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Ab wann kann man bei FTTH frei wechseln?

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  1. Ab wann kann man bei FTTH frei wechseln?

    Autor: Trashing 16.06.21 - 14:06

    Wir wohnen in einem Objekt, dass von unserem lokalen Anbieter (MDCC) erschlossen wurde. Soweit ich weiß gibt/gab es mal eine Frist von 2 Jahren, die den "Erstanbieter" schützen soll.

    Ab wann kann man bei FTTH Anschlüssen denn nun endlich frei wählen? Würde gern wieder zur Telekom. Leider weiß gefühlt niemand etwas dazu. Kann die Telekom dann theoretisch die Technik von MDCC nutzen? Wird sowas schon irgendwo praktiziert? Müssen alle Hausbewohner wechseln oder können auch nur einige?

  2. Re: Ab wann kann man bei FTTH frei wechseln?

    Autor: nightmar17 16.06.21 - 14:25

    1. Ja oft gibt es 2 Jahre Bestandsschutz.
    2. Die Telekom muss auch erstmal einen Vertrag mit MDCC abschließen und deren Leitungen nutzen wollen.
    Machen die das nicht, wird da auch kein Wechsel möglich sein.

  3. Stand jetzt, gar nicht und das ist ein Problem bei FTTH

    Autor: Pecker 16.06.21 - 14:33

    Trashing schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir wohnen in einem Objekt, dass von unserem lokalen Anbieter (MDCC)
    > erschlossen wurde. Soweit ich weiß gibt/gab es mal eine Frist von 2 Jahren,
    > die den "Erstanbieter" schützen soll.

    Bei FTTH gibt es meines Wissens nach keine Vorgaben. Bei DSL ist das Reguliert, bei FTTH fehlt eine Regulierung in diesem Punkt aktuell komplett. Oder ich weiß davon noch nichts. Fakt ist aber, dass ich seit 2014 einen FTTH Anschluss der Telekom habe und den Anbieter bis heute nicht wechseln kann.

    Die Telekom geht aber scheinbar freiwillig Kooperationen ein, so soll es zumindest zukünftig möglich sein, einen FTTH Tarif über O2 zu buchen, aber reguliert scheint da gar nichts!

  4. Re: Ab wann kann man bei FTTH frei wechseln?

    Autor: Hantilles 16.06.21 - 14:54

    Wie andere gesagt haben: Noch gibt es da gar keine Regulierung.

    Die zwei Jahre, die euch da versprochen wurden, sind wohl die Firmenpolitik des Unternehmens das ausgebaut hat. Ich finde das prinzipiell auch fair.

    Definitiv wird es aber so lange keine anderen Anbieter geben, solange andere Anbieter auch nicht den Aufwand betreiben, die Netze vor Ort anzubinden. Ich gehe aber davon aus, dass das in den kommenden Jahren vermehr passieren wird. All die DSL-Reseller wollen sich bei zunehmender Verbreitung von FTTH sicher nicht das Geschäft nehmen lassen. Eine Garantie gibt es trotzdem nicht und hier braucht es noch etwas Zeit bis alle in die Gänge kommen.

    Was man dabei aber wohlwollend feststellen kann: Die Bereitschaft quasi aller Anbieter auch ihre Netze öffnen zu wollen und sich im Umkehrschluss auch die Last des FTTH-Ausbaus untereinander aufteilen zu wollen, hat in den letzten zwei Jahren auch sehr stark zugenommen, auch in der öffentlichen Kommunikation. Ich glaube, dazu hat auch viel die veränderte Politik der Telekom beigetragen, in Zukunft selbst nicht mehr mit Vectoring in Gebiete zu gehen, wo FTTH-Ausbau anderer Anbieter stattfindet, weil man selbst inzwischen in neuen Projekten nur noch mit FTTH ausbauen wollen wird.

    Ich gehe davon aus, dass es bestimmt noch fünf oder zehn Jahre dauern wird, bis (fast) alle Anschlussinhaber aus einem breiten Angebot an Internetservices auf ihrer Glasfaser auswählen und buchen können, aber ganz so trübe wie noch vor fünf Jahren sieht die Open-Access-Zukunft in Deutschland denke ich nicht mehr aus.

  5. Re: Ab wann kann man bei FTTH frei wechseln?

    Autor: chefin 16.06.21 - 15:46

    Trashing schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir wohnen in einem Objekt, dass von unserem lokalen Anbieter (MDCC)
    > erschlossen wurde. Soweit ich weiß gibt/gab es mal eine Frist von 2 Jahren,
    > die den "Erstanbieter" schützen soll.
    >
    > Ab wann kann man bei FTTH Anschlüssen denn nun endlich frei wählen? Würde
    > gern wieder zur Telekom. Leider weiß gefühlt niemand etwas dazu. Kann die
    > Telekom dann theoretisch die Technik von MDCC nutzen? Wird sowas schon
    > irgendwo praktiziert? Müssen alle Hausbewohner wechseln oder können auch
    > nur einige?

    Alle oder einer alleine hängt auch sehr stark vom Konzept ab. Wenn jeder eine eigene Leitung hat, sollte auch jeder für sich wechseln können. Bei gemeinsamer Nutzung einer Faser kann ein Reseller ja nur das liefern, was auch der Anbieter aktuell liefert und wohl auch kaum billiger sein.

    Den da es unreguliert ist, wird ein Reseller eben kaum weniger verlangen können. Wenn der welcher die Faser gelegt hat 40 Euro von dir will, wird er auch 40 Euro vom Reseller wollen. ich sehe da keinerlei Grund es anders zu machen. Ausser der reseller sorgt auch für den Backbone und mietet nur die letze Meile. Hier muss er aber dann kleinere Brötchen backen um Preisgünstiger zu sein. Bedeutet das der gewohnte Komfort wegfällt. Service wird dann zum Zusatzprodukt. Statt 0800 Nummer dann 0180. Statt Kompetenz dann Gängelei und Abzocke wenn man nicht aufpasst. Die Luft ist sehr dünn in diesem Markt und daher kaum billiger hinzubekommen.

  6. Re: Stand jetzt, gar nicht und das ist ein Problem bei FTTH

    Autor: spezi 16.06.21 - 20:03

    Pecker schrieb:
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    > Die Telekom geht aber scheinbar freiwillig Kooperationen ein, so soll es
    > zumindest zukünftig möglich sein, einen FTTH Tarif über O2 zu buchen, aber
    > reguliert scheint da gar nichts!

    Soweit ich weiß wird die Telekom bei FTTH "ex post" reguliert. D.h. anders als bei xDSL legt die Bundesnetzagentur keine Preise fest. Allerdings musste sie z.B. die Vereinbarungen genehmigen die die Telekom in den letzten Monaten mit Vodafone, Telefonica, 1&1 und Netcologne geschlossen hat.

  7. open access Startprobleme

    Autor: senf.dazu 17.06.21 - 08:19

    Gerade die Telekom hat eigentlich erreichen wollen bei Glasfaser nicht mehr reguliert zu werden. Und stattdessen frei Verträge mit den Mitbewerbern abschließen zu können. Sie haben wohl auch lang dazu gewartet - um künftig nur noch einer der Mitspieler unter vielen/mehreren zu sein. Mitbewerber wie Deutsche Glasfaser erzählen eigentlich in jeder Infoveranstaltung das sie open-access machen wollen und sich als GlasfaserunterdieErdeBringer verstehen weniger als der der den Betrieb macht. Aber das zarte Pflänzchen open-access kommt irgendwie nicht in die Gänge.

    Liegt vielleicht einfach dran das der Einstiegspreis für Glasfaser bei - natürlich - neuen Ausbaugebieten eben an der Kante der Wirtschaftlichkeit liegt, weil die Kunden nicht viel mehr als nötig zahlen wollen und weil die Provider eben auch etwas ROI sehen wollen. Da ist der Spielraum Einnahmen an Dritte abzugeben halt noch nicht sehr groß. Und die Bereitschaft der Kunden mehr für irgendwas auszugeben angesichts fehlender Angebote auch nicht vorhanden.

    Andererseits haben Anbieter die "nur" Glasfaserausbau machen natürlich Probleme mit Bundle Angeboten (TV, Mobilfunk, StreamingAbos) weil sie dort eigentlich nicht im Geschäft sind. Andererseits braucht's aber vielleicht auch erst ne kritische Masse an Glasfaseranschlüssen damit man da Aktivitäten erwarten kann ?

    Am ehesten wird da ja vielleicht auf dem platten Land um das sich ja wohl jetzt eher die frischen Anbieter a la DG wie UGG oder BBV .. konkurrenz machen während Telekom und Vodaphone eher die Städte als Spielplatz haben. Denn diese "Landeier" unter den Providern haben wohl am ehesten das Problem wie sie Bundleangebote auf die Beine gestellt kriegen - da bietet sich open-access (z.B. auch per Bitstrom) regelrecht an.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.21 08:28 durch senf.dazu.

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