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Turbobenziner

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  1. Turbobenziner

    Autor: Schnuffel 26.07.21 - 07:42

    > Der Verbrenner ... soll 200 Gramm Kraftstoff für die
    > Erzeugung einer Kilowattstunde Strom benötigen.

    Wahrscheinlich ist es noch zu viel verlangt, wenn ich sage: Das ist altmodisch und eine moderne Lösung (z.B. H₂-basiert) wäre m.E. viel interessanter gewesen. Aber offensichtlich ist die Zeit dafür noch nicht reif. Bin gespannt wie lange es noch dauert, bis das Benzinzeitalter endlich endet. :-)

  2. Re: Turbobenziner

    Autor: bifi 26.07.21 - 08:01

    Brennstoffzellen hätten hier schon einen gewissen Reiz.
    Das problem ist hier aber auch die langen Tagesetappen im Ralley-Betrieb.

    Aktuelle Brennstoffzellenautos kommen auf 500-600 km und brauchen hierbei etwa 1kg pro 100 km. Im Messzyklus.
    Beim Ralleybetrieb wird man den Verbrauch vermutlich fast verdoppeln können… (unebene „Straßen“, hohe Geschwindigkeiten, etc.)

    Bei 800 km Tagesetappe landet man vermutlich bei 12-15 kg Wasserstoffbedarf. Ich tippe mal, hier wird ebenso wie bei der Batterie das Platzvolumen des Energiespeichers das Problem sein. Bei jetzigen Brennstoffzellenfahrzeugen sind die Tanks ja schon recht groß. Hier bräuchte man wohl die doppelte bis dreifache Tankmenge.
    Die nächste Frage wäre dann auch: sind die Carbon-Tanks ausreichend robust für die Wüsten-Ralley?

  3. Re: Turbobenziner

    Autor: MarcusK 26.07.21 - 08:47

    bifi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brennstoffzellen hätten hier schon einen gewissen Reiz.
    > Das problem ist hier aber auch die langen Tagesetappen im Ralley-Betrieb.
    >
    > Aktuelle Brennstoffzellenautos kommen auf 500-600 km und brauchen hierbei
    > etwa 1kg pro 100 km. Im Messzyklus.
    > Beim Ralleybetrieb wird man den Verbrauch vermutlich fast verdoppeln
    > können… (unebene „Straßen“, hohe Geschwindigkeiten,
    > etc.)
    >
    > Bei 800 km Tagesetappe landet man vermutlich bei 12-15 kg
    > Wasserstoffbedarf. Ich tippe mal, hier wird ebenso wie bei der Batterie das
    > Platzvolumen des Energiespeichers das Problem sein. Bei jetzigen
    > Brennstoffzellenfahrzeugen sind die Tanks ja schon recht groß. Hier
    > bräuchte man wohl die doppelte bis dreifache Tankmenge.
    > Die nächste Frage wäre dann auch: sind die Carbon-Tanks ausreichend robust
    > für die Wüsten-Ralley?

    die 800km werden doch mit Zwischenstopps absolviert. Da kann man doch bequem nachtanken wie es zumindest die Motorräder machen ( Auto weiß ich jetzt nicht)

  4. Re: Turbobenziner

    Autor: derdiedas 26.07.21 - 09:40

    Wie lange können wir noch fossile Energieträger fördern?

    Genau so lange wird dieses Zeitalter dauern, und keine Femtosekunde kürzer.

    So lange jemand fossile Energieträger aus dem Boden holen kann und jemand bereit ist ihm mehr dafür zu geben als er als kosten hat ist es ein funktionierendes Businessmodell.

    Ob wir elektrisch fahren, und dafür Afrika, Osteuropa und Vorderasien unsere Verbrenner die wir gut funktionierend weggegeben haben weiter nutzt macht am Ende keinen Unterschied.

    Solange wir den geschissenen Fusionsreaktor nicht zum laufen bekommen und mit billigem eFuel den markt fluten und damit fossile Energieträger obsolet machen, solange wird alles was gefördert wird auch verbrannt.

    Da und nirgendwo anders liegt unser Problem. Es gibt keine Weltregierung die fossile Energieträger verbieten kann, und viele Länder wo die Probleme von heute wichtiger sind als die Probleme von morgen. 1,4 Milliarden Verbrenner ersetzt man nicht einfach, die werden noch mind. 50 Jahre weiter laufen. Wie auch Millionen Heizungen und Geräte mit fossilen Energieträgern und von LKW und Landmaschinen, Schiffen wie auch Militär reden wir mal gar nicht erst.

    EFuels sind die einzige Lösung - wir haben nichts anderes um den Weltbestand "sauberer" zu machen. Schaffen wir es das wir 10% EFuels beifügen haben wir 10% weniger CO2 Emissionen, das schafft kein Elektroauto der Welt.

    EFuels ermöglichen es auch regenerative Energie dort zu Gewinnen wo man Strom nur schwer exportieren kann - etwa Atacama Wüste. Nur leider ist die Produktion so teuer das diese keine Alternative zu fossilen Energieträgern liefern.

    Kurzum ohne Fusionsreaktoren sind wir am Arsch, und nichts - gar nichts wird daran was ändern. Denn wir werden immer mehr Menschen die jede Einsparung ins Leere laufen lassen. Und eine Ein Kind Ehe in einer Demokratie - viel Glück denn das ist noch unwahrscheinlicher als eine Umweltpolitik die auf die Zukunft ausgerichtet ist.

    Gruß DDD

    Gruß DDD

  5. Re: Turbobenziner

    Autor: Nogul 26.07.21 - 10:53

    Irgendwelche Erkenntnisse wird man beim Rennen gewinnen aber...

    Das Problem bei Elektroautos sind momentan der Energieträger sprich Akku.

    Benzin/Diesel als Energieträger haben wir in den letzten 100 Jahren schon erstaunlich nah an Perfektion gebracht.

    So klingt das nach wie bauen wir das umständlichste Antriebskonzept der Welt?

    Wie wäre es mit Akkustrom synthetisiert Benzin? Wir bauen eine akkubetriebene Chemiefabrik in das Auto welche pro Stunde 50 Liter Benzin produzieren kann und fahren damit Rallye?

    Oder noch radikaler: Wir nutzen den Verbrennungsmotor ohne den Umweg über Strom?

  6. Re: Turbobenziner

    Autor: MarcusK 26.07.21 - 11:10

    Nogul schrieb:
    > Oder noch radikaler: Wir nutzen den Verbrennungsmotor ohne den Umweg über
    > Strom?
    das macht man schon bei Diesel-Loks nicht. Ein Verbrenner ist einfach zu träge und braucht seinen idealen Arbeitspunkt um effizient zu sein.

    Das Fahrverhalten von E-Motoren mit Drehmomentregelung an alle 4 Rädern wird du niemals mit eine Verbrennen erreichen. Dazu die Möglichkeit kurzzeitig ein vielfaches der Nennleistung abzugeben.
    Wenn der Verbrenner für einen kleinen Drehzahlbereich gebaut wird und damit mit hoher Effizienz den Akku lädt ist das Gesamtsystem durchaus sparsamer. Und wenn wie hier das Geld nicht wirklich eine Rolle spielt kann man solche Spielerein machen.

  7. Re: Turbobenziner

    Autor: brainDotExe 26.07.21 - 12:41

    Interessanter ja, aber Audi wird die notwendige Technik nicht im Regal liegen haben, den TFSI Motor hingegen schon.

  8. Re: Turbobenziner

    Autor: smonkey 26.07.21 - 13:38

    Na klar, man kennt sie ja, die ganzen afrikanischen Automarken ...

    Die meisten Auto im Rest der Welt stammen aus Japan (Toyota), Deutschland (VW) oder USA (GM) und wurde vor 10 - 30 Jahren in einer dieser Fabriken für einen dieser Märkte gefertigt.

    Jedes eAuto das heute das Fließband verlässt, fährt vielleicht in 10-20 Jahren irgendwo im Rest der Welt.

    Kein Mensch käme auf die Idee (außer Du vielleicht), man könnte die weltweite Mobilität von heute auf morgen umstellen.

  9. Re: Turbobenziner

    Autor: smonkey 26.07.21 - 13:40

    Nogul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Benzin/Diesel als Energieträger haben wir in den letzten 100 Jahren schon
    > erstaunlich nah an Perfektion gebracht.

    Perfektion mit einem Wirkungsgrad von sagen wir mal großzügig 30%?

  10. Re: Turbobenziner

    Autor: Lasse Bierstrom 26.07.21 - 15:42

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Perfektion mit einem Wirkungsgrad von sagen wir mal großzügig 30%?

    30% absolut, und relativ zum möglichen bei 80%?
    Möglich ist 55% bei den besten Schiffsdieseln. Diese fahren aber nicht auf der Straße.
    Der typische Automotor kommt im Spitzenpunkt auf 39%, in der Praxis mit dem typischen Fahrzyklus auf ca 25%, vorausschauende Fahrer aber deutlich näher an die 30%.
    Das ist echt gut, für die Bandbreite die ein Verbrenner abliefern können muss. Das geht so weit, dass man im Winter Zuheizer benötigt, da die Abwärme (meist zu Beginn der Fahrt) nicht ausreicht.

    Ich denke die Effizienz im Spitzenbereich ist nahe der Perfektion.
    Ich meine gelesen zu haben, dass ein per Dieselgenerator getankter Tesla einen Verbrauch besser eines Dieselautos hat. Auch beeindruckend!

  11. Re: Turbobenziner

    Autor: don.redhorse 26.07.21 - 18:07

    Ist halt der Grund weshalb bei allen ernstzunehmenden Antriebsarten mit dem Verbrenner ein Generator angetrieben wird, welcher wiederum Elektromotoren antreibt. Bahn, Schiff. Andere Variante ist die Turbine, wird übrigens teilweise auch in Schiffen verwendet. Dabei kann man den Motor tatsächlich am quasi idealen Arbeitspunkt gehalten werden. Nur ist der Aufbau auch sau teuer, deswegen fahren Frachter meist noch mit Wellenantrieb, wobei da ja das langsam das neue schnell ist und die Motore meist konstante Geschwindigkeit fahren, um eben im optimalen Lastbereich zu liegen. Es gab da auch mal die Idee das ganze auf einen LKW umzugehen. Also ein Motor für Ben Generator und eben Elektromotoren für den Antrieb. Der Spritverbrauch ging tatsächlich runter, aber das ganze Konstrukt war halt so schwer das die Nutzlast zu sehr geschmälert wurde. IMHO auch das größte Problem bei den Elektotrucks. Einsatz wird da wohl eher Zubringer in die Städte sein, keine Verbrenner mehr in der Stadt, dafür mit nem Diesel Stapler die Ware umladen. Da muss noch viel passieren, aber auf dem Wege sind wir, mal gucken wieviele Fehlentwicklungen es bis dahin geben wird.

  12. Re: Turbobenziner

    Autor: Clouds 27.07.21 - 00:11

    @derdiedas: Sehe ich genau so. Es ist eigentlich offensichtlich, wenn man mal darüber nachdenkt. Entweder wir finden eine günstigere Alternative zu fossilen Brennstoffen oder wir werden alles verbrennen, was es zu verbrennen gibt. (Ich behaupte allein der Preis wird entscheiden, alles was die Umwelt "schützen" soll, ist aktuell reiner Luxus und in erster Linie eine Marketingstrategie. E-cars sind das beste Bsp. Elon weiss schon was er tut :D)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.21 00:16 durch Clouds.

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