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wissenschaftlich-fundierte Ursachen ignoriert

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  1. wissenschaftlich-fundierte Ursachen ignoriert

    Autor: Computer_Science 18.09.21 - 16:49

    es ist die Einstein'sche Definition von Wahnsinn: immer das gleiche zu versuchen und auf andere Ergebnisse zu hoffen

    wir wissen aus der Psychologie, dass Frauen sich lieber mit Menschen beschäftigen und Männer eher mit Dingen, eine Aufteilung die evolutionär Vorteile brachte und Sinn macht. Unter diesen Voraussetzungen wird sich auch bei absoluter Chancengleichheit kein 50/50 Gleichgewicht in MINT-Fächern einstellen.

    Wir wissen aus Studien, dass der Frauenanteil in MINT-Fächern höher liegt je intoleranter ein Land ist ... in Tunesien, Algerien, Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben wir die höchsten Frauenanteile mit 35-40% in den MINT-Fächern.

    siehe https://cdn.theatlantic.com/thumbor/BmBN2cHlvDAOZE5lcYt7cph3Yi0=/filters:format(png)/media/img/posts/2018/02/Screen_Shot_2018_02_16_at_12.33.16_PM/original.png

    Wenn die eigene Zukunftsperspektiven darin liegen, entweder einen Job zu wählen, der so hoch bezahlt wird, dass man auch unter widrigsten Umständen als Frau ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben führen kann ... oder sich mit angenehmem, aber schlecht bezahlten Job aus wirtschaftlichen Gründen in eine Ehe fügen muss ... so würde wohl jeder das MINT-Ingenieursfach wählen.

    Ich habe Kolleginnen (IT-Consultant) aus der Türkei, aus Griechenland und Indien ... und all erzählen eine ähnliche Geschichte: alle hatten Talent sowohl andere Jobs als auch IT zu machen ... aber IT war das wirtschaftlich stabilste, ermöglichte sein selbstbestimmtes Leben und öffnete das Tor zur restlichen Welt

    je toleranter die Gesellschaft ist ... je stärker Frauen durch ein soziales Netz abgefedert werden, ... je mehr Geld vom Staat kommt ... desto geringer die Motivation hohen Gehältern und Selbstversorgung hinterherzulaufen ... in toleranten Ländern wie Norwegen verstärken sich tatsächlich die Geschlechterunterschiede

    das ganze ist in der Wissenschaft bereits gut dokumentiert als "Gender-Equality-Paradox"

    https://en.wikipedia.org/wiki/Gender-equality_paradox

    die jeweiligen Entscheidungsträger wollen sich aber bewusst nicht mit den Maßnahmen auseinandersetzen, die notwendig wären: man müsste sich an intoleranten Ländern orientieren ... und staatliche Hilfen und Maßnahmen eher zurückfahren, damit der Entscheidungsdruck hin zu höherbezahlten Berufen für Frauen grösser wird ... dafür würde man als Politiker leider auf dem nächsten Scheiterhaufen landen



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.21 16:51 durch Computer_Science.

  2. Re: wissenschaftlich-fundierte Ursachen ignoriert

    Autor: dummzeuch 18.09.21 - 17:31

    Da fehlt noch ein Grund: In diesen Ländern sind IT und Technik-Jobs schlechter angesehen als bei uns. Wichtige, oder sich zumindest wichtig vorkommende Männer sind die Chefs, die Arbeit machen die anderen, das dürfen dann auch Frauen sein.

    Selbst erlebt: Eine "Delegation" eines potentiellen Auftraggebers aus einem arabischen Land läuft bei uns auf: Ein Mann und (wir waren zunächst erstaunt, uns fehlte die Erfahrung) eine Frau. Er war der tonangebenede und musste hoffiert werden, sie hatte die Ahnung. Das Geschäft scheiterte schließlich daran, dass wir den Mann nicht genug gebauchpinselt haben und uns zu sehr auf die technischen Anforderungen (also die Domäne der Frau) konzentriert haben (wie das bei deutschen Firmen ja so üblich ist, anders als z.B. bei amerikanischen). Böse Zungen behaupteten, er habe auch eine wie auch immer geartete Bestechung erwartet, dies aber natürlich nicht offen sagen dürfen.

  3. Re: wissenschaftlich-fundierte Ursachen ignoriert

    Autor: HerrWolken 18.09.21 - 23:57

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > das ganze ist in der Wissenschaft bereits gut dokumentiert als
    > "Gender-Equality-Paradox"
    >
    > en.wikipedia.org
    >

    Ähm, hast du dir den Artikel Mal durchgelesen?

    "Separate Harvard researchers were unable to recreate the data reported in the study, and in December 2019, a correction was issued to the original paper.[10][11][12] The correction outlined that the authors had created a previously undisclosed and unvalidated method to measure "propensity" of women and men to attain a higher degree in STEM, as opposed to the originally claimed measurement of "women’s share of STEM degrees".[11][10][3] Even incorporating the newly disclosed method, the investigating researchers could not recreate all the results presented.[3][12] A follow-up paper in Psychological Science by the researchers who discovered the discrepancy found conceptual and empirical problems with the gender-equality paradox in STEM hypothesis.[13][3] Another 2020 study found that the underrepresentation of girls in STEM fields could be more properly explained by gender stereotypes.[14]"

  4. Re: wissenschaftlich-fundierte Ursachen ignoriert

    Autor: Extrawurst 19.09.21 - 08:37

    HerrWolken schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Computer_Science schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > das ganze ist in der Wissenschaft bereits gut dokumentiert als
    > > "Gender-Equality-Paradox"
    > >
    > > en.wikipedia.org
    > >
    >
    > Ähm, hast du dir den Artikel Mal durchgelesen?

    Naja, du hast aber wohl auch nur den ersten oberen Absatz gelesen:

    In February 2020, Stoet and Geary issued a reply, as a commentary in Psychological Science, claiming that, despite their approach, the overall correlation that they had found remained the same,[15] and restated their hypothesis that "men are more likely than women to enter STEM careers because of endogenous interest", with the hope that future studies would "help to confirm or reject such a theoretical account."[16][17]

    Diese Studien sind halt noch recht jung und nicht abschließend geklärt.
    Damit taugt es weder als Beleg, noch als Widerlegung.

  5. Re: wissenschaftlich-fundierte Ursachen ignoriert

    Autor: Leviosa 19.09.21 - 16:43

    HerrWolken schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Computer_Science schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > das ganze ist in der Wissenschaft bereits gut dokumentiert als
    > > "Gender-Equality-Paradox"
    > >
    > > en.wikipedia.org
    > >
    >
    > Ähm, hast du dir den Artikel Mal durchgelesen?
    >
    > "Separate Harvard researchers were unable to recreate the data reported in
    > the study, and in December 2019, a correction was issued to the original
    > paper.[10][11][12] The correction outlined that the authors had created a
    > previously undisclosed and unvalidated method to measure "propensity" of
    > women and men to attain a higher degree in STEM, as opposed to the
    > originally claimed measurement of "women’s share of STEM
    > degrees".[11][10][3] Even incorporating the newly disclosed method, the
    > investigating researchers could not recreate all the results
    > presented.[3][12] A follow-up paper in Psychological Science by the
    > researchers who discovered the discrepancy found conceptual and empirical
    > problems with the gender-equality paradox in STEM hypothesis.[13][3]
    > Another 2020 study found that the underrepresentation of girls in STEM
    > fields could be more properly explained by gender stereotypes.[14]"

    Gibt viele Studien die von Feministinnen und Frauenrechtler das gewünschte Ergebnis erzielen. Im Zweifelsfall soll man einfach in die Praxis schauen und da wurden ja ein paar Länder genannt. Auf Studien kann man sich leider kaum noch verlassen ausser man hat sie selber beauftragt und kennt die Rahmenbedingungen dieser Studien und wer an diesen beteiligt ist und ob es evtl. da Interessenkonflikte geben könnte.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.21 16:44 durch Leviosa.

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