Sabine Christiansen: Der GAU am Sonntag
Autor: GAU-Prophet 24.11.06 - 23:55
Dachte mir die Woche über schon: Killerspiele wird sicherlich auch Thema bei Sabine Christiansen. Jetzt kommt der GAU noch am Sonntagabend:
Sonntag, 26. November 2006, 21.45 Uhr im „Ersten“.
Randale, prügeln, „ballern“ – was tun gegen Gewalt?
Die Gäste - ACHTUNG:
Willi Lemke (Bildungssenator Bremen, SPD) - Für ein Verbot von Computerspielen (In den Statements der Gäste jeweils nachzulesen unter www.sabine-christiansen.de
Susanne Fröhlich (Autorin) - Für ein Verbot
Udo Nagel (Innensenator Hamburg, parteilos) - Für ein Verbot
Harald Dörig (Förderverein Gutenberg-Gymnasium Erfurt) - Noch ungewisse, aber es würde mich wundern, wenn er sich dagegen auspricht.
Aber jetzt kommts:
Ralf Möller (Schauspieler) - Für ein Verbot
Ja, das ist der Ralf Möller, der vor wenigen Jahren Werbung für das Computerspiel Enclave machte und dabei sicherlich nicht wenig Geld einsackte, bei dem es auch nicht darum geht, die Gegner in fröhlicher Runde unter den Tisch zu saufen, wie es einige Parteikameraden in Süddeutschland wohl gerne beim Oktoberfest praktizieren. Interessieren würde mich, wo er bei diesem Computerspiel die Grenze zu Killerspielen sieht. Nicht dass das wirklich von Belang wäre, aber vielleicht könnte unser Mini-Arnold uns hierbei mal nahe bringen, wieso er durch Spiele wie Counterstrike die Gewaltbereitschaft verstärkt sieht, während Filme wie Gladiator nette Unterhaltung darstellen, frei nach dem Motto: "Lieber Herr Beckstein, bei den Dreharbeiten wurden noch nicht einmal Tiere verletzt." - "Ja, dann ist es gut."
Tatsächlich ist doch gerade Herr Möller ein von der C.S.-Redaktion bewusst ausgewählter Äktschen-Darsteller, der mit seinem Charisma eine ausreichende Abgrenzung der Gewaltdarstellung der TV-Medien gegenüber Computerspielen schafft. Das ist genauso infam wie die ganze Zusammenstellung der Diskussionsrunde von vornherein skandalös ist, denn eine echte Kontroverse findet hier überhaupt nicht statt. Es gibt 4 bestätigte und eine wahrscheinliche Stimme gegen Computerspiele und keine dafür. Was ist das für ein Journalismus? Sabine Christiansens Motto lautet: "Sehen, was dahinter steckt!" Mitnichten! Das wird schon jetzt mit Füßen getreten. Pfui. Und dafür zahlen wir auch noch Gebühren.



