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Viel gefährlicher als Pornos: Twitch & Onlyfans

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  1. Viel gefährlicher als Pornos: Twitch & Onlyfans

    Autor: Blaubeerchen 21.06.21 - 15:52

    Also dort, wo der Sexualtrieb unerfahrener Teenager ausgenutzt wird, um ihnen mit der Illusion von Nähe oder gar einer Beziehung möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Aber erstmal: Wann hat Prohibition je funktioniert?
    Ob die Menschheit jemals aus der Geschichte lernen wird?

    Wenn es eine elementare Nachfrage gibt, wird diese auch befriedigt - notfalls durch den Schwarzmarkt.

    Und hormongesteuerte Teenager (vor allem Jungs) werden immer ein Interesse an Pornos (bzw, Sexualität an sich) haben. Nimmt man ihnen den Zugriff auf kostenlose Porno-Portale, greifen sie auch auf ihre Schwarzmärkte zu - meistens irgendwelche WhatsApp-Gruppen oder Discord-Server, auf denen sich immer mindestens einer findet, der mit so einem Material versorgt.

    Es gibt doch sogar genug Berichte darüber, wie selbst 12-13-Jährige Mädchen sexuelle Inhalte auf Onlyfans anbieten.

    Und ganz ehrlich:
    Lieber lass ich meinen hypothetischen 13-Jährigen-Sohn einen Porno sehen, wo wenigstens minimal ethisch reguliert wird (alle Beteiligten sind 18+ und haben eingewilligt), als irgendeinen dubiosen "Porno" von einem Discord-Server, wo sich am Ende rausstellt, dass die "Dame" in Wahrheit eine 15-Jährige war, die mindestens dazu genötigt wurde. Oder auch sehr gefährlich: Wenn mein Sohn parasoziale "Beziehungen" zu Twitch-Tiddy-Streamern und/oder Only-Fans Darstellerinnen aufbaut und am Ende eine Bindungsstörung und unrealistische sexuelle Erwartungen entwickelt, die im schlimmsten Fall jahrelange therapeutische Behandlung benötigen.

    Das was in den Grauzonen auf OnlyFans, Twitch & co passiert halte ich für weitaus jugendgefährender als alles, was jemals auf Xhamster & co hochgeladen werden könnte. Bei einem Porno weiß man wenigstens woran man ist - und es werden keine Illusionen verkauft. Dieser parasoziale Dreck hingegen verstümmelt weite Teile einer ganzen Generation - und ist im Gegensatz zu Pornos für Minderjährige komplett unreguliert, solange der öffentliche Content nicht direkt pornografisch ist.

    Aber man hat ja auch bei Lootboxen gesehen, dass der (insbesondere der deutsche) Gesetzgeber ziemlich langsam und träge ist wenn es darum geht, aktuelle, moderne und aufstrebende Gefahren für Jugendliche zu regulieren. Da ist es ja viel einfacher, sich an veraltete, (religiöse) Moralvorstellungen mit einem einfachen Schwarz-Weiß-Weltbild zu klammern.

    Und in meinen Augen wäre es sogar besser, die Gesetzgebung zur Pornografie zu erleichtern (ab 14 halte ich für sinnvoll), damit echte, regulierte und vor allem: legale Pornos diesen illegalen Pornos und parasozialen Illusionen Reichweite nehmen können.

    Im Grunde genau wie bei der Drogenpolitik:
    Lieber einen regulierten, legalen Markt als unregulierte Schwarzmärkte.

    PS: Streng genommen dürfte gar kein u18 Jähriger online sein. Sowohl für Mobilfunk und Festnetz muss man 18 sein. Somit muss man davon ausgehen, dass jeder Minderjährige der online ist, das mit Segen oder Ignoranz der Eltern ist.

  2. Re: Viel gefährlicher als Pornos: Twitch & Onlyfans

    Autor: Benutztername12345 21.06.21 - 16:19

    Wahre Worte:)

    (Bis auf den letzten Abschnitt, an jeder Ecke bieten Geschäfte, S-Bahnen, Busse usw. kostenloses Wlan an. Sein Kind offline aufwachsen zu lassen wäre auch höchst fragwürdig).

  3. Re: Viel gefährlicher als Pornos: Twitch & Onlyfans

    Autor: \pub\bash0r 21.06.21 - 18:03

    Benutztername12345 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wahre Worte:)
    >
    > (Bis auf den letzten Abschnitt, an jeder Ecke bieten Geschäfte, S-Bahnen,
    > Busse usw. kostenloses Wlan an. Sein Kind offline aufwachsen zu lassen wäre
    > auch höchst fragwürdig).

    Jap. So würde Erziehung nicht funktionieren. Das ist, wie sein Kind komplett von allen Gefahren zu schützen. Zaun um den heißen Ofen, Schloss am Schrank mit den Messern, nie allein nach draußen lassen, usw. usf.
    Was passiert, wenn es dann aus welchen Gründen auch immer doch mal allein ist? Keinerlei Erfahrung mit problematischen Situationen umzugehen, weil die Eltern es immer von allem isoliert haben.

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