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Warum die Welt retten?

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  1. Warum die Welt retten?

    Autor: sfreund 19.06.21 - 08:37

    Ich frage mich seit einiger Zeit, ob diese Klimadiskussion überhaupt Sinn ergibt.

    Wenn alle Lebensbereiche nur noch reglementiert, energetisch volloptimiert und auf maximalen Erhalt ausgerichtet sind, was bleibt dann?

    Arbeit. Aber auch nur noch Arbeit, die opportun ist. Was opportun ist, bestimmt wer?
    Eingeschränkte Mobilität. Mobilität ist der energieaufwendigste Lebensbereich. Also bleibt in Deinem Dorf.
    Eingeschränkter Konsum. Und zwar nicht nur sog. Luxus, sondern Einschränkungen bei essentiellen Gütern. Jede Art der nicht lebensnotwendigen Energienutzung ist einzuschränken.

    Das bedeutet eine Rückentwicklung bis zu vormittelalterlichen Zuständen. Inklusive der damaligen Ständestruktur … abhängiges Arbeitsvolk, das nie im Leben sein Dorf verlässt und eine privilegierte Herrschaft, die garantiert Gründe findet, energetisch bevorzugt zu leben.

    Wollen wir das wirklich?

  2. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: LH 19.06.21 - 09:27

    sfreund schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wollen wir das wirklich?

    Du stellt die Situation dar, als ob wir eine Wahl hätten. Aber dem ist nicht so, außer du bist der Überzeugung, dass das Leid, dass bei einem verpassten Kampf gegen den Klimawandel eintreten wird, dann eben zu ertragen ist.
    Aber auch dann wird es deutliche Einschränkungen geben, es ist ja nicht so, dass ein "weiter so" eine tatsächliche Option wäre.

    Aber ja, unsere Kultur wird sich ändern müssen, "wir" haben in den letzten 150 Jahren auf Pump gelebt, und die Rechnung kommt, ob wir wollen, oder nicht.

  3. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: dummzeuch 19.06.21 - 11:07

    sfreund schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wollen wir das wirklich?

    Die meisten Menschen werden auf die Frage "Wollen Sie wirklich weiter leben?" mit einem Ja antworten. Und genau das ist die Frage, die wir stellen müssen. Der Klimawandel wird langfristig unsere Lebensgrundlagen vernichten und damit die Menschheit.

  4. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Myrso 19.06.21 - 11:17

    sfreund schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich seit einiger Zeit, ob diese Klimadiskussion überhaupt Sinn
    > ergibt.
    >
    > Wenn alle Lebensbereiche nur noch reglementiert, energetisch volloptimiert
    > und auf maximalen Erhalt ausgerichtet sind, was bleibt dann?
    >
    > Arbeit. Aber auch nur noch Arbeit, die opportun ist. Was opportun ist,
    > bestimmt wer?
    > Eingeschränkte Mobilität. Mobilität ist der energieaufwendigste
    > Lebensbereich. Also bleibt in Deinem Dorf.
    > Eingeschränkter Konsum. Und zwar nicht nur sog. Luxus, sondern
    > Einschränkungen bei essentiellen Gütern. Jede Art der nicht
    > lebensnotwendigen Energienutzung ist einzuschränken.
    >
    > Das bedeutet eine Rückentwicklung bis zu vormittelalterlichen Zuständen.
    > Inklusive der damaligen Ständestruktur … abhängiges Arbeitsvolk, das
    > nie im Leben sein Dorf verlässt und eine privilegierte Herrschaft, die
    > garantiert Gründe findet, energetisch bevorzugt zu leben.
    >
    > Wollen wir das wirklich?

    Ziel sollte es ja sein, dass wir unseren gesamten Energiebedarf regenerativ decken, also Wind, Wasser, Solar. Ziel sollte es sein, dass alle Autos elektrisch fahren und alle Heizungen elektrisch betrieben werden (Wärmepumpen). Für einige, wenige Bereiche ist noch CO2-neutraler Wasserstoff vorzusehen.

    In diesem Szenario musst du dich dann nicht einschränken. Und je schneller wir dort sind, desto schneller hört es auch damit auf. Wenn wir von Benzinern reden oder von Öl-Heizungen oder von Produkten, welche aufgrund des aktuellen Strommix einen hohen CO2-Fußabdruck haben - ja, dort sollte man sich einschränken. Sobald die besagten Produkte aber mit einem 100% Öko-Strommix produziert werden (d.h. der Anteil ist insgesamt 100% - nicht irgendein Fake-Öko-Tarif), sobald Autos elektrisch fahren mit 100% Öko-Strom und Wärmepumpen mit 100% Öko-Strom heizen - dann braucht man sich nicht mehr einschränken.

  5. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Landorin 19.06.21 - 15:00

    Und der ganze Strom wird dann von Kohle und Atomkraftwerken spätestens in den Wintermonaten importiert oder wo kommt der her? Windkraft alleine wird in Bayern zb sicher nicht reichen.

    Was machen wir eigentlich mit den ganzen E-Auto Akkus später? Das fragen sich derzeit die Chinesen übrigens.

    Wäre schön, wenn es so einfach wäre.

  6. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Myrso 19.06.21 - 15:52

    Deswegen innerdeutschen Stromtrassen, um die Offshore-Windkraft nach Bayern zu bringen. Plus Nutzung von Speichern (Akku, aber auch Speicherkraftwerke usw.) plus Nutzung intelligenter Systeme (eAutos an Tagen mit mehr Solar/Wind aufladen und an anderen Tagen gegen Bezahlung Energie ins Netz geben).

    E-Auto Akkus werden 15 bis 25 Jahre im Auto genutzt, anschließend 10-20 Jahre als stationärer Speicher mit 70-80% Restkapazität. Anschließend Aufbereitung zu neuem Akku.

  7. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Weitsicht0711 19.06.21 - 16:08

    sfreund schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich seit einiger Zeit, ob diese Klimadiskussion überhaupt Sinn
    > ergibt.
    >
    > Wenn alle Lebensbereiche nur noch reglementiert, energetisch volloptimiert
    > und auf maximalen Erhalt ausgerichtet sind, was bleibt dann?
    >
    > Arbeit. Aber auch nur noch Arbeit, die opportun ist. Was opportun ist,
    > bestimmt wer?
    > Eingeschränkte Mobilität. Mobilität ist der energieaufwendigste
    > Lebensbereich. Also bleibt in Deinem Dorf.
    > Eingeschränkter Konsum. Und zwar nicht nur sog. Luxus, sondern
    > Einschränkungen bei essentiellen Gütern. Jede Art der nicht
    > lebensnotwendigen Energienutzung ist einzuschränken.
    >
    > Das bedeutet eine Rückentwicklung bis zu vormittelalterlichen Zuständen.
    > Inklusive der damaligen Ständestruktur … abhängiges Arbeitsvolk, das
    > nie im Leben sein Dorf verlässt und eine privilegierte Herrschaft, die
    > garantiert Gründe findet, energetisch bevorzugt zu leben.
    >
    > Wollen wir das wirklich?

    Frage mal deine Enkelkinder ob die zukünftig um lieber ums Essen kämpfen müssen oder lieber auf ein wenig Luxus verzichten wollen.

    Eins kann ich dir sagen, der Luxus wird bei der Klimakatastrophe nicht mehr.

  8. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Weitsicht0711 19.06.21 - 16:11

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deswegen innerdeutschen Stromtrassen, um die Offshore-Windkraft nach Bayern
    > zu bringen. Plus Nutzung von Speichern (Akku, aber auch Speicherkraftwerke
    > usw.) plus Nutzung intelligenter Systeme (eAutos an Tagen mit mehr
    > Solar/Wind aufladen und an anderen Tagen gegen Bezahlung Energie ins Netz
    > geben).
    >
    > E-Auto Akkus werden 15 bis 25 Jahre im Auto genutzt, anschließend 10-20
    > Jahre als stationärer Speicher mit 70-80% Restkapazität. Anschließend
    > Aufbereitung zu neuem Akku.

    Ja damit hätten wir schon vor Jahren anfangen können/müssen. Aber wenn es ums Geld geht, dann denkt man doch lieber an die kurzfristige Rendite und wir können doch nicht mit solchen Konzepten das doch schon Gebaute Kohlekraftwerk überflüssig machen, da wurde noch nicht genug dran verdient.

  9. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Plumpaquatsch 20.06.21 - 20:45

    Weitsicht0711 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sfreund schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Frage mal deine Enkelkinder ob die zukünftig um lieber ums Essen kämpfen
    > müssen oder lieber auf ein wenig Luxus verzichten wollen.
    Und genau hier findest du schon den ersten kapitalen Fehler: Wer Enkelkinder hat, hat sich schon aktiv gegen unseren Planeten entschieden.

    >
    > Eins kann ich dir sagen, der Luxus wird bei der Klimakatastrophe nicht
    > mehr.
    Und ich kann dir auch eins sagen: Mit Luxus wird auch garantiert nichts, wenn wir den Apokalyptischen Predigern folgen, egal ob wir nur eine kurze Warmzeit oder eine Wirkliche Erwärmung mitmachen.

  10. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: Myrso 20.06.21 - 21:14

    Plumpaquatsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weitsicht0711 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > sfreund schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > Frage mal deine Enkelkinder ob die zukünftig um lieber ums Essen kämpfen
    > > müssen oder lieber auf ein wenig Luxus verzichten wollen.
    > Und genau hier findest du schon den ersten kapitalen Fehler: Wer
    > Enkelkinder hat, hat sich schon aktiv gegen unseren Planeten entschieden.

    Der Anteil der Menschen ist im Vergleich zu den Tieren verschwindend gering. Alleine unsere Lebensweise, also die Verbrennung von Öl, Gas, Kohle & die Massentierhaltung verursachen das CO2-Problem. Schon mal einen Schimpansen dabei erwischt, Öl und Kohle zur Energiegewinnung zu verbrennen oder andere Tierarten in Massentierhaltung zu halten?

    Ich habe einfach mal die erste Quelle genommen. Und natürlich wollen wir es normieren. Es gibt eine Trillion Tiere auf der Welt. Also der Faktor Mensch zu Tier ist 1 zu 125.000.000.

    Aber natürlich sind da viele Kleinstlebewesen dabei, deswegen normieren wir auf das Gewicht. Das Gewicht aller Tiere auf der Welt wird auf 2,2 Mrd. Tonnen geschätzt.

    Wir haben 11 Mrd. Menschen im Jahr 2100 und ein Gewicht von etwa 60 kg (Männer, Frauen, Kinder - Durchschnitt) = 660 Mrd. kg Biomasse = 0,66 Mrd. Tonnen Biomasse.

    Hier sind die Tiere also immer noch weit in der Überzahl. Alleine aus der Masse der Menschen sind also keine unnatürlichen Auswirkungen auf die Erde zu erwarten. Es liegt alleine an unserer Lebensweise. Und alle Menschen auf der Welt können ja auch einen hohen Lebensstandard haben, wenn wir nur auf die Verbrennung von Öl, Gas & Kohle verzichten und auf die Massentierhaltung (Methan aus Kuhmägen). Du musst praktisch auf nichts verzichten. Auch die eAutos sind ja nur deswegen nicht CO2-frei weil die Vorproduktion in anderen Staaten Energie verbraucht und dort der Strommix eben so ist, wie er ist. Theoretisch wären eAutos auch real CO2-frei möglich.

    Und jetzt fang bitte nicht an, abzuwägen... unsere Erde... ein Rindersteak... unsere Erde... ein Rindersteak... das Leben ist nicht lebenswert, wenn ich tatsächlich auf echtes Rindersteak verzichten müsste (dafür gäbe es dann zig pflanzliche Alternativen mit gleichem Geschmack plus „echtes“ Laborfleisch basierend auf echter Rinder-DNA).

  11. Re: Warum die Welt retten?

    Autor: rizzorat 21.06.21 - 10:17

    Wir hatten die größte wissenschaftliche und kulturelle Revolution (die Renaissance) nach einem Massensterben von Menschen. Es war einfach genug zu essen und platz für alle plötzlich da.

    Wird hier genauso kommen. Einige Gegenden der Erde wird es härter treffen als andere (Inselstaaten verschwinden, Afrika wird schneller undbewohnbar, Südeuropa genauso, Nordamerika wird es auch sehr hart treffen) Und die denen es besser geht werden sich abschotten und zugucken wie der Rest verreckt. Es wird bewaffnete Konflikte geben.

    In den Geschichtsbüchern wird dann geschwurbelt wie es dazu hatte kommen können blablabla. Das es die wenigen Industrienationen waren die den Planeten verpestet haben und wir Bevölkerungen haben wachsen lassen wie die Deppen....wird nirgends verdammt werden. Das reiche Menschen/Konzerne nur ihr Geld schützen wollten und dafür ein riesen Blutzoll gezahlt werden wird...wird nirgends stehen.

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