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Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

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  1. Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: spyro2000 18.09.21 - 13:31

    Im Ernst, es ist nicht irgendwessen Aufgabe Frauen in irgendeinen Beruf "zu bringen". Es ist die Aufgabe von jedem, dafür Rechnung zu tragen, dass das Geschlecht keine Rolle spielen darf, wenn es um die eigene Verwirklichung geht.

    So simpel. Wenn sich Frauen statistisch (!) eher andere Gebieten zuwenden ist das auch ok.

    DAS ist es, was zählt. Keine stumpfen Quoten oder "Gegendiskriminierung" von Männern. Der Spaß hört nur da auf, wo irgendjemand wegen seines Geschlechts anders behandelt oder bezahlt wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.21 13:33 durch spyro2000.

  2. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: tomate.salat.inc 18.09.21 - 17:38

    Ich bin dafür, dass Informatik eine stärkere Rolle an Schulen erhält. Dazu gehören aber auch bessere Lehrer als wir es hatten. Unsere Lehrerin wusste immerhin, dass ich damals schon mehr drauf hatte und sie hat mir einen Teil des Unterrichts komplett überlassen. Den anderen Teil hätte sie mir mal besser auch überlassen, weil sie von Programmieren keine Ahnung hatte. Sowas hilft halt nicht.

    Aber dann bin ich doch wieder bei dir. Man braucht nicht auf biegen und brechen überall eine 50:50 Verteilung. Ich war ich zum Beispiel bei meinem Kieferorthopäden sehr froh, dass es dort nur Frauen gab! Kurzzeitig hatte ich einen männlichen Kieferorthopäden aber nach seiner Behandlung hab ich mich immer gefühlt, als ob ich verprügelt worden wäre. Auch mit meinem damaligen männlichen Zahnarzt war ich nicht zufrieden. Wegen dem hatte ich Jahrelang Probleme. Frauen haben da ohne Ausnahme immer den deutlich besseren Job gemacht (und das Problem auf anhieb gelöst, was der männliche Kollege nach mehreren Versuchen nicht hinbekommen hat).

    Es gibt nun mal Berufe die für Geschlechter unterschiedlich stark anziehen. Daran ist auch überhaupt nichts verkehrt - solange Bewerbungen nicht nach Geschlecht gewichtet werden.

    Denn wie du schreibst:

    > Der Spaß hört nur da auf, wo irgendjemand wegen seines Geschlechts anders behandelt oder bezahlt wird

    DAS ist es was wir weg bekommen müssen. Das Geschlecht sollte schlichtweg keine Rolle spielen.

  3. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Leviosa 19.09.21 - 16:56

    Was das mit den Zahnärzten angeht das hängt nicht umbedingt vom Geschlecht ab, ich war bei 2 männlichen Zahnärzten in meinen Leben und die haben einen tollen Job gemacht. Aber aus meinen Familienumfeld hab ich zb. gehört das jemand eine Frau als Zahnärztin hatte und diese sehr Emphatie los war und der Person nicht mal eine Betäubungsspritze geben wollte obwohl diese Schmerzpatient war. Gibt auch Frauen die kaum Mitleid haben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.21 16:57 durch Leviosa.

  4. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Steffo 19.09.21 - 17:41

    Statistisch gesehen haben früher Frauen gar nicht studiert, weil sie nicht durften.
    Jetzt sagst du vielleicht., dass alle Barrieren weggefallen sind. - Nun, zumindest technische, aber es gibt eben immer noch Klischees, Strukturen und Diskriminierung.
    Es gibt andere Länder, da studieren Frauen öfters Informatik als bei uns bzw. sind auch öfters in Führungspositionen.
    Das Ziel ist erst erreicht, wenn sich Frauen aus freien Stücken für ein Beruf entscheiden und nicht, weil sie Berührungsängste haben. Es ist definitiv nicht toll als einzige Frau in einer IT-Abteilung zu arbeiten und sich nicht nur als Menschen, sondern auch als Frau beweisen zu müssen.

  5. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Oktavian 19.09.21 - 18:07

    > Statistisch gesehen haben früher Frauen gar nicht studiert, weil sie nicht
    > durften.

    Ja, das ist aber nun schon so 100 Jahre her.

    > Es gibt andere Länder, da studieren Frauen öfters Informatik

    Ja, insbesondere ist das in Indien, Pakistan, Iran, und ähnlichen Ländern. Besonders gerne gehen Frauen in technische Studienrichtungen in Ländern, in denen Frauen stark diskriminiert werden. Es bietet ihnen eben die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und etwas Unabhängigkeit. In Ländern, in denen Frauen einen hohen Grad an Gleichstellung erreicht haben, studieren die Frauen eher neigungsbezogen, und landen dann viel öfter in Sprach- und Geisteswissenschaften.

    > Das Ziel ist erst erreicht, wenn sich Frauen aus freien Stücken für ein
    > Beruf entscheiden und nicht, weil sie Berührungsängste haben.

    Ist es denn dann auch okay, wenn Frauen sich nur zu einem sehr kleinen Anteil für technische Studiengänge entscheiden, einfach weil die Neigung nicht da ist? Oder haben sie sich dann falsch entschieden?

    > Es ist
    > definitiv nicht toll als einzige Frau in einer IT-Abteilung zu arbeiten und
    > sich nicht nur als Menschen, sondern auch als Frau beweisen zu müssen.

    Tja, wenn die Neigung in diese Richtung selten ist, ist das ein Problem. Das weiß der einzige Mann als Grundschullehrer, Erzieher oder Geburtshelfer auch. Aber was will man machen? Männer zu Geburtshelfern verpflichten?

  6. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Eheran 19.09.21 - 19:00

    >Es gibt andere Länder, da studieren Frauen öfters Informatik als bei uns bzw. sind auch öfters in Führungspositionen.
    Was sind das für Länder? Wo steht die Gleichberechtigung in diesen Ländern?

  7. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Steffo 19.09.21 - 19:01

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Statistisch gesehen haben früher Frauen gar nicht studiert, weil sie
    > nicht
    > > durften.
    >
    > Ja, das ist aber nun schon so 100 Jahre her.

    Das lässt die Strukturen und die Diskriminierung nicht über Nacht verschwinden.

    >
    > > Es gibt andere Länder, da studieren Frauen öfters Informatik
    >
    > Ja, insbesondere ist das in Indien, Pakistan, Iran, und ähnlichen Ländern.
    > Besonders gerne gehen Frauen in technische Studienrichtungen in Ländern, in
    > denen Frauen stark diskriminiert werden. Es bietet ihnen eben die Chance
    > auf gesellschaftliche Teilhabe und etwas Unabhängigkeit. In Ländern, in
    > denen Frauen einen hohen Grad an Gleichstellung erreicht haben, studieren
    > die Frauen eher neigungsbezogen, und landen dann viel öfter in Sprach- und
    > Geisteswissenschaften.

    Ich hab schon mit Frauen gesprochen, anstatt über sie zu sprechen. Der Grund, weshalb viele lieber bspw. Wirtschafts- oder Gesundheitsinformatik studieren, ist, dass der Männeranteil in der reinen Informatik zu hoch ist und sie Angst vor Diskriminierung haben, wovon mir einige ihre Erfahrungen erzählt haben.

    > > Das Ziel ist erst erreicht, wenn sich Frauen aus freien Stücken für ein
    > > Beruf entscheiden und nicht, weil sie Berührungsängste haben.
    >
    > Ist es denn dann auch okay, wenn Frauen sich nur zu einem sehr kleinen
    > Anteil für technische Studiengänge entscheiden, einfach weil die Neigung
    > nicht da ist? Oder haben sie sich dann falsch entschieden?

    Es wäre Ok, wenn es so wäre, aber wenn man die Geschichte einfach mal nicht ignoriert, dann sieht man, dass es eine Zeit braucht bis künstliche Strukturen aufgebrochen werden.
    Frauen haben auch nicht von einem Tag auf den anderen angefangen zu studieren als es ihnen erlaubt war.
    Ich kenne selbst vier (!) Fälle, wo Frauen nicht mal aufs Gymnasium durften, weil der Vater es nicht erlaubt hat.

    > > Es ist
    > > definitiv nicht toll als einzige Frau in einer IT-Abteilung zu arbeiten
    > und
    > > sich nicht nur als Menschen, sondern auch als Frau beweisen zu müssen.
    >
    > Tja, wenn die Neigung in diese Richtung selten ist, ist das ein Problem.
    > Das weiß der einzige Mann als Grundschullehrer, Erzieher oder Geburtshelfer
    > auch. Aber was will man machen? Männer zu Geburtshelfern verpflichten?

    Du redest einfach von Neigungen, ohne dass du das beweisen kannst. Und nein, der status quo ist aus oben genannten Gründen kein Beweis.
    Ob sich Männer in schlecht bezahlten Frauenberufen (da haben wir es wieder: Frauenberufe sind typischerweise deutlich schlechter bezahlt), wohl fühlen, ist auch dahin gestellt. - Definitiv ist das jedenfalls eine kleinere Baustelle als Frauen für Technik zu begeistern.

  8. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Eheran 19.09.21 - 19:18

    >Frauenberufe sind typischerweise deutlich schlechter bezahlt
    Gerne mit Quelle belegen.

  9. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Steffo 19.09.21 - 19:46

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Frauenberufe sind typischerweise deutlich schlechter bezahlt
    > Gerne mit Quelle belegen.

    Du hast wirklich noch nie vom Gender Pay Gap gehört?!

    "In allen Berufsklassen verdienen Frauen in Deutschland weniger als Männer, jedoch ist der Unterschied am größten in Berufen, die üblicherweise von Frauen besetzt werden (sogenannte Frauenberufe). So beträgt der unbereinigte Gender-Pay-Gap in Berufen, welche üblicherweise von Frauen ausgeübt werden (sogenannte Frauenberufe) knapp 27 %, aber nur 13 % in Berufen, die üblicherweise von Männern besetzt werden (sogenannte Männerberufe)."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gender-Pay-Gap

  10. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Eheran 19.09.21 - 20:40

    Die/der bereinigte Gender-Pay-Gap lag im Jahr 2018 bei 6 %. Sofern korrekt bereinigt, so sind das sind 6 % zu viel.

    >Frauenberufe sind typischerweise deutlich schlechter bezahlt
    Das war die Behauptung. Wenn die Frauen jedoch weniger darin arbeiten (weniger Stunden) und so am Ende weniger bekommen, dann sind die Berufe nicht schlechter bezahlt. Ein über alle gemittelter Gehaltsunterschied ist kein Beleg für diese Behauptung. Dein Zitat bezüglich einer größeren Gehaltsspreizung in Frauendominierten Berufen widerspricht sogar der ursprünglichen Argumentation, dass Männer hier (ebenfalls) wenig verdienen würden und es daher nicht machen. Offensichtlich verdienen sie besonders viel in diesen Berufen.

    >Du hast wirklich noch nie vom Gender Pay Gap gehört?!
    Natürlich, ein Vergleich zwischen männerdominierten und frauendominierten Berufen fand jedoch nicht statt.
    Einfaches Beispiel: Maurer werde nicht besser verdienen als Friseure.
    Oder siehe auch all die Berufsgruppen, wo man tschechische oder polnische Arbeiter sieht, weil es kein Deutscher mehr für so wenig Geld machen will.

  11. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Leviosa 19.09.21 - 21:41

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Frauenberufe sind typischerweise deutlich schlechter bezahlt
    > > Gerne mit Quelle belegen.
    >
    > Du hast wirklich noch nie vom Gender Pay Gap gehört?!
    >
    > "In allen Berufsklassen verdienen Frauen in Deutschland weniger als Männer,
    > jedoch ist der Unterschied am größten in Berufen, die üblicherweise von
    > Frauen besetzt werden (sogenannte Frauenberufe). So beträgt der
    > unbereinigte Gender-Pay-Gap in Berufen, welche üblicherweise von Frauen
    > ausgeübt werden (sogenannte Frauenberufe) knapp 27 %, aber nur 13 % in
    > Berufen, die üblicherweise von Männern besetzt werden (sogenannte
    > Männerberufe)."
    >
    > de.wikipedia.org


    Ich würde meine Infos bei solchen Idiologischen Themen nicht umbedingt von Wikipedia nehmen. Das Gender Pay Gap kann man fast bis auf 0% bringen wenn man die Arbeitszeit, Urlaubs und Krankentage und die richtigen Berufsgruppen nimmt. In der Regel entscheiden sich die meisten Frauen dafür weniger zu arbeiten und haben dafür mehr Freizeit für die Familie zb.

    Da kann man leider nicht mal auf die Öffentlich Rechtlichen Aufklärungsversuche zählen bei solchen Themen da werden auch immer viele wichtige Unterschiede einfach raus gelassen um das gewünschte Ergebnis zu liefern.

  12. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Oktavian 19.09.21 - 22:04

    > Die/der bereinigte Gender-Pay-Gap lag im Jahr 2018 bei 6 %. Sofern korrekt
    > bereinigt, so sind das sind 6 % zu viel.

    Die 6% sind alleine durch den höheren Krankenstand der Frauen gerechtfertigt und mehr als ausgeglichen. Der Krankenstand ist bei Frauen grob 14% höher als bei Männern.

    https://www.iges.com/themen/arbeitswelt/dak-gesundheitsreport-2016/index_ger.html

    https://www.arbeit-und-arbeitsrecht.de/schlagzeilen/krankenstand-bei-maennern-und-frauen-unterschiedlich/2016/03/16

  13. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Dakkaron 19.09.21 - 22:50

    Das große Problem mit der Pay Gap haben übrigens nocht Frauen, sondern Mütter. Frauen ohne Kinder bekommen das gleiche Gehalt wie Männer (viel Spaß beim Googlen, Stichwort Motherhood Pay Gap).

    Mütter hingegen, die teils mehrere Jahre Babypause gemacht haben und oft dann in Teilzeit weiterarbeiten, haben allerdings einen Karriereknick, den sie niemals wieder los werden. Und gerade unsere "objektiven" Kriterien zur Gehaltsbewertung sorgen dafür, dass das so bleibt. Immerhin haben diese Frauen ja mehrere Jahre nicht im Job verbracht, haben auch insgesamt weniger anrechenbare Arbeitsjahre, und wer Teilzeit macht, ist sowieso von der regulären Gehaltsprogression und Beförderungen meist ausgeschlossen.

  14. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Steffo 19.09.21 - 22:56

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die/der bereinigte Gender-Pay-Gap lag im Jahr 2018 bei 6 %. Sofern korrekt
    > bereinigt, so sind das sind 6 % zu viel.

    Soweit korrekt.

    >
    > >Frauenberufe sind typischerweise deutlich schlechter bezahlt
    > Das war die Behauptung.

    Und genau das klammert der bereinigte Gender Pay Gap aus. Dieser vergleicht nämliche ähnliche Tätigkeiten bei gleicher Qualifikation. Insofern stimmt die Aussagen, dass Frauenberufe weniger gut bezahlt sind.

    > Wenn die Frauen jedoch weniger darin arbeiten
    > (weniger Stunden) und so am Ende weniger bekommen, dann sind die Berufe
    > nicht schlechter bezahlt.

    Wenn Frauen weniger arbeiten, dann deshalb, weil sie sich um Familie kümmern. Übrigens leisten Frauen durchschnittlich im Haushalt mehr Arbeit als Männer, selbst wenn Frau 100% arbeitet.

    > Ein über alle gemittelter Gehaltsunterschied ist
    > kein Beleg für diese Behauptung. Dein Zitat bezüglich einer größeren
    > Gehaltsspreizung in Frauendominierten Berufen widerspricht sogar der
    > ursprünglichen Argumentation, dass Männer hier (ebenfalls) wenig verdienen
    > würden und es daher nicht machen. Offensichtlich verdienen sie besonders
    > viel in diesen Berufen.

    Da kann ich nicht ganz folgen. Verdient man als Putzkraft viel? Verdient man in der Pflege viel?

    >
    > >Du hast wirklich noch nie vom Gender Pay Gap gehört?!
    > Natürlich, ein Vergleich zwischen männerdominierten und frauendominierten
    > Berufen fand jedoch nicht statt.
    > Einfaches Beispiel: Maurer werde nicht besser verdienen als Friseure.
    > Oder siehe auch all die Berufsgruppen, wo man tschechische oder polnische
    > Arbeiter sieht, weil es kein Deutscher mehr für so wenig Geld machen will.

    "Als Friseur verdient man nach der Ausbildung nicht üppig. Viele Haar-Experten sind auf den Mindestlohn angewiesen. Vor der Einführung dieser Lohnuntergrenze verdienten Friseure mitunter bei einer Vollzeitstelle kaum 1000 Euro brutto im Monat. Durch den aktuellen Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde kommen Vollzeit-Friseure (37,5 Wochenstunden) auf ein Gehalt von knapp 1400 Euro brutto im Monat. "

    https://www.stern.de/wirtschaft/news/friseur-im-gehalt-check--das-verdienen-hairstylisten-8793524.html

    "Auch als ausgelernter Maurer wird dein Gehalt nach Tarif bezahlt. Im Durchschnitt kannst du mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 2400 Euro brutto im Monat "

    https://www.ausbildung.de/berufe/maurer/gehalt/

  15. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Eheran 19.09.21 - 23:42

    >Insofern stimmt die Aussagen, dass Frauenberufe weniger gut bezahlt sind.
    Der Beleg dafür steht noch aus. Frauen arbeiten weniger --> weniger Geld. Hat mit dem Beruf nichts zu tun.

    >Wenn Frauen weniger arbeiten, dann deshalb, weil sie sich um Familie kümmern.
    Auch dafür gerne eine Beleg. Ist für mich naheliegend, dass es oft so ist. Aber sicher nicht immer und auch immer weniger.

    >Übrigens leisten Frauen durchschnittlich im Haushalt mehr Arbeit als Männer, selbst wenn Frau 100% arbeitet.
    Gerne mit Beleg. Das ist nicht naheliegend. Dass überhaupt zu quantifizieren dürfte schon schwer sein, spätestens wenn man unterschiedliche Tätigkeiten hat. Etwa einkaufen vs. kochen vs. abwaschen.

    >Da kann ich nicht ganz folgen. Verdient man als Putzkraft viel? Verdient man in der Pflege viel?
    Aus dem anderen Thread, von dir:
    >Klar, ist es als Mann in manchen Berufen nicht leicht, aber die meisten wollen nicht freiwillig in einen schlecht bezahlten Job. In den Berufen, wo Frauen dominieren, da ist der Lohn entsprechend niedriger als bei typischen Männerberufen.
    Du hast einen gegenteiligen Belege geliefert: Dass die Männer, die in Frauenberufen arbeiten, besonders gut verdienen (27 % mehr als die Frauen). Das kann also nicht der Grund für deren Abwesenheit in diesem Berufsfeld sein, denn es sind ja dort mindestens 27 % mehr als Mindestlohn. Es arbeiten aber reichlich Männer bei (bzw. sogar unter) dem Mindestlohn.

    Zum Vergleich Friseur <-> Maurer:
    hier steht:
    "Das durchschnittliche Gehalt für Friseure beträgt 1.840 ¤ brutto pro Monat"
    "Das durchschnittliche Gehalt für Maurer beträgt 2.890 ¤ brutto pro Monat"
    Das ist ein extrem gutes Gehalt für die Maurer. Soviel habe ich damals als Chemielaborant nicht bekommen (die laut der Seite gleich viel verdienen, Inflation spielt ja auch eine Rolle).
    Das wird tatsächlich nicht von vielen Berufen unterboten. Was ich auf die Schnelle finde sind Taxifahrer mit 1'300 ¤, Kellner mit 1'680 ¤ oder Konditoren mit 1'760 ¤. Selbst "Pizzabäcker" sind ein Stück über all diesen. Unglaublich.

  16. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Dakkaron 20.09.21 - 07:59

    Der Gender Pay Gap wird negativ, sobald man Mütter (und damit deren Babypause und Teilzeitarbeit) ausklammert.

    Weil es keinen Gender Pay Gap gibt, sondern einen Motherhood Pay Gap. Viel Spaß beim Googlen.

  17. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Marlborofranz 20.09.21 - 08:34

    Ich fühle mich diskriminiert, weil ich aufgrund meiner Erziehung und meines sozialen Umfelds keine Lust habe, Zahnarzthelfer zu werden. Ich habe zwar kein Interesse an dem Beruf, der von Frauen dominiert ist, aber die Erziehung und das Geschlechterdenken hat mich bestimmt beeinflusst. Ich wäre garantiert liebend gerne Zahnarzthelfer geworden, ungeachtet meiner persönlichen Interessen, für die ich eigentlich selbst verantwortlich bin.

    So ein Bullshit. Man kann die Schuld immer auf andere schieben. Setzt sich einer für Männer ein, dass sie in von Frauen dominierten Berufsgruppen eintreten? Wie wäre es damit: Jeder macht das, was ihm spaß macht - normalerweise das, wofür man auch Talent hat - und verdient damit sein Geld? Wird befördert und reißt sich den Hintern auf, so wie es normale Menschen machen?
    Vll gibt es auch mehr Cash?

    Wenn ich als Kassierer arbeite dann werde ich auch nicht reich. ICH muss dann schauen, dass ich mich weiterbilde, oder die Firma verlasse und versuche in einen besseren Job mit besserer Bezahlung zu rutschen.

    Für das Geld das ich heute verdiene habe ich 3 mal das Unternehmen wechseln müssen und bin auch jahrelang von Zuhause weggezogen. Nur um einen Beruf zu machen und was neues zu lernen, was dann später wieder im Lebenslauf steht. Durch diese kleinen Dinge, für die ich mich über Jahre dran gesetzt habe, habe ich heute mein Geld auf dem Konto. Davor war es nicht mehr als meine Freundin verdient.

    Jeder ist seines Glückes schmied und in keiner Firma, in der ich war, dürfen Frauen nicht dasselbe machen wie Männer unter gleicher bezahlung. Es ist einfach so, dass nicht viele Frauen Lust haben, in einer Glashütte unter Schichtarbeit 8 Stunden neben 1300° heißem Glas zu stehen. "Equality". Wo ist denn da die Frauenquote?

    Man sollte aufhören den Leuten Steine in den Weg zu legen aber nicht erzwingen eine 50/50-Quote zu erzielen, wo kein Bedarf ist. Als ob wir nichts Wichtigeres zu tun hätten. Meine Fresse.

  18. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: ITnachHauseTelefonieren 20.09.21 - 09:12

    > Ich hab schon mit Frauen gesprochen, anstatt über sie zu sprechen. Der Grund, weshalb viele lieber bspw. Wirtschafts- oder Gesundheitsinformatik studieren, ist, dass der Männeranteil in der reinen Informatik zu hoch ist und sie Angst vor Diskriminierung haben, wovon mir einige ihre Erfahrungen erzählt haben.

    Moment... woher haben die Frauen denn die Erfahrung, wenn sie sich statt Informatik für Wirtschaft- oder Gesundheutsinformatik entschieden haben?

    Und wenn viele Frauen andere Fächer studieren, weil der Männeranteil in der reinen Informatik zu hoch ist und sie Angst vor Diskriminierung haben... sind dann vielleicht die Frauen diejenigen, die in ihren Vorurteilen festgefahren sind?

  19. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: Steffo 20.09.21 - 10:23

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Insofern stimmt die Aussagen, dass Frauenberufe weniger gut bezahlt sind.
    >
    > Der Beleg dafür steht noch aus. Frauen arbeiten weniger --> weniger Geld.
    > Hat mit dem Beruf nichts zu tun.

    Den Beleg, den ich verlinkt habe, bezieht sich auf die Vollzeitstelle. Was das mit deinem ehemaligen Beruf als Chemielaborant zu tun hat, verstehe ich nicht, da das nicht repräsentativ ist.
    Man kann übrigens in einer IG-Metall-Firma (übrigens auch eine typische Männerarbeit) als einfacher Arbeiter in einer 35 h Woche locker so gut verdienen wie ein Akademiker.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.21 10:31 durch Steffo.

  20. Re: Hat bei Mathe und Physik ja toll funktioniert

    Autor: einglaskakao 20.09.21 - 10:32

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab schon mit Frauen gesprochen, anstatt über sie zu sprechen. Der
    > Grund, weshalb viele lieber bspw. Wirtschafts- oder Gesundheitsinformatik
    > studieren, ist, dass der Männeranteil in der reinen Informatik zu hoch ist
    > und sie Angst vor Diskriminierung haben, wovon mir einige ihre Erfahrungen
    > erzählt haben.
    Und meine Werkstudentinnen aus dem Bereich Informatik der vergangenen 20 Jahre (und das waren einige) haben allesamt, ausnahmslos das Gegenteil erzählt, das sie im Studium durch männliche Kommilitonen noch nie diskriminiert wurden und wenn sie Hilfe gebraucht hätten in ehrlich gemeinten Hilfsangeboten ertrunken wären.

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