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Falscher Weg!

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  1. Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 07:35

    Bei allem Zuspruch für die Sinnhaftigkeit der Impfung, eine Impfpflicht bei nicht medizinischen Arbeitgebern halte ich für den falschen Weg. Eine Impfung ist immer eine Individualentscheidung die die Person selbst treffen und zu der er nicht verpflichtet sein sollte. Mit allen Folgen und Risiken die er dann ggf. tragen muss.

  2. Re: Falscher Weg!

    Autor: Waffelparty 29.07.21 - 07:50

    wenn der Arbeitgeber eine Impfpflicht ausruft, sollte dieser auch die Kosten von Komplikationen und Folgeschäden tragen. Auch wenn die Chance nur minimalst ist, sollte dieser danach auch dafür haften

  3. Re: Falscher Weg!

    Autor: franzropen 29.07.21 - 07:53

    Das gleiche Recht haben die Firmen auch. Eine Impfung schützt nicht zu 100% und ungeimpfte haben eine höhere Virenlast, was das Risiko ein Weitergabe erhöht.
    Die Firmen minimieren nur das Risiko für alle anderen Mitarbeiter.

  4. Re: Falscher Weg!

    Autor: franzropen 29.07.21 - 07:55

    Müssen Impfverweigerer dann auch die Folgekosten tragen, die für sie selbst und dritte entstehen?

  5. Re: Falscher Weg!

    Autor: dEEkAy 29.07.21 - 07:59

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Müssen Impfverweigerer dann auch die Folgekosten tragen, die für sie selbst
    > und dritte entstehen?


    Konsequenterweise ja. Man stelle sich mal den Schaden vor den so ein Impfverweigerer anrichten kann, wenn er als Superspreader auftritt.

  6. Re: Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 08:00

    Wie ich bereits angedeutet habe, mag das in einem medizinischen Beruf in dem enger Kontakt zu Menschen, ins Besondere zu Risikopersonen wie z.B. in der Kranken- oder Altenpflege durchaus sinnvoll sein. In reinen Büro-Jobs wie sie ganz überwiegend bei Facebook und Google vorkommen dürften, wo es Maßnahmen gibt die sogar noch besser als Impfungen für Infektionen schützen, wie Home-Office, macht das aber keinen Sinn. Die Leute ins Büro zwingen dann aber zur Impfung verpflichten ist widersprüchlich.

  7. Re: Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 08:02

    Und was ist, wenn dieser "Impfverweigerer" medizinisch indiziert nicht geimpft werden kann? Mit Schwarz-Weiß denken kommt man selten weit.

  8. Re: Falscher Weg!

    Autor: franzropen 29.07.21 - 08:17

    Dann ist man aber kein Impfverweigerer. Impfverweigerer sind die, die die Möglichkeit des Impfens ablehnen. Wenn ich also nicht geimpft werden kann, sei es weil Impfstoff fehlt oder weil medizinische Gründe dagegen sprechen, dann bin ich kein Impfverweigerer.

  9. Re: Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 08:20

    Von solchen Stigmatisierungen halte ich nichts. Sie sind kontraproduktiv und spalten die Gesellschaft.

  10. Re: Falscher Weg!

    Autor: franzropen 29.07.21 - 08:20

    Die Impflicht bei FB und Google betrifft Mitarbeiter im Büro.
    Selbst wenn alle im HomeOffice wären, bleibt das Risiko für andere Räumlichkeiten, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Da gibt es aber keine Handhabe außer einer gesetzlichen Impfpflicht.

  11. Re: Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 08:40

    Artikel, 1. Satz:

    > Als erstes großes Unternehmen der Tech-Branche will Google von seinen Beschäftigten verlangen, dass sie sich gegen Sars-CoV-2 impfen lassen, bevor sie in die Büros des Unternehmens zurückkehren dürfen.

  12. Re: Falscher Weg!

    Autor: unbuntu 29.07.21 - 09:07

    Es ist zwar eine Individualentscheidung, hat aber oft massive Auswirkungen auf andere. Du willst schließlich auch nicht krank werden, bloß weil neben dir einer ständig am husten ist. Und dass deine Firma durch Ausfälle pleite geht, weil einer den gesamten Betrieb infiziert hat, willst du auch nicht.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  13. Re: Falscher Weg!

    Autor: pythoneer 29.07.21 - 09:16

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Impfung ist immer eine Individualentscheidung die die Person selbst treffen
    > und zu der er nicht verpflichtet sein sollte.

    Gibt es dazu auch eine Begründung? Der Sinn einiger Impfungen ist nicht das Individuum zu schützen, darum sollte es auch keine Individualentscheidung sein. Es gibt hier kein Schwarz oder Weiß (wie so oft) oder ein generelles Mantra für alle Impfungen. Hier geistert wohl auch der Irrglaube durch die Gegend, dass es in der Bundesrepublik keine Impflicht geben und das nicht mit dem Grundgesetz und dem generellen Freiheitsanspruch in Einklang stehen würde.

    "In der Bundesrepublik gab es bis 1954 auch eine Impfpflicht gegen Diphtherie und Scharlach,[2] zudem bestand in den Jahren 1949 bis Ende 1975 eine allgemeine Impfpflicht gegen die Pocken. Rechtsgrundlage der damaligen Pockenimpfpflicht war noch immer das Reichsimpfgesetz von 1874. In den 1950er Jahren wurde diese Impfpflicht diskutiert, weil sie nach Meinung einzelner Kritiker gegen das im Grundgesetz verankerte Persönlichkeitsrecht verstoße.[8] Das Bundesverwaltungsgericht entschied allerdings schon 1959, dass die Impfpflicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei.[9] "

    "Rechtsgrundlage für die Impfpflicht ist seit 2001 § 20 Abs. 6 und Abs. 7 Infektionsschutzgesetz, der die Einführung der Impfpflicht über eine einfache Rechtsverordnung vorsieht:

    „(6) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates anzuordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben, wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist. Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) kann insoweit eingeschränkt werden. […]
    (7) Solange das Bundesministerium für Gesundheit von der Ermächtigung nach Absatz 6 keinen Gebrauch macht, sind die Landesregierungen zum Erlass einer Rechtsverordnung nach Absatz 6 ermächtigt. Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die obersten Landesgesundheitsbehörden übertragen.“"

    https://de.wikipedia.org/wiki/Impfpflicht#Impfpflicht_in_Deutschland

  14. Re: Falscher Weg!

    Autor: koki 29.07.21 - 09:28

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist zwar eine Individualentscheidung, hat aber oft massive Auswirkungen
    > auf andere. Du willst schließlich auch nicht krank werden, bloß weil neben
    > dir einer ständig am husten ist. Und dass deine Firma durch Ausfälle pleite
    > geht, weil einer den gesamten Betrieb infiziert hat, willst du auch nicht.


    Dann aber bitte auch Impfpflicht für die Grippe.

  15. Re: Falscher Weg!

    Autor: thrust26 29.07.21 - 09:46

    Sehe ich genau andersherum. Die Impfverweigerer spalten die Gesellschaft.

    Ich persönlich bin sowas von sauer auf jeden der sich impfen lassen kann und es trotzdem nicht tut. Diese Leute sorgen dafür, dass meine Freiheit unnötigerweise weiterhin eingeschränkt bleibt.

  16. Re: Falscher Weg!

    Autor: thrust26 29.07.21 - 09:48

    koki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann aber bitte auch Impfpflicht für die Grippe.

    Da hat es jemand nach 1,5 Jahren immer noch nicht kapiert.

  17. Re: Falscher Weg!

    Autor: RheinPirat 29.07.21 - 10:02

    Ich kann das dumme getue der Impfverweigerer einfach nicht verstehen.

    Leider hat mir ein Impfgegner / Verweigerer nicht nie meine Fragen dazu beantwortet. Nämlich: Wurdet ihr in der Kindheit nicht geimpft? Seit ihr noch nie ins Ausland gereist wo gewisse Länder gewisse Impfungen vorschreiben? Noch nie eine Starrkrampf nach einer Verletzung erhalten?

    Für mich sind dies alles idioten, welche nicht selbst denken und lesen können, ihre "infos" aus irgendwelchen Foren, WhatsApp und Telegram Gruppen haben und sich weigern Studienberichte zu lesen (ist ja zu viel Aufwand und verstehen tun sies dann doch nicht).

    Das einzige was wirklich dagegen Spricht sind medizinische Gründe, wenn zum Beispiel auf Grund einer Krankheit ein Immunsuppressor eingenommen werden muss. Aber selbst dann sind nicht alle ausgeschlossen. Ich als MS Patient - Einnahme von Zeposia - durfte mich impfen lassen.

    Die Zertifikatspflicht sollte unbedingt weiter ausgeweitet und verschärft werden. Denn ich will mein Leben zurück wie es war. Ich bin nicht weiter bereit Rücksicht auf diese Vollidioten zu nehmen.

  18. Re: Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 10:12

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > smonkey schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Eine Impfung ist immer eine Individualentscheidung die die Person selbst
    > treffen
    > > und zu der er nicht verpflichtet sein sollte.
    >
    > Gibt es dazu auch eine Begründung?

    Eine Impfung ist immer ein Eingriff in die Gesundheit eines Menschen. Impfnebenwirkungen oder gar Schäden, sind zwar meist extrem selten, die Krankheit erheblich gefährlicher, die Beurteilung darüber muss aber individuell erfolgen. Besteht eine Immunsuppression, Schwangerschaft, besteht die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks, ... ? Diese Entscheidung kann nur der Mensch für sich selbst entscheiden und kein Politiker, kein Arzt und erst Recht kein Arbeitgeber für einen treffen. Entscheidend ist ein gutes und breites Impfangebot und vor allem verständliche und transparente Aufklärung.

  19. Re: Falscher Weg!

    Autor: smonkey 29.07.21 - 10:16

    Wo gibt es denn aktuell noch Einschränkungen? Nach dem inzwischen über 50% der Bevölkerung vollständig geimpft ist, ins Besondere die Risikogruppen, medizinisches Personal, etc. sind Einschränkungen wie im vergangenen Jahr in meinen Augen nicht mehr zu rechtfertigen. Aber nicht wegen den paar "Impfverweigereren".

  20. Re: Falscher Weg!

    Autor: pythoneer 29.07.21 - 10:36

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eine Impfung ist immer ein Eingriff in die Gesundheit eines Menschen.

    Ja

    > Impfnebenwirkungen oder gar Schäden, sind zwar meist extrem selten, die
    > Krankheit erheblich gefährlicher, die Beurteilung darüber muss aber
    > individuell erfolgen.

    Natürlich, dass steht doch außer Frage

    > Besteht eine Immunsuppression, Schwangerschaft,
    > besteht die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks, ... ?

    Das führt doch alles am Thema vorbei. Wir reden hier über Menschen, die prinzipiell für eine Impfung geeignet sind. Wer einen hohen Ausblick an Komplikationen hat wird auch unter einer Impfpflicht nicht geimpft.

    > Diese Entscheidung
    > kann nur der Mensch für sich selbst entscheiden und kein Politiker, kein
    > Arzt und erst Recht kein Arbeitgeber für einen treffen.

    Meine Frage nach einer Begründung richtete sich genau nach diesem Punkt. Warum soll das so sein? Wir hatten das in der Vergangenheit schon, rechtlich ist das auch kein Problem und mit dem Grundgesetz vereinbar. Was ist der Grund warum das in der Bundesrepublik geändert werden sollte und diese Entscheidung prinzipiell jedem persönlich überlassen werden soll wenn es um den Schutz der Bevölkerung geht. Das hat das Individuum nicht zu entscheiden.

    > Entscheidend ist
    > ein gutes und breites Impfangebot und vor allem verständliche und
    > transparente Aufklärung.

    Entscheidend ist, dass der Impfstoff in den Arm kommt und zwar auch bei denjenigen die meinen klüger zu sein. Nicht umsonst hatten wir schon viele male eine verbindliche Impfpflicht in der Bundesrepublik für Krankheiten bei denen es primär nicht um eine individuelle Entscheidung ging weil die Folgen zu verheerend gewesen wären – etwas was das Individuum gar nicht einschätzen kann.

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