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Leider völliger Unsinn

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  1. Leider völliger Unsinn

    Autor: richtchri 27.08.21 - 12:58

    Der geschriebene Artikel verfehlt leider in vielen Punkten die Realität.

    1. Falsche Plattformen
    Ja, Netzwerken spielt eine Rolle und je prominenter man ist, desto mehr Aufmerksamkeit könnte man generieren. Leider sind Xing, LinkedIn und Facebook nicht die korrekten Plattformen. Korrekt wären allg. Plattformen wie z.B. Freelance, Gulp, etc. oder Providerspezifische, wie Hays, MP, Solcom, etc.

    2. Ablauf
    In der Regel erstellt man einen CV (2 p.) und eine Projektliste. Die dortigen Informationen können an die Vakanz angepasst werden. Sobald man seine Unterlagen weiter gereicht hat, kommt der Provider auf einen zu und es findet ein grobes abklopfen Hinsicht Expertise und Rahmenbedingungen statt. Sollte man diesen überstehen, geht es in die nächste Runde: direktes Gespräch mit dem Kunden. Alles weitere folgt.

    3. Stunden- bzw. Tagessatz
    Ja, man muss schauen was aktuell Markt üblich ist. Eine Recherche muss getan werden. Diese kann aber auch proaktiv im Prozess getätigt werden. Ist man zu günstig kommen mehr Anfragen rein, als wenn man zu teuer ist. Wenn man jetzt das Intervall kennt, bspw. 80-110¤/h, muss man weitere Faktoren in die Rechnung mit einbeziehen. Nachfolgend die 4 wichtigsten:
    - Onsite ist je nach Region 12-25¤/h teurer als Remote
    - Auslastung: 80% Buchung ist teurer als wenn mich jemand 100% buchen würde
    - Dauer der Beauftragung: bei 1 Jahr Beauftragung gehe ich mit dem Satz entsprechend runter im Vergleich zu einer 1 monatsgeschichte
    - Nachfrage prüfen. Statische kann man unter Verwendung der Suchbegriffs sehr gut erfassen, wie gros die Nachfrage über die Plattformen ist. Sind es 10 offene Stellen pro Woche oder 100?

    Am Ende ist aufgrund der eigenen Gewichtung eine Beauftragung zu 100% Auslastung bei 100% Remote und 80¤/h besser als 3 Monate on-site mit 80% und 100¤/h.

    Gerne kann ergänzt werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.21 13:03 durch richtchri.

  2. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: Fleischgott 27.08.21 - 13:18

    Kann ich so als Freelancer ebenfalls unterschreiben. Das im Artikel beschriebene Bild ist entweder unvollständig oder zu positiv geschmückt. Es bleibt wie immer ein Spiel von Angebot und Nachfrage.

  3. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: richtchri 27.08.21 - 13:27

    Zahlungsziel wurde in einem anderen thread ebenfalls genannt und würde ich als 5. Punkt mit in die Liste aufnehmen.

  4. Richtig vollkommener Quatschartikel

    Autor: uschatko 27.08.21 - 13:36

    In über 20 Jahren Tätigkeit als so genannter Freelancer, hatte ich nie eine Webseite. Warum auch? Generiert Kosten, bläst unnötige Informationen in die Welt, kostet Zeit.
    Referenzen? Bei über 100 Einsätzen habe ich 2 Referenzen gesammelt und das auch nur weil die mir aufgedrängelt wurde. Kontaktdaten von ehemaligen Kunden an neue Interessenten geben? Geht es noch? Vielleicht noch an Projektvermittler (vulgo Sklaventreiber), die sollen ihre Arbeit machen und selbst in Akquise gehen. Direkte Endkundenverträge sind sowieso nervig, warum soll ich mir das an tun. Ich arbeite zu 99% mit den grossen Projektvermittlern, da sind Zahlungsziele des Endkunden egal (die schon mal 90 Tage sein können) und ich brauche mich nicht mit anderem Zeugs rumärgern. Vor allem da die Gesetze in Deutschland nicht ganz so einfach sind, damit es sauber läuft und keine Verdächtigungen entstehen darauf achtet der PV auch.
    Die Stundensatzverhandlungen sind ganz einfach, ein Projektvermittler hat sowieso keine Ahnung dem kann ich irgendwas erzählen. Die arbeiten ihre Liste ab und haben ihren Rahmen. Also setze ich den Stundensatz individuell an, nie unter einer Grenze zum Leben, ansonsten kommt halt drauf an wo es ist und was für Kosten im Projekt entstehen. Und wenn das nicht gezahlt werden will, dann andere Mütter haben auch schöne Töchter.
    Genauso sollte man sich klar sein, wenn man im Projekt ist dann gibt es im seltensten Falle einen Zuschlag. Bei Vertragsverlängerungen oder sonstigen Gelegenheiten eine Stundensatzsteigerung durchzubekommen ist in den meisten Fällen reinste Illusion ausser man hat sich ein Superstanding erarbeitet.
    Zu den Netzwerken wurde auch schon alles gesagt, Facebook ist etwas für Angestellte und Studenten. Aber nicht für Freelancer. Auf Xing werden nur Angestelltenjobs angepriesen, 95% Spam, Schade um die Zeit. Man muss einen Draht zu den grossen Vermittlern haben, Anfragen schnell beantworten, sein CV aktuell halten, Verfügbarkeit aktuell halten. Dann klappt es auch mit solchen Zahlen wie bei mir, maximale Zeit ohne Vertrag waren bei mir 2 Monate und das im Frühjahr 2020 wo es kein Wunder war.

  5. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: richtchri 27.08.21 - 14:03

    Kann ich so unterschreiben. Wichtig ist, dass man nach Veröffentlichung der Stelle binnen 24h reagiert. Oftmals sogar bin 8h.

  6. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: dura 27.08.21 - 14:25

    Das hängt, wie so oft, wohl davon ab, wie man es macht. Auch wenn ich bei freelancermap, Gulp und auch per E-Mail Angebote bekomme, sind Xing und LinkedIn extrem wichtig. Einerseits per Nachrichten, aber auch im Status von Vermittlern oder in Gruppen sind viele Angebote für mich dabei.

    Und beim Preis bin ich bisher ganz gut gefahren einfach hohe Preise anzusagen und sich dann ranzutasten, wieviel denn bezahlt wird. Oft wird man auch gesagt bekommen, wo das Limit ist und das sind für ähnliche Stellen auch riesige Unterschiede (von 60 bis 140 ¤ höre ich da durchaus häufiger auch Zahlen am oberen/unteren Ende), unabhängig von den Umständen wie Laufzeit, Remote-Quote o.ä. obwohl das natürlich gerne als Ausrede genommen wird, genau wie "prestige" oft als Ersatz für Bezahlung gesehen wird (und nein, ist es meistens nicht).

  7. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: Trockenobst 27.08.21 - 16:42

    Es kommt vielleicht ein rudimentäres Abklopfen nach Buzzword Bingo, der Verticker hat rudimentäre Ahnung.

    Je nach Firmengröße kriege ich X auf den Tisch geworfen und damit hat es sich.
    Mehr ist in bestimmten Jobs in DE nicht drin, und wenn es außerhalb der AGs und DAX Firmen ist, geht X sowieso schon immer Richtung 60¤. Das macht man nur wenn gar nichts geht.
    80¤ hatte ich nur für ein sieben monatiges Finanzprojekt mit harter Deadline und garantierter 60h Woche, das war nett aber kein Dauerzustand.

    Natürlich gibt es die mit den Luxus Doppel-Dipl-Ings, Referenzen und Zertifikaten bis zum Mond, die dreistellige Stundensätze für Spezialitäten aufrufen können, aber die werden auch nur für drei-sechs Monate gebucht. Der Toparchitekt im Daueranzug letztens musste auch mit 80¤ bei 80% Auslastung zusagen. Viele meiner "SAP geht immer" Schnellchecker mit angeblichen 100¤/h haben sich 2020 stillschweigend in die Festanstellung gerettet. Ist wohl doch nicht so grün, das Gras.

    Die Leute mit 80-100¤ Remote UK und US Jobs sind auch extrem ruhig geworden.
    Die LinkedIn Anfragen wurden seit März immer weniger, in den USA ist durch die Akzeptanz von Remote Jobs ein neues Eldorado ausgebrochen. 100 Meilen Weg von der Hauptstadt arbeitet man auch gerne für 30T weniger, wenn das Haus mit sieben Zimmern und Pool nur 2000$ statt 8000$ kostet. Auch der Grund warum Apple plötzlich so freundlich zu seinen Home Office Freunden ist. Apple im CV ist in vielen Branchen Gold wert.

  8. Auslastung

    Autor: Cerdo 27.08.21 - 17:26

    richtchri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Auslastung: 80% Buchung ist teurer als wenn mich jemand 100% buchen
    > würde

    Ist bei mir anders rum: wer mich für ein paar Monate zu 100% haben will muss extra zahlen - als Ausfallversicherung. Immerhin muss ich dann einen anderen Kunden vertrösten und verliere ihn vielleicht ganz oder bekomme gewisse Folgeauträge nicht.

    Das kann man aber natürlich nur manchen, wenn man mehr Anfragen hat, als man bewältigen kann.

  9. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: scrumdideldu 27.08.21 - 17:48

    Ernsthaft? Spielt das wirklich bei den aktuellen Zinssätzen eine Rolle ob Du 10 Tage oder 20 Tage hast? Ich habe aktuell 60 Tage und es ist mir grade egal. Das bedarf 1x einer kurzen Liquditätsplanung (was ja aber sowieso bei jedem Projektwechsel nötig wird) und ab dann kommt das Geld alle 30 Tage. Egal ob nun mit 10 Tagen Versatz oder mit 50 Tagen oder 90!

    Ein kürzeres Zahlungsziel wäre mit keine 50ct. Verringerung des Stundessatzes wert!

  10. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: richtchri 27.08.21 - 18:17

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ernsthaft? Spielt das wirklich bei den aktuellen Zinssätzen eine Rolle ob
    > Du 10 Tage oder 20 Tage hast? Ich habe aktuell 60 Tage und es ist mir grade
    > egal. Das bedarf 1x einer kurzen Liquditätsplanung (was ja aber sowieso bei
    > jedem Projektwechsel nötig wird) und ab dann kommt das Geld alle 30 Tage.
    > Egal ob nun mit 10 Tagen Versatz oder mit 50 Tagen oder 90!
    >
    > Ein kürzeres Zahlungsziel wäre mit keine 50ct. Verringerung des
    > Stundessatzes wert!

    Ich beziehe es mit ein. Kenne Geschichten, wo manche einer Rechnung 90 Tage nach 30 Tagen Zahlungsziel um sein Geld betteln mussten und das bei größeren Konzernen.

    30 Tage ist m.E. der Standard. Werden es mehr Tage bis zur Auszahlung, erhöht sich der Stundensatz um 4 bzw. 7¤. Auf der anderen Seite bin ich flexibel im Sinne eines Skonto, dass ich auf bis zu 5¤ runter gehe, wenn es deutlich schneller kommt. Das muss man ja nicht offen in Richtung Provider kommunizieren. Aber ihm ein Signal zu setzen: das ist dein Korridor und das ist meiner; wie kommen wir am besten zusammen?; halte ich für legitim.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.21 18:21 durch richtchri.

  11. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: dura 27.08.21 - 18:20

    Natürlich spielt das eine Rolle, bzw. kann es.
    Einerseits hat nicht jeder immer ein finanzielles Puffer um das abzufangen (was man natürlich sehr kritisch sehen kann), zusätzlich ist es trotzdem ein Planungsvorteil, wenn es bei allen Kunden gleichmäßig ist, wenn man das Geld investiert ist kann es sich auch auszahlen es früher zu haben und zusätzlich arbeitet man halt weniger Zeit auf pump. Das heißt, wenn der Kunde 60 Tage Zahlungsziel hat, habe ich ja dann 90 Tage nicht bezahlt, wenn ich dann nachfrage und mahne, dann höre ich ja frühestens nach 120 Tagen auf zu arbeiten. Selbst wenn ich jetzt "nur" von 100¤ Stundenlohn bei humanen 40 Wochenstunden ausgehe, sind das 100k die der Kunde mir dann schuldet und die ich, wenn es richtig schlecht läuft, nicht bekommen werde.
    Außerdem muss man ja die Umsatzsteuer (bei Sollversteuerung) schon bei der Rechnungsstellung abführen, geht also sogar damit in Vorleistung...
    Klar, das nicht bezahlen passiert vermutlich nicht oft, aber trotzdem gibt es mehrere Gründe, warum man kürzere Zahlungsziele bevorzugen sollte.
    Das Zinsargument ist ja eigentlich auch genau in die andere Richtung nutzbar, warum soll der Kunde mir denn nicht früher das Geld geben, wenn er keine Zinsen dafür bekommt oder sogar Strafzinsen zahlt?

  12. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: dura 27.08.21 - 18:29

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich gibt es die mit den Luxus Doppel-Dipl-Ings, Referenzen und
    > Zertifikaten bis zum Mond, die dreistellige Stundensätze für Spezialitäten
    > aufrufen können, aber die werden auch nur für drei-sechs Monate gebucht.
    > Der Toparchitekt im Daueranzug letztens musste auch mit 80¤ bei 80%
    > Auslastung zusagen. Viele meiner "SAP geht immer" Schnellchecker mit
    > angeblichen 100¤/h haben sich 2020 stillschweigend in die Festanstellung
    > gerettet. Ist wohl doch nicht so grün, das Gras.

    Okay, und weil 2020 jetzt (wegen Corona) ein schlechtes Jahr war, ist alles schlecht?
    Seit ein paar Monaten wird in meiner Blase wieder gesucht ohne Ende und es kommt einem vor als hätte es 2020 nicht gegeben.
    Also ich weiß nicht, welchen Job du hast, aber in meiner Welt arbeitet niemand der qualifiziert ist in der IT für unter 90¤/h bei 1-Jahresverträgen die gerne verlängert werden. Und die Leute, die ordentlich SAP machen bekommen nach meiner Erfahrung *weit* mehr. Da sind in der Festanstellung ja locker fast immer über 100k drin.
    Dein Beitrag klingt echt als wärst du ordentlich frustriert und alle anderen inkompetent und/oder Lügner. Klingt nicht gut.

  13. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: Cerdo 27.08.21 - 18:33

    dura schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich spielt das eine Rolle, bzw. kann es.
    > Einerseits hat nicht jeder immer ein finanzielles Puffer um das abzufangen
    Einfach monatliche Abrechnung vereinbaren, natürlich mit Dienstvertrag. Werkverträge und lange Abrechnungszeiträume bringen keinem was. Entweder muss man mehr verlangen oder zahlt vielleicht selbst drauf.

    Als Selbstständiger muss man eh Rücklagen bilden. Wovon lebst Du sonst im Alter? Alleine davon sollte man gut ein paar Monate ohne Geldfluss überbrücken können.

  14. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: dura 27.08.21 - 18:47

    Cerdo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einfach monatliche Abrechnung vereinbaren, natürlich mit Dienstvertrag.
    > Werkverträge und lange Abrechnungszeiträume bringen keinem was. Entweder
    > muss man mehr verlangen oder zahlt vielleicht selbst drauf.

    Darum ging es doch? Warum 60 Tage Zahlungsziel blöd ist...


    > Als Selbstständiger muss man eh Rücklagen bilden. Wovon lebst Du sonst im
    > Alter? Alleine davon sollte man gut ein paar Monate ohne Geldfluss
    > überbrücken können.

    Also einerseits gibt es Leute die neu anfangen und außerdem hat man seine Altersvorsorge (hoffentlich) nicht einfach so auf einem Konto rumlaufen, sondern investiert. Und solche Investitionen auflösen hat oftmals Konsequenzen oder ist gar nicht möglich.
    Und selbst bei Rücklagen muss man diese ja eben nicht riskieren. Wenn ich 12 Monate liquide Mittel habe, dann sind bei meinem Beispiel schon 4 erstmal verbrannt, dazu muss ich dann eben zusätzlich 3 Monate warten, bis der nächste Geldfluss kommt, zzgl. Zeiten ohne Projekt.
    Natürlich kann man den Puffer immer weiter erhöhen, aber das Geld liegt rum, kostet (wenn man es nicht über Konten verteilt) Strafzinsen und bringt vor allem kein neues Geld.
    Wie gesagt, die Frage ist ja immer, warum will der andere meine Arbeit erst so viel später bezahlen...

  15. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: waterwalker 27.08.21 - 19:04

    Stimme den Vorrednern hier auch voll zu.

    Was mir bei den meisten Artikeln fehlt:
    Wie kann ein Neuling überhaupt Rausfinden, was er nehmen muss, um seine Kosten zu decken. Das hilft viel mehr um auf seinen Stundensatz zu kommen als der Rest. Ich muss ja wissen, was meine "Schmerzgrenze" nach unten ist

    Für viele neue Freelancer klingen 60,-EUR/Stunde viel, meist ist der aber viel zu gering, da vieles Vergessen wird:
    - Altersvorsorge
    - Urlaub
    - Evtl. keine Vollauslastung im ganzen Jahr, sondern Zeit zwischen Projekten, die üebrbrückt werden muss
    - Reserven/Rücklagen
    - Schulungen (wie oben erwähnt)
    - Zwischenfinanzierung bei Projektstart
    - Zusätzliche Versicherungen (je nach Art der Tätigkeit)
    - Kosten für Steuerberater

    darüber wäre mal ein Artikel interessant

  16. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: meyergru 27.08.21 - 19:29

    Stimme auch voll zu. Ich bin seit 1982 im IT-Bereich tätig, seit 1984 freiberuflich.

    Referenzen habe ich mir noch nie schreiben lassen - ich gebe in meinen Projekterfahrungen die Projekte an, wenn es konkretes Interesse dazu gäbe, könnte man die Ansprechpartner ja nennen.

    Aber: wer Freiberufler ist, weiß. dass ggf. bei Nichtgefallen der Kunde das Engagement sofort beenden kann und wird. Daher ist die Laufzeit der Engagements relevant - ich hatte nur sehr wenige Kunden, bei dem nicht aus einer Beauftragung für anfangs 3 Monate dann mehrere Jahre wurden.

    Aber: wen wundert's, dass der Artikel etwas realitätsfern daherkommt? Der Autor hat halt kaum Erfahrung (vor vier Jahren mit dem Studium fertig geworden), siehe seine Webseite...

  17. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: uschatko 27.08.21 - 19:43

    waterwalker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für viele neue Freelancer klingen 60,-EUR/Stunde viel, meist ist der aber
    > viel zu gering, da vieles Vergessen wird:

    Wenn es jemand Junges ohne Erfahrungen und sonstige Verpflichtungen ist (Familie) kann man für 60 Euro/h schon arbeiten. Für eine begrenzte Zeit und um Erfahrungen zu sammeln, die richtigen Stundensätze gibt es sowieso erst nach 10 Jahren Erfahrung. Als Neu-Freelancer muss man sich als Lehrling verstehen und nicht gleich vom Supersportwagen träumen.Egal was für einen tollen Studienabschluss man hat.

  18. Re: Richtig vollkommener Quatschartikel

    Autor: Gamma Ray Burst 27.08.21 - 20:25

    Ich erkläre den Projektvermittlern häufiger was ihre Ausschreibung bedeutet, da diese Projektbeschreibungen sehr oft 1:1 vom Kunden kommen, sagt das auch etwas über den Kunden aus …

    Also zB wie planlos der Kunde ist …

  19. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: FeuerTeuer1 27.08.21 - 21:48

    meyergru schrieb:
    > Aber: wen wundert's, dass der Artikel etwas realitätsfern daherkommt? Der
    > Autor hat halt kaum Erfahrung (vor vier Jahren mit dem Studium fertig
    > geworden), siehe seine Webseite...

    Er gibt nun seine scheinbar Erfahrungen wieder, mit denen er erfolgreich ist und muss dafür nicht gleich zerrissen werden, nur weil seine Erfahrungen andere sind, als Eure.

    Unabhängig davon:

    Ich vertrete mal hier die Sicht der Konzernfachabteilung, welche den eigenen Einkauf beim Finden der Freelancer unterstützt. Vor 10 Jahren galt bei einem mittelerfolgreichen ITK Konzern ein mittlerer Preis 90¤ die Stunde für einen Uniabsolventen mit unter 5 Jahren Erfahrung (Anfänger lag bei 60-75¤). Ich bin mir nicht sicher, in welchen Branchen Ihr mit welchen Themen unterwegs seid, aber selbst die verhältnismäßig schlecht zahlenden Automotive Konzerne zahlen heutzutage für Programmierung deutlich mehr.

    Jeder sollte sich zudem mal anschauen, was man in einer normalen Beratung auf den verschiedenen Karrierestufen verdient. Seid Euch hier bitte bewusst, dass Konzerne bereit sind, das gleiche oder sogar mehr für eine Festanstellung zu zahlen, wenn sie am Ende Geld sparen. Dafür muss man in Relation sehen, wieviel die Konzerne für Fachberatung normalerweise zahlen und das liegt (viel) höher, als was ich bisher hier gelesen habe. Wenn man dann wieder die 37,5-40h Arbeitswoche mit 30 Tagen Urlaub und potentiell 100% Homeoffice und quasi Job-Garantie im IT-Umfeld sieht, machen viele hier vermutlich keinen schlechten "Deal" bei vergleichbarem Gehalt und viel weniger Sorge und Ärger.

    Amerikanische Firmen mit Vertretungen in DE und UK habe ich bei meinen Ausführungen nicht betrachtet. Ein Gefühl für Gehälter bekommt man auf Level.fyi und muss natürlich aber den Bay Area Bonus abziehen (ist dennoch nochmal ein paar Dimensionen höher, nicht nur für London oder Berlin).

  20. Re: Leider völliger Unsinn

    Autor: Marvin_E 28.08.21 - 22:02

    meyergru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimme auch voll zu. Ich bin seit 1982 im IT-Bereich tätig, seit 1984
    > freiberuflich.
    >
    > Referenzen habe ich mir noch nie schreiben lassen - ich gebe in meinen
    > Projekterfahrungen die Projekte an, wenn es konkretes Interesse dazu gäbe,
    > könnte man die Ansprechpartner ja nennen.
    >
    > Aber: wer Freiberufler ist, weiß. dass ggf. bei Nichtgefallen der Kunde das
    > Engagement sofort beenden kann und wird. Daher ist die Laufzeit der
    > Engagements relevant - ich hatte nur sehr wenige Kunden, bei dem nicht aus
    > einer Beauftragung für anfangs 3 Monate dann mehrere Jahre wurden.
    >
    > Aber: wen wundert's, dass der Artikel etwas realitätsfern daherkommt? Der
    > Autor hat halt kaum Erfahrung (vor vier Jahren mit dem Studium fertig
    > geworden), siehe seine Webseite...

    Hi meyerguru,

    danke für das kritische Feedback. Ich muss allerdings hier klarstellen, dass ich mein Master-Studium dual, das bedeutet, neben dem Beruf abgeschlossen habe. Fakt ist also: Ja, ich bin vor vier Jahren mit dem Masterstudium fertig geworden, Berufserfahrung habe ich aber schon wesentlich länger. Berufsstart war 2011. Bitte erst die Fakten prüfen, bevor Sie diese falsch darlegen.

    Trotzdem vielen Dank für Ihre Meinung und die teilweise guten und nachvollziehbaren Anmerkungen. Und auch vielen Dank an die anderen Personen, die sich hier sachlich der Diskussion stellen, es ist sehr interessant die ganzen Erfahrungsberichte und Meinungen zu lesen.

    Einen schönen Tag und viele Grüße,
    Marvin Engel

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