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Manchmal frag ich mich...

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  1. Manchmal frag ich mich...

    Autor: BSDDaemon 21.11.06 - 10:04

    wer hat dringender eine eigene Presseabteilung für jede Aussage nötig?

    Steve Ballmer oder George W. Bush

    Jetzt müssen wieder alle zurückrudern und erklären damit die Gemeinschaft wegen der überzogenen Aussagen nicht Amok läuft.

    Dennoch wird man dem Projekt Microsoft SuSE 2007 kritisch entgegen sehen.

    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  2. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: Mausileinchen 21.11.06 - 10:27

    > Dennoch wird man dem Projekt Microsoft SuSE 2007
    > kritisch entgegen sehen.
    riebssystem fest.


    Warum? Haste Angst, dass dein popeliges BSD gegenüber Linux endgültig ins Hintertreffen gerät?!?

  3. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: BSDDaemon 21.11.06 - 10:42

    Mausileinchen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Warum? Haste Angst, dass dein popeliges BSD
    > gegenüber Linux endgültig ins Hintertreffen
    > gerät?!?

    BSD ist schon lange hinter Linux da dieses in allen Bereichen massiv aufgeholt hat. Ich habe keine Probleme damit. Zudem haben die BSD Teams ja auch massiv an Entwicklern verloren. Ist BSD deswegen tot? Nunja, es gibt dazu eine nette Präsentation die hier aber sicher keinen Interessiert. Versteht ja eh nur einer aus dem IT-Leben.

    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  4. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: dunkelroot 21.11.06 - 10:44

    Linux? *rofl* Das wird noch 10 Jahre brauchen um den Stand zu erreichen den BSD jetzt schon hat.
    Hut ab vor dem was Linux geschafft hat, das steht ausser Frage, aber ich mag es nicht, aus verschiedenen Gründen.


    Mausileinchen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Dennoch wird man dem Projekt Microsoft SuSE
    > 2007
    > kritisch entgegen sehen.
    > riebssystem fest.
    >
    > Warum? Haste Angst, dass dein popeliges BSD
    > gegenüber Linux endgültig ins Hintertreffen
    > gerät?!?


  5. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: e-user 21.11.06 - 11:16

    Antworten im Text.

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > BSD ist schon lange hinter Linux da dieses in
    > allen Bereichen massiv aufgeholt hat.

    Diesen Vergleich halte ich für problematisch, im Grunde zeigt sich hier derselbe Fehler, den SCO und deren Rechtsanwälte gemacht haben. Linux ist und bleibt ein Kernel, alles andere an Freier Software, die für GNU-Betriebssysteme geschrieben wurde, ist ohne großen Portierungsaufwand oder sogar mit einer einfachen Neukompilierung unter anderen POSIX-Betriebssystemen wie den BSDs nutzbar und wird auch dort eingesetzt. Linux ist nur eine, wenn auch momentan elementar wichtige, Komponente für die umgesetzte Idealvorstellung eines vollkommen freien Betriebssystems, welches nicht zum Zurückschleusen in proprietäre Projekte geeignet ist - und hier liegt und lag eines der Hauptprobleme der Berkeley Science Distribution, just neben der Tatsache, dass man sich in dessen elitären Nutzerkreisen damit eingerichtet und es nie darauf angelegt hat, für die "breite Masse" nutzbar, sprich nutzerfreundlich, zu machen. Das liegt und lag natürlich auch an der fehlenden Unterstützung der kapitalistischen Industrie, denn diese konnte interessanten Code dank der BSD-Lizenz eben einfach in die eigenen Produkte integrieren, als populäres Beispiel dient hier der TCP/IP-Stack in M$-Betriebssystemen.

    Betrachtet man die Gesamtzahl Codezeilen von freier und auch im Alltag verbreiteter POSIX-Software im Vergleich zum Linux-Quellcode, ist letzterer auch nur ein Tropfen im Meer.

    Man könnte jedoch durchaus den Vergleich wagen, was die GPL im Vergleich zur BSD-Lizenz bis heute hervorgebracht hat und wie weit "from scratch" entwickelte Software unter der GPL insgesamt die BSD-Äquivalente überholt hat.

    > Ich habe
    > keine Probleme damit. Zudem haben die BSD Teams ja
    > auch massiv an Entwicklern verloren. Ist BSD
    > deswegen tot?

    Freie Software stirbt nie, sagt man: Aus gutem Grund! Nicht, solange es noch Nutzer gibt - und noch weniger, solange irgendwo noch eine Kopie von Quellcode-Tarballs gibt. BSD lebt.

    > Nunja, es gibt dazu eine nette
    > Präsentation die hier aber sicher keinen
    > Interessiert. Versteht ja eh nur einer aus dem
    > IT-Leben.

    Die Befürchtung scheint berechtigt - ich hätte Interesse an der Präsi, falls Du die Mühe nicht scheuen solltest, bitte schick mir eine Nachricht.

    e-user

  6. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: BSDDaemon 21.11.06 - 11:27

    e-user schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Diesen Vergleich halte ich für problematisch

    Er IST problematisch.

    >, im
    > Grunde zeigt sich hier derselbe Fehler, den SCO
    > und deren Rechtsanwälte gemacht haben. Linux ist
    > und bleibt ein Kernel, alles andere an Freier
    > Software, die für GNU-Betriebssysteme geschrieben
    > wurde, ist ohne großen Portierungsaufwand oder
    > sogar mit einer einfachen Neukompilierung unter
    > anderen POSIX-Betriebssystemen wie den BSDs
    > nutzbar und wird auch dort eingesetzt. Linux ist
    > nur eine, wenn auch momentan elementar wichtige,
    > Komponente für die umgesetzte Idealvorstellung
    > eines vollkommen freien Betriebssystems, welches
    > nicht zum Zurückschleusen in proprietäre Projekte
    > geeignet ist - und hier liegt und lag eines der
    > Hauptprobleme der Berkeley Science Distribution,
    > just neben der Tatsache, dass man sich in dessen
    > elitären Nutzerkreisen damit eingerichtet und es
    > nie darauf angelegt hat, für die "breite Masse"
    > nutzbar, sprich nutzerfreundlich, zu machen. Das
    > liegt und lag natürlich auch an der fehlenden
    > Unterstützung der kapitalistischen Industrie, denn
    > diese konnte interessanten Code dank der
    > BSD-Lizenz eben einfach in die eigenen Produkte
    > integrieren, als populäres Beispiel dient hier der
    > TCP/IP-Stack in M$-Betriebssystemen.

    Nicht nur der... auch rpc, nslookup, ftp und vermutlich vieles mehr.

    > Betrachtet man die Gesamtzahl Codezeilen von
    > freier und auch im Alltag verbreiteter
    > POSIX-Software im Vergleich zum Linux-Quellcode,
    > ist letzterer auch nur ein Tropfen im Meer.
    >
    > Man könnte jedoch durchaus den Vergleich wagen,
    > was die GPL im Vergleich zur BSD-Lizenz bis heute
    > hervorgebracht hat und wie weit "from scratch"
    > entwickelte Software unter der GPL insgesamt die
    > BSD-Äquivalente überholt hat.

    Das Problem mit der freien Software ist oft, dass durch Ignoranz von GNUschisten Software zwar unter Linux läuft, nicht aber unter BSD. Einfach weil die Systeme nicht POSIX konforme Pfade etc nutzen. Das beschert BSD hier und da Mehraufwand um Anwendungen zu portieren.

    Was ich aber eigentlich meinte... Linux in Form der Masse aller Hersteller und Anwendungen haben ein lebendiges Marketing... sie haben wirtschaftliche Relevanz... Vorteile einzelner BSDs wurden soweit egalisiert... Entwicklerzufluss ohne Ende und ein Wachstum ohne Ende.

    Das BSD nicht tot ist zeigt die Präsentation, das ändert aber nichts daran, dass Linux auf kurz oder lang den Abstand zu BSD vergrössern wird.

    Davon ganz abgesehen, dass es noch immern Bereiche gibt wo man BSD lieber einem Linux System vorzieht.



    > Freie Software stirbt nie, sagt man: Aus gutem
    > Grund! Nicht, solange es noch Nutzer gibt - und
    > noch weniger, solange irgendwo noch eine Kopie von
    > Quellcode-Tarballs gibt. BSD lebt.

    Siehe Präsentation/Video ;-) Ist sehr lustig und aufschlussreich.

    > Die Befürchtung scheint berechtigt - ich hätte
    > Interesse an der Präsi, falls Du die Mühe nicht
    > scheuen solltest, bitte schick mir eine
    > Nachricht.

    http://video.google.com/videoplay?docid=7833143728685685343&hl=en



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    Suum cuique per me uti atque frui licet.
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    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  7. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: kleinesg 21.11.06 - 13:22

    e-user schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Diesen Vergleich halte ich für problematisch, im
    > Grunde zeigt sich hier derselbe Fehler, den SCO
    > und deren Rechtsanwälte gemacht haben. Linux ist
    > und bleibt ein Kernel, alles andere an Freier
    > Software, die für GNU-Betriebssysteme geschrieben
    > wurde, ist ohne großen Portierungsaufwand oder
    > sogar mit einer einfachen Neukompilierung unter
    > anderen POSIX-Betriebssystemen wie den BSDs
    > nutzbar und wird auch dort eingesetzt. Linux ist
    > nur eine, wenn auch momentan elementar wichtige,
    > Komponente

    Du kannst davon ausgehen, dass diese Unterscheidung vielfach außer acht gelassen wird. Im Falle von Ballmers FUD sicher absichtlich.

  8. Re: Manchmal frag ich mich...

    Autor: e-user 21.11.06 - 14:12

    Ja, diese Annahme ist durchaus berechtigt.
    Genau aus diesem Grund sollte man schon genau differenzieren und Aufklärungsarbeit betreiben, aber wenn populäre Medien alles über den einen Begriff "Linux" scheren, macht es das um so schwieriger.
    Deshalb halte ich es auch für sinnvoll, selbst die Begriffe genau zu trennen, auch, wenn sich einige Leute davon genervt fühlen.

    Doch wer 1984 gelesen/gesehen hat, sollte wissen, wie viel leichter Menschen zu manipulieren sind, je unpräziser sie sich auszudrücken vermögen.

    Genau deshalb sind solche Unterscheidungen wichtig!

    kleinesg schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du kannst davon ausgehen, dass diese
    > Unterscheidung vielfach außer acht gelassen wird.
    > Im Falle von Ballmers FUD sicher absichtlich.


  9. Neusprech

    Autor: kleinesg 21.11.06 - 15:52

    e-user schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Doch wer 1984 gelesen/gesehen hat, sollte wissen,
    > wie viel leichter Menschen zu manipulieren sind,
    > je unpräziser sie sich auszudrücken vermögen.

    IMO ist bei "1984" gerade das Gegenteil der Fall: in Neusprech ist die Bedeutung aller Wörter eindeutig und um (unerwünschte) Nebenbedeutungen bereinigt worden.

  10. Re: Neusprech

    Autor: e-user 21.11.06 - 16:42

    Der bewusste Einsatz von Wörtern mit verschwommener Bedeutung kann Gefühle präziser beschreiben, genau das meinte ich mit Präzision.
    Nimm das bekannte Beispiel des "(un)gut", "plus(un)gut", "doppelplus(un)gut": Es scheint präzise, aber auf Gefühlsebene sind diese Wörter noch hohlere Hülsen als andere ohnehin schon. Ein "brillant" zum Beispiel hat immer im Gefühl ein Bild von etwas glänzendem, erleuchtetem, von Weisheit. Damit ist dieses Wort präziser als ein vergleichbares "doppelplusgut".

    kleinesg schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > IMO ist bei "1984" gerade das Gegenteil der Fall:
    > in Neusprech ist die Bedeutung aller Wörter
    > eindeutig und um (unerwünschte) Nebenbedeutungen
    > bereinigt worden.


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