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Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

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  1. Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: AvailableLight 19.09.21 - 06:23

    Ist ja nicht so, dass es nicht bereits einen Lehrermangel gäbe und in einigen Bundesländern die Einstellungsschwellen massiv nach unten korrigiert wurden um halbwegs genügend Lehrer an den Schulen zu haben, also im Endeffekt eher unqualifizierte Leute eingestellt werden. Wenn Informatik als Pflichtfach, was ich übrigens sehr begrüße, mehr sein soll als MS-Office, dann müssten nicht nur tausende Lehrer nachgeschult, sondern auch die Ausbildung zukünftiger Lehrer dahingehend angepasst werden. Wenn die Informatik als Pflichtfach an der Uni nehmen müssen, würde der Lehrerberuf für viele auch unattraktiver, also noch weniger Lehrer ausgebildet werden. Wenn es kein Pflichtfach an der Uni sein soll, warum sollten Lehrer sich dann zukünftig gegen ihr Interesse (sagen wir mal beispielsweise Deutsch, Sport) für ein sehr schweres Lehrfach entscheiden?

    Also ausser einer Absichtserklärung sehe ich da leider noch nicht so viel. Und nebenbei gesagt, klingt SheTransformsIT lautsprachlich ein wenig wie "Shit..." und genau so sieht das Wort eingerahmt auch aus: Sh...IT. Wer denkt sich sowas aus?

  2. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: euroregistrar 19.09.21 - 07:32

    Das machen dann die Lehrerinnen..

  3. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Dakkaron 19.09.21 - 09:16

    Ach, geht schon. Der Ethik-Lehrer kriegt einen 2-Wochen-Schnellkurs, dann kann er such Informatik unterrichten (hatten wir an der Schule...)

  4. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: OutOfCoffee 19.09.21 - 11:35

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach, geht schon. Der Ethik-Lehrer kriegt einen 2-Wochen-Schnellkurs, dann
    > kann er such Informatik unterrichten (hatten wir an der Schule...)

    2 Lehrer aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern (denen ich ab und an den Rechner wieder lauffähig machen muß)... Haben von der Schule einen Informatik Lehrgang von der Schule angeboten bekommen. Haben den Lehrgang / Fortbildung abgelehnt, weil sie dann ja eventuell Informatik unterrichten hätten müssen und nicht mehr Geld dafür bekommen hätten. Bildungs / Lernresistente Lehrer, die selbst sich der Weiterbildung verweigern, sollen Kindern das Lernen beibringen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.21 11:38 durch OutOfCoffee.

  5. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Wasweißichdennschon 19.09.21 - 11:40

    OutOfCoffee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dakkaron schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ach, geht schon. Der Ethik-Lehrer kriegt einen 2-Wochen-Schnellkurs,
    > dann
    > > kann er such Informatik unterrichten (hatten wir an der Schule...)
    >
    > 2 Lehrer aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern (denen ich ab und an den
    > Rechner wieder lauffähig machen muß)... Haben von der Schule einen
    > Informatik Lehrgang von der Schule angeboten bekommen. Haben den Lehrgang /
    > Fortbildung abgelehnt, weil sie dann ja eventuell Informatik unterrichten
    > hätten müssen und nicht mehr Geld dafür bekommen hätten. Bildungs /
    > Lernresistente Lehrer, die selbst sich der Weiterbildung verweigern, sollen
    > Kindern das Lernen beibringen...

    D.h. also Leute, die in Ihrem Beruf plötzlich eine Schulung auf etwas völlig anderes erhalten, sollen dann diese Tätigkeiten ausüben, ohne dafür bei gestiegener Qualifikation eine höhere Bezahlung zu erhalten? Na, dann sag mal an zu was man Dich alles umpolen kann, ohne Dir einen Cent mehr Gehalt zu bezahlen?

  6. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Oktavian 19.09.21 - 11:51

    > Haben von der Schule einen
    > Informatik Lehrgang von der Schule angeboten bekommen. Haben den Lehrgang /
    > Fortbildung abgelehnt, weil sie dann ja eventuell Informatik unterrichten
    > hätten müssen und nicht mehr Geld dafür bekommen hätten.

    Und das kann ich gut nachvollziehen. Wer sich weiter qualifiziert, sein Wissen verbreitert, seine Einsatzmöglichkeiten vergrößert, das vielleicht sogar in seiner Freizeit und mit persönlichem Engagement, der sollte doch dafür auch belohnt werden gegenüber denen, die das nicht tun. Wenn das System so gebaut ist, dass derjenige, der verharrt, dadurch keinerlei Nachteil hat, dann ist es geradezu schädlich, sich weiterzubilden. Neues Fach bedeutet erst mal eine ganze Menge Arbeit, die man nicht hätte, wenn man kein neues Fach macht.

    Dazu kommt noch gerade bei den Informatik-Lehrern, dass man ja dann Ahnung von IT hat, dann darf man doch nebenbei noch die Schul-IT betreuen. Bei allen IT-Problemen in der fortschreitenden Digitalisierung der Schule ist man dann der Laufbursche. Man hat weder Budget noch Unterstützung, sondern ist ständig der Gearschte. Ach ja, eine Ausgleichsstunde gib es dafür, man muss 45 Minuten die Woche weniger unterrichten für den Sch..ß.

    Wer auf die Idee gekommen ist, die Schul-IT primär von Philologen betreuen zu lassen, gehört immer wieder geschlagen.

  7. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: OutOfCoffee 19.09.21 - 12:26

    Wasweißichdennschon schrieb:
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    > OutOfCoffee schrieb:
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    > > Dakkaron schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Ach, geht schon. Der Ethik-Lehrer kriegt einen 2-Wochen-Schnellkurs,
    > > dann
    > > > kann er such Informatik unterrichten (hatten wir an der Schule...)
    > >
    > > 2 Lehrer aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern (denen ich ab und an den
    > > Rechner wieder lauffähig machen muß)... Haben von der Schule einen
    > > Informatik Lehrgang von der Schule angeboten bekommen. Haben den Lehrgang
    > /
    > > Fortbildung abgelehnt, weil sie dann ja eventuell Informatik
    > unterrichten
    > > hätten müssen und nicht mehr Geld dafür bekommen hätten. Bildungs /
    > > Lernresistente Lehrer, die selbst sich der Weiterbildung verweigern,
    > sollen
    > > Kindern das Lernen beibringen...
    >
    > D.h. also Leute, die in Ihrem Beruf plötzlich eine Schulung auf etwas
    > völlig anderes erhalten, sollen dann diese Tätigkeiten ausüben, ohne dafür
    > bei gestiegener Qualifikation eine höhere Bezahlung zu erhalten? Na, dann
    > sag mal an zu was man Dich alles umpolen kann, ohne Dir einen Cent mehr
    > Gehalt zu bezahlen?

    Ersmal müßen sie die Bereitschaft zeigen und Leistung erbringen um sich für mehr Gehalt zu qualifizieren und nicht umgekehrt nur daran teilnehmen wenn sie dafür garantiert auch mehr Lohn erhalten.

  8. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Oktavian 19.09.21 - 13:22

    > Ersmal müßen sie die Bereitschaft zeigen und Leistung erbringen um sich für
    > mehr Gehalt zu qualifizieren

    Das System Schule kennt keine Leistungsanreize. Es ist im Beamtenrecht einfach nicht vorgesehen.

    Insofern ja, erst mehr Leistung, dann mehr Geld. Aber wenn das System von vornherein kein "mehr Geld" kennt, keine Möglichkeiten dafür hat, dann kann man auch nicht erwartet, dass jemand mehr Leistung bringt, um mehr Geld zu bekommen.

    Nur so als Beispiel:
    Ich konzipiere gerade eine Schulung für meine Kollegen, mein Arbeitgeber hat mich darum gebeten. Das ist durchaus anstrengende Arbeit, die ich natürlich in meiner Arbeitszeit verrichte. Trotzdem hat mir mein AG eine Belohnung von ein paar 1000 EUR in Aussicht gestellt, wenn ich die Schulung fertig konzipiert habe. Zudem halte ich die Schulung natürlich in der Arbeitszeit. Trotzdem hat mir mein AG eine Belohnung von einigen 100 EUR in Aussicht gestellt für jedes mal, wenn ich die Schulung halte.
    Das ist motivierend, da hängt man sich gerne rein auch über das Maß hinaus, was nötig ist.

    Wenn ein Lehrer sich fortbilden soll, dann darf er das in den Ferien, in der Freizeit und am Wochenende tun. Wenn er dazu irgendwo hinmuss, dann darf er ewig der Genehmigung hinterher rennen und den Reiseauslagen. Wenn er dann die Befähigung hat, muss er erst mal ein Unterrichtskonzept entwerfen, was ziemlich viel Arbeit ist. Danach hat er insbesondere bei Informatik noch die Schul-IT am Hacken. Bekommen tut er dafür nichts.
    Und wie sieht es aus, wenn er es nicht macht? Er macht weiter seinen Unterricht, muss keine zusätzliche Zeit investieren, muss Reisespesen nicht hinterher laufen, muss keine neuen Stunden konzipieren, muss keine Schul-IT machen, und hat auch keine finanziellen Nachteile.

    Warum nochmal sollte man sich bei den Randbedingungen besonders reinhängen?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.21 13:32 durch Oktavian.

  9. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: OutOfCoffee 19.09.21 - 14:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ersmal müßen sie die Bereitschaft zeigen und Leistung erbringen um sich
    > für
    > > mehr Gehalt zu qualifizieren
    >
    > Das System Schule kennt keine Leistungsanreize. Es ist im Beamtenrecht
    > einfach nicht vorgesehen.
    >
    > Insofern ja, erst mehr Leistung, dann mehr Geld. Aber wenn das System von
    > vornherein kein "mehr Geld" kennt, keine Möglichkeiten dafür hat, dann kann
    > man auch nicht erwartet, dass jemand mehr Leistung bringt, um mehr Geld zu
    > bekommen.
    >
    > Nur so als Beispiel:
    > Ich konzipiere gerade eine Schulung für meine Kollegen, mein Arbeitgeber
    > hat mich darum gebeten. Das ist durchaus anstrengende Arbeit, die ich
    > natürlich in meiner Arbeitszeit verrichte. Trotzdem hat mir mein AG eine
    > Belohnung von ein paar 1000 EUR in Aussicht gestellt, wenn ich die Schulung
    > fertig konzipiert habe. Zudem halte ich die Schulung natürlich in der
    > Arbeitszeit. Trotzdem hat mir mein AG eine Belohnung von einigen 100 EUR in
    > Aussicht gestellt für jedes mal, wenn ich die Schulung halte.
    > Das ist motivierend, da hängt man sich gerne rein auch über das Maß hinaus,
    > was nötig ist.
    >
    > Wenn ein Lehrer sich fortbilden soll, dann darf er das in den Ferien, in
    > der Freizeit und am Wochenende tun. Wenn er dazu irgendwo hinmuss, dann
    > darf er ewig der Genehmigung hinterher rennen und den Reiseauslagen. Wenn
    > er dann die Befähigung hat, muss er erst mal ein Unterrichtskonzept
    > entwerfen, was ziemlich viel Arbeit ist. Danach hat er insbesondere bei
    > Informatik noch die Schul-IT am Hacken. Bekommen tut er dafür nichts.
    > Und wie sieht es aus, wenn er es nicht macht? Er macht weiter seinen
    > Unterricht, muss keine zusätzliche Zeit investieren, muss Reisespesen nicht
    > hinterher laufen, muss keine neuen Stunden konzipieren, muss keine Schul-IT
    > machen, und hat auch keine finanziellen Nachteile.
    >
    > Warum nochmal sollte man sich bei den Randbedingungen besonders reinhängen?

    LOL. Dann schauen Sie sich mal in den Informatik Berufen um, wie da der reale Arbeitsalltag aussieht (das aber keinem Schüler / Schülerin gesagt wird (währe zu abschreckend)). Da wird praktisch eigene Fortbildung in der Freizeit unausgesprochen erwartet. Man nimmt unausgesprochen an, dein Job ist gleichzeitig dein Freizeithobby.

    Die 1-2 Schulungen die man während des Jahres mal für ein paar Tage bekommt (falls überhaupt), kann man getrost in der Pfeife rauchen und sind weitestgehend nutzlos und meistens am konkreten Projekt-Bedarf vorbei. Eventuell bekommt man von der Firma noch einen Account für Udemy, Coursera, Udacity, sonstige MOOCs gestellt bei denen dann aber auch erwartet wird, das man sich da während seiner Freizeit / Urlaub / Wochenende weiterbildet.
    Mit sehr viel Glück bekommt man sogar auch noch ein paar wenige Tage vom Arbeitgeber gestellt die man selbst als Weiterbildung verbuchen darf.
    Wer in diesen Jobs stehen bleibt, ist innerhalb von wenigen Jahren weg vom Fenster und kann hoffen überhaupt noch woanders einen Job zu finden. Mit Glück schafft man den Absprung in die Projektleitung und kann dann nur noch delegieren und muss sich nicht mehr dem lebenslangen Bildungsdruck unterwerfen.
    Das das die wenigsten Frauen machen wollen wundert nicht. Sollten sie noch Kinder bekommen und sind dann mal 1-2 Jahre raus aus dem Job, fällt der wieder einstieg nicht leicht, ausser man wechselt eventuell weg von der Software-Entwicklung in die Projektleitungslaufbahn.
    Wer in der Informatik nicht bereit ist sich selbst ständig weiter zu Bilden und das auch in seiner Freizeit, ist hier absolut fehl am Platz. Das ist kein Job wo man sobald man aus der Schule / Studium raus ist, sich zurück lehnen kann und sich auf dem Schul- / Studiumswissen weitestgehend ausruhen kann bis zur Rente. Hier gibt es auch keine großen Anreize sich weiter zu Bilden außer (du kannst Deinen Job behalten und wirst nicht zum Alteisen gestellt für die Scheiß Projekte die keiner machen will). Von daher sind Lehrer absolut überbezahlt. Da gibt es mehr als genug Lehrer die einmal zum start ihrer Berufslaufbahn ihr Material Vorbereiten oder von anderen Lehrern kopieren und das wars dann für den Rest der Berufslaufbahn. The same procedure as every year. (Ausnahmen bestätigen die Regel). In der Schule hat man vielfach das Gefühl, 90% der Lehrer sind selbst nicht gewillt sich weiter zu bilden und sollen dann Kindern das Lernen beibringen (und das für ein Üppiges Gehalt mit Üppiger Pension bei den verbeamteten Lehrern).

  10. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Oktavian 19.09.21 - 17:43

    > LOL. Dann schauen Sie sich mal in den Informatik Berufen um, wie da der
    > reale Arbeitsalltag aussieht (das aber keinem Schüler / Schülerin gesagt
    > wird (währe zu abschreckend)). Da wird praktisch eigene Fortbildung in der
    > Freizeit unausgesprochen erwartet. Man nimmt unausgesprochen an, dein Job
    > ist gleichzeitig dein Freizeithobby.

    Schlimm genug, wenn man sich das bieten lässt.

    Wenn mein AG von mir eine Weiterbildung erwartet, dann ist das selbstverständlich, dass es Arbeitszeit ist. Darüber brauchen wir nicht mal zu diskutieren. Das gilt insbesondere, wenn der Zeitaufwand erheblich ist. Mein AG wollte vor ner Zeit, dass ich ein Grundverständnis für Banken , Versicherungen und Rückversicherungen aufbaue, und hat mich dafür natürlich in der Arbeitszeit auf entsprechende Kurse geschickt.

    Wenn ich gerne eine Weiterbildung machen möchte und mein AG das unterstützen möchte, dann finden wir eine faire Teilung. Bei meinem letzten etwas umfangreicheren Wunsch waren in Laufe von ein paar Jahren insgesamt 6 Wochen Präsenzschulung im Paket. Seine Bedingung war ein Vertrag, dass ich mich ein paar Monate fest an die Firma binde, das ist dann auch okay. Ich bin auch bereit, mal nen Samstag zu opfern, vielleicht ein oder zwei mal im Jahr, aber doch nicht mehr. Meine Zeit ist mein Kapital, ich verkaufe meine Zeit an meinen Arbeitgeber, und die ist wertvoll. Wie käme ich dazu, das einzige, was ich verkaufen kann, zu verschenken? Und was ist das überhaupt für ein Zeichen über den Wert meiner Zeit?

    > Wer in der Informatik nicht bereit ist sich selbst ständig weiter zu Bilden
    > und das auch in seiner Freizeit, ist hier absolut fehl am Platz.

    Natürlich, die Bereitschaft muss schon da sein. Aber ich erwarte von meinem AG, mir dafür die Mittel und den Freiraum zur Verfügung zu stellen. Und damit hat er auch überhaupt keine Probleme, hält das auch für eine Selbstverständlichkeit.

    > (und das für ein Üppiges Gehalt mit Üppiger Pension bei den verbeamteten
    > Lehrern).

    Na komm, guck mal in die Gehaltstabelle. Dafür würde ich mir den Ärger nicht antun. Zumal die Aufstiegsmöglichkeiten extrem überschaubar sind. Ja, man kann mal Studiendirektor werden, vielleicht, wenn man wirklich Schulleiter werden will, auch mal Oberstudiendirektor, aber auch da sind die Gehaltssprünge lächerlich.

    Ich denke das immer, wenn ich in die Schule meiner Kinder gehe, Elternabend und Co. Da setzt man Akademiker und Schüler in ein Gebäude, das man bestenfalls als Loch bezeichnen kann. Es hat nichts von einem angenehmen, modernen, wertigen Arbeitsumfeld.

    Da gibt man ihnen Materialien, die schon in den 80ern nicht mehr ganz aktuell waren. Teils stehen da noch Overhead-Projektoren. Außerhalb von Schulen hab ich den letzten vor 15 Jahren gesehen, auf einem Müllhaufen.

    Gleichzeitig schafft man ein Klima, in dem sich Leistung gerade nicht lohnt sondern bestraft wird. Wer als Lehrer etwas besonderes tut, bekommt immer noch ein Schippchen Arbeit oben drauf. Wer aber eher zu den Minderleistern gehört, bekommt ein paar Freistunden mehr.

    Und dann erwartet man, dass leistungsbereite Schüler entstehen. Witzig, oder? Spannend ist eigentlich, dass es trotzdem funktioniert.

    Ich hatte tatsächlich mal mit dem Gedanken gespielt, nach dem Abi auf Lehramt zu studieren. So klassisch Mathe/Physik, vielleicht auch Latein oder Geschichte. Auf die Idee, Informatik zu machen, wäre ich nie gekommen. Aber wenn ich mir die Randbedingungen so anschaue, das ist so weit entfernt von irgendeiner Wertschätzung, ich bin heilfroh, das nicht getan zu haben. Und für diese miesen Randbedingungen ist das Gehalt lausig. Ich bewundere immer Lehrer, die das mit Leidenschaft machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.21 17:50 durch Oktavian.

  11. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Dakkaron 19.09.21 - 22:24

    Joa, das ist genau das, was 90% der Leute tun, wenn sie garantiert bekommen, dass die Fortbildung keinerlei Auswirkung auf Gehalt und Karriere hat, aber für mehr Arbeit danach sorgt... Fix nimmt jeder dieses Angebot an.

    Auf welchem Planeten wohnst du?

  12. Re: Und wo sollen die Lehrer dafür herkommen?

    Autor: Dakkaron 19.09.21 - 22:35

    Ja, finds schon immer bisserl lustig, dass es so viele Leute gibt, die drauf schimpfen, wie wenig Lehrer zu tun haben und wie viel Geld sie dafür bekommen.

    Warum werden die selber dann nicht Lehrer? Und besser noch, wenn Lehrer so ein irrsinnig toller Job ist, warum haben wir seit Jahrzehnten einen kräftigen Lehrermangel?

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