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Die Lösung ist doch ganz einfach...du musst nur...

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  1. Die Lösung ist doch ganz einfach...du musst nur...

    Autor: goggi 26.07.21 - 14:49

    Wenn man nicht von diesen psychischen Faktoren betroffen ist, fällt es echt schwer Verständnis dafür zu haben. Daher liegt vielen auf den Lippen: "Reiß dich doch mal zusammen" "Dann mach doch mal 2 Wochen frei".

    Es ist aber weitaus umfangreicher. Mich selbst hat es getroffen, als ich als Fester im Betrieb xy war und die SW- Entwicklung viel zu spät gestartet wurde und damit der Druck extrem hoch war.

    Allerdings der Druck für nur für mich persönlich, denn aus meiner Lebensentwicklung und meinem Elternhaus kannte ich das Prizip "Scheitern" nicht. Immer musste alles klappen, oder es war schlecht. Also habe ich mich da selbst reingesteigert, aufgrund meines antrainierten Verhaltensmusters, das ich es schaffen wollte.
    Im Nachhinein betrachtet, hätte ich sagen sollen: "Hey Chef, hier hast du nach x Monaten 30% von dem ganzen, mehr gibts jetzt nicht."

    Selbst erfahre ich es jetzt wieder im Nahen Umfeld wieder, diesmal von außen: Die Person hat Ängste und Negative Erlebnisse aus der Kindheit mitbekommen, und auch dieses "Du darfst nix falsch machen Gefühl" in sich verankert. Sobald es eine Besprechung gibt, und gefragt wird: "Hast du da dran gedacht?" zuckt die Person innerlich zusammen. Es fühlt sich quasie jede Besprechung wie der Weltuntergang an.

    Wie löst man das also? Tja, es ist ein irre langer Prozess. Man muss sich selbst im Blick haben und das fällt vielen schwer. Man muss Entscheidungen treffen können, die sich oder anderen schwer fallen. Und man muss sich eingestehen das man von außen Hilfe braucht UND diese auch suchen. Grad das Hilfe suchen ist im Burnout die Hölle und es tut mir jeder leid, dem es so geht.

    Man kann bei der KV seines Bundeslandes Listen finden, mit Therapeuten für eine Erstdiagnostik. Jetzt geht das genialerweise auch per Videochat. Es ist zwar nur eine Stunde und es wird einem nichts versprochen, aber man kann mit relativ wenig Energieaufwand zumindest eine Diagnostik über seinen Zustand bekommen. Ansonsten hilft es andere mit ins Boot zu holen, in den Phasen in denen man sich wohl fühlt. Die einem dann helfen könnten, wenn man selbst regungslos ist. z.B. das die externe Person hilft die Therapie anzurufen etc.

    Ich wünsche allen viel Glück und Kraft bei diesem Prozess. Und ich hoffe das mehr und mehr das Glück haben, ihre Situation so schnell wie möglich einzuschätzen. Dann ist der Weg aus diesem Schlammassel nicht so lang.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.21 14:49 durch goggi.

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