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Wie kann man sich gegen sowas schützen?

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  1. Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: BombManiac 22.06.21 - 15:13

    Ich mache kein Filesharing, aber leider ist die Software, die die Kläger einsetzen, ja oft fehlerhaft (so a la DSL-Anschluss war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geschaltet etc.). Kann man sich da irgendwie schützen? Beim Provider ein paar Ports sperren lassen? Mir graut es davor, für sowas zu einem Anwalt gehen und meine Zeit verschwenden zu müssen.

    Der Hinweis im Artikel, sich rechtlich beraten zu lassen, deutet ja darauf hin, dass die "Beweisermittlung" hier auch heute noch fehlerhaft ist.

  2. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Peace Ð 22.06.21 - 15:16

    Ich verstehe die Frage jetzt nicht so recht...
    Wenn du kein Filesharing betreibst, machst du dahingehend auch nichts illegales, also kann dir da doch keiner was.
    Was für Software meinst du und wenn die doch fehlerhaft sagt, dass der DSL-Anschluss noch nicht geschaltet war, dann bist du doch noch eher fein raus.

  3. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Haze95 22.06.21 - 15:16

    Das würde mich auch interessieren.
    Habe auch kein Interesse an Filesharing und dann hätte man im Notfall, worauf man bauen könnte.

  4. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Sharra 22.06.21 - 15:22

    Es geht darum, dass die "Ermittler" (selbst privatwirtschaftliche Firmen, denen es einzig und allein ums Kohle scheffeln geht), auch Mist bauen. Zahlendreher bei IPs, Falsche Timestamps (IP wurde bereits neu vergeben, und der Vornutzer war der eigentliche Übeltäter)...

    Und nein, schützen kann man sich dagegen nicht.
    Man kann nur hoffen, dass man selbst dann Gegenbeweise vorlegen kann, denn die Gerichte glauben den Angaben vorbehaltlos, weil diese zerifiziert sind. Dass die Zerfifikate selbst gedruckt sind... egal.
    Gegenbeweise wären z.B. es waren alle im Haushalt im Urlaub, Anschluss nicht genutzt.
    Dann wird das Eis schon dünn.

  5. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: showdogg 22.06.21 - 15:28

    BombManiac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Hinweis im Artikel, sich rechtlich beraten zu lassen, deutet ja darauf
    > hin, dass die "Beweisermittlung" hier auch heute noch fehlerhaft ist.

    Nein, das ist nicht der Grund. Die Unterlassungserklärungen, die man geschickt bekommt, sind häufig zu weitreichend und benachteiligen einen unangemessen (indirekte Schuldeingeständnis, IIRC). Unterschreibst Du eine solche Unterlassungserklärung, könnte der Rechteinhaber selbst 30 Jahre später noch Schadensersatz fordern (und wenn Warner Bros erst einmal kurz vor der Pleite steht, machen die das auch...).

    Ich wurde einmal (zu Recht) abgemahnt. Damals hatte die Verbraucherzentrale einige Formulierungen in meiner Unterlassungserklärung gestrichen, um dieses Risiko auszuschließen. Die VBZ hat dafür auch nicht viel Geld genommen, ~25 Euro, IIRC.

    Viele Grüße

    sd

  6. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Niaxa 22.06.21 - 15:29

    Das ist Quark. Man nimmt einen Anwalt, der fragt die Logs vom Provider an und daran erkennt man recht schnell was los war. Da die IP nicht alle 5 Minuten wechselt, sondern meist Nachts mit einer kurzen Zwangstrennung, wenn überhaupt, oder bei einem Routerneustart, hilft die Ausrede auch nicht besonders.

  7. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Peace Ð 22.06.21 - 15:29

    Oha, okay das ist natürlich krass! Dann hab ich OP falsch verstanden.

  8. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Enter the Nexus 22.06.21 - 15:34

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist Quark. Man nimmt einen Anwalt, der fragt die Logs vom Provider an
    > und daran erkennt man recht schnell was los war.

    Und warum braucht's dafür einen Anwalt, bzw. warum soll ein Rechtsanwalt diese Logs eher bekommen als jeder x-beliebige andere?

  9. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: nicoledos 22.06.21 - 15:36

    Die Abmahner müssen dir die Tat zweifelsfrei nachweisen. Können sie das nicht, werden die auch nichts einklagen können. Auch wenn es im Einzelfall populäre Fehler geben mag. Meist stimmt der Ermittelte Anschluss.

    Ports sperren, wenn nicht benötigt und sich von diversen potentiell riskanten Seiten fern halten hilft sehr gut. Das Problem ist mittlerweile nicht der Download selbst. Vielmehr setzen diverse nicht lizenzierte Streamingportale auf Bittorrent und ähnlichen Techniken im Hintergrund. Weshalb vielen nicht mal bewusst ist, dass diese in dem Moment Filesharing betreiben.

    Beraten lassen, weil es ein Minenfeld für Laien ist.
    - Ignoriert man es steigen die Gebühren von Mahnung zu Mahnung bis irgend ein Verfahren dies vollstreckt.
    - Reagiert man falsch besteht das Risiko einer Schuldeingeständnis mit weiteren rechtlichen Folgen
    - Unterschreibt man etwas vorgefertigtes ist man bei Wiederholung ob bewusst oder unbewusst am A
    - im Einzelfall gibt es individuelle, bereits erfolgreiche Abwehrstrategien

    Tatsache auch, es ist auch für die Abwehranwälte ein lukratives Geschäft die bei der "Beratung" auch gerne zulangen und nicht selten am Ende mehr Gebühren produzieren als die ursprüngliche Abmahnung selbst gekostet hätte .

  10. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Niaxa 22.06.21 - 15:37

    Weil Datenschutz. Hier kommt es nicht nur auf deine Logs a , sondern auch darauf, wer vor und nach dir die IP hatte. Dazu kommt, daß du dich selbst vor Gericht wohl kaum vertreten wirst.

  11. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Enter the Nexus 22.06.21 - 15:41

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gegenbeweise wären z.B. es waren alle im Haushalt im Urlaub, Anschluss
    > nicht genutzt.

    Computer können auch Daten übertragen, wenn man im Urlaub ist ;-)

  12. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Blutgruppe10w60 22.06.21 - 15:41

    Du brauchst Dich nicht schützen. Wenn Du kein illegales Filesharing betreibst, tauchst Du bei denen gar nicht auf. Die benutzen Honeypots in die Du ja gar nicht erst reintappst.
    Falls sich fälschlicherweise wirklich ein Schreiben in Deinen Briefkasten verirrt, geh zu einem Anwalt und sei ehrlich. Er wird entsprechende Beweise von der Klägerin einfordern. Spätestens dann ist die Sache gegessen.
    Denk immer dran: wer klagt, trägt vor. Die müssen DIR die Schuld nachweisen.

  13. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: E1chh0rn 22.06.21 - 15:46

    Blutgruppe10w60 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du brauchst Dich nicht schützen. Wenn Du kein illegales Filesharing
    > betreibst, tauchst Du bei denen gar nicht auf. Die benutzen Honeypots in
    > die Du ja gar nicht erst reintappst.
    > Falls sich fälschlicherweise wirklich ein Schreiben in Deinen Briefkasten
    > verirrt, geh zu einem Anwalt und sei ehrlich. Er wird entsprechende Beweise
    > von der Klägerin einfordern. Spätestens dann ist die Sache gegessen.
    > Denk immer dran: wer klagt, trägt vor. Die müssen DIR die Schuld
    > nachweisen.

    Nein, in diesem Kontext stimmt das nicht. Hier hat der Beschuldigte seine Unschuld nachzuweisen.

  14. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Niaxa 22.06.21 - 15:58

    Falsch. Er legt lediglich Widerspruch ein. Ab da muss die Anwaltskanzlei Beweise vorlegen.

  15. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: mj 22.06.21 - 16:07

    Wer zahlt denn dann den Anwalt ? Selbst wenn du recht bekommst ?
    Ich kenn nen Fall da ging es um eine mietsache.
    Der Leiter musste sein Geld einklagen aber den Anwalt selbst zahlen.

    Ob das jetzt Zivilrecht oder Strafrecht oder was weiß ich war, keine Ahnung

  16. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Niaxa 22.06.21 - 16:31

    Na die Gegenseite.

  17. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Teeklee 22.06.21 - 16:35

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na die Gegenseite.

    Auch wenn es zu keinem Prozess kommt, weil die Gegenseite es sich doch anders nach dem erhalt des Anwaltsschreibens überlegt hat?

  18. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: E1chh0rn 22.06.21 - 16:36

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. Er legt lediglich Widerspruch ein. Ab da muss die Anwaltskanzlei
    > Beweise vorlegen.

    Falsch. "Sekundäre Darlegungslast".

  19. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Sharra 22.06.21 - 17:17

    Die Kanzlei hat ihre Beweise schon vorgelegt, schon vergessen? Die Logs der Filesharing-Überwacher, und die IP-Auskunft deines Providers. Du musst das entkräften. Der Part, den du meinst, der ist bereits gelaufen, wenn die die Abmahnung bekommst.

  20. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: CraWler 22.06.21 - 17:21

    Einige Streamingseiten benutzen u.a HTML/Javascript basierte Videoplayer die den content im Hintergrund z.B. per BitTorrent laden. Da einmal versehentlich die falsche Seite geklickt und die IP kann dann schon im Honeypot stehen.... Einige dieser Seiten sehen ja erstmal legal aus, in den Google Suchergebnissen.

    Zumal es in der Vergangenheit durchaus schon vorgekommen ist das Abmahnanwälte sich auch IPs von Unschuldigen irgendwo abgegriffen haben um diese Abzumahnen und als beschuldigter wird es dann schwer da erstmal gegenteiliges zu beweisen.

    Deshalb: Immer VPN benutzen !

    -----------------------------
    Piratenpartei Wähler

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