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Endlich Unterlegenheit der AI gegenüber HI anerkannt

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Endlich Unterlegenheit der AI gegenüber HI anerkannt

Autor: Sebbo02 26.08.21 - 15:38

„Khan: Die größte Herausforderung liegt darin, alle Randsituationen der Einsatzzwecke so extrem gut zu beherrschen, dass man so eine Art von Auto für die Straße zulassen kann. Es kann daher sein, dass ein Level-4-Fahrzeug in einer bestimmten Stadt in zehn Straßen extrem gut funktioniert, aber in anderen zehn Straßen überhaupt nicht.“

Die „Randsituationen“ so „extrem gut“ zu beherrschen, da sehe ich, vorsichtig formuliert, ein Problem.

Artificial Intelligence - neuronale selbstlernende Netze - kommt in dem Moment an ihre Grenzen, wo Situationen auftauchen, die noch nicht trainiert wurden.
Human Intelligence kann induktive Schlüsse von Bekanntem auf Unbekanntes ziehen, und mit Hilfe von menschlicher Kreativität Lösungen für unbekannte, vorher noch nie „gesehene“ Probleme finden, dahin wird meiner Meinung nach maschinelle „Intelligenz“ nie kommen, zumindest nicht in der von uns zeitlich überschaubaren Zukunft.
Das konnte man beispielhaft und visionär sehen auf einer Weltraumodyssee aus dem Jahr 2001, die dann am Schluss dank der Konventionen sprengenden Kreativität der menschlichen Intelligenz – oder des Überlebenstriebes – gerade nochmal gut gegangen ist. KI kennt keinen Überlebenstrieb.

Ausnahmen, wo KI die HI übertrifft finden meines Wissens nach vor allem dort statt, wo es fest umrissene und klar definierte Regeln und Grenzen gibt (wie z.B. bei Spielen wie GO oder Schach etc. ), oder es werden brute-force Methoden eingesetzt (z.b. Chinook bei Dame), die natürlich ein Computer viel besser kann als ein Mensch.

Man stelle sich ja nur mal vor, man schicke ein autonom fahrendes Auto durch ein Hochwasserkatastrophengebiet.
Deshalb will man ja auch die Umgebung, wo solche Autos fahren, „smart“ machen, damit sich die Autos besser orientieren können. Man braucht eine maschinengerechte Umwelt, damit die Maschinen besser sind als die Menschen. So was hat man vielleicht auf den Straßennetzen von US Großstädten oder auf deutschen Autobahnen mit hohem finanziellen Aufwand implementiert, aber nicht an Tante Ernas Misthaufen in einem von der modernen Technik noch nicht entdeckten Dorf, wo es noch nicht mal Mobilfunk gibt.

Das tolle Interview (danke an Golem) zeigt mir eigentlich eher die Hybris einer ausschließlich technikaffinen Hipsterblase, wo schon seit Jahrzehnten in vielen Technologien angekündigt wird, dass der „Durchbruch in wenigen Jahren“ kommen wird.
Nichts gegen Leute, die an Speichertechnik für elektrische Energie arbeiten, und vielleicht sollte die humane Energie noch viel mehr in diesen Bereich gesteckt werden, als ins autonome Fahren.

Ein einfaches BEV, das ich genauso steuern kann wie meinen Verbrenner der letzten Jahrzehnte, würde mir erst mal völlig genügen. Wobei ich auch nichts gegen weitere Assistenzsysteme hätte, wie z.B. ein Tempomat mit Abstandsautomat und Stauerkennung, der sich an der Verkehrssituation orientiert, und mich dabei auf dem Laufenden hält, was er gerade warum tut. So was könnte man schon lange serienmäßig haben, genauso wie ein serienmäßigen Headupdisplay. Aber ich möchte gerne selbst die Kontrolle behalten und nicht von einer – unsicheren – Technik entmündigt werden.

Damit ich auch jederzeit sicher um Tante Ernas Misthaufen herumkomme, ohne in der Zwischenzeit verlernt zu haben, wie man Auto fährt.


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Endlich Unterlegenheit der AI gegenüber HI anerkannt

Sebbo02 | 26.08.21 - 15:38
 

Re: Endlich Unterlegenheit der AI...

thinksimple | 26.08.21 - 20:59

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