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Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

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  1. Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: StaTiC2206 22.06.21 - 10:07

    wenn man so viel vernichten kann und trotzdem milliardengewinne einfährt.

  2. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: Sharra 22.06.21 - 10:15

    StaTiC2206 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn man so viel vernichten kann und trotzdem milliardengewinne einfährt.


    Denkfehler
    Das, was Amazon größtenteils vernichtet (wenn nicht sogar ausschließlich) sind Waren, die nicht Amazon gehören. Das sind Waren, die externen Marketplace-Händlern gehören, und die aus den Amazon-Lagern stammen (wofür die Händler ja zahlen). Wenn du jetzt X zurückschickst, und es gehört Marketplacehändler Y, und dieser sagt Amazon "mach weg, ist mir zu teuer, das zu begutachten, evtl. zu reinigen, wieder zu verpacken und nochmal zu verkaufen", macht Amazon "das weg". Wer bezahlts? Richtig, die Entsorgung zahlt auch der Händler.
    Amazon? Die interessiert das nicht.

  3. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: Emulex 22.06.21 - 10:16

    StaTiC2206 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn man so viel vernichten kann und trotzdem milliardengewinne einfährt.

    Naja, 130.000 pro Woche sind 6,8mio im Jahr - lass es 20¤ pro Produkt sein (das ist sicher weit zu hoch angesetzt), dann sind es knapp 140mio Euro.
    Wenn ich den Artikel richtig verstehe in Großbritannien? England?
    Amazon UK macht irgendwas um die 10-11 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.
    Der Wert der vernichteten Ware liegt also irgendwo im Bereich von 1-1,5 Prozent.

  4. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: SmilingStar 22.06.21 - 10:18

    1+

  5. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: MagentaMeins 22.06.21 - 10:43

    Es zählt der Konsument, da Ausschuß eingepreist wird.

    Es zahlt die Allgemeinheit, weil Ausschuß von der Steuer abgesetzt werden kann.

    Es zahlt die Mitwelt in Form von Ressourcen Verschwendung und Umweltbelastung

  6. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: masel99 22.06.21 - 10:47

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StaTiC2206 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn man so viel vernichten kann und trotzdem milliardengewinne
    > einfährt.
    >
    > Naja, 130.000 pro Woche sind 6,8mio im Jahr - lass es 20¤ pro Produkt sein
    > (das ist sicher weit zu hoch angesetzt), dann sind es knapp 140mio Euro.
    > Wenn ich den Artikel richtig verstehe in Großbritannien? England?
    > Amazon UK macht irgendwas um die 10-11 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.
    > Der Wert der vernichteten Ware liegt also irgendwo im Bereich von 1-1,5
    > Prozent.

    Das war die Entsorgung aus einem Lagerhaus aber auch in UK hat Amazon deutlich mehr als eins.

  7. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: derdiedas 22.06.21 - 11:22

    Alles korrekt, aber diese Überproduktion sichert auch deinen Job.

    Das ist das der fundamentale Designfehler in unserem Wirtschaftssystem das auf ewiges Wachstum ausgelegt ist. Du willst jedes Jahr eine Gehaltserhöhung von 2%-3%, und dafür müssen jedes Jahr 2%-3% mehr Umsatz gemacht werden. Mit höheren preisen funktioniert das schon lange nicht mehr sondern mit mehr Ware in kürzerer zeit. Sprich die Waren halten weniger lang beim Kunden.

    Die Ursache am Ende sind wir, auch wenn das niemand hören will.

    Die generation meiner Großeltern hatte einen CO2 Footprint der weniger als 20% meiner Eltern war und diese Wiederrum haben nur 20% von meiner Generation. Und die heute Fridays for Future Generation ist der Spitzenreiter an Konsum. In der gleichen Zeit aber ist auch die Weltbevölkerung von (1950) 2,5 Milliarden Menschen auf heute 7,77 Milliarden Menschen.

    Kurzum wie leben (vor allem in der 1. Welt) alle auf einem Lebensstandard der so nicht lange gut gehen kann.

    Wäre die Welt fair, würde man berechnen wie viele Ressourcen wir verbrauchen dürfen, wie viele wir werden dürfen und dann bricht man das auf jeden einzelnen Menschen des Planeten runter. Und damit sind wir dann wieder im 16 Jahrhundert angelangt - und das will niemand.

    Amazon als den "Bösen" hinstellen, oder unsere Industrie ist so einfach, dabei sind wir alle Teil des gleichen nicht zukunftsfähigen Wirtschaftssystems. Und wir wählen alle auch genau die Menschen die die Lehren unseres Wirtschaftssystems zu ihrer Weltsicht gemacht haben. Betriebswirte, Juristen, Politologen - daraus besteht jede Partei - von den Linken über die Volksparteien bis zu den Grünen und der AFD.

    Sich über Amazon aufzuregen ist als ob man sich über den Nachbarn aufregt der eine Räucherkerze anzündet, während man selbst gerade ein Osterfeuer macht.

    Gruß DDD
    P.S: Ich nehme mich selbst nicht aus, auch ich lebe auf einem viel zu großem Fuß. Denn auch ich bin genauso wie jeder andere Depp gefangen in Bedürfnissen die sich kaum als Grundbedürfnisse einstufen lassen. Und dabei ist jeder gleich, der eine Fährt Tesla (dessen CO2 Bilanz sich kaum von einem VW Polo unterscheidet), dafür aber fliegt er (weil er es sich leisten kann) zwei mal im jähr in Urlaub und der andere fährt ein Pickup dafür macht er lieber CO2 konformer Camping in Deutschland. Am Ende ist die Formel einfach, wer mehr Geld hat, hat in der Regel auch einen höheren Umweltfootprint (CO2 ist ja nur ein Vektor der ganzen Geschichte).

  8. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: Oktavian 22.06.21 - 11:26

    > Das war die Entsorgung aus einem Lagerhaus aber auch in UK hat Amazon
    > deutlich mehr als eins.

    Ich vermute trotzdem mal, Jeff zahlt da nicht drauf.

  9. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: Dakkaron 22.06.21 - 11:43

    Willst du wissen wie hoch die Marge ist, schau mal was so Teile auf Alibaba (der Großhandelsversion von AliExpress) kosten.

    Margen von 60-90% sind da eher die Regel als die Ausnahme.

  10. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: norinofu 22.06.21 - 11:56

    Im Video werden ja auch Kundenrückläufer genannt.
    Wird ein Artikel vom Kunden als defekt deklariert, schickt amazon einen neuen zum Kunden und teilt dem Lieferanten / Hersteller mit, im Zeitraum x haben wir y Geräte von die ersetzt. Diese Menge wird dann von der Rechnung abgezogen oder bei nächsten mal zusätzlich geliefert. Der Lieferant kann sich überlegen, ob er die defekte Ware auf seine Kosten abholt oder durch amazon entsorgen lässt, wie ben bei den eingelagerten Fremdprodukten.

  11. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: Eheran 22.06.21 - 11:56

    Da hat man dann aber auch volles Risiko und 3 Wochen Versand. Anders als bei Amazon.

  12. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: .02 Cents 22.06.21 - 12:02

    Das witzige ist: "Böse" ist all das immer nur, wenn es um andere geht. Im eigenen Verhalten kann man alles begründen, denn all die hohen und heiligen und wichtige Grundsätze gelten in erster Linie für andere.

    Einige meiner Nichten / Neffen zum Beispiel waren (sind?) engagiert in Friday for Futures und ähnlichen Dingen. Die wohnen allerdings eher ländlich und die interessanten Veranstaltungen finden eher im grösseren Ort statt. Ein Widerspruch, mit dem mütterlichen Minivan dahin zufahren, ist anscheinend nur für den Aussenstehenden erkennbar (immerhin ist der Minivan ja kein SUV). Allerdings gibt es auch bei der Benutzung des väterlichen SUV, wenn man es denn ausleihen kann, um zu irgendeiner Veranstaltung zu kommen (ja ... das war grossteils pre-Corona ...).

    Schwund ist einfach Teil des Produktionsprozesses. Das fängt auf dem Acker an - auf keinem Acker der Welt wird 100% geerntet. Das fängt damit an, dass kein Mensch Obst oder Gemüse kauft, das nicht hinreichend genau den normierten Vorstellungen entspricht. Wer kauft eine Tomate, die keine perfekte Schale hat? Das geht weiter über unsere Einkaufsgewohnheiten. Die komplette Palette auch Frischware immer und bis zum Ladenschluss verfügbar? Das ist nur möglich, wenn man einkalkuliert einen Anteil der Ware wegzuschmeissen.

    Klar kann man hier überall die unterprivilegierte einspannen - im Bereich des Lebensmittel Einzelhandels gibt es ja teils Kooperationen mit Tafel u.ä. Aber auch das hat Grenzen - Buffet Reste u.ä. zum Beispiel dürfen nicht einmal mehr als Tiernahrung verwertet werden.

    Und spätestens wenn es zu allem möglichen Plastik Kram und Zeug kommt, was da so auf Amazon angeboten wird und keine Käufer findet: Wenn man das den erneut den Unterprivilegierten aufdrückt - am Umweltproblem ändert das wenig, und ob es den Unterprivilegierten so viel besser geht, wenn man sie jeden Tag zwingt, den Mist zusammenzusammeln, den andere nicht wollen ...

  13. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: Dakkaron 22.06.21 - 12:13

    Bei Alibaba kauft man eh nicht als normaler Endkunde ein, weil die meist nur 1000 Stück oder mehr verkaufen. Worum es hier geht ist, dass fast alles was auf Amazon verkauft wird, vom Händler aus China importiert wird (zu Preisen wie auf Alibaba) und dann zu lokalen Preisen weiterverkauft wird.

    Als konkretes Beispiel hab ich hier Handyhüllen für ein iPhone um ¤0.68-¤0.62 das Stück (je nach Abnahmemenge) gefunden:
    https://m.alibaba.com/product/1600214175801/Black-Carbon-Fiber-Ultra-Thin-Case.html

    Identisch aussehende Hüllen gibt es dann auf Amazon für ¤10-¤70. Das wäre dann eine Marge von 93%-99%.

    Dass es sich für den Endkunden oft nicht rentiert, 100 Stück aus China zuschicken zu lassen, wenn man nur eines braucht, das ist wohl klar.

    Der Händler übernimmt dabei oft auch Qualitätssicherung (solche Bestellungen aus China können oft sehr schwanken in ihrer Qualität) sowie das Risiko bei einer ausgefallenen Lieferung usw.
    Er bietet somit einen tatsächlichen Mehrwert für den Kunden an.

    Aber es erklärt auch, warum ein Händler immer noch Gewinn macht, wenn er 10% der Lieferung verschrottet.

    Und wenn er eine Handyhülle um ¤0.60 kriegt, dann lohnt es sich auch nicht, eine Retoure wieder neu zu verpacken. Ganz abgesehen davon, dass dem Händler für das Neuverpacken üblicherweise auch die Verpackungsanlage fehlt, weil er ja nur Reseller ist.

  14. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: unbuntu 22.06.21 - 13:37

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles korrekt, aber diese Überproduktion sichert auch deinen Job.
    >
    > Das ist das der fundamentale Designfehler in unserem Wirtschaftssystem das
    > auf ewiges Wachstum ausgelegt ist. Du willst jedes Jahr eine
    > Gehaltserhöhung von 2%-3%, und dafür müssen jedes Jahr 2%-3% mehr Umsatz
    > gemacht werden.

    Man will eher 2-3% mehr, weil alles teurer wird und man das ausgleichen will, nicht weil man einfach mal so mehr Geld haben will.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  15. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: fanreisender 22.06.21 - 13:54

    StaTiC2206 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn man so viel vernichten kann und trotzdem milliardengewinne einfährt.

    Vielleicht zwei Gedanken dazu:
    Zum einen erwirtschaftet der Versandhandel so gut wie keinen Gewinn. Auch nicht unter Brücksichtigung diverser Steuertricks. Amazon erwirtschaftet Gewinn, aber der stammt hauptsächlich von AWS und neuerdings dem Werbegeschäft.

    Niemand verursacht wissentlich Verlust. Wenn ein Händler etwas vernichtet, ist das unter Abwägung aller Möglichkeiten am Ende die billigste Variante. Ja klar, ist Wegwerfen immer Verlust, aber alle anderen Möglichkeiten können noch teurer sein.

    Wie die Rechnung gesamtgesellschaftlich aussieht, wird schwieriger. Da würde ich mich hier nicht mit einem dritten Gedanken an den teilweise allzu populistischen Gedankenspielen beteiligen wollen.

  16. Re: Dann muss die Gewinnmarge ja abartig hoch sein

    Autor: fanreisender 22.06.21 - 13:56

    Aber das ist doch normal. Neben dem Gewinn muss der Endverkäufer noch eine Menge draufschlagen. Lagerung, Logistik, Werbung, Gewährleistung, ...
    Händler wissen, dass die Aufzählung nicht vollständig ist.

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