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Verkehrswende rückwärts

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  1. Verkehrswende rückwärts

    Autor: raphaelo00 19.06.21 - 10:01

    Ein LKW beschädigt die Straßen um das 1000fache mehr als ein PKW. Trotzdem bilden die Einnahmen durch Abgaben, Maut und Steuern dieses Missverhältnis fast gar nicht ab. Aber selbst die PKW-Infrastruktur ist für den Staat ein Zuschussgeschäft.
    Jetzt fahren aber 43% ausländische LKW zu Dumpinglöhnen auf deutschen Autobahnen. Hier fallen also auch noch mal fast die Hälfte an Einnahmen durch eine mögliche Einkommensteuer, KFZ-Steuer und am Ende auch Unternehmenssteuer weg, die nötig sind um den ganzen Spaß irgendwie querzusubventionieren.

    Gerade auf der Fernstrecke will man jetzt LKW durch niedrigere Energiekosten noch lohnenswerter machen. Genau da wo die Bahn überhaupt eine Chance hat konkurrenzfähig zu sein. Letztere hat viele Vorteile wie umweltfreundlicher, langfristig günstiger für den Staat oder energieeffizienter zu sein.
    Nötig wäre hier allerdings ein starker Ausbau der Infrastruktur und die Ausnutzung von neuen technischen Möglichkeiten um Züge schneller und automatisch zusammenzustellen. Auf der letzten Meile kann man dann elektrische 7,5Tonner einsetzen.
    Das sind alles lösbare Probleme, aber keiner stellt sich Ihnen weil der LKW günstiger ist und das mit dieser Politik auch so bleiben wird.

  2. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: cuthbert34 19.06.21 - 10:12

    Alles richtig. Aber allein die Diskussion bei Elektro als Antriebsystem. Unser System krankt generell daran, dass wir nicht verursachungsgerecht die Folgen einpreisen. Sieht man ja am Diesel und Benzin oder eben der CO2 Steuer. Wenn wir damit anfangen, ist es auf einmal ein böses erwachen. Ich unterstelle, dass 60-80% der Verbraucherpreise nicht den Schaden eingepreist haben, den Herstellung und Transport verursachen... diese Kosten legen wir einfach im Umlagesystem auf die Allgemeinheit um. Wir freuen uns immer noch in der Geiz ist Geil Mentalität über niedrige Lebenshaltungskosten. Drückt sich imho darin aus, dass in der Gesellschaft fast nur noch der Konsum von Luxus- bzw. nicht lebensnotwendigen Artikel diskutiert wird.

    So lange das so bleibt, werden Ressourcen sinnlos verschwendet, Artikel lieber vernichtet und Kosten in die Zukunft oder aber auch auf die umgelegt, die es durch ihr Verhalten gar nicht verursachen.

  3. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: iu3h45iuh456 19.06.21 - 11:00

    raphaelo00 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein LKW beschädigt die Straßen um das 1000fache mehr als ein PKW. Trotzdem
    > bilden die Einnahmen durch Abgaben, Maut und Steuern dieses Missverhältnis
    > fast gar nicht ab.

    Die LKW zerbröseln die Straßen sehr effektiv, ja.

    > Aber selbst die PKW-Infrastruktur ist für den Staat ein
    > Zuschussgeschäft.

    Bitte was? Die Summe die an Kfz-, Energie-, (anteiliger) Mehrwert- und CO2-Steuer reinkommt, wird nicht in die Straßeninfrastruktur reinvestiert.

  4. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: raphaelo00 19.06.21 - 11:36

    jaja die alte Leier, dass Steuern nicht zweckgebunden sind.

    Am Ende muss die Rechnung trotzdem aufgehen. Wenn ich all meine monatlichen Ausgaben aus meinem Sparstrumpf bezahle, muss da trotzdem erstmal genug Geld reinwandern. Ob ich da jetzt zwischendurch alles kräftig durchschüttele und dann erst wieder etwas rausnehme ist völlig egal.

    Obwohl ganz egal ist es nicht, es sollte nämlich immer ein Einnahmenüberschuss vorhanden sein, und betrachtet man nur den Bereich Auto, dann ist dieser Überschuss negativ. Laut einer dänischen Studie kostet eine Autokilometer der Allgemeinheit 30 Cent, ein Fahrradkilometer bringt dagegen 20 Cent.
    Ich habe jetzt keine Zahlen für LKW versus Bahn, es kann also rein theoretisch auch sein, dass die Bahn der Allgemeinheit teurer kommen könnte (Unwahrscheinlich wenn schon das Auto ein Verlustgeschäft ist).

  5. Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: Boandlgramer 19.06.21 - 12:00

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte was? Die Summe die an Kfz-, Energie-, (anteiliger) Mehrwert- und
    > CO2-Steuer reinkommt, wird nicht in die Straßeninfrastruktur reinvestiert.

    Die anteilige Umsatzsteuer auf Linsen mit Würstchen wird auch nicht in die staatliche Dosenproduktion reinvestiert. Soviel zur Zweckungebundenheit der Umsatzsteuer.

    Das Verkehrsministerium verballert im Jahr 23 Milliarden Euro, alleine der kommunale Straßenbau braucht (Bauhöfe, Subunternehmer, Beleuchtung...) braucht mindestens 100 Milliarden Euro im Jahr - und wir wissen, dass die Infrastruktur auf Verschleiß betrieben wird. Das Zahlenmaterial ist da dünn - ich habe eine Aufstellung für Brandenburg mit 2,5 Millionen Einwohnern gefunden, die von rund 3 Milliarden pro Jahr ausgeht. Billiger als in Branndenburg wird's woanders wohl nicht sein - und daraus ergeben sich 100 Milliarden - als Mindestsumme.

    Da gehört zum Beispiel die Erhaltung der Straßen in Wohngebieten dazu, die alleine auf rund 10 Milliarden pro Jahr geschätzt wird.

    Dazu kommen noch die Aufwendungen für die überregionalen Straßen in Länderzuständigkeit aus den Länderhaushalten.

    Also alleine für die unmittelbare Infrastruktur kann man mit sicher um die 200 Milliarden Euro pro Jahr rechnen.

    Da sind aber keinerlei Kompensationen etwa für Gesundheitsschäden von Anwohnern an den vielbefahreren Straßen der Städte enthalten. Wenn da die Lebenszeit von Nichtraucher durch COPD am Ende limitiert wird, taucht das in keiner Rechnung auf - erst recht nicht, wenn die verkehrsbedingten Frühableber das Gesundheitssystem entlasten. Wie entschädigt man die Familien, wenn Opa im Jahr nach Rententritt bereits abtritt?

    Es gibt eine aktuelle Studie (2019) zu den Folgeschäden, die auf 149 Milliarden Euro kommt:

    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrsstudie-luftverschmutzung-laerm-und-unfaelle-kosten-deutschland-jaehrlich-149-milliarden-euro/24942004.html?ticket=ST-16942658-M5CujeuCX40terG9OEfR-ap2

    Diesen 350 Milliarden gegenüber stehen 9 Milliarden Einnahmen aus der KFZ-Steuer und 40 Milliarden aus Energiesteuern. Diese Subventionierung klappt nur deswegen, weil die Umsatzsteuer für die Linsensuppe des Hartzies für die Technikfolgen des SUV-Fahrers aufkommt.

    Selbst wenn man - zu Recht - annimmt, dass ein Teil der Verkehrsbudgets auch Fußgängern und Radfahrern oder der Schifffahrt zu Gute kommt - der Löwenanteil fließt stets in den Auto- bzw. LKW-gerechten Ausbau. Das Missverhältniss sollten jeden in Hintern beißen, der noch bis drei zählen kann...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.21 12:03 durch Boandlgramer.

  6. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: Sharra 19.06.21 - 12:05

    Stimmt zwar, aber was bringts denn bitte, wenn wir die tatsächlichen Kosten auf die transportierten Güter umlegen würden, weil LKW die vollen entstehenden Kosten als Maut zu entrichten hätten?

    Richtig, Waren würden teurer werden, der Endverbraucher zahlt es, und somit der gleiche, wie jetzt auch, nur über andere Steuern.

    Effekt? Exakt 0.

  7. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: KnutRider 19.06.21 - 12:20

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt zwar, aber was bringts denn bitte, wenn wir die tatsächlichen Kosten
    > auf die transportierten Güter umlegen würden, weil LKW die vollen
    > entstehenden Kosten als Maut zu entrichten hätten?
    >
    > Richtig, Waren würden teurer werden, der Endverbraucher zahlt es, und somit
    > der gleiche, wie jetzt auch, nur über andere Steuern.
    >
    > Effekt? Exakt 0.
    Es wüde nach Alternativen gesucht werden? Es würde mehr auf die Bahn gehen? Wir würden Nordseekrabben nicht einmal durch Europa bis nach Marokko karren um sie dort puhlen zu lassen, regionale Produkte würden indirekt gefördert werden.

    Da werden Autobahnen mit Oberleitungen ausgestattet, dabei gibt es bereits die passende Infrastruktur. Lkw fährt zum Verladebahnhof. Der Sattel wird auf den Eisenbahnwaggon verladen und gut ist. Aber nein, das wird alles zurück gebaut oder man lässt es verrotten, Industrie- und Gewerbegebiete werden gleich komplett auf den Lkw Verkehr ausgerichtet.

  8. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: Sharra 19.06.21 - 12:29

    Witzbold, sorry.
    Die Bahn will nicht. Das beweist sie jeden Tag immer und immer wieder. Alles bis auf die absolut lukrativsten Aufträge wird doch direkt abgelehnt. Du wirst es unter Garantie nicht mehr schaffen, einen Bahnanschluss an deine Firma zu bekommen.
    Und wenn du das Zeug selbst zu einem der wenigen noch verbleibenden Verladebahnhöfe bringst, kann es dir passieren, dass deine verderblichen Güter auch mal eine Woche nur nutzlos herumstehen, und dir die Bahn nicht mal sagen kann, wann sie denn gedenkt das zu transportieren.

    Produzieren und am Ausgang in den Müllcontainer werfen ist günstiger und einfacher als die Bahn.

  9. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: raphaelo00 19.06.21 - 12:33

    Ich weiß auch, dass die Bahn momentan nicht die Kapazitäten hat um den LKW-Verkehr zu übernehmen. Allerdings müsste halt man in diese Richtung hinarbeiten. Man könnte mit den Hauptstrecken beginnen und die LKW-Maut auf parallel verlaufenden Bundesfernstraßen soweit verteuern, dass die Bahn immer ausgelastet ist. Mit der Zeit kann man mehr und mehr Strecken mit der Bahn ersetzen.

  10. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: KnutRider 19.06.21 - 12:35

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Witzbold, sorry.
    > Die Bahn will nicht. Das beweist sie jeden Tag immer und immer wieder.
    > Alles bis auf die absolut lukrativsten Aufträge wird doch direkt abgelehnt.
    > Du wirst es unter Garantie nicht mehr schaffen, einen Bahnanschluss an
    > deine Firma zu bekommen.
    > Und wenn du das Zeug selbst zu einem der wenigen noch verbleibenden
    > Verladebahnhöfe bringst, kann es dir passieren, dass deine verderblichen
    > Güter auch mal eine Woche nur nutzlos herumstehen, und dir die Bahn nicht
    > mal sagen kann, wann sie denn gedenkt das zu transportieren.
    >
    > Produzieren und am Ausgang in den Müllcontainer werfen ist günstiger und
    > einfacher als die Bahn.
    Die Bahn will nicht = die Politik will nicht.

  11. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: maxule 19.06.21 - 13:01

    Nur teurer machen und verbieten ist bequeme Politik.

    Verkehr analysieren und Anreize/Angebote schaffen ist eher geeignet die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern.

  12. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: raphaelo00 19.06.21 - 13:05

    Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt aber "Allerdings müsste halt man in diese Richtung hinarbeiten. Man könnte mit den Hauptstrecken beginnen..." bedeutet genau dies.

    Also Ausbau auf den Hauptstrecken beginnen und Angebote schaffen. Wenn die Angebote da sind: Verlagerung durch Preisanpassungen.

  13. Ja aber...

    Autor: Knuspermaus 19.06.21 - 13:50

    .... die technischen Möglichkeiten sind da und werden umgesetzt, eben nur nicht bei unserer Bahn.
    Die Bahn gehört dem Bund... politisch wäre es ein leites da zu intervinieren...
    Die Osterlischer verdienen sich inzwischen dumm und dusselig mit diesem Konzept, das in Deutschland politisch nicht erwünscht ist.
    Die Grünen an die Macht?
    Die werden schnell wirtschaftlich Umgepolt... ein zufriedenes Leben, mit gut dotiertem Job nach dem Mandat... gesponsert von der Wirtschaft... welcher Politiker würde da "Nein" sagen, wenn bei einem "Nein" der Austausch und danach der alte Job, als Nachhilfelehrer droht?
    https //www capital de/wirtschaft-politik/welche-berufe-die-bundesminister-gelernt-haben-765501

    (viele ältere Links sind mittels Leerzeichen deaktiviert, da ich bis vor kurzem noch keine Posten durfte)
    Alles was ich schreibe ist meine persönliche Meinung. Nicht immer gebe ich dem Leser genehme Quellen an.

  14. Re: Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: iu3h45iuh456 19.06.21 - 18:22

    Boandlgramer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iu3h45iuh456 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bitte was? Die Summe die an Kfz-, Energie-, (anteiliger) Mehrwert- und
    > > CO2-Steuer reinkommt, wird nicht in die Straßeninfrastruktur
    > reinvestiert.
    >
    > ...
    > Diesen 350 Milliarden gegenüber stehen 9 Milliarden Einnahmen aus der
    > KFZ-Steuer und 40 Milliarden aus Energiesteuern. Diese Subventionierung
    > klappt nur deswegen, weil die Umsatzsteuer für die Linsensuppe des Hartzies
    > für die Technikfolgen des SUV-Fahrers aufkommt.
    >
    > Selbst wenn man - zu Recht - annimmt, dass ein Teil der Verkehrsbudgets
    > auch Fußgängern und Radfahrern oder der Schifffahrt zu Gute kommt - der
    > Löwenanteil fließt stets in den Auto- bzw. LKW-gerechten Ausbau. Das
    > Missverhältniss sollten jeden in Hintern beißen, der noch bis drei zählen
    > kann...

    Ob das Gesamtpaket was da zusammen gerechnet wird so sinnvoll ist ... naja.
    Aber wenn wir das hinnehmen, was machen wir damit? Den gesamten motorisierten Straßenverkehr verbieten? Oder die Kfz-Steuer um sagen wir mal 5.000 ¤ jährlich pro Fahrzeug erhöhen? Ich meine, womit will man darauf hinaus?

  15. Re: Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: KnutRider 19.06.21 - 19:53

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine, womit will man darauf
    > hinaus?
    Wie wäre es mal die Schwächen der bisherigen Alternativen auszubügeln?

    Man nehme das Beispiel München: Die Stadt verreckt im Blechlawinen Chaos und gleichzeitig fallen ständig irgendwelche S-Bahn Linien aus, wodurch dann die anderen Züge aus allen Nähten platzen.

    Einige Pendler haben gesagt das sie gerne mit der S-Bahn fahren würden, aber sich nicht darauf verlassen können und daher das Auto nutzen. Die Leute tun es sich lieber an im Stau zu stehen als die S-Bahn zu verpassen.

    Gleichzeitig werden vom Verkehrsministerium enorm hohe Summen nach Bayern, insbesondere in den Wahlkreis von Herrn Scheuer, transferiert um Straßen und Autobahnen zu bauen. Ein Schelm wer böses dabei denkt? Wohl kaum.

    Man lässt die Bahn und deren Netz langsam verrotten, Geld ist nur noch für Prestigeobjekte da, gleichzeitig hat der Nahverkehr eigentlich grundsätzlich zu warten, damit irgendein Fernzug die Verspätung aufholen soll.

    Dazu kommen dann noch Ortschaften in denen der ÖPNV quasi nur noch eine Alibi Funktion erfüllt um ihn früher oder später einzustampfen mit der Begründung er wäre ja nicht angenommen worden. Mit der selben Begründung wird dann auch agiert wenn Versuche gestartet werden diesen wiederzubeleben. "Ja, wurde nicht angenommen". Nach dem "Warum" wird gar nicht erst gefragt.
    Aber wenn ein Bus nur morgens um 6 einmal kommt, und einmal um 20 Uhr... Ja Mensch, warum nutzen wohl die Leute dann nicht den ÖPNV.

    Die Verkehrspolitik der letzten 35 Jahre wurde von den Verantwortlichen durch die Autolobby gemacht. Wie man anhand von Herrn Scheuer sehr gut sehen kann braucht es in diesem Amt jemanden, der keine eigenen Entscheidungen trifft, sondern nur eine Marionette. Soviel Scheiße und Skandale produziert und der Mann klebt an seinem Posten und keiner weiß warum.

  16. Re: Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: bplhkp 20.06.21 - 09:15

    KnutRider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iu3h45iuh456 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Gleichzeitig werden vom Verkehrsministerium enorm hohe Summen nach Bayern,
    > insbesondere in den Wahlkreis von Herrn Scheuer, transferiert um Straßen
    > und Autobahnen zu bauen. Ein Schelm wer böses dabei denkt? Wohl kaum.

    Diese Gelder fließen nach Bayern weil sie beantragt werden.
    Diese Gelder landen nicht in sagen wir mal NRW weil die Verwaltungen faul sind, nichts planen und deshalb auch nichts bekommen.

    Schlimm dass z.B die Grünen in dieser Diskussion leistungsfähige Verwaltungen kritisieren anstatt die Faulenzerbehörden anzuzünden.

  17. Re: Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: jkow 20.06.21 - 10:36

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Gelder fließen nach Bayern weil sie beantragt werden.
    > Diese Gelder landen nicht in sagen wir mal NRW weil die Verwaltungen faul
    > sind, nichts planen und deshalb auch nichts bekommen.

    Und dafür pur hast Du sicherlich mind. ein konkretes Beispiel.

    Am besten eines, welches auf die von Dir getätigte Verallgemeinerung schlussfolgern lässt.

    Ansonsten könnte man natürlich auch ebenso aus dem Blauen unterstellen, dass bestimmte bayrische Landkreise besondere Förderung seitens des Ministeriums beim Stellen von Anträgen erhalten.

  18. Re: Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: Boandlgramer 20.06.21 - 11:09

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob das Gesamtpaket was da zusammen gerechnet wird so sinnvoll ist ...
    > naja.

    Natürlich: Das ist der Preis dafür, dass Möbelwagen, Elektriker, Pizzaservice und Packerlfahrer bis vor's Haus fahren können. Das ist der Preis dafür, dass wir mit dem Auto 10 Kilometer bis zum Supermarkt fahren und da für die Woche den Kofferraum vollmachen.

    Man muss sich mal vor Augen führen, wie Deutschland nach dem Krieg aussah - nicht die Zerstörungen durch den Bombenkrieg - aber auf dem Land waren bis in die 50er Jahre auch Hauptstraßen noch Kieswege, Wohnstraßen bis weit in die 60er Jahre. Die Städte waren im Wesentlichen gepflastert - und wo kein Pflaster lag, war Kies.

    In den 50er Jahren hätten SUVs eine echte Berechtigung gehabt... ;)

    > Aber wenn wir das hinnehmen, was machen wir damit? Den gesamten
    > motorisierten Straßenverkehr verbieten? Oder die Kfz-Steuer um sagen wir
    > mal 5.000 ¤ jährlich pro Fahrzeug erhöhen? Ich meine, womit will man darauf
    > hinaus?

    Es mal geht es darum, dass die Verhältnisse keine Naturgesetze sind, sondern das Ergebnis interessengeleiteter Politik. Und dem sollte man dann eine intelligentere Politik gegenüberstellen und entscheiden, welche Geldströme wohin gehen sollen.

    Ich hab' im Kopf, dass 80% der Ausgaben des Verkehrsministerium in den Straßenbau gehen. Wenn man die Budgets nicht aufstocken will und trotzdem etwa (wieder) mehr Bahn will, dann muss man sich überlegen, welche Teile des Straßenverkehrs man aufgibt.

    Teurer wird's auf jeden Fall und Verbote wird es vermutlich auch geben müssen.

    Das ist eben so, wenn man sich allen Ratschlägen verweigert und bis zur letzten Sekunde wartet, um das Unvermeidliche in einem Kraftakt dann doch nicht vermeiden zu können.

  19. Re: Verkehrsfinanzierung revisited

    Autor: bplhkp 20.06.21 - 11:35

    jkow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Am besten eines, welches auf die von Dir getätigte Verallgemeinerung
    > schlussfolgern lässt.

    Mein Beitrag wird durch diesen Artikel belegt ä:

    https://m.augsburger-allgemeine.de/bayern/Verkehrsprojekte-Bekommt-Bayern-bevorzugt-Geld-fuer-Strassen-id53539906.html

  20. Re: Verkehrswende rückwärts

    Autor: Muntermacher 20.06.21 - 12:04

    raphaelo00 schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------
    >
    > Obwohl ganz egal ist es nicht, es sollte nämlich immer ein
    > Einnahmenüberschuss vorhanden sein, und betrachtet man nur den Bereich
    > Auto, dann ist dieser Überschuss negativ. Laut einer dänischen Studie
    > kostet eine Autokilometer der Allgemeinheit 30 Cent, ein Fahrradkilometer
    > bringt dagegen 20 Cent.
    Versteh ich das richtig, 30 Cent kostet der gefahrene Autobahn km den Stand und 20 Cent versient er beim Fahrrad km? Falls so gemeint, wie verdient er sie?

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