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Hier stinkts....

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  1. Hier stinkts....

    Autor: Fudanti 16.08.21 - 15:45

    ....nach völlig unbedeutenden, nicht IT-relevanten, Meinungsbildenden Nachrichten. Das ist mittlerweile der dritte Kommentar zum gleichen Thema.

    Ich vermisse bei all diesen "Nachrichten" neutrale Berichterstattung bzw. Darstellung der Gegenseite und Mehrwerte die EVs und speziell diese Fabrik bringen. Wo sind die Relationen und Verhältnismäßigkeiten, wenn nebenan viel mehr verbraucht wird gegen deutlich weniger Mehrwert?

    Hier mal ein paar Vergleichswerte zur "Wasserknappheit":

    Teslas MAXIMAL-wasserverbrauch: 1,4 Mil. m³ Wasser inklusive Batteriefabrik. Der Realverbrauch wird aber natürlich (ggf. deutlich) darunter liegen.

    Berlins Trinkwasserverbrauch: ca. 210 Mil. m³ Wasser

    Realverbrauch von Papierfabrik in der Region: 8,8 Mil. m³ Wasser. REALverbrauch mehr als 6 mal höher als der MAXIMALverbrauch Teslas. Dazu auch einige andere Unternehmen in der Region die mehr verbrauchen als Tesla wie die im Artikel erwähnte Ölverarbeitung.

    Aber statt an dieser Stelle Optimierungsbedarf anzumelden werden die Grabenkämpfe auf einer Firma ausgetragen, die der Region, Deutschland und der Natur wirkliche Mehrwerte, wenn auch langfristig, bietet. Und wieder einmal nur FUD durch die Medien und einseitige Artikel.

    Wohlgemerkt wird der Gesamtwasserverbrauch Berlins inkl. industriellen Verbrauch nirgends angegeben. Industrieller Wasserverbrauch muss aber nicht unbedingt über Trink- bzw. Grundwasser sicher gestellt werden. Berlins insgesamter Wasserverbrauch ist mit Industrie also deutlich höher als der Trinkwasserverbrauch.
    30% des Trinkwassers stammt vom Grundwasser, der Rest über Wasseraufbereitung.

    Das einzige wirkliche Problem ist die veraltete und nicht ausgebaute Wasserinfrastruktur der Region, auch um den Wasserkreislauf zu verbessern und weniger Wasser vom Grundwasser entnehmen zu müssen. Das ist im Landkreis auch schon länger bekannt. Denn eigentlich kann die Region den Wasserverbrauch stämmen.
    Hierzu gab es eine Einigung mit Tesla zum Ausbau eben dieser Infrastruktur, sodass das Gebiet Grünheide entlastet wird.

    Es muss doch mittlerweile angekommen sein, dass Menschen sich nicht gerne von ihren Vehikeln trennen, auch wenn es Bus, Bahn und Fahrrad gibt. Das heisst nicht dass man hier keine Unternehmungen anstreben muss um das zu ändern, aber was genau ändert das nun an der Situation?
    Jedes EV ist besser als ein Verbrenner, und der Bedarf ist so hoch dass dem nicht nachgekommen werden kann ohne Fabrik/massivem Import. Das gilt nicht nur für Tesla sondern auch andere EV Hersteller. Also statt dessen weiterhin Verbrenner bauen ? Weiterhin vom Öl abhängig sein, weil sich hier um ein lösbares, komplett außer Relation gesetztes Problem gestritten wird?
    Was ist das für eine weltfremde idealistische Logik?

    Leider bleibt in der Öffentlichkeit natürlich nur Musks Lacher durch solche Meldungen hängen. Politisch und PR mäßig natürlich fatal formuliert, aber politische Korrektheit hat den Herrn ja auch bislang nicht interessiert. Das muss nicht immer nachteilig sein angesichts der Situation.

    Wahrscheinlich kann er sich einfach nur nicht vorstellen, dass aus dem Wasserverbrauch ein derartiges Problem formuliert wird, wo es doch offensichtliche Lösungen gibt. Da ist die Denkweise eine andere.

    Damit würde er den Grundsatzgedanken und Arbeitsprozess von Tesla auch wiederspiegeln.
    Im Vergleich zu anderen Firmen finden hier proaktiv Verbesserungen in schnellen Zyklen statt, von der andere Firmen nur träumen können.

    - 4680 Batterien
    = Dadurch keine Trockenstrecke mehr nötig= viel weniger Wasserverbrauch
    = Flächenreduktion für Produktion=weniger Verbrauch allgemein
    = Verzicht auf Konfliktmaterialien wie Cobalt
    = neuer Umwälz-Prozess für Kathodenherstellung für Wiederverwendung des Wassers bzw. Vermeidung von kontaminiertem Abwasser, sowie zum Recycling von Metallpulver das für das Recycling von Batterien benötigt wird.

    - Eigener Abbau von Lithium über umweltschonenede Verfahren
    = statt den üblichen sehr umweltschädlichen Trockenverfahren versucht Tesla über Salz/Lehmextraktionsprozesse ein sehr umweltschonenden Prozess umzusetzen und selbst abzubauen.
    = Die Abbaugegend wird dadurch viel weniger belastet als bisher
    = Auch Lithium wird in den Batterien wo es geht vermieden und durch andere Mischverhältnisse ersetzt (bspw. höhere Anteile Silizium)

    - Gigapress
    = Ersetzt mehrere TAUSEND Roboter in einer Fertigungslinie
    = Reduziert den benötigten Platzbedarf für Fabriken um Faktoren und senkt somit den Verbrauch wesentlich.
    = Verbessert die Qualität der Teile, weniger Ausschuss, weniger Abfallprodukte

    - eigene Recyclingwerke
    = momentan bspw. in Texas im Aufbau. Ziel ist das vollständige Recyclen der Batterien

    - Autobidder
    = Durch den Verbund mit Hauseigenen Stromanschlüssen wirken EVs wie Stromspeicher, die auf Bedarf auch Strom verkaufen und zu Stosszeiten zur Verfügung stellen können. Dadurch auch weniger Bedarf für extra Stromspeicherlösungen in Zukunft und dezentrales Energienetz.

    - Anstrebung von 100% Klimaneutraler Fertigung, entweder über Solardächer, Verträge mit Stromlieferanten und verbesserte Fertigungsmethoden.

    Das sind alles Bemühungen und Erfolge die ohne äußere Einflüsse von Tesla selbst angestrebt wurden und schon lange in der Mache waren, bevor in Grünheide der erste Spatenstich statt fand. Das machen Firmen sonst nur auf Nachdruck oder um mit der Mode zu gehen.

    All diese Verbesserungen/Innovationen und noch viele mehr werden erstmals in Giga Berlin und Texas umgesetzt.

    Wenn etwas lächerlich ist dann ist es dieser Artikel um Klicks zu sammeln.

    Statt sich auf Lösungen zu konzentrieren wird in Deutschland ein Problem nach dem anderen aus dem Boden gestampft und als unlösbares Problem verkauft. Was für eine rückständige Denkweise. Wo sind denn Vorschläge statt immer nur zu motzen?

    Ich würde mir wünschen dass Deutschland mal wieder proaktiver wird statt sich von amerikanischen Unternehmen vorführen zu lassen.
    Aber nicht mit diesen Denkweisen.

  2. Re: Hier stinkts....

    Autor: Dwalinn 16.08.21 - 16:55

    Tesla wollte erst doppelt so viel Wasser, die ganzen Proteste haben also bereits was gebracht... es ist jetzt nicht so das das ganze also unangebracht war.
    Aber arrogant darüber zu lachen statt sachlich zu erklären warum das durchaus angebracht ist ist einfach dämlich... als würde man ein Handyspiel vor lauter PC Fans Ankündigung (Diablo).

  3. Re: Hier stinkts....

    Autor: Fudanti 16.08.21 - 17:17

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tesla wollte erst doppelt so viel Wasser, die ganzen Proteste haben also
    > bereits was gebracht... es ist jetzt nicht so das das ganze also
    > unangebracht war.
    > Aber arrogant darüber zu lachen statt sachlich zu erklären warum das
    > durchaus angebracht ist ist einfach dämlich... als würde man ein Handyspiel
    > vor lauter PC Fans Ankündigung (Diablo).

    Ursprünglich waren über 3 Mil. m³ Wasserverbrauch im Antrag, nun sind es 1,4 Mil. m³. Die Änderung ist aber hauptsächlich dadurch zustande gekommen weil Tesla auf die 4680 Produktion umgestellt hat. Die verbesserten Fertigungsprozesse ohne Trockenstrecke sind der mit Abstand größte Faktor, warum der Wasserverbrauch sehr reduziert werden konnte. Dazu kamen noch andere große Prozessoptimierungen wie bspw. oben erwähnte Umwälz-Prozesse etc. zur Vermeidung von Abwasser/Wasserwiederverwendung die alle vor der Erschließung in Grünheide begonnen wurden.

    Einen gewissen Effekt möchte ich den Protesten nicht absprechen und es ist auch wichtig sich damit auseinanderzusetzen, aber mir gehts vor allem um die einseitige Berichterstattung.

  4. Re: Hier stinkts....

    Autor: Trockenobst 16.08.21 - 17:59

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber arrogant darüber zu lachen statt sachlich zu erklären

    Beim Pressetermin gibt es keine Telekolleg Stunden und wir wissen nicht über was er gelacht hat. Dann baut man eben noch 20 Zisternen hin, das ist doch alles nur ein Handstreich für den Visionär, er kann doch nichts dafür das was in anderen Ländern 6 Monate dauert in Deutschland 6 Jahre braucht. 80% von dem Prozess ist sinnfreies Schattentheater für Jobsicherung und Nonsense.

  5. Re: Hier stinkts....

    Autor: Knuspermaus 16.08.21 - 18:34

    Also, unsere Politiker, äh, Volksvertreter haben ihre Pfründe, diese liegen in der heimischen Wirtschaft, gut, der Gerhard hat sich bei GAZ Prom mit 7,1 Milliarden eingekauft, mit der Rentenkasse der Ex-DDR Bürger...
    Quelle: https://www.welt.de/print-welt/article383598/Schroeder-erlaesst-Putin-7-1-Milliarden-Euro-Schulden.html und https://rp-online.de/politik/union-kanzler-vor-den-haushaltsausschuss_aid-8498571
    Aber hey, wir haben's ja!
    Pfründe... nun, der Laschet bei den Energieversorgern und andere Volksvertreter bei der Ölwirtschaft, Autoindustrie, Pharma- und Chemie Industrie...
    Tesla (der Elon) hat anscheinend noch nicht den richtigen Schmierlappen gefunden oder sieht das Bedürfnis an der Vorteilnahme unserer Vertreter nicht wirklich ein...

    Solange Elon nicht die richtigen "Rädchen" des Getriebes "Volksvertretung" zu schmieren vermag, geht auch nix vorwärts.

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    Alles was ich schreibe ist meine persönliche Meinung. Nicht immer gebe ich dem Leser genehme Quellen an.

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