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Ich verstehe den Sinn nicht

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  1. Ich verstehe den Sinn nicht

    Autor: toj 20.08.21 - 09:47

    Ich verstehe den Sinn von VR bei der Arbeit nicht, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Für Menschen, die primär am Computer arbeiten, sind Videokonferenzen sehr praktisch, weil man seinen Bildschim so einfach teilen kann. Sogar noch besser, als wenn man physisch an einem Ort ist. Wer mit physischen Dingen arbeitet, wird das auch nicht per VR machen können. Aber eine VR Simulation eines Büros? Dafür stundenlang eine VR Brille tragen, nicht in der Lage sein zu trinken oder das WC aufzusuchen, nicht mit Kindern im Home Office sprechen usw ...

    Einzige Zielgruppe, die ich verstehen kann, sind alle, die mit 3D Modellen arbeiten, beispielsweise Architekten. Die könnten so zusammen im 3D Model ihres Hauses stehen und es "vor Ort" besprechen.

  2. Re: Ich verstehe den Sinn nicht

    Autor: ad (Golem.de) 20.08.21 - 10:05

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe den Sinn von VR bei der Arbeit nicht, von wenigen Ausnahmen
    > abgesehen. Für Menschen, die primär am Computer arbeiten, sind
    > Videokonferenzen sehr praktisch, weil man seinen Bildschim so einfach
    > teilen kann. Sogar noch besser, als wenn man physisch an einem Ort ist. Wer
    > mit physischen Dingen arbeitet, wird das auch nicht per VR machen können.
    > Aber eine VR Simulation eines Büros? Dafür stundenlang eine VR Brille
    > tragen, nicht in der Lage sein zu trinken oder das WC aufzusuchen, nicht
    > mit Kindern im Home Office sprechen usw ...
    >

    Es arbeitet doch nicht jeder so wie du es beschreibst. Es gibt durchaus Meeting-Situationen, Brainstormings etc wo eine Videokonferenz nicht das gelbe vom Ei ist. Wenn man dafür aber rumfahren oder gar fliegen muss: Mist. Cool wäre es doch- jetzt unabhängig vom konkreten Systemanbieter - wenn man sich virtuell fast so treffen kann wie in der Realität

  3. Re: Ich verstehe den Sinn nicht

    Autor: gan 20.08.21 - 12:18

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe den Sinn von VR bei der Arbeit nicht, von wenigen Ausnahmen
    > abgesehen.

    Dazu muss man sich etwas mit kommunikation auskennen. Sprache transportiert nur etwa 40% Kommunikation. Der Gesichtausdruck noch mal einen Teil dazu. Aber auch Gesten sind wichtig und die Fehlen bei klassischen Videokonferenzen zu 100%.

    Es ist für Menschen zum Beispiel sehr viel eingänglicher, wenn jemand mit der Hand auf wichtige Aspekte einer Präsentationsfolie deutet, die er gerade erläutert, als wenn dies mit einem Zeiger auf dem Bildschirm passiert. Genau so etwas ermöglicht ein solches System.

    Ein anderes Beispiel: wenn sich jemand dem Sprecher zuwendet, signalisiert das Aufmerksamkeit. Eine Videokonferenz kann das nicht transportieren, da können die anderen auch aufmerksam auf etwas ganz anderes schauen. In einem virtuellen dreidimensionalen Konferenzraum lässt sich so etwas dagegen leicht umsetzen.

  4. Re: Ich verstehe den Sinn nicht

    Autor: christian_k 20.08.21 - 13:19

    Bei einem VR Meeting hast du Immersion und damit Aufmerksamkeit.
    Bei den typischen Videokonferenzen machen die Leute nebenbei den Abwasch oder spielen Candy Crush. Nach kurzer Zeit hört kaum noch jemand richtig zu. Das ist wohl auch ein Schutz. Das Medium ist für viele einfach anstrengend, unnatürlich und unangenehm.

  5. Re: Ich verstehe den Sinn nicht

    Autor: toj 20.08.21 - 13:52

    gan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu muss man sich etwas mit kommunikation auskennen. Sprache transportiert
    > nur etwa 40% Kommunikation. Der Gesichtausdruck noch mal einen Teil dazu.
    > Aber auch Gesten sind wichtig und die Fehlen bei klassischen
    > Videokonferenzen zu 100%.

    Nein, das würde ich nicht sagen. Hängt natürlich von der Kamera und deren Plazierung ab, aber ich kann bei meinen Videokonferenzen bei fast allen immer den gesamten Oberkörper sehen. Bevor ich jemanden ein VR System hinstelle, würde ich eher mal für konventionelle Ausstattung sorgen.

    > Es ist für Menschen zum Beispiel sehr viel eingänglicher, wenn jemand mit
    > der Hand auf wichtige Aspekte einer Präsentationsfolie deutet, die er
    > gerade erläutert, als wenn dies mit einem Zeiger auf dem Bildschirm
    > passiert. Genau so etwas ermöglicht ein solches System.

    Ich glaube, das hängt davon ab, wie gut jemand auf Videopräsentationen eingestellt ist. Die wirklich guten arbeiten mit einem Grafiktablett oder iPad, mit dem sie auf der Präsentation malen können. Ich finde das angenehmer, als wenn physisch jemand irgendwo draufzeigt (und die halbe Wand verdeckt).

    > Ein anderes Beispiel: wenn sich jemand dem Sprecher zuwendet, signalisiert
    > das Aufmerksamkeit. Eine Videokonferenz kann das nicht transportieren, da
    > können die anderen auch aufmerksam auf etwas ganz anderes schauen.

    Das stimmt, aber ist das den Aufwand wert?

  6. Re: Ich verstehe den Sinn nicht

    Autor: gan 20.08.21 - 14:50

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, das würde ich nicht sagen. Hängt natürlich von der Kamera und deren
    > Plazierung ab, aber ich kann bei meinen Videokonferenzen bei fast allen
    > immer den gesamten Oberkörper sehen. Bevor ich jemanden ein VR System
    > hinstelle, würde ich eher mal für konventionelle Ausstattung sorgen.

    In dem Fall gehen immer noch keine Objektbezogenen Gesten. Davon abgesehen gibt es bei einer normalen Videokonferenz sehr viel Ablenkung. Man ist nicht auf die eine Person fixiert, die gerade redet, sondern sieht auch die anderen Teilnehmer, die gegebenenfalls etwas anderes tun. Das führt dann dazu, dass jeder hinguckt, wie eine Konferenzteilnehmerin während der Konferenz aufs Klo geht, während niemand mehr auf den gerade Vortragenden hört. Und ja ich weiß, es gibt da Möglichkeiten, nur den gerade redenden Teilnehmer darzustellen, aber das sind alles mehr oder weniger Krücken, weil das, was in der Realität so einfach geht, nämlich sich dem interessanten Geschehen zuwenden in Videokonferenzen unmöglich ist.

    > Ich glaube, das hängt davon ab, wie gut jemand auf Videopräsentationen
    > eingestellt ist. Die wirklich guten arbeiten mit einem Grafiktablett oder
    > iPad, mit dem sie auf der Präsentation malen können. Ich finde das
    > angenehmer, als wenn physisch jemand irgendwo draufzeigt (und die halbe
    > Wand verdeckt).

    Es mag für Dich angenehmer wirken, einprägsamer ist jedoch das zeigen. Aus dem Grund betreiben zum Beispiel Fernsehmeteorologen viel Aufwand, um das Wetter mit natürlich wirkender Gestik zu präsentieren, statt einfach nur auf dem Bild rumzumalen: Da die Wetterkarten digital eingeblendet werden findet sich im Studio an der Stelle nur ein Greenscreen. Ob an die korrekte Stelle gedeutet wird ist nur auf einem Kontrollbildschirm zu sehen, der bei natürlicher wirkender Gestik nicht immer im Blick sein kann, so dass mehr oder weniger auswendig gelernt werden muss, wo sich die entsprechenden Regionen auf der Karte befinden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.21 14:51 durch gan.

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