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Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

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  1. Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: eyemiru 26.07.21 - 15:14

    Vor Corona hatte ich mich entschieden von 40h/Woche auf 32/Woche zu wechseln.

    Aber anstatt jeden Freitag freizubekommen, habe ich auf Überstundenbasis meine 4 „freien Wochentage“ auf Ende des Monats verschoben und einen Urlaubstag on top genommen (12/30 im Jahr weg).

    6 Monate Fazit: Jeden Monat 5 Tage + 2 Wochenenden (9 Tage frei/Monat) tun einfach gut!

    Als dann Corona kam bin ich einen Schritt weiter gegangen:
    3 Monate arbeiten und dann 3x im Jahr für jeweils 5-7 Wochen in den Urlaub fahren.
    (Kalkulation: 30 Urlaubstage + ca. 11 National Holidays + 104 Wochenenden + 52 Freitage = 197/365)

    Fazit: Kann ich jedem empfehlen, muss der AG natürlich mitmachen und man muss so selbstständig sein, dass die Projekte fertig werden oder man es so übergibt, dass jeder andere daran weitermachen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.07.21 15:14 durch eyemiru.

  2. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: sigii 26.07.21 - 17:14

    Schon nicht schlecht aber da haette ich ehrlich gesagt schiss vor meiner Karriere.

    Wenn du so oft nicht mehr da bist, kannst du halt bestimmte Rollen gar nicht uebernehmen.

    Meine Firma hat schon auch ein Model wo 2 Leute die gleiche Stelle haben, dann muss man aber nochjemand finden der da lust drauf hat.

    Ich versuch gerade mit 34 eher mehr zu arbeiten um dann tendenziell schneller und frueher aufzuhoeren oder eben auf 20h runterzugehen. Dann wenn ich eher weniger arbeiten kann oder will, dafuer dann aber mit deutlich besserem Gehalt. Darf man nur nie wieder die Firma verlassen :D

  3. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: Sharra 26.07.21 - 18:05

    Wenn du in deiner Firma so weit gekommen bist, dass der Vorgesetzte das mitmacht, bist du bereits recht weit gekommen. Und ab einem gewissen Punkt musst du auch ehrlich zu dir selbst sein. Wenn du das, was du dir vorgenommen hast, bis zu einem bestimmten Alter nicht gepackt hast, wirst du es auch nicht mehr schaffen.
    Du kannst es weiter versuchen, und einer von 10 schafft es vielleicht, aber den Preis dafür will eigentlich keiner zahlen.

    Willst du dir unbedingt den Hintern aufreissen, für den einen Karrierepunkt, wenn dich der Aufwand dafür kurz nach der Rente ins Grab bringt, weil du es übertrieben hast?
    Zwischen 20 und 35 kann man Powern und was aufbauen. Danach baut man selbst zwangsläufig ab. Wie schnell hängt vom Einzelnen ab.
    So als grober Daumen gilt 40 als der Wendepunkt. Wenn du da nicht erreicht hast, was du erreichen wolltest, bzw. es nicht absehbar ist (realistisch absehbar - nicht phantasiert), begnüg dich mit dem was du erreicht hast, und sorge dafür, dass es dir gut geht.

  4. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: Nutzer-name 26.07.21 - 19:17

    eyemiru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor Corona hatte ich mich entschieden von 40h/Woche auf 32/Woche zu
    > wechseln.
    >
    > Aber anstatt jeden Freitag freizubekommen, habe ich auf Überstundenbasis
    > meine 4 „freien Wochentage“ auf Ende des Monats verschoben und
    > einen Urlaubstag on top genommen (12/30 im Jahr weg).
    >
    > 6 Monate Fazit: Jeden Monat 5 Tage + 2 Wochenenden (9 Tage frei/Monat) tun
    > einfach gut!
    >
    > Als dann Corona kam bin ich einen Schritt weiter gegangen:
    > 3 Monate arbeiten und dann 3x im Jahr für jeweils 5-7 Wochen in den Urlaub
    > fahren.
    > (Kalkulation: 30 Urlaubstage + ca. 11 National Holidays + 104 Wochenenden +
    > 52 Freitage = 197/365)
    >
    > Fazit: Kann ich jedem empfehlen, muss der AG natürlich mitmachen und man
    > muss so selbstständig sein, dass die Projekte fertig werden oder man es so
    > übergibt, dass jeder andere daran weitermachen kann.

    Und wie schaut es bei dir mit der Familie etc. aus?

  5. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: eyemiru 26.07.21 - 20:31

    Da ihr nachfragt, bisschen mehr Hintergrund: bin 32 und ich denke auch, dass ich viel mehr in meine Karriere investieren könnte. Ich verdiene aber (hochspeziell) für meinen Alter nicht schlecht und es reicht mir selbst locker zum Leben.

    Zur Familienfrage: Keine Familie, kein Auto, kein Haus, keine Kredite.
    Monatliche Fixkosten: unter 500 ¤ zentral in Köln (WG).

    Ich interessiere mich nun mal fürs Reisen, Sport und bin sozial.
    IT finde ich selbst hochspannend und klar muss man sich ständig weiterentwickeln, aber das passiert ja da ich nebenbei noch viel mache.

    Zu der Anmerkung zur Karriereleiter: Da mache ich mir aktuell kaum Sorgen, als Freelancer würde es aufs Gleiche hinauskommen (evtl. weniger Austausch mit Kollegen und Weiterbildung).

    Die Frage die ich mich also eher stellen würde, was ist einem wichtiger? Geld, Karriere, Ruhm – oder die Freiheit das zu tun was man möchte?

  6. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: minnime 26.07.21 - 22:37

    Und nicht vergessen im privaten Bereich liegt der Wendepunkt noch viel früher, so bei 35 würde ich sagen, wenns ums Thema Familienplanung und Häusle bauen geht. Eine Partnerin sollte man bsi 30 sicher haben und da ist der Markt dann schon eng. Der Freundeskreis sollte idealerweise mit 25 fest etabliert sein, je früher um so besser das sind dann noch die richtigen Freunde fürs Leben. Es gibt durchaus Leute, die vielleicht beruflich super erfolgreich sind aber darüber ihr Privatleben vernachlässigen. Das ist meines Erachtens sogar noch schlimmer.

    Letzten Endes ist beruflicher Stress gar nicht mal das Große Problem, das Problem sind Misserfolge oder ein phasenweise sehr hoher Stresspegel. Richtig schlimm sind aber erst Mehrfrontenkriege, wenn man von mehreren Seiten Feuer bekommt und sich dann an einer oder gar mehreren Seiten ein Misserfolg einstellt.
    Misserfolge passieren ja immer mal aber wenn man die nicht ausgleichen kann weil es an der Seite wo der Ausgleich her kommen könnte auch kriselt oder diese Seite nicht vorhanden ist dann bleibt nur noch eine mehr oder wniger dünne Resilenzschicht und man trägt dann schnell einen Knacks davon.
    Das können die unterschiedlichsten Auswirkungen sein, der eine kriegt einen Tinitus, der nächste einen Tatterich, Schlafstörungen, irgendwelche Süchte uvm.

  7. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: Wamme 27.07.21 - 00:39

    Ich habe vor 2 Jahren anstatt einer lange fälligen Gehaltserhöhung, 1 Tag weniger pro Woche arbeiten genommen, zum quasi gleichen Gehalt. Ich habe jetzt eine 32h/4d Woche.

    Der nächste Schritt wird wohl die 24h/3d Woche werden. Das wird nicht ohne Gehaltsverlust funktionieren, aber ist rechnerisch immer noch passend.

    Ich habe Familie. Wir sind Doppelverdiener.
    Karriere? Brauche ich nicht.
    Meine Haupt-Prioritäten liegen im privatem Bereich und ich möchte dort meine Zeit investieren.
    Meine Arbeit macht zwar Spaß und zahlt die Rechnungen, aber ich benötige sie nicht, um mich zu definieren.

  8. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: Nutzer-name 27.07.21 - 10:02

    eyemiru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da ihr nachfragt, bisschen mehr Hintergrund: bin 32 und ich denke auch,
    > dass ich viel mehr in meine Karriere investieren könnte. Ich verdiene aber
    > (hochspeziell) für meinen Alter nicht schlecht und es reicht mir selbst
    > locker zum Leben.
    >
    > Zur Familienfrage: Keine Familie, kein Auto, kein Haus, keine Kredite.
    > Monatliche Fixkosten: unter 500 ¤ zentral in Köln (WG).
    >

    Alles klar. Also trotz des recht fortgeschrittenen Alters noch nicht im Erwachsenenleben angekommen.

    Paar Jährchen noch und dann wirst du feststellen, dass der Zug abgefahren ist um daran noch größere und vor allem erfolgreiche Veränderungen zu erreichen.


    > Die Frage die ich mich also eher stellen würde, was ist einem wichtiger?
    > Geld, Karriere, Ruhm – oder die Freiheit das zu tun was man möchte?

    Das ist eine ähnliche Frage wie will ich jetzt feiern, oder später gut versorgt sein.

  9. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: eyemiru 27.07.21 - 10:08

    Nutzer-name schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > eyemiru schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da ihr nachfragt, bisschen mehr Hintergrund: bin 32 und ich denke auch,
    > > dass ich viel mehr in meine Karriere investieren könnte. Ich verdiene
    > aber
    > > (hochspeziell) für meinen Alter nicht schlecht und es reicht mir selbst
    > > locker zum Leben.
    > >
    > > Zur Familienfrage: Keine Familie, kein Auto, kein Haus, keine Kredite.
    > > Monatliche Fixkosten: unter 500 ¤ zentral in Köln (WG).
    > >
    >
    > Alles klar. Also trotz des recht fortgeschrittenen Alters noch nicht im
    > Erwachsenenleben angekommen.
    >
    > Paar Jährchen noch und dann wirst du feststellen, dass der Zug abgefahren
    > ist um daran noch größere und vor allem erfolgreiche Veränderungen zu
    > erreichen.
    >
    > > Die Frage die ich mich also eher stellen würde, was ist einem wichtiger?
    > > Geld, Karriere, Ruhm – oder die Freiheit das zu tun was man
    > möchte?
    >
    > Das ist eine ähnliche Frage wie will ich jetzt feiern, oder später gut
    > versorgt sein.

    Was ist für dich ein Erwachsenenleben? Familie gründen und Kredite abbezahlen?

    Jeder misst Erfolg anders und ich schätze meine Lebenszeit, die ich auch gerne mit meiner Freundin teile.

  10. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: SM 27.07.21 - 12:02

    Ist ja gruselig sein Leben so durchzutakten. Und wenn dann einer dieser Punkte nicht wie gewünscht hinhaut kommt die große Depression, oder wie?

  11. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: Nutzer-name 27.07.21 - 13:04

    > > eyemiru schrieb:
    > >

    > Was ist für dich ein Erwachsenenleben? Familie gründen und Kredite
    > abbezahlen?

    Familie, vernünftige Wohnung, oder noch besser Haus, Rücklagen und Jobplanung für die zweite Hälfte des Lebens gehören aus meiner Sicht dazu.

    Kredite, jeder wie er will und kann. Ich bin kein Freund von Krediten und bin vollständig kreditfrei.


    > Jeder misst Erfolg anders und ich schätze meine Lebenszeit, die ich auch
    > gerne mit meiner Freundin teile.

    Über Erfolg habe ich nicht gesprochen.

  12. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: c0inzy 27.07.21 - 13:32

    Nutzer-name schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > eyemiru schrieb:
    > > >
    >
    > > Was ist für dich ein Erwachsenenleben? Familie gründen und Kredite
    > > abbezahlen?
    >
    > Familie, vernünftige Wohnung, oder noch besser Haus, Rücklagen und
    > Jobplanung für die zweite Hälfte des Lebens gehören aus meiner Sicht dazu.
    >
    > Kredite, jeder wie er will und kann. Ich bin kein Freund von Krediten und
    > bin vollständig kreditfrei.
    >
    > > Jeder misst Erfolg anders und ich schätze meine Lebenszeit, die ich auch
    > > gerne mit meiner Freundin teile.
    >
    > Über Erfolg habe ich nicht gesprochen.

    Glaub mir, ich habe genug Rücklagen ;-)
    Vernüpftige Wohnung? Wieso, wenn ich überhaupt nicht in Deutschland leben möchte?

    „Erfolgreiche Veränderung“ waren deine Worte – jeder sollte sein Leben so erfolgreich gestalten wollen wie er möchte. Erfolg misst man mit fest definierten Zielen; wer ein Häuschen auf Kredit kaufen als Ziel definiert und es bis ins Rentenalter vollständig tilgen möchte ist auch gut. Erfolgreich wird es erst, wenn es abbezahlt ist.

    Du bist dadurch definitiv an deinen Standort gebunden, da ist nix mit 1-2 Jahre mal im Ausland leben. Zum Hintergrund: Ich spreche 5 Sprachen und ich kenne nun mal auch mehr als nur Deutschland.

    Muss ich also das alles machen um deiner Meinung nach ins Erwachsenenleben angekommen zu sein?

  13. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: Sharra 27.07.21 - 15:11

    Was ich mich bei Leuten, die so extrem karrieregeil sind immer frage ist, worum gehts da eigentlich?
    Damit man sich dann als Rentner damit brüsten kann, man wäre mal xyz gewesen?
    Das interessiert keine Sau.

    Ein erfolgreicher Handwerker, der am Ende eine gut gehende Firma verkauft, und entsprechend früh vorgesorgt hat, kommt finanziell aufs gleiche raus, muss sich aber nicht damit profilieren, dass er mal Head of irgendwas gewesen ist. Betonung auf Gewesen. Junge du WARST.

  14. Re: Seit 2 Jahren auf 80% … mein Fazit

    Autor: minnime 27.07.21 - 16:52

    Was heißt hier durchplanen, ich habe Meilensteine von 5 Jahren gesetzt, das geht doch wohl und es ist auch nur als Richtwert gedacht. Wenn man jung ist hat man gern den Eindruck, dass man noch ewig für alles Zeit hat aber das stimmt nicht. Bestimmte Dinge sind irgendwann nicht mehr so einfach und die Zeit vergeht doch schneller als man denkt. Ich sage nur dass man es im Auge behalten soll, nicht dass man bspw. sich mit Mitte 30 ohne Kinder von seiner langjährigen Partnerin trennt, dann wird es eng.
    Ich bin überhaupt der Meinung, dass das Leben so richtig nur bis 40 geht. Wenn man bis dahin Familie und Eigenheim hat ist alles gut, wenn nicht war es das meist gewesen. Beruflich sieht es genauso aus. Gerade in der IT ist die 40 das was in anderen Branchen die 50 ist, ab dann wird man oft nicht mehr gern genommen oder zumindest muss man irgendwelches Spezialwissen o.ä. haben oder sich ins Management abgesetzt haben.

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