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falscher lösungsansatz

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  1. falscher lösungsansatz

    Autor: x1XX1x 23.11.06 - 10:30

    richtig wäre es, die heutige abmahnpraxis per gesetz unterbunden würde. eine erste abmahnung muss für den abgemahnten kostenfrei sein.

  2. Re: falscher lösungsansatz

    Autor: innovator 23.11.06 - 10:44

    > richtig wäre es, die heutige abmahnpraxis per
    > gesetz unterbunden würde. eine erste abmahnung
    > muss für den abgemahnten kostenfrei sein.

    dem stimme ich voll und ganz zu - ich möchte nicht wissen wieviele online shops gar nicht erst eröffnet werden da sich die betreiber, meistens ja auch anfänger in diesem bereich, total unsicher sind. Eigene Rechtsanwalt zur Betreuung einzuschalten ist ebenfalls viel zu teuer. Deutschland hat auch in diesem fall keinerlei anreize etwas auf die beine zu stellen. schade eigentlich. die abmahntechniken werden besonders bei größeren firmen mit der zeit nach hinten losgehen - ich z.b. kaufe nicht mehr bei "geiz ist geil" oder "ich bin doch nicht blöd"


  3. Re: falscher lösungsansatz

    Autor: BG.. 23.11.06 - 10:59

    innovator schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > richtig wäre es, die heutige abmahnpraxis
    > per
    > gesetz unterbunden würde. eine erste
    > abmahnung
    > muss für den abgemahnten kostenfrei
    > sein.
    >
    > dem stimme ich voll und ganz zu - ich möchte nicht
    > wissen wieviele online shops gar nicht erst
    > eröffnet werden da sich die betreiber, meistens ja
    > auch anfänger in diesem bereich, total unsicher
    > sind. Eigene Rechtsanwalt zur Betreuung
    > einzuschalten ist ebenfalls viel zu teuer.
    > Deutschland hat auch in diesem fall keinerlei
    > anreize etwas auf die beine zu stellen. schade
    > eigentlich. die abmahntechniken werden besonders
    > bei größeren firmen mit der zeit nach hinten
    > losgehen - ich z.b. kaufe nicht mehr bei "geiz ist
    > geil" oder "ich bin doch nicht blöd"
    >
    >

    Naja ein Abmahnung kostet auch immer Geld, aber man könnte ja eine vorhergehende (mehr oder minder) formlose Verwarnung(weniger Kosten) zur Pflicht machen. So nach dem Motto
    "Blabla Bild X verletzt unsere Urheberrechte wenn das Bild nicht binnen 14-Tagen enfernt wird ... rechtliche Schritte ...blabla" Bin halt kein Anwalt :)

  4. kostenloses Schulungs- und Consultingprogramm

    Autor: Dribble X 23.11.06 - 11:00

    innovator schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > dem stimme ich voll und ganz zu - ich möchte nicht
    > wissen wieviele online shops gar nicht erst
    > eröffnet werden da sich die betreiber, meistens ja
    > auch anfänger in diesem bereich, total unsicher
    > sind.

    Wobei es aber auch nicht Sinn sein kann, daß die Konkurrenz auf die Art per Abmahnungen ein kostenloses Schulungs- und Consultingprogramm für Online-Shop-Inhaber betreibt, um deren Angebot rechtssicher zu gestalten.

    Nebenbei basieren solche Abmahnungen oft genug auf Fehlern, die dem Kunden schaden, bzw. dessen Rechte beschränken.

  5. Re: kostenloses Schulungs- und Consultingprogramm

    Autor: Der_Ing. 23.11.06 - 11:26

    Dribble X schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Wobei es aber auch nicht Sinn sein kann, daß die
    > Konkurrenz auf die Art per Abmahnungen ein
    > kostenloses Schulungs- und Consultingprogramm für
    > Online-Shop-Inhaber betreibt, um deren Angebot
    > rechtssicher zu gestalten.
    >
    > Nebenbei basieren solche Abmahnungen oft genug auf
    > Fehlern, die dem Kunden schaden, bzw. dessen
    > Rechte beschränken.

    Die weitaus meisten Abmahnungen betreffen gerade *nicht* Einschränkungen der Kundenrechte, sondern Verstöße nach Urheber- oder Markenrecht, und ein sehr großer Teil richtet sich auch nicht gegen nennenswert große "Störer" sondern gegen kleine, wie z.B. (eigentlich nur dem Gesetz nach nicht mehr) private Kleinkramverkäufer, Vereine, private Veranstalter etc., bei denen einigermaßen sicher ist, dass sie sich wirksame Verteidigung oder gar Gegenwehr finanziell nicht leisten können. Und eine ganze Menge der Abmahnungen ist zudem noch sachlich unzutreffend oder rechtlich unzulässig, aber das festzustellen braucht es einen wegen der Streitwerte teuren Anwalt.
    Dazu kommt, dass in sehr vielen Fällen firmeneigene Rechtsabteilungen mit Formbriefen aktiv werden, deren Kosten gar nicht oder nur teilweise in Rechnung gestellt werden dürften.
    Schließlich ist es ja auch noch so, dass ich auch bei einer berechtigten Reklamation oder Mängelrüge mein Porto und meinen Arbeitsaufwand zumindest für das erste Schreiben nicht ersetzt bekomme. Warum sollen Abmahner da besser gestellt werden?

  6. Re: kostenloses Schulungs- und Consultingprogramm / Nachtrag

    Autor: Der_Ing. 23.11.06 - 11:31

    Der_Ing. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    Um trotz eigener Rechtsabteilung hohe Forderungen stellen zu können, werden immer mehr angeblich unabhängige Kanzleien eingeschaltet, die auch einmal teilweise aus Anwälten der Rechtsabteilung bestehen können. Laut Gesetz dürfen zwar keine Kosten externer Anwälte berechnet werden, wenn eine interne Rechtsabteilung existiert, aber getan wird es trotzdem. Wer kann schon zuverlässig feststellen, ob ein Abmahner eine eigene Rechtsabteilung hat?

  7. Re: falscher lösungsansatz

    Autor: JenZzz 23.11.06 - 12:50

    x1XX1x schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > richtig wäre es, die heutige abmahnpraxis per
    > gesetz unterbunden würde. eine erste abmahnung
    > muss für den abgemahnten kostenfrei sein.

    kostenfrei geht wohl nicht, da der Anwalt ja immerhin ein Schreiben aufsetzen muss (auch wenn ein Anruf oder Mail desjenigen der Abmahnen lassen möchte wahrscheinlich sinnvoller wäre und auch günstiger für beide Seiten, statt immer gleich mit der Holzhammermethode an sowas zu gehen - mit Kanonen auf Spatzen schießen sag ich da nur).

    Aber zumindest für Privatmenschen scheint es Besserung im Abmahnfallenbereich zu geben, siehe WDR Artikel:
    http://www.wdr.de/themen/computer/schiebwoche/2006/index_47.jhtml?rubrikenstyle=computer
    50 Euro für die erste Abmahnung, damit könnte man leben! Oder?

  8. Re: falscher lösungsansatz

    Autor: Konsumkind 23.11.06 - 16:55

    JenZzz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > x1XX1x schrieb:

    > 50 Euro für die erste Abmahnung, damit könnte man
    > leben! Oder?

    Definitiv nicht!
    Anwälte die so praktizieren machen das zu 99% mit einem Profit-Hintergrund (Gier) und nicht weil sie irgendjemades Rechte schützen wollen.
    Diese Leute schaden dem Image des Berufsstandes massiv. Meiner Ansicht nach müssten Abmahnung gegen Privat kostenlos sein wie es in den meisten anderen Ländern der Fall ist. Sowas ist schlichtweg unprofessionell und asozial. Und wenn schon kostenpflichtig dann nur im ausdrücklichen Auftrag des Urhebers und nicht einfach so.

    Aber das TDG ist so oder so ziemlich "bescheiden" - ich sehe z.B. keinen Sinn darin dass man als Privatperson auf seiner privaten Seite Adresse und, streng genommen, Telefonnummer veröffentlichen soll. Das sind Daten die so absolut niemanden etwas angehen...

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