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  5. › Noch eine Niederlage für SCO

Ganz ernst gefragt:

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  1. Ganz ernst gefragt:

    Autor: ln 01.12.06 - 13:49

    Wieso ist es möglich, Firmen zu verklagen aber keine Beweise für die Anschuldigungen vorzulegen? Die Sache läuft doch schon seit mind. einem Jahr, oder?

    Mir ist der rechtliche Hintergrund nicht ganz klar.

  2. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: BSDDaemon 01.12.06 - 13:51

    ln schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wieso ist es möglich, Firmen zu verklagen aber
    > keine Beweise für die Anschuldigungen vorzulegen?
    > Die Sache läuft doch schon seit mind. einem Jahr,
    > oder?
    >
    > Mir ist der rechtliche Hintergrund nicht ganz
    > klar.

    In Deutschland ist es auch möglich ohne Beweise erst einmal zu klagen. Das Problem ist nur, dass in dem Fall zuviel zu berücksichtigen ist und ähnlich wie in Deutschland trotz haltloser Anschludigungen eine Auskunftsklage möglich ist.



    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  3. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: ln 01.12.06 - 14:00

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ln schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wieso ist es möglich, Firmen zu verklagen
    > aber
    > keine Beweise für die Anschuldigungen
    > vorzulegen?
    > Die Sache läuft doch schon seit
    > mind. einem Jahr,
    > oder?
    >
    > Mir ist
    > der rechtliche Hintergrund nicht ganz
    > klar.
    >
    > In Deutschland ist es auch möglich ohne Beweise
    > erst einmal zu klagen. Das Problem ist nur, dass
    > in dem Fall zuviel zu berücksichtigen ist und
    > ähnlich wie in Deutschland trotz haltloser
    > Anschludigungen eine Auskunftsklage möglich ist.


    Das verstehe ich nicht. Beispiel: X beschuldigt Y, aus seinem Buch etwas abgeschrieben zu haben. Als Richter würde ich sagen: X, zeig´ mir doch mal die Stellen im Buch von Y, die in Deinem Buch auch enthalten sind.

    Wenn mir der Betrug auffällt, habe ich doch auch schon die Beweise. Was muss man denn noch so lange berücksichtigen und was ist eine Auskunftsklage?



  4. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: BG.. 01.12.06 - 14:14

    Eine Richterin verglich doch den Fall mit einem Kaufhausdetektiv der jemanden ohne Beweise festhält und sagt, der Dieb würde schon wissen was er geklaut habe :)

    ln schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > BSDDaemon schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > ln schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Wieso ist es möglich, Firmen
    > zu verklagen
    > aber
    > keine Beweise für die
    > Anschuldigungen
    > vorzulegen?
    > Die Sache
    > läuft doch schon seit
    > mind. einem Jahr,
    >
    > oder?
    >
    > Mir ist
    > der rechtliche
    > Hintergrund nicht ganz
    > klar.
    >
    > In
    > Deutschland ist es auch möglich ohne Beweise
    >
    > erst einmal zu klagen. Das Problem ist nur,
    > dass
    > in dem Fall zuviel zu berücksichtigen
    > ist und
    > ähnlich wie in Deutschland trotz
    > haltloser
    > Anschludigungen eine Auskunftsklage
    > möglich ist.
    >
    > Das verstehe ich nicht. Beispiel: X beschuldigt Y,
    > aus seinem Buch etwas abgeschrieben zu haben. Als
    > Richter würde ich sagen: X, zeig´ mir doch mal die
    > Stellen im Buch von Y, die in Deinem Buch auch
    > enthalten sind.
    >
    > Wenn mir der Betrug auffällt, habe ich doch auch
    > schon die Beweise. Was muss man denn noch so lange
    > berücksichtigen und was ist eine Auskunftsklage?
    >
    >


  5. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: BSDDaemon 01.12.06 - 14:15

    ln schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das verstehe ich nicht. Beispiel: X beschuldigt Y,
    > aus seinem Buch etwas abgeschrieben zu haben. Als
    > Richter würde ich sagen: X, zeig´ mir doch mal die
    > Stellen im Buch von Y, die in Deinem Buch auch
    > enthalten sind.

    So wird es dann beim endgültigen Gerichtsprozess passieren. Vorher kann aber, um bei deinem Vergleich zu bleiben, X Y auffordern zu belegen woher Y die Informationen aus seinem Buch hatte.

    > Wenn mir der Betrug auffällt, habe ich doch auch
    > schon die Beweise. Was muss man denn noch so lange
    > berücksichtigen und was ist eine Auskunftsklage?

    Naja, es könnte ja rein theoretisch sein, dass rein zufällig und total unabsichtig 2 Firmen gleichzeitig etwas erfunden haben. Ode rdas zwei firmen etwas nahezu identisches haben, dass aber komplett unterschiedlich entwickelt wurde.

    SCO sagt, dass Dinge die in Linux sind IBM aus Unix Sourcen hat. Wer kanns bestätigen und wer widerlegen. IBM hat also die Quelltexte zeigen müssen aus denen hervor geht, dass es eine eigene Entwicklung war. IBM muss keine Informationen rausgeben... genauso wie bei der Auskunftsklage. Nur dann kommt es sehr schnell zum Prozess und dank fehlender Erklärungen kann sowas einem dann zum Nachteil werden.

    So hatte IBM genug Zeit alles haarklein zu erklären und zu belegen bevor es zum Prozess geht. Das erhöht deren Chancen wenn es denn um einen echten Rechtsstreit gehen würde enorm.

    Bei einer solchen Klage ist es natürlich verständlich, dass es lange dauert da tausende Seiten an Dokumentationen und Schreiben geprüft, verfasst, kontrolliert und wieder beantwortet werden wollen.

    Verdienen tun daran wie immer nur die Anwälte.




    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
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    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  6. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: ln 01.12.06 - 14:27

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ln schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Das verstehe ich nicht. Beispiel: X
    > beschuldigt Y,
    > aus seinem Buch etwas
    > abgeschrieben zu haben. Als
    > Richter würde ich
    > sagen: X, zeig´ mir doch mal die
    > Stellen im
    > Buch von Y, die in Deinem Buch auch
    > enthalten
    > sind.
    >
    > So wird es dann beim endgültigen Gerichtsprozess
    > passieren. Vorher kann aber, um bei deinem
    > Vergleich zu bleiben, X Y auffordern zu belegen
    > woher Y die Informationen aus seinem Buch hatte.
    >
    > > Wenn mir der Betrug auffällt, habe ich doch
    > auch
    > schon die Beweise. Was muss man denn
    > noch so lange
    > berücksichtigen und was ist
    > eine Auskunftsklage?
    >
    > Naja, es könnte ja rein theoretisch sein, dass
    > rein zufällig und total unabsichtig 2 Firmen
    > gleichzeitig etwas erfunden haben. Ode rdas zwei
    > firmen etwas nahezu identisches haben, dass aber
    > komplett unterschiedlich entwickelt wurde.
    >
    > SCO sagt, dass Dinge die in Linux sind IBM aus
    > Unix Sourcen hat. Wer kanns bestätigen und wer
    > widerlegen. IBM hat also die Quelltexte zeigen
    > müssen aus denen hervor geht, dass es eine eigene
    > Entwicklung war. IBM muss keine Informationen
    > rausgeben... genauso wie bei der Auskunftsklage.
    > Nur dann kommt es sehr schnell zum Prozess und
    > dank fehlender Erklärungen kann sowas einem dann
    > zum Nachteil werden.
    >
    > So hatte IBM genug Zeit alles haarklein zu
    > erklären und zu belegen bevor es zum Prozess geht.
    > Das erhöht deren Chancen wenn es denn um einen
    > echten Rechtsstreit gehen würde enorm.
    >
    > Bei einer solchen Klage ist es natürlich
    > verständlich, dass es lange dauert da tausende
    > Seiten an Dokumentationen und Schreiben geprüft,
    > verfasst, kontrolliert und wieder beantwortet
    > werden wollen.
    >
    > Verdienen tun daran wie immer nur die Anwälte.
    >
    > ---
    > Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und
    > sicher
    > wie der Administrator der es verwaltet.
    >
    > Wie gut der Administrator jedoch seine
    > Fähigkeiten
    > ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.


    OK, so habe ich das noch nicht betrachtet! Danke für die Erklärung!

    Schönes WE

    ln

  7. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: RipClaw 01.12.06 - 14:28

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Naja, es könnte ja rein theoretisch sein, dass
    > rein zufällig und total unabsichtig 2 Firmen
    > gleichzeitig etwas erfunden haben. Ode rdas zwei
    > firmen etwas nahezu identisches haben, dass aber
    > komplett unterschiedlich entwickelt wurde.

    Das kommt öfter vor als man meint.

    > SCO sagt, dass Dinge die in Linux sind IBM aus
    > Unix Sourcen hat. Wer kanns bestätigen und wer
    > widerlegen. IBM hat also die Quelltexte zeigen
    > müssen aus denen hervor geht, dass es eine eigene
    > Entwicklung war. IBM muss keine Informationen
    > rausgeben... genauso wie bei der Auskunftsklage.
    > Nur dann kommt es sehr schnell zum Prozess und
    > dank fehlender Erklärungen kann sowas einem dann
    > zum Nachteil werden.

    SCO klagt doch gegen IBM.
    Entsprechend müsste die Beweislast bei SCO liegen.
    Man kann doch niemanden verklagen nach dem Motto: Ich habe keine Beweise das du Schuldig bist aber Beweis doch mal das du Unschuldig bist.

    SCO hat bisher keinen einzigen Beweis vorgelegt sondern immer nur von IBM Material gefordert, daß sie dann nach Beweisen durchsucht haben aber nichts gefunden haben.
    SCO hat seine Anschuldungen von "direkte Kopie des Quellcodes von SCO Unix in Linux" über "Übernahme des Quellcodes in AIX und Ableitung von dort in Linux" und "Übernahme des Funktionsprinzipes ohne direkte Kopie des Quellcodes" bis hin zu "wir haben keine Beweise gefunden also wurden sie von IBM vernichtet" ständig geändert.
    Nicht zu vergessen, daß der Koffer mit den "Beweisen" spurlos verschwunden ist.

    Im Grunde ist SCO nur noch eine Lachnummer aber trotzdem geht dieser Zirkus weiter.

  8. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: BSDDaemon 01.12.06 - 15:17

    RipClaw schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > SCO klagt doch gegen IBM.
    > Entsprechend müsste die Beweislast bei SCO
    > liegen.
    > Man kann doch niemanden verklagen nach dem Motto:
    > Ich habe keine Beweise das du Schuldig bist aber
    > Beweis doch mal das du Unschuldig bist.

    Der verlorene schwarze Koffer von SCO... so pervers es klingt, der Kläger kann erst einmal behaupten. Und SCO verweist ja auch klar, dass man in den Dokumentationen von IBM genau sehen würde, dass SCO Recht hat. Und diese Art Behauptung ist legitim.

    Wenn ich wüsste, dass du in Autohaus XY warst und danach fehlt ein Wagen und du hast plötzlich einen... dann darf ich ich erst einmal verklagen. Du musst dann halt widerlegen dass der Wagen gestohlen ist und muss Papiere vorlegen die den Kauf beweisen. Du kannst auch jede Auskunft verweigern, dann geht es vor Gericht. Du würdest da zwar definitiv gewinnen, aber bei einem so komplexen Prozess wie zwischen SCO und IBM kann es sei, dass ein Klagepunkt vllt doch durchschlüpft und ein Richter einen Fehler macht und SCO irgendwo Recht bekommt. Und wenn das passieren sollte wird erst richtig geklagt. Deswegen sollte man als Beklagter immer soviel Auskunft wie möglich geben da dieses nur zum Vorteil ist.

    > SCO hat bisher keinen einzigen Beweis vorgelegt
    > sondern immer nur von IBM Material gefordert, daß
    > sie dann nach Beweisen durchsucht haben aber
    > nichts gefunden haben.
    > SCO hat seine Anschuldungen von "direkte Kopie des
    > Quellcodes von SCO Unix in Linux" über "Übernahme
    > des Quellcodes in AIX und Ableitung von dort in
    > Linux" und "Übernahme des Funktionsprinzipes ohne
    > direkte Kopie des Quellcodes" bis hin zu "wir
    > haben keine Beweise gefunden also wurden sie von
    > IBM vernichtet" ständig geändert.
    > Nicht zu vergessen, daß der Koffer mit den
    > "Beweisen" spurlos verschwunden ist.
    >
    > Im Grunde ist SCO nur noch eine Lachnummer aber
    > trotzdem geht dieser Zirkus weiter.

    Tja... das Verfahren läuft nunmal schon... aber SCO erhält ja nun nach und nach die Absagen. Und das geht solange weiter bis alles abgearbeitet ist oder SCO pleite ist.




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    Suum cuique per me uti atque frui licet.
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    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  9. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: StarFire 01.12.06 - 16:30

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------

    [snip]
    > Wenn ich wüsste, dass du in Autohaus XY warst und
    > danach fehlt ein Wagen und du hast plötzlich
    > einen... dann darf ich ich erst einmal verklagen.
    > Du musst dann halt widerlegen dass der Wagen
    > gestohlen ist und muss Papiere vorlegen die den
    > Kauf beweisen. Du kannst auch jede Auskunft

    NEIN! Du klagst, dann liegt die Beweislast bei Dir. Das wäre ja noch schöner. Wie sollte denn einer eines Mordes Verdächtiger, in Untersuchungshaft Sitzender seine Unschuld beweisen wollen?!

    Gruss SF

  10. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: DrAgOnTuX 01.12.06 - 16:46

    Tun das "zu unrecht verhaftete" denn?

    StarFire schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > BSDDaemon schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wenn ich wüsste, dass du in Autohaus XY warst
    > und
    > danach fehlt ein Wagen und du hast
    > plötzlich
    > einen... dann darf ich ich erst
    > einmal verklagen.
    > Du musst dann halt
    > widerlegen dass der Wagen
    > gestohlen ist und
    > muss Papiere vorlegen die den
    > Kauf beweisen.
    > Du kannst auch jede Auskunft
    >
    > NEIN! Du klagst, dann liegt die Beweislast bei
    > Dir. Das wäre ja noch schöner. Wie sollte denn
    > einer eines Mordes Verdächtiger, in
    > Untersuchungshaft Sitzender seine Unschuld
    > beweisen wollen?!
    >
    > Gruss SF


  11. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: BSDDaemon 01.12.06 - 16:48

    StarFire schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > NEIN! Du klagst, dann liegt die Beweislast bei
    > Dir.

    Nein, ERST vor Gericht liegt die Beweislast beim Kläger. Wir haben aber noch nicht die Hauptverhandlung.



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    Suum cuique per me uti atque frui licet.
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    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  12. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: fbehring 01.12.06 - 17:21

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > StarFire schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > NEIN! Du klagst, dann liegt die Beweislast
    > bei
    > Dir.
    >
    > Nein, ERST vor Gericht liegt die Beweislast beim
    > Kläger. Wir haben aber noch nicht die
    > Hauptverhandlung.


    @ BSDDaemon et al:
    Zur Aufklärung: Wir halten erst einmal schön Straf- und Zivilprozess auseinander. Beim Strafprozess muss der Richter von der Schuld des Angeklagten überzeugt sein, ansonsten muss er ihn freisprechen. Im Zivilprozess muss der Kläger beweisen, dass er einen Anspruch gegen den Beklagten hat, ansonsten verliert er den Prozess. Da gibt es aber himmelweite Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Recht: In Deutschland muss der Kläger (in den allermeisten Fällen) lückenlos darlegen und beweisen, warum er einen Anspruch hat. Dies kann er in der Regel nur mit Beweismitteln machen, die ihm vorliegen. In Amerika kann der Kläger den Beklagten hingegen auffordern, ALLE Dokumente, die sich im Besitz des Beklagten befinden und die nur im entferntesten etwas mit dem Prozess zu tun haben, vorzulegen ("document fishing"). So etwas gibt es im deutschen Zivilprozessrecht nicht. Zwar gibt es auch hier u.U. die Möglichkeit einer Auskunftsklage. Dazu muss aber ein konkreter Anspruch hierzu für den Kläger bestehen. In einer Auskunftsklage (in der Regel Stufenklage = der eigentlichen Klage wegen z.B. Urheberrechtsverletzung vorgeschaltet) muss der Kläger aber schon darlegen, warum der Anspruch besteht, ansonsten verliert erschon den Auskunftsanspruch. Fazit: Wer sein (Halb-)Wissen nur aus amerikanischen Gerichtsshows bezieht, sollte achtsam sein mit dem, was er hier so als wahr verkauft.

  13. Re: Ganz ernst gefragt:

    Autor: BSDDaemon 01.12.06 - 17:52

    fbehring schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > In
    > Amerika kann der Kläger den Beklagten hingegen
    > auffordern, ALLE Dokumente, die sich im Besitz des
    > Beklagten befinden und die nur im entferntesten
    > etwas mit dem Prozess zu tun haben, vorzulegen
    > ("document fishing").

    Der andere Kram ist unwichtig... im Fall SCO geht es derzeit um genau diesen Punkt genau wie ich es erläutert habe. SCO kann erst einmal fordern. Und bei dem Punkt scheitert SCO jetzt nach und nach, da nach den Forderungen auch Beweise folgen müssen die aber wie zu erwarten ausgeblieben sind. Deswegen gehen SCO so langsam aber sicher die Klagepunkte aus.

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    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  14. Ganz ernst geantwortet!!

    Autor: scorp123 02.12.06 - 17:55

    ln schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Die Sache läuft doch schon seit mind. einem Jahr,
    > oder?

    Die Sache läuft sogar schon seit 2003, wenn ich nicht irre.



    > Mir ist der rechtliche Hintergrund nicht ganz
    > klar.

    Alles unter dem Vorbehalt dass ich mich irren könnte -- soweit ich es zu verstanden haben glaube, geht's um dies:

    Caldera, ehemaliger Produzent einer ziemlich vermurksten und daher erfolglosen Linux-Distribution mit selbigem Namen ("Caldera Linux"), hat Ende 2002 / Anfang 2003 den ehemaligen UNIX-Hersteller "Santa Cruz Operation (SCO)" und die Rechte an den meisten SCO-Produkten gekauft. Man redet in diesem Zusammenhang auch von "Old-SCO". "Old-SCO" nennt sich jetzt "Tarantella", gleich wie das einzige Produkt dass ihnen noch geblieben ist. Caldera hingegen, immer noch sauer darüber dass keiner ihr bescheuertes Linux will, während Red Hat und andere Millionen damit scheffeln, beschliesst sich umzubenennen und nennt sich fortan nach der soeben aufgekauften Firma: SCO

    Nun gab es einst ein Projekt namens "Monterrey" zwischen IBM und Old-SCO. Der Sinn des Projektes wäre es gewesen die Vorzüge von SCO UNIX und IBM's AIX miteinander zu vermischen, und so ein einigermassen standardisiertes UNIX für PC's hervorzubringen. Das Projekt wurde gestrichen, denn IBM erkannte damals bald die Vorzüge von Linux, welches beinahe all das bot was man mit "Monterrey" hätte erreichen wollen. Also entschied man bei IBM, statt mit "Monterrey" das Rad und das Feuer neu zu erfinden, sehr kräftig bei Linux mitzuhelfen und Code beizusteuern. Sehr viele "Enterprise-Level" Sachen im Linux-Kernel stammen von IBM, u.a. Teile vom "Enterprise Volume Manager", Verbesserungen am Speicher-Management, Treiber für div. Server, Portierung des Linux-Kernels auf div. IBM Grossrechner (z.B. z-Series Mainframes), uvam. Jeder Linuxer kann in seinen Kernel-Quellen nachgucken, es wimmelt dort drin nur so von Code-Zeilen welche Firmen wie SUN, IBM und HP gespendet haben, auf dass Linux "erwachsen" werde und fortan Dinge kann die Firmenkunden noch stärker ansprechen (und natürlich mit der Hoffnung dass Firmenkunden noch mehr Server kaufen weil nun Linux darauf läuft!).

    Nun, nach der Übernahme von Old-SCO, kam es Ex-Caldera, welche sich nun SCO nannte, in den Sinn, IBM auf sagenhafte 3 Milliarden Dollar Schadenersatz zu verklagen!

    Begründung: IBM habe damals während des Projektes "Monterrey" Source-Code von (Old-) SCO geklaut und in Linux einfliessen lassen. IBM hat also Schuld daran, dass SCO kommerziell keinen Erfolg hat und alle Welt Linux will bzw. benutzt.

    Entsprechend kam dann auch die Geschichte mit de "Antidot-License" bzw. auch bekannt als "Linux-Lizenz" welche man von SCO hätte kaufen müssen (natürlich alles totaler Quatsch!)

    Die ganze Klage von Ex-Caldera / SCO ist aus vielerlei Gründen totaler Unsinn:

    - Vor der Übernahme durch Caldera hat Old-SCO all seine Rechte an alten UNIX Source-Codes (z.B. System III ... siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Unix) freigegeben

    - IBM hat *EIGENEN* Source-Code in Linux einfliessen lassen an welchem SCO gar keine Rechte besitzt (SCO sieht das natürlich anders).

    - Es ist gar nicht so klar wer Eigentümer des UNIX Source-Codes ist, siehe "SCO vs. Novell": http://en.wikipedia.org/wiki/SCO_v._Novell

    - SCO hat in all den Jahren seit dem der Prozess angefangen hat noch keine einzige Zeile Code zeigen können welcher angeblich kopiert oder sonst wie "illegal" in den Linux-Kernel gelangt ist; stattdessen werden durch SCO's Firmenbosse und Anwälte brutalst doofe und schlichtweg blöde Theorien angestellt, z.B. dass es "nicht-wörtliche Kopien" (wie soll das gehen???) von Code gäbe, oder dass nicht alles von Linux-Kernel öffentlich zugänglich sei (Hallo? Der Kernel ist open source! www.kernel.org) und SCO nichts beweisen könne solange man keinen Zugang zu diesen "nicht-öffentlichen" Abschnitten im Kernel habe, usw. Lauter solche doofe Theorien!


    Alles in allem hatte Ex-Caldera/SCO vor der Klage bereits massive finanzielle Probleme. Es scheint so, als hätten SCO's Firmenbosse darauf spekuliert dass IBM ihre Firma aufkaufen würde, um die Klage schnell und still vom Tisch zu bringen; SCO's Firmenbosse wären dabei natürlich sehr schnell sehr reich geworden.

    Doch IBM wollte nichts davon wissen und schickte stattdessen ihre Armee von Top-Anwälten ins Rennen.

    Auf Foren wie www.groklaw.net werden IBM's Anwälte als die "Nazhgul" bezeichnet, weil sie starke Erinnerungen an die Ring-Geister aus "Herr der Ringe" erwecken.

    Der Prozess dauert nun deshalb so lange weil SCO ständig mit weiteren dummen Ausreden den Prozess verzögert. IBM's Anwälte hingegen sind Vollprofis und lassen SCO's Anwälte ruhig machen; wohlwissend dass mit jeder weiteren dummen Lüge vor Gericht SCO sich tiefer und tiefer ins eigene Grab schaufelt.

    Nun seit einigen Tagen scheint die Wende eingeläutet worden zu sein. Alles lügen und dumme herum-theoretisieren hat nichts genützt, die Richterin hat SCO bei einigen entscheidenden Punkten abblitzen lassen und Anträgen von IBM statt gegeben, u.a.

    - SCO kann seine abenteuerlichen Theorien nicht mehr ausweiten; dadurch aber wird SCO beim jetzigen Stand der Dinge haushoch verlieren

    - Der Prozess wird ausgesetzt bis die Verhandlungen gegen Novell ("SCO vs. Novell", http://en.wikipedia.org/wiki/SCO_v._Novell) beendet sind.

    Genau dieser Fall ist aber ein Problem für SCO: Dort geht's u.a. darum wer der Eigentümer der UNIX Source-Codes ist. Novell hat sehr gute Karten zu gewinnen und jeden Penny aus SCO rauszupressen. Verliert aber SCO den Prozess gegen Novell, wird SCO erstens pleite sein und zweitens wird der Prozess gegen IBM hinfällig ...

    alles in allem ist SCO so ziemlich tot, und wäre ich der Boss von SCO (Darl McBride), würde ich schon mal die Koffer packen und nach Brasilien verschwinden. Die Chancen stehen nämlich nicht schlecht dass die SCO-Firmenchefs auch persönlich dran kommen, u.a. wegen Betrugsversuchs. Und in einen US-Knast wo einen die Häftlinge mit "Hallo Schätzchen ... bück Dich bitte mal, ich hab was Feines für dich ... " unter der Dusche grüssen, würde ich nicht wollen :-)


    So das war's. Hoffe das Posting hat was gebracht :-)




  15. Re: Ganz ernst geantwortet!!

    Autor: Ich muss grinen 03.12.06 - 09:35

    scorp123 schrieb sehr viel:
    -------------------------------------------------------

    Also so grinsen musste ich schon lange nicht mehr :)

    Ja SCO zieht da schon eine extrem dreiste Nummer ab, die sich mit dem hausüblichen Rechtsverständnis nicht begreifen lässt, aber, wie gesagt, bald ist ja Schicht im Schacht.

    Kompliment für die geniale Zusammenfassung !

  16. eins fehlt: MS steckt mit SCO unter der decke

    Autor: AlgorithMan 03.12.06 - 23:25

    eine wirklich sehr gute zusammenfassung - wenns hier
    slashdot ratings gäbe, hättest du vermutlich "+5 informative"

    eine sache würde ich noch hinzufügen: IBMs aussagen zufolge
    hat Microsoft Caldera/SCO angeboten, sie finanziell
    aufzufangen, wenn sie den prozess verlieren - vermutlich
    hätte Caldera/SCO diese bescheuerte klage sonst nie
    eingereicht (was mafiasoft nicht alles tun würden, um linux
    vom markt zu kriegen... man sieht, dass die die hosen voll
    haben - siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Halloween-Dokumente ... der novell pakt ist höchstwahrscheinlich noch n versuch...)

    http://yro.slashdot.org/article.pl?sid=06/10/08/1714234
    http://slashdot.org/article.pl?sid=04/03/04/1347234
    http://slashdot.org/articles/04/03/11/158214.shtml
    http://linux.slashdot.org/article.pl?sid=05/07/14/226208

    -------------------------------------------------------
    scorp123 schrieb:
    > stattdessen werden durch SCO's Firmenbosse und
    > Anwälte brutalst doofe und schlichtweg blöde
    > Theorien angestellt, z.B. dass es "nicht-wörtliche
    > Kopien" (wie soll das gehen???) von Code gäbe,

    wie das gehen soll? na ganz einfach: du schreibst ein
    programm, das quellcodes nimmt und dann andere quellcodes
    schreibt, die das gleiche bewirken...

    ist doch völlig trivial... nur dass die existenz eines
    solchen Programms dem Satz von Rice widerspricht...

  17. SCO hat nichts zu befürchten

    Autor: AlgorithMan 04.12.06 - 00:19

    SCO hat nichts zu befürchten, denn selbst wenn sie pleite gehen,
    werden sie von MS wieder auf die beine gestellt (ohne diesen
    deal wäre SCO sicher nicht dumm genug gewesen, so eine blödsinns
    klage einzureichen...)

    die links dazu hab ich hier schon zusammengetragen
    https://forum.golem.de/read.php?14722,798679,799465#msg-799465

  18. Re: eins fehlt: MS steckt mit SCO unter der decke

    Autor: scorp123 04.12.06 - 07:42

    AlgorithMan schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > eine wirklich sehr gute zusammenfassung - wenns
    > hier slashdot ratings gäbe, hättest du vermutlich "+5
    > informative"

    Ladies and Gentlemen, danke für die Blumen :-)


    > eine sache würde ich noch hinzufügen: IBMs
    > aussagen zufolge hat Microsoft Caldera/SCO angeboten,
    > sie finanziell aufzufangen, wenn sie den prozess verlieren -
    > vermutlich hätte Caldera/SCO diese bescheuerte klage sonst
    > nie eingereicht (was mafiasoft nicht alles tun würden,
    > um linux vom markt zu kriegen...

    Ahem ja, Microsoft hat nicht nur angeboten, sondern hat wirklich! Das konnte man bei http://www.groklaw.net nachlesen. Gem. US Börsengesetz muss jede Firma ihre Gewinne, Umsätze usw. und interne Gewinn-Prognosen offen legen. Firmen die das nicht rechtzeitig machen, riskieren von der Börse zu fliegen, plus es hagelt hässlich hohe Geldstrafen. Im Zusammenhang mit der Offenlegung der eigenen Finanzen ggü. der Öffentlichkeit sind da mal plötzlich 86 Millionen Dollar aufgetaucht, welche zum Grossteil von Microsoft stammen (ein lauwarmer Hauch von gar nichts für Microsoft! Die haben Milliarden in der Kriegskasse!) und zum Teil auch von SUN Microsystems. Ganz offensichtlich ist dies SCO's Kriegskasse.

    Nun, da aber keine Firma einer anderen Firma einfach so Geld gibt (das wäre IMO sogar illegal, z.B. wegen der daraus resultierenden Manipulation des Aktienwertes (eine Firma erscheint profitabler als sie wirklich ist!), usw.), tauchten bohrende Fragen nach dem "warum" auf, v.a. seitens Novell.

    SCO in seiner unendlichen Dummheit hat dann laut hinausposaunt dass dies Einnahmen für SCO's "Unix/Linux Lizenzen" gewesen seien.

    "Fein!" dachte man sich bei Novell: HER DAMIT.

    Denn dummer dummerweise gibt's da so einen netten Vertrag zwischen (Old-)SCO und Novell, welcher besagt dass SCO als Eintreiber für UNIX-Lizenzen agieren darf, selbige Einnahmen aber an Novell, den wahren Eigentümer von UNIX, abzuführen hat, und zwar die vollen 100% der Einnahmen! SCO erhält dann von Novell die im Vertrag festgehaltenen 5% "Provision".

    SCO bestreitet die Gültigkeit dieser Abschnitte im Vertrag, denn das würde ja bedeuten dass die freundliche Spende von Microsoft in vollem Umfang bei Novell landet, und von den restlichen 5% lassen sich keine teueren Gerichtsprozesse mehr finanzieren :-)

    SCO steckt nun so oder so in der Klemme.

    Entsprechend ist es nun sehr sehr spannend herauszufinden wer der wahre Eigentümer von UNIX ist ... Novell oder SCO? SCO würde den Prozess gegen IBM wohl so oder so verlieren, aber von Novell gleich den Boden und die Kriegskasse unter den Füssen weggezogen zu bekommen, ist natürlich der Hammer.


    SCO's Boss Darl McBride kann schon mal Gleitcreme einpacken, er wird's brauchen :-)


  19. Re: Ganz ernst geantwortet!!

    Autor: Oli² 04.12.06 - 12:52

    Vielen Dank und Respekt für die ausführliche und lesenswerte Zusammenfassung!

  20. Monterey

    Autor: UnixWare Admin 04.12.06 - 13:31

    Gute Zusammenfassung. Eine Anmerkung zum Projekt Monterey:
    Von SCO ging nicht das SCO Unix (Open Server, basierte auf BSD) in´s Rennen, sondern UnixWare. UnixWare hat seine Wurzeln im System V R4 von AT&T. Novell hat dieses Unix (besser gesagt die USL-Labs) 1993 von AT&T gekauft und mit Teilen der Netware daraus die UnixWare gemacht. UnixWare 1.0 war eine echte Herausforderung :-) SCO hat den Code dann 1995 von Novell gekauft und UnixWare 2.0 herausgebracht. Teile von Linux sind auch in UnixWare hineingeflossen. Monterey basierte zu großen Teilen auf der UnixWare.

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