr sehr viele Menschen mit diesem Gehalt.

    Natürlich funktioniert das nicht überall gleich gut, in München/Hamburg/Berlin ist es bedeutend schwerer, da hier einfach alles signifikant teurer ist.
    Aber zum Glück sieht das nicht überall in Deutschland so aus.

    Aber der grundsätzliche Ausschluss ist Blödsinn, sorry.
    Entweder bist du zu jung, oder in ganz anderen Verhältnissen als ich aufgewachsen.

    Zur Zeit haben wir doch gnadenlosen Bau Boom in Deutschland, denkst du wirklich diese Häuslebauer haben Alle mehr als 50k in der Tasche? Da irrst du dich aber gewaltig…

  11. Re: Aggregierung

    Autor: amagol 11.05.21 - 23:15

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wundert mich nicht. Von den 50h sind erfahrungsgemäß nämlich 20 - 30h
    > irgendwelche unsinnigen Meetings. Wenn die noch den hinterletzten
    > Stakeholder dazu holen, ist bei uns schon der PoC raus...

    Irgendwer hat sich hier im Forum gefragt, warum US-Unternehmen so viel fuer Entwickler bezahlen koennen. Vielleicht ist genau da der Grund zu suchen? Es werden Loesungen gebaut, mit denen auch der "hinterletzte Stakeholder" noch was anfangen kann und nicht Massen von PoCs die genau fuer einen Fall so irgendwie fast das machen was sie sollen?
    Sowas wie AWS haette sich in Deutschland doch niemand ausgedacht. Kann man doch besser schnell fuer jeden Kunden eine Individuelle RZ-Infrastruktur erfinden :)

  12. Re: Aggregierung

    Autor: Sharra 12.05.21 - 04:51

    Ständige Spitzen funktionieren wunderbar. Und zwar dann, wenn man keinen Wert auf die Mitarbeiter legt, und diese zeitnah ersetzen kann.

  13. Re: Aggregierung

    Autor: Sharra 12.05.21 - 04:53

    Ich möchte jetzt definitiv nichts schlechtes über deinen Kollegen sagen, ich kannte ihn ja nicht.
    Aber meines Erachtens sollte man nach ca 10 Jahren massive Arbeitszeit entweder auf dem entsprechend guten Weg sein, oder einsehen, dass man es nicht schaffen wird, und dass einen diese Arbeitsmethodik kaputt machen wird.
    Die meisten wollen das nicht einsehen. Dabei muss es nicht mal an ihnen selbst liegen. Oftmals liegt es auch einfach an den Vorgesetzten, oder der Firma an sich, dass solche Leute nie hoch kommen werden.

  14. Re: Aggregierung

    Autor: ubuntu_user 12.05.21 - 08:33

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Zur Zeit haben wir doch gnadenlosen Bau Boom in Deutschland, denkst du
    > wirklich diese Häuslebauer haben Alle mehr als 50k in der Tasche? Da irrst
    > du dich aber gewaltig…

    ne die machen alle 110% Finanzierung und sind dann in 10 Jahren pleite

  15. Re: Aggregierung

    Autor: Michael H. 12.05.21 - 14:16

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > superdachs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Whoa, wie bitte?
    > Das kannst du sogar mit 40k dir locker leisten und das machen auch sehr
    > sehr viele Menschen mit diesem Gehalt.
    >
    > Natürlich funktioniert das nicht überall gleich gut, in
    > München/Hamburg/Berlin ist es bedeutend schwerer, da hier einfach alles
    > signifikant teurer ist.
    > Aber zum Glück sieht das nicht überall in Deutschland so aus.
    >
    > Aber der grundsätzliche Ausschluss ist Blödsinn, sorry.
    > Entweder bist du zu jung, oder in ganz anderen Verhältnissen als ich
    > aufgewachsen.
    >
    > Zur Zeit haben wir doch gnadenlosen Bau Boom in Deutschland, denkst du
    > wirklich diese Häuslebauer haben Alle mehr als 50k in der Tasche? Da irrst
    > du dich aber gewaltig…

    40k Nettogehalt? Dann ja.
    40k Brutto, dann nein.

    Ich lieg bei 42k Brutto als Alleinstehender (bevor hier ne Diskussion übers Gehalt entfacht, Kündigung ist schon geschrieben, ja ich bin massiv unterbezahlt)

    Habe mich mal informiert, wie viel denn ein Baugrundstück hier in der Gegend (Isartal, Südlich von München auf dem Land, in einer 27.000 Einwohnerstadt Umgebung) kostet.
    Hier liegt der qm Preis bei 1500-2400¤ je nach Location.
    Heisst bei nem typischen Einfamilienhaus, liegt man hier bei 400-600qm und kann somit hier in der Gegend Preise von im günstigsten Fall 600.000-900.000 einplanen, sowie 960.000-1.440.000 im teuersten Fall. Und dann steht da noch nicht mal ein Haus drauf. Nur das Grundstück. Da sind noch keine Ingenieurs und Planungskosten, kein Material, keine Steuern, keine Erschließungskosten weiss der Geier was dabei. Selbst für ne läppische Eigentumswohnung mit 94qm zahlste hier 950.000¤.

    Heisst im Falle des Falles darfste da ne Mille minimum für Rechnen. Im Zweifelsfall sogar eher 2.

    Bei 42k Brutto haste knapp 2200¤ Netto pro Monat raus. Wenn ich da für 1200¤ monatlich Raten für die Mille zahlen würde, wäre ich 833 Monate am zahlen. Das wären 69,4 Jahre. Selbst wenn es 40k Netto wären, wären das 3300¤ pro Monat Netto. Wenn ich 2400¤/Monat raten zahle, damit ich dann noch 900¤ für Auto, Versicherungen, Essen, Kleidung, alles andere habe... würde ich dennoch knapp 35 Jahre lang zahlen müssen.
    Eher länger, weil hier auch noch Zinsen drauf kommen.

    Unser Haus wurde 1978 gebaut. Bezahlt wurde es durch meinen Urgroßvater (zu der Zeit schon Rentner - hat als Maurer gearbeitet), meine Urgroßmutter (Hausfrau, Rentnerin), meine (Oma - Näherin für Autointerieur mit nem Brutto von 3300DM) - Bezahlt war das Haus nach knapp 12 Jahren.

    Und wir reden hier von nem 600qm Grundstück mit nem Dreigenerationen-Reihenhaus mit 3 Stockwerken + Keller und Dachboden und >350qm Wohnfläche. Da lag der m² Preis bei 89DM/qm. Gekauft wurde es 1975. Wenn ich mich recht erinnere lag damals alles zusammen bei rund 400.000DM, was schon damals verdammt viel Geld war.

    400k DM könnt ich mir heute auch noch so leisten mit dem aktuellen Netto von 2200¤. Wenn wir hier mit Inflation etc. umrechnen würden wäre es vllt etwas genauer, aber selbst wenn wir den Wechselkurs nehmen und sagen 400k DM sind 200k ¤, könnt ich mir das mit ner Monatsrate von 1400¤ auf 12 Jahre alleine leisten heute... wenn das noch so viel wie Damals kosten würde.
    Aber für 400.0000 find ich noch nicht mal ein Grundstück.

  16. Re: Aggregierung

    Autor: FerdiGro 12.05.21 - 16:04

    Das hat einzig und allein damit zu tun dass es sehr viele Menschen gibt die deutlich mehr dafür ausgeben können und es auch tun.

    Angebot und Nachfrage.

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